Studium ohne Zukunftsaussichten

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Zorn Verzweiflung Diebstahl Geld Studentenleben

Ich fühle mich wie ein kompletter Loser. Ich habe immer darauf geachtet, dass ich alles so mache, wie es sein soll. Grundschule - Gymnasium - Studium. Aufs Geld geachtet, den Rat meiner Eltern angenommen und immer das Erreichen einer beruflichen Existenz vorangestellt. Heute bin ich 29, habe zwar zwei Einser-Studienabschlüsse, aber weder einen Partner noch eine Familie, da ich mir Kinder gar nicht finanziell leisten könnte. Das BAföG-Amt ruft auch bald an und möchte das geliehene Geld, ohne das ich nicht hätte studieren können, zurück. Und was habe ich von meinem Studium finanziell gesehen? Nichts. Nun darf ich also für nichts zahlen. Eben habe ich, wegen einer eventuell drohenden längeren Arbeitslosigkeit mal in einem Arbeitslosenforum gelesen und bin wirklich fast nur über irgendwelche "Schwanger, was steht mir zu?" Beiträge gestoßen. Diese Weiber können sich wirklich keine Familie leisten und produzieren Kinder wie die Karnickel. Vielleicht sollte ich auch einfach damit anfangen, denn ich habe ja gesehen, dass es nichts bringt, wenn man sich an die Regeln hält und nachdenkt, bevor man solche weitreichenden Entscheidungen trifft.


Die Einzigen, die mir wirklich leidtun, sind übrigens meine Eltern. Meine Eltern haben nicht viel Geld und sind genau deshalb die Art von Eltern, die ihre Kinder gerne finanziell unterstützen wollen. All das Geld, das sie für mich insgesamt seit dem Abi ausgegeben haben, war für die Katz, und obwohl ich jeden Monat spare, um ihnen das alles mal wiedergeben zu können, so komme ich nicht weit, wenn ich jeden Monat 50 Euro spare. Obwohl 50 Euro sparen zu können wirklich eine Menge Geld für mich ist. Ich frage mich, wohin mich das alles noch führen soll?

Beichthaus.com Beichte #00034790 vom 06.01.2015 um 13:23:39 Uhr (11 Kommentare).

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Schweiß, Urin, Bakterien und Nachgeburten im Schwimmbad

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Ekel Unreinlichkeit Feigheit

Schweiß, Urin, Bakterien und Nachgeburten im Schwimmbad
Ich (m/27) möchte beichten, dass ich schon jahrelang in keinem Schwimmbad mehr war, da ich es dort einfach eklig finde. Einladungen von Freunden oder Bekannten lehne ich immer mit einem Vorwand ab, da ich mich nicht überwinden kann, ein Schwimmbad zu besuchen. Ich finde es abstoßend und widerlich, in der gleichen Brühe zu schwimmen, wie hundert andere Leute auch. Sicherlich ist Chlor im Wasser, was die ganzen Absonderungen unschädlich macht. Das ändert jedoch nichts daran, dass es diese Nebenprodukte gibt: Schweiß, Urin, Spucke, Fürze mit Nachgeburt, Bakterien, Haare von verschiedenen Körperstellen und was sonst noch alles vom menschlichen Körper abgegeben wird. Es widert mich an, in so eine Brühe zu steigen, trotz Chlor. Ich weiß nicht, wie man es schön finden kann, in dieser Siffe zu schwimmen. Sicherlich kann man sich danach gründlich duschen, aber vorher durchschwimmt man eine Brühe, die dreckiger ist als das gereinigte Wasser von einer Kläranlage.

Allein der Gedanke an inkontinente alte Leute, die mit jedem Schwimmzug einen Stoß Urin abgeben, verleiht mir einen Brechreiz. Auch ins Freibad gehe ich nicht. Dort sind zwar vermehrt junge Leute, aber ich habe keine Lust, in den Körperflüssigkeiten von zahlreichen Teenagern zu schwimmen. Wenn so ein stinkender pubertierender Junge in das Wasser steigt und sich dabei sämtliche Duftmarken im Becken auflösen, dann ist das einfach nur ekelhaft. Ich werde nie wieder ein Schwimmbad betreten. Ich bin kein Sauberkeitsfanatiker, aber ihr würdet auch nicht mit wildfremden Leuten das gleiche Badewasser benutzen, wenn es bei euch zuhause wäre! Viel Spaß beim nächsten Schwimmbadbesuch, vielleicht denkt ihr mal an mich. Widerlich!

Beichthaus.com Beichte #00034721 vom 29.12.2014 um 15:07:27 Uhr (29 Kommentare).

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“Beichte

Prügeleien in der Schule

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Gewalt Aggression Boshaftigkeit Schule Ebreichsdorf

Ich (m/22) habe zu meiner Schulzeit gerne ein paar meiner Mitschüler verprügelt - ohne besonderen Grund. Sie haben mich nie beleidigt, und auch bei mir zu Hause war es gewaltfrei. Ich fand einfach ein paar meiner Mitschüler abstoßend und nervig. Einen habe ich mal nach der Schule mit einem Stück Holz verprügelt, mit den Worten: "Ich schlage deine Eier blutig", dass ich da noch keine zehn Jahre alt war, ist natürlich sehr fragwürdig. Einen anderen habe ich regelmäßig fertiggemacht - mal nach dem Turnunterricht den Kopf gegen die Wand, sodass er Lücken im Gebiss hatte, oder auch schon mal die Schultasche in den naheliegenden Bach geworfen. Auch sein behindertes Cappy, das er immer anhatte, landete gelegentlich im Bach. Mein Favorit war aber ein Junge - rote Haare, solch komische Hausschuhe, welche so hohe Sohlen hatten, Brille und etwas Eingebildetes hatte er auch an sich. Ihn habe ich regelrecht fertiggemacht, ob es Schläge in jeder freien Minute waren, oder ich ihm nach der Schule nachlief, um ihm erneut eine reinhauen zu können - ich machte ihn einfach fertig. Ich würde ihm auch heute noch gerne eine reinhauen, während ich mich beim allgemeinen Rest eher entschuldigen würde. Er jedoch hatte es schlichtweg verdient!

Beichthaus.com Beichte #00034709 vom 28.12.2014 um 02:42:03 Uhr in 2483 Ebreichsdorf (16 Kommentare).

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Der Rächer der Unterdrückten

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Gewalt Waghalsigkeit Zorn Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich (m/20) hasse das deutsche Rechtssystem, besonders das Thema Jugendgewalt ist für mich ein enormer Dorn im Auge. Fälle, in denen manche Menschen grundlos von Jugendlichen angegriffen werden, dann aufgrund von Selbstverteidigung und Notwehr etwas stärker zurückschlagen und dem Angreifer körperliche Verletzungen zufügen, nur um dann als Angeklagte vor dem Gericht zu landen und dem armen Jungen Schmerzensgeld zahlen zu müssen, treiben mich aufgrund ihrer Ungerechtigkeit zur Weißglut. In der Stadt, in der ich wohne, gibt es auch oft pöbelnde Jugendliche und es kam schon des Öfteren zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den zwei "Parteien". Oft ist das Ende der Geschichte, dass das "Opfer" dieser Geschichten dem Jugendlichen Schmerzensgeld zahlen muss, da er ihm z.B. die Nase gebrochen oder - was auch schon vorgekommen ist - ihm den Arm ausgekugelt oder den Kiefer ausgerenkt hat. Meiner Meinung nach haben es diese Leute nicht anders verdient, ordentlich was auf die Fresse zu bekommen, da sie für mich nichts als sozialer Abschaum sind.

Nun zu meiner Beichte: Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, nachts durch die Straßen zu streifen, um Ausschau nach Konflikten zu halten, die ich dann beenden kann. Da ich seit meinem 12. Lebensjahr Kickboxen betreibe und allgemein ein sportlicher Mensch bin, enden diese Konflikte immer gut für mich. Da ich immer eine Art "Umhang" trage, also einen Ledermantel, eine Kapuze über den Kopf gezogen und darunter eine Maske trage, können mich die Angreifer nicht erkennen. Nur meine etwas überdurchschnittliche Größe (1,95 Meter) könnte eine Art Indiz sein. Aber das macht mir am wenigsten Angst. Seit mehreren Wochen bekämpfe ich nun schon das Verbrechen in der Stadt und meinen schlimmsten "Fall" hatte ich vor knapp einer Woche, als mehrere betrunkene Vollidioten eine Gruppe von Frauen angepöbelt und belästigt haben. Meistens warte ich gut versteckt in einer dunklen Ecke auf den Moment meines Eingreifens, doch an diesem Abend war meine Wut besonders stark und ich tobte mich an diesem asozialen Pack genüsslich aus.

Vor ein paar Tagen bekam ich allerdings Gewissensbisse, als ich einen dieser Typen mit Verband und Veilchen am Auge durch die Innenstadt gehen sah. Doch wenn ich daran denke, was manchen Menschen schon aufgrund von Jugendgewalt zugestoßen ist, oder weil Leute einfach weggesehen haben, anstatt zu helfen, wird mir wieder bewusst, dass sich in einem Staat, der seine Bürger scheinbar nicht mehr schützen kann, manche Leute eben die Hände schmutzig machen müssen, damit die der anderen sauber bleiben. Und dieses Opfer bringe ich gerne. Trotzdem nagt manchmal das schlechte Gewissen an mir, da ich bei manchen etwas zu fest zuschlage. Ein paar kräftige Ohrfeigen sollten das nächste Mal hoffentlich reichen. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034708 vom 28.12.2014 um 00:58:21 Uhr (21 Kommentare).

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Katz-und-Maus-Spiel mit Kuhmist

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Ekel Rache Unreinlichkeit Kinder

Es war 1996 und ich (m) war 10, als meine Familie und die Familie meiner Tante, unsere Oma im Ausland besuchten. Die zwei Söhne meiner Tante, meine Cousins, die ebenfalls mitgekommen waren, haben dort wiederum noch andere Verwandte väterlicherseits. Bei diesen Verwandten, die ebenfalls Kinder haben, war meine Tante samt Ehemann und Kindern während des Besuchs untergebracht. Diese haben ein recht großes Haus in einer ländlichen Gegend. In der Nähe ist ein Feld, auf dem Kühe grasen. Manchmal lief eine Kuh an deren Haus vorbei und hinterließ einen Haufen. Eines Tages, als ich dort zu Besuch war, spielten wir Kinder vor dem Haus und ein Cousin meines Cousins stieß mich in einen frischen Haufen. Mein halber Schuh war im Kuhmist versunken. Alle Kinder lachten. Da der Junge zwar im gleichen Alter war, mir aber körperlich etwas überlegen, gab ich es nach einigen erfolglosen Versuchen auf, ihn in den Kackhaufen zu stoßen.

Stattdessen suchte ich mir einen dicken Ast, hob damit eine ordentliche Portion Kuhmist auf und schleuderte es auf ihn: Getroffen! Zwar nur das Bein, aber immerhin. Während er sich einen Ast suchte, um es mir gleich zu tun, nahm ich eine weitere Portion Kacke auf meinen Ast und entfernte mich von der Gefahrenstelle. Es begann ein Katz-und-Maus-Spiel, bei dem wir um das große Haus liefen und versuchten, uns gegenseitig mit der Kacke abzuschießen. Die anderen Kinder amüsierten sich prächtig. Als wir aufeinandertrafen, kam es zum Showdown: Der Junge warf seinen Ast in meine Richtung und verfehlte. Ich dagegen benutzte meinen Ast, wie zuvor schon als Katapult: Volltreffer! Brocken auf Stirn, Schläfe und Wange.

Ich konnte nicht mehr vor Lachen und ließ meinen Ast auf den Boden fallen. In Rage hob der Junge seinen Stock auf, um mich damit zu schlagen. Ich wich aus und lief einige Meter weg. Aus sicherer Entfernung beschimpften wir uns noch gegenseitig, als ihm ein recht neues Fahrrad auffiel, welches vor dem Haus stand. Da ich einige Tage zuvor erwähnte, dass ich ein nagelneues Fahrrad habe, welches sich auf dem Dachboden meiner Oma befindet, nahm er an, das Fahrrad vor der Haustür wäre meins. Ich behauptete natürlich, es wäre nicht mein Fahrrad, tat aber gleichzeitig so, als wäre es mir nicht egal, was mit dem Rad passiert. Einige Minuten späten waren er und die anderen Kinder felsenfest davon überzeugt, dass das Rad mir gehört. Nachdem sich der Junge die Kacke aus dem Gesicht wischte, holte er sich den Dung mit einem neuen Stock und bestrich das Fahrrad damit. Immer wieder lief er zum Haufen zurück, um sich Nachschub zu holen, damit auch keine Speiche trocken blieb.

Als er fertig war und mit großer Genugtuung auf sein Werk blickte, kam sein Vater mit einem Freund raus. Der Freund sah das Fahrrad an und fragte, warum sein Rad von oben bis unten voller Kacke sei. Endlich musste ich mein Lachen nicht mehr verkneifen. Ich verabschiedete mich gut gelaunt und ging, so wie ich auch gekommen war, zu Fuß zur Oma zurück. Es tut mir leid, dass ich auch heute noch schmunzeln muss, wenn ich an diesen Vorfall denke. Vor allem weil der Junge, wie mein Cousin mir später erzählt hat, sehr viel Ärger mit seinem strengen Vater hatte und selbstverständlich das eingesaute Fahrrad blitzblank putzen musste.

Beichthaus.com Beichte #00034635 vom 18.12.2014 um 14:41:41 Uhr (3 Kommentare).

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