Verliebt in meinen Kumpel

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Feigheit Begehrlichkeit Verzweiflung Liebe Bad Soden-Salmünster

Verliebt in meinen Kumpel
Ich (m/17) habe mich in einen Kumpel (m/18) verguckt. Jetzt gibt es da mehrere Probleme. Das erste wäre, dass ich eigentlich gar nicht schwul bin, weil ich Frauen eigentlich sexuell attraktiver finde. Es ist von heute auf morgen so gekommen ich konnte und kann ihm nicht in die Augen gucken. Und wenn er versucht, mit mir zu reden, reagiere ich meistens genervt, obwohl ich es eigentlich gar nicht so meine. Ich sehe ihn ungefähr alle zwei Wochen ein oder zwei Mal. Das geht jetzt schon so seit Februar und ich weiß einfach nicht mehr, was ich machen soll. Nicht nur, dass es mich einfach auf den Boden treibt, es leiden auch meistens noch andere darunter unter meiner Laune ohne, dass ich das will. Aber um zu meinem Hauptproblem zu kommen, ich weiß nicht, ob er genauso empfindet und ich will mich eigentlich so gesagt nicht öffentlich outen. Wenn es unter ihm und mir bleiben würde, wäre es ja kein Problem, aber ich habe einfach Angst, dass er mich danach nicht mehr mag, falls er nicht so empfinden würde, wie ich für ihn. Wäre cool, wenn mir jemand einen Rat geben könnte oder so, weil so kann ich ja mit keinem drüber reden. Danke jedenfalls schon im Voraus, egal ob es mir weiterhilft oder nicht.

Beichthaus.com Beichte #00025049 vom 03.11.2008 um 18:38:40 Uhr in Bad Soden-Salmünster (9 Kommentare).

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Neun Gründe, aus denen ich meine Mutter hasse

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Verzweiflung Hass Selbstverletzung Münster

Ich (w/18) muss auch mal beichten. In meiner Beichte geht es um meine Gedanken, für die ich mich selbst hasse. Zur Erläuterung: Ich bin seit Jahren schwerst depressiv, leide unter einer Borderlinestörung und seit neustem auch unter einer latenten Form der Magersucht.

Ich war wegen den Depressionen in der Psychiatrie. Das war wohl von September bis Dezember im letzten Jahr. Seitdem ich da raus bin, bin ich um einiges schlauer. Eine meiner Tanten hat mich zur Seite genommen und mich einmal über meine Familie aufgeklärt. Nun kann ich mir einige meiner Gefühle erklären und kenne ihren Ursprung. Fakt ist aber, dass ich diese Gefühle und Gedanken verurteile.

1. Ich hasse meine Mutter, weil sie mich nur gezeugt hat, um meinen Vater zu binden.

2. Ich hasse meinen Vater, weil er nie den Mund aufmacht und meine Mutter immer alles ausdiskutieren lässt bis sie weint, dann macht er mich dafür fertig.

3. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mich, als ich klein war, vernachlässigt hat (daraus resultierend: soziale Kontaktunfähigkeit, bis heute anhaltendes Verhalten entsprechend Jactatio capitis, emotionale Bindungsangst etc.).

4. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie meinen Bruder immer bevorzugt hat nur, weil sie davon ausgegangen ist, er wäre labiler als ich.

5. Ich hasse meine Mutter für solche Sprüche wie: "Willst du so lange weitermachen, bis ich mich auch ritze?" und: "Du machst mich fertig, ich kann nicht mehr!"

6. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie einige meiner Haustiere (Fische, Eidechsen, Wüstenrennmäuse) aus Dummheit umgebracht hat.

7. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie sagt, sie könne es nicht ertragen, wenn ihre Kinder sie hassen würden, obwohl sie ja einiges dafür getan hat, dass ich so empfinde.

8. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mich zu einer Person gemacht hat, die weder in der Lage ist zu arbeiten oder eine Schule zu besuchen.

9. Ich hasse meine Mutter dafür, dass sie mich nötigt, mein Handy mitzunehmen, wenn ich einmal spazieren gehe.

Ich hasse mich selbst für all diese Gedanken, weil man seine Mutter ja nicht hassen soll oder darf. Sie hat mir das Leben geschenkt wenn auch aus unredlichen Gründen. Jedoch hasse ich sie dafür, dass sie mir das Leben ermöglicht. Dass dieses fette asoziale Stück Mensch mich als lebendige Pufferzone für ihre eigenen Ängste und so missbraucht. Ich hasse sie dafür, dass sie mich dazu bringt, seit meinem 13. Lebensjahr an Selbsttötung zu denken. Dafür dass ich wegen meiner Depressionen zu nichts in der Lage bin und desweilen zu Medikamentenmissbrauch neige. Gut, jeder ist für sein Leben selbst verantwortlich, aber ich habe mir das alles nicht ausgesucht.

Ich will, dass meine Mutter leidet wie ich. Ich will, dass sie unter ihren Gedanken leidet. Ich will, dass sie realisiert, was sie getan hat und ich hasse mich dafür, dass ich denke, ich würde erst dann Ruhe finden. Ich bin genau so wenig Wert wie meine Mutter und bin wohlmöglich psychisch noch kaputter als sie. Aber ich will solche Dinge nicht denken. Einmal haben wir uns an der Schule nur knapp verpasst, sodass sie mich nicht pünktlich abholen konnte. Als sie eine Stunde später noch immer nicht da war, bin ich die 17 Kilometer alleine bei Regen nach Haus gelaufen. Ich war in der Hoffnung, meine Mutter hätte einen Unfall gehabt. So etwas darf man nicht denken, egal was einem angetan wurde. Ich habe nicht das Recht dazu, solche Gedanken zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00024864 vom 30.09.2008 um 03:22:35 Uhr in Münster (35 Kommentare).

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