Religionen sind Werkzeuge der Macht

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Unglaube Ignoranz Vorurteile Gesellschaft Witten

Religionen sind Werkzeuge der Macht
Ich (m/20) möchte beichten, dass ich gläubige Menschen nicht im Geringsten ernstnehmen kann. Dabei spielt die Religion gar keine so große Rolle, wobei ich Christen und Moslems besonders im Blick habe (was aber wohl daran liegt, dass dies die größten Gruppen in Deutschland sind). Ich verstehe nicht, wie teilweise wirklich intelligente und gebildete Menschen der Massenhalluzination eines (oder mehrerer) vermeintlichen Gottes erliegen können. Es ist doch vollkommen offensichtlich, dass sie niemals diesem Glauben nachgehen würden, wenn nicht ihre Eltern und Umfeld sie in diese Thematik hineinerzogen hätten. Damit verliert die Religion doch jeden Wert! Es kann doch kaum offensichtlicher sein, dass Religionen seit Langem nur als Werkzeuge der Macht missbraucht werden, Entwicklung der Menschheit entgegenstehen und mit einer aufgeklärten, selbstbestimmenden und auf rationalem Weltbild basierender Lebenseinstellung nicht vereinbar sind. Ich beichte also Blasphemie und Intoleranz, auch wenn ich es mir im Dialog mit diesen Menschen nicht anmerken lasse. Auch dass ich Mitleid verspüre, weil es mir im Herzen wehtut, Menschen auf Irrwegen zu sehen.

Beichthaus.com Beichte #00038280 vom 23.05.2016 um 02:26:54 Uhr in 58453 Witten (Alfred-Herrhausen-Straße) (40 Kommentare).

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Ich bin stolz darauf, ein Ossi zu sein!

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Stolz Hochmut Vorurteile

Ich komme aus dem Herzen Sachsens und bin froh darüber! Als ich (w/33) erwachsen wurde, habe ich auch in anderen Teilen Deutschlands gelebt. Auch jetzt lässt es sich beruflich manchmal nicht vermeiden, die Heimat zu verlassen. Ihr könnt von uns Ossis halten, was ihr wollt, denn ihr habt ja keine Ahnung. Die Erinnerung, die ich an meine Kindheit habe, hätte ich so woanders nicht gehabt. In der DDR war es nicht halb so schlecht, wie es jetzt oft dargestellt wird! DDR-Kinder sind stolz auf ihre Wurzeln, ich kenne niemanden, der da anders denkt. Und auch heute noch ist vieles anders.

Ich komme aus einer Kleinstadt, wo noch fast jeder jeden kennt! Hier grüßt man sich, hilft sich gegenseitig, findet sich spontan zu einer Gartenparty zusammen. Es gibt einfach einen großen Zusammenhalt. Man muss die Fahrräder nicht abschließen, kann die Autos offen lassen, Nachbarskinder kommen und gehen, als gehören sie mit zur Familie. Wenn jemand etwas allein nicht schafft, packen andere ungefragt mit an und helfen. Letztens fiel einer älteren Dame ihr Kleingeld im Geschäft runter, sofort halfen ihr einige Teenager beim Aufsammeln und haben ihr sogar den Einkauf nach Hause getragen. Ich liebe dieses Fleckchen Erde hier. Und jeder, der uns Ossis auf unwahre Nachrichtenberichte und einen seltsamen Dialekt reduziert, hat so etwas von keine Ahnung. Ihr Großstadtkinder tut mir schon echt leid. Jemand, der nicht weiß, wie es sich anfühlt als Kind an einem Sommerabend im Kirschbaum zu sitzen oder vom Heuboden aus den Sonnenuntergang zu beobachten, hat im Leben echt etwas verpasst!

Beichthaus.com Beichte #00038257 vom 19.05.2016 um 09:13:13 Uhr (28 Kommentare).

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“Beichte

Mit Kopftuch in der Schule

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Vorurteile Ignoranz Engherzigkeit Schule

Ich (w/20) habe in den letzten Jahren meine Lebenseinstellung ziemlich verändert. Mein großer Grundsatz ist jetzt, dass jedes Leben wunderschön und wertvoll ist und die Welt ein besserer Ort wäre, wenn wir uns alle gegenseitig akzeptieren und wertschätzen würden. Früher habe ich nicht so gedacht, ehrlich gesagt war ich ein ziemliches Arschloch. Zwar habe ich nie jemandem wehgetan, aber ich schäme mich für so einige Gedanken. Es gibt eine Erinnerung, die mich einfach nicht loslässt. Es muss so ungefähr in der achten Klasse gewesen sein. Da haben wir über Kleidung in der Schule, Schuluniformen, etc. im Englischunterricht gesprochen.

Es waren im Buch einige Kleidungsstücke abgebildet, von denen wir entscheiden sollten, ob es angebracht ist, sie in der Schule zu tragen. Eines davon zeigte eine Gruppe Mädchen mit Kopftuch. Wie gesagt, heutzutage würde ich mich fragen, warum das für jemanden ein Problem sein sollte. Aber damals habe ich mich ernsthaft gemeldet und vor der ganzen Klasse meiner etwas schockierten Lehrerin gesagt, dass ich das absolut unpassend finde, und dass sie das doch wenn überhaupt zu Hause tragen sollen. Zwar finde ich heute immer noch, dass es ein Unding ist, dass Frauen in manchen Kulturen gezwungen werden, ein Kopftuch zu tragen, und könnte mir auch selbst nie vorstellen eines zu tragen, aber wenn sie es aus freier Entscheidung tun und damit glücklich sind, hat niemand das Recht etwas dagegen zu sagen. Keine Ahnung, was mich damals geritten hat, aber ich hoffe von Herzen, dass sich keiner meiner damaligen Klassenkameraden daran erinnert!

Beichthaus.com Beichte #00038248 vom 18.05.2016 um 10:08:38 Uhr (40 Kommentare).

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Der schwarze Wal Morbi-de

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Falschheit Lügen Betrug Dummheit Internet

Ich beichte hiermit, dass ich mich in Chatrooms gerne als Intellektueller ausgebe und damit echte Studenten hinters Licht führe. Ich habe von keinem der diskutierten Themen Ahnung, alle Informationen stammen aus einschlägigen Online-Lexika oder ich lerne ein paar Fachworte auswendig und dichte den Rest selber darum herum. Überraschenderweise fällt das nicht oft auf und man lobt mich regelmäßig wegen meines immensen Wissensstands, dabei bin ich Hauptschüler. Nach, oder auch während solcher Gespräche, kann ich vor Lachen kaum an mich halten, weil ich mir vorstelle, wie die Leute mein "Fachwissen" weiter verbreiten. Einmal habe ich steif und fest behauptet, dass es nicht nur das Buch über den weißen Wal "Moby-Dick" von H. Melville gebe, sondern auch den schwarzen Wal "Morbi-de" vom selben Schriftsteller. Ein Student der Literatur (nach eigenen Angaben) meinte, das Buch würde er auch kennen. Ich sollte wirklich damit aufhören.

Beichthaus.com Beichte #00038222 vom 12.05.2016 um 16:35:40 Uhr (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Meine Kollegen sind scheinheilig!

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Zorn Aggression Kollegen Arbeit

Ich (m/37) arbeite im technischen Bereich der gehobeneren Hotellerie. Ich möchte beichten, dass ich fast alle Kollegen aus anderen Abteilungen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht leiden kann. Ihre Gesichter strahlen eine gewisse Art von Scheinheiligkeit aus. Ich bilde mir auch ein, dass die Antipathie auf Gegenseitigkeit beruht. Warum weiß ich nicht. Ich bin in meinem Job ein anderer Mensch, als ich es privat bin. Ich trage fast ständig eine Grundaggression mit mir herum, die kaum ein anderer bemerkt. Ich weiß auch nicht, wie ich mit dem Manager umgehen soll. Er interessiert sich nicht für die Menschen, die für ihn arbeiten. Einige haben mehrere Wochen am Stück Dienst und nur sporadisch für ein oder zwei Tage frei. Mich betrifft es zwar nicht direkt, ich kann aber so eine Ungerechtigkeit nicht akzeptieren. Dazu kommt, dass ich dieses oberflächliche und hochtrabende Luxus-Image zum Kotzen finde. Vor allem, weil ich die eigentliche Substanz kenne. Manchmal wünschte ich mir, mir einfach mal Luft zu machen. Aber wahrscheinlich würde ich dann meinen Job verlieren, wenn einige Leute durch die Gegend fliegen würden.

Beichthaus.com Beichte #00038212 vom 10.05.2016 um 20:29:34 Uhr (5 Kommentare).

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