Hilfe, meine Schwester ist magersüchtig

13

anhören

Verzweiflung Zorn Selbstverletzung Ernährung Gesundheit

Hilfe, meine Schwester ist magersüchtig
Ich (w/18) musste letztes Jahr mit einem Gewicht von gerade mal 40kg bei einer Körpergröße von 1,70m wegen Magersucht in eine Klinik und habe diese Krankheit nach langem Kämpfen nun endlich überwunden. Allerdings auf Kosten fast all meiner Freunde, meiner Beziehung und beinahe auch meines Abiturs. Mittlerweile geht es mir aber wieder relativ gut, wobei ich bei Gedanken an diese schreckliche Zeit und was ich wegen meines dummen und naiven Drangs nach Perfektion alles verloren habe, immer wieder anfangen könnte, zu heulen. Kurz nachdem sich mein Zustand wirklich verbesserte und langsam, aber stabil bergauf ging, passierte Folgendes:

Meine drei Jahre ältere Schwester, die bis dato die Definition einer gesunden, wunderschönen jungen Frau war, die genug auf ihr Äußeres achtete, um eine solche zu sein, aber auch stark und selbstbewusst genug war, sich nicht von Size-Zero-Models einschüchtern zu lassen, die nie ernsthafte Probleme mit ihrer wirklich tollen Figur oder generell ihrem Aussehen hatte, eben diese Schwester, die mir als Vorbild galt, fing plötzlich mit der gleichen Scheiße an wie ich. Zuerst hat es niemand bemerkt, weil der Fokus noch auf meiner Genesung lag. Bis sie plötzlich beinahe genauso klapperdürr dastand, wie ich kurz zuvor. Meine Beichte? Ich mache mir unheimlich große Vorwürfe, weil ich weiß, dass das ohne meine vorhergehende Geschichte niemals passiert wäre und ich ihr wie dem Rest meiner Familie so viele Sorgen und Schmerzen bereitet habe.

Aber irgendwo bin ich auch richtig sauer auf sie. Ich bin sauer, dass sie, obwohl eigentlich so klug, jetzt dumm genug ist, denselben Mist durchzuziehen, den ich ihr vorgelebt habe. Sauer, obwohl sie doch gesehen hat, was das alles anrichtet. Was es nicht nur mit ihr, sondern auch mit ihren Mitmenschen macht. Und wie verdammt gefährlich es ist. Ja, es macht mich richtig wütend! Das würde ich ihr oder jemand anderem niemals sagen, denn ich weiß, dass es kontraproduktiv wäre und vor allem auch, wie eine solche Krankheit vollkommen entgegen jeden Funken gesunden Menschenverstandes und auch entgegen dessen, was man selbst als betroffene Person eigentlich will, wirkt. Und ich stehe immer hinter ihr, möchte, dass es ihr besser geht. Sie ist für mich einer der wichtigsten Menschen in meinem Leben und meine Liebe für sie ist unendlich. Aber trotzdem, verdammt noch einmal, das macht mich so wütend! Wie kann sie denn so kurzsichtig sein?!

Beichthaus.com Beichte #00038338 vom 06.06.2016 um 10:53:36 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der perfekte Ersatz für Frauen

19

anhören

Masturbation Neugier Peinlichkeit

Ich (m/24) hatte noch nie Sex. Es hat bisher einfach nicht geklappt mit den Frauen. Da ich aber nun mal eine andere Erfahrung machen wollte, habe ich mir einen Ersatz besorgt. Es handelt sich dabei um eine Fleshlight, also eine "Kunstmuschi". Ich muss sagen, dass das schon etwas anderes ist, als immer nur Hand anzulegen. Das "Innenleben" besteht aus Cyberskin, einem sehr hautähnlichen Material, das in einer Plastikfassung eingebettet ist und eine Taschenlampe imitieren soll. An der oberen und unteren Seite befinden sich Deckel, die man aufdrehen kann. Mit dem unteren Deckel lässt sich die Saugkraft regulieren und der obere Deckel verdeckt den eigentlichen "Eingang", in der Form einer menschlichen Vulva. Einfach kurz in warmem Wasser erwärmen, Gleitgel drauf und los geht es. Nach Benutzung dann mit Wasser reinigen und gegebenenfalls mit Talkum einpudern. Fertig für den nächsten Einsatz. Logischerweise habe ich darüber mit niemandem geredet und das habe ich auch nicht vor. Eigentlich finde ich es nicht so verwerflich, aber öffentlich dazu stehen, das würde ich nicht. Für mich sind die einzigen Nachteile, dass ich immer noch nicht das echte Gefühl hatte - und der immense Verbrauch an Gleitgel.

Beichthaus.com Beichte #00038332 vom 04.06.2016 um 22:29:08 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Religionen sind Werkzeuge der Macht

40

anhören

Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Religionen sind Werkzeuge der Macht
Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Ich bin stolz darauf, ein Ossi zu sein!

28

anhören

Stolz Hochmut Vorurteile

Ich komme aus dem Herzen Sachsens und bin froh darüber! Als ich (w/33) erwachsen wurde, habe ich auch in anderen Teilen Deutschlands gelebt. Auch jetzt lässt es sich beruflich manchmal nicht vermeiden, die Heimat zu verlassen. Ihr könnt von uns Ossis halten, was ihr wollt, denn ihr habt ja keine Ahnung. Die Erinnerung, die ich an meine Kindheit habe, hätte ich so woanders nicht gehabt. In der DDR war es nicht halb so schlecht, wie es jetzt oft dargestellt wird! DDR-Kinder sind stolz auf ihre Wurzeln, ich kenne niemanden, der da anders denkt. Und auch heute noch ist vieles anders.

Ich komme aus einer Kleinstadt, wo noch fast jeder jeden kennt! Hier grüßt man sich, hilft sich gegenseitig, findet sich spontan zu einer Gartenparty zusammen. Es gibt einfach einen großen Zusammenhalt. Man muss die Fahrräder nicht abschließen, kann die Autos offen lassen, Nachbarskinder kommen und gehen, als gehören sie mit zur Familie. Wenn jemand etwas allein nicht schafft, packen andere ungefragt mit an und helfen. Letztens fiel einer älteren Dame ihr Kleingeld im Geschäft runter, sofort halfen ihr einige Teenager beim Aufsammeln und haben ihr sogar den Einkauf nach Hause getragen. Ich liebe dieses Fleckchen Erde hier. Und jeder, der uns Ossis auf unwahre Nachrichtenberichte und einen seltsamen Dialekt reduziert, hat so etwas von keine Ahnung. Ihr Großstadtkinder tut mir schon echt leid. Jemand, der nicht weiß, wie es sich anfühlt als Kind an einem Sommerabend im Kirschbaum zu sitzen oder vom Heuboden aus den Sonnenuntergang zu beobachten, hat im Leben echt etwas verpasst!

Beichthaus.com Beichte #00038257 vom 19.05.2016 um 09:13:13 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Mit Kopftuch in der Schule

40

anhören

Vorurteile Ignoranz Engherzigkeit Schule

Ich (w/20) habe in den letzten Jahren meine Lebenseinstellung ziemlich verändert. Mein großer Grundsatz ist jetzt, dass jedes Leben wunderschön und wertvoll ist und die Welt ein besserer Ort wäre, wenn wir uns alle gegenseitig akzeptieren und wertschätzen würden. Früher habe ich nicht so gedacht, ehrlich gesagt war ich ein ziemliches Arschloch. Zwar habe ich nie jemandem wehgetan, aber ich schäme mich für so einige Gedanken. Es gibt eine Erinnerung, die mich einfach nicht loslässt. Es muss so ungefähr in der achten Klasse gewesen sein. Da haben wir über Kleidung in der Schule, Schuluniformen, etc. im Englischunterricht gesprochen.

Es waren im Buch einige Kleidungsstücke abgebildet, von denen wir entscheiden sollten, ob es angebracht ist, sie in der Schule zu tragen. Eines davon zeigte eine Gruppe Mädchen mit Kopftuch. Wie gesagt, heutzutage würde ich mich fragen, warum das für jemanden ein Problem sein sollte. Aber damals habe ich mich ernsthaft gemeldet und vor der ganzen Klasse meiner etwas schockierten Lehrerin gesagt, dass ich das absolut unpassend finde, und dass sie das doch wenn überhaupt zu Hause tragen sollen. Zwar finde ich heute immer noch, dass es ein Unding ist, dass Frauen in manchen Kulturen gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen, und könnte mir auch selbst nie vorstellen eines zu tragen, aber wenn sie es aus freier Entscheidung tun und damit glücklich sind, hat niemand das Recht etwas dagegen zu sagen. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat, aber ich hoffe von Herzen, dass sich keiner meiner damaligen Klassenkameraden daran erinnert!

Beichthaus.com Beichte #00038248 vom 18.05.2016 um 10:08:38 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge