Der Test für die Hilfsbereitschaft

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Neugier Misstrauen Gesellschaft Falschheit Münster

Der Test für die Hilfsbereitschaft
Wenn ich im Zug oder Bus mit anderen, fremden Menschen zusammensitze und meine Haltestelle näherrückt, lasse ich immer absichtlich mein Handy oder Portemonnaie auf meinem Platz oder in der Nähe liegen, um zu schauen, ob die besagten Fremden mich darauf aufmerksam machen. Natürlich drehe ich mich nach ein paar Metern um, sollte mir keiner "Hey, du hast da etwas vergessen!" zurufen und sammele die Sachen ein. Ich beichte, dass ich so die Hilfsbereitschaft meiner Mitmenschen kontrolliere und ihnen eine falsche Situation vortäusche. Allerdings bin ich mir sicher, dass so schon manche dieser Personen den weiteren Tag mit gutem Gewissen und einer guten Tat im Rücken angehen konnten.

Beichthaus.com Beichte #00031712 vom 08.08.2013 um 12:06:37 Uhr in 48144 Münster (21 Kommentare).

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300 km umsonst gefahren

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Ignoranz Selbstsucht Engherzigkeit Münster

Ich lernte vor Jahren einen ganz sympathischen Typen im Internet kennen, wir tauschten Nummern aus und schrieben Tag und Nacht. Letzten Sommer haben wir uns gestritten, ich habe den Kontakt abgebrochen, ihn ignoriert. Einen Tag später, stand er morgens vor meiner Tür um alles zu klären. Ich weigerte mich ihm zu begegnen, total geplagt von Selbstzweifel und dem Glauben, er würde mich abstoßend finden. Ich machte mich fertig und fuhr dann zu einer Freundin. Ich habe mich noch mit den Worten "Du bist doch gestört" verabschiedet. Danach hatten wir noch Kontakt, er hat sich entschuldigt, ich mich nie.
Heute tut mir das Ganze unglaublich leid. Er bat mich auch um etwas zu trinken, aber ich wollte nur möglichst schnell fort und habe ihm nicht einmal eine Wasserflasche in die Hand gedrückt. Ich kriege immer wieder Bauchschmerzen, wenn ich daran denke, dass er 300 Kilometer gefahren ist, nur um das zu klären, während ich so ein Miststück war. Falls mir noch einmal sowas ähnliches passieren sollte, kriegt die arme Person einen Kaffee, selbst dann wenn sie nur um die Ecke wohnt, versprochen!

Beichthaus.com Beichte #00030929 vom 25.03.2013 um 15:40:11 Uhr in Münster (12 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Glotzen aber nicht helfen

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Ignoranz Faulheit Zorn Hass Gesellschaft Münster

Glotzen aber nicht helfen
Ich beichte, dass ich mich innerlich immer fürchterlich über die Menschen aufrege, die glotzen aber nicht helfen. Dazu muss ich sagen, dass ich als Sozialarbeiterin einer Frau im Rollstuhl helfe und wir gemeinsam schwimmen gehen. Um dort hin zu kommen, fahren wir meistens mit dem Bus. Wenn der Bus in der Mitte voll ist, obwohl am Anfang und am Ende des Busses noch genug Platz ist, kommt keiner der Egoisten auf die Idee mal zu rücken, damit wir mit dem Rollstuhl einsteigen können. Auch die Durchsage vom Busfahrer, dass alle weiter durchgehen sollen, interessiert keinen. Oder die Busfahrer haben so einen an der Klatsche, dass sie mit Vollspeed um die Kurve fahren und ich nicht mehr weiß wie ich den Rollstuhl festhalten soll. Vor ein paar Jahren ist ein Busfahrer so rücksichtslos gefahren, dass die Rollstuhlfahrerin aus dem Rollstuhl flog und ihr linker Arm seitdem gelähmt ist. Ich stelle mir dann immer vor, wie ich den Busfahrer zusammenscheiße und seinen Kopf auf sein Lenkrad haue. Wenn sich der Rollstuhl beim Aussteigen dann zwischen Bus und Bürgersteig klemmt, gucken uns alle mitfühlend an und gucken und gucken. Da habe ich mich schon mehrfach mit "bloß nicht helfen" verabschiedet. 9 von 10 Leuten halten nicht mal die Tür auf, obwohl das sehr anstrengend mit einem Rollstuhl in der Hand ist.

Irgendwann hat sich meine Wut dann so angestaut, dass ich mir ausmale, wie ich mir die Kinder, die ständig vom Beckenrand fast auf uns springen, schnappe und sie sehr sehr lange unter Wasser drücke oder sie einfach umboxe oder anschnauze. Ich mache meinen Beruf wirklich gerne und engagiere mich seitdem ich 14 bin, ich kümmere mich gern um Menschen, bin immer zuvorkommend, nett und hilfsbereit aber wenn ich so ignorante Menschen sehe, die sich einen Zacken aus der Krone brechen, wenn sie mal eben helfen, dann werde ich innerlich zu einem richtig schlechten, gehässigen Menschen.

Beichthaus.com Beichte #00030603 vom 20.12.2012 um 18:37:15 Uhr in Münster (Brandhoveweg) (22 Kommentare).

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Baby, look at the ground!

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Ekel Peinlichkeit Sex Münster

Baby, look at the ground!
Eines Tages holte ich meinen kroatischen Freund vom Flughafen ab, uns standen drei Stunden Fahrzeit bis zu mir bevor. Unterwegs überkam es uns dann und wir machten an einer Autobahnraststätte halt und verzogen uns hinter ein Stromhäuschen. Es war dunkel und der Rasen war aufgeweicht, in Kombination mit meinen 13 Zentimeter Stilettos, die andauernd im feuchten Untergrund einsackten, war das weniger optimal. Somit trat ich mit meinen Absätzen immer auf meiner heruntergelassenen Hose herum, aber dazu später mehr. Nach ein wenig anfeuchten verleibte ich mir seinen Glücksstab anal ein, wo er dann schlussendlich auch kam. Anschließend hieß es direkt: Hose hoch und das Toilettenhäuschen aufsuchen. Doch es war abgeschlossen! Alles dicht! Ich habe nur gehofft, dass ich die nächsten 80 Kilometer auch noch dicht halte und meinen Schließmuskel aufs äußerste malträtiert. Jedoch merkte ich schon während der Fahrt, dass sich mein Darm selbstständig machte. Ich muss ja nicht erwähnen, dass Sperma auch alles andere verflüssigt, wenn man es länger in sich hat. Ich betete, bis Zuhause durchzuhalten. Kaum waren wir daheim und ich schloss die Haustüre auf, konnte ich gar nicht so schnell gucken, wie mir die Hose erneut herunter gezogen wurde.

In meiner Hektik vergaß ich jegliche englische Vokabeln und wollte nur noch auf die Toilette. Den ersten Lacher erntete ich, als er mir auf den nackten Hintern starrte, an dem ich das ganze Grünzeug inklusive Moos dran kleben hatte. Immer noch versuchend, ins Bad zu flüchten und meinen Wortschatz wieder zu erlangen, schaffte er es, mich zur Couch zu drängen und es mir direkt nochmal in den Ort meiner größten Not zu besorgen. Ich merkte schon, dass es feuchter war als sonst, aber das schob ich auf das vorherige Mal und sein Sperma. Als er fertig war und ich zum Bad eilen wollte, sagte er nur: "Baby, look at the ground!" Ich wäre so gerne im Erdboden versunken. Er hatte im wahrsten Sinne die Scheiße aus mir rausgefickt. Da lag ein brauner flüssiger Fleck, der bis zur Couch gespritzt war. Tausend Tode bin ich gestorben. Erniedrigender ging es nicht mehr, als ich mich auch noch bücken musste, um es weg zu wischen. Es roch ja auch nicht gerade angenehm.

Diesen Tag habe ich und werde ich niemals vergessen. Obwohl der Mann schon lange Geschichte ist, werde ich noch heute hochrot, wenn ich daran denke. Auch dafür, dass er diesen Anblick ertragen musste, schäme ich mich, aber so ein bisschen war es ja auch seine Schuld.

Beichthaus.com Beichte #00030441 vom 09.11.2012 um 00:59:57 Uhr in Münster (Fürstenbergstraße) (48 Kommentare).

Gebeichtet von Ameeelie
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Kilometermärsche

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Boshaftigkeit Ungerechtigkeit Zivi & Bund Münster

Ich (m/27) habe vor ein paar Jahren nebenbei bei einem Gärtner bei uns im Ort gearbeitet. War immer sehr lustig. War ein sehr lustiger Haufen. An einem Samstagmorgen waren wir zu dritt auf einem unserer Felder in der Bauernschaft und haben Jungpflanzen gepflanzt. Hatten schon den ganzen Morgen viel Spaß und viel Mist gelabert. Dann kam unser Highlight des Tages.
Erst kam ein Auto von der Bundeswehr und stellte einen Wegweiser an einer Abzweigung direkt bei uns am Feld auf. Denke das war so für einen dieser 25 Kilometermärsche, die man beim Bund ableisten muss. Als der Wagen weg war, sind wir schnell hin und haben den Pfeil umgedreht. Nach einer Weile kam ein Trupp mit circa 30 Soldaten vorbei. Schön locker am rauchen und schwatzend ohne jegliche Anstrengung. Die natürlich dem Pfeil hinterher. Als alle verschwunden waren, haben wir den Pfeil wieder umgedreht und erst mal weitergearbeitet. Nach circa 45 Minuten kam die Truppe zurück. Im Laufschritt. Die gucken zum Pfeil und sind voll am Fluchen. Dann sehen die nur noch drei Leute auf dem Feld am Lachen ohne Ende. Ich konnte nicht mehr. Die sind dann auch direkt abgedampft, die müssen ja auch eine gewisse Zeit einhalten. Der Tag war für uns gerettet. Ich beichte, dass ich immer wieder am Schmunzeln bin, wenn ich daran denke. Ich würde es immer wieder machen, vor allem weil ich da auch beschlossen habe Zivi zu werden.

Beichthaus.com Beichte #00030292 vom 27.09.2012 um 10:44:15 Uhr in Münster (16 Kommentare).

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