9981 Alles ist ein Wettbewerb

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Eitelkeit Hochmut Selbstsucht

Ich bin ein Narzisst und ein Arschloch, der beides aber gut verdecken kann. Das Leben ist für mich ein ständiger Druck und Wettbewerb um die besten Plätze, gute Positionen, hohe Boni, schöne Frauen, edle Autos. Ich verabscheue schwache und labile Menschen und kann nicht wirklich lieben oder Mitgefühl haben. Es kommt mir letztlich immer darauf an, selbst zu glänzen. Das kann ich aber gut verstecken und man hält mich meistens für witzig und manchmal sogar für sympathisch. Dabei ist zumindest Empathie das Letzte, was ich besitze. Irgendwann wird sich das alles gegen mich richten, aber ich fühle mich wohl.

Beichthaus.com Beichte #00036532 vom 02.09.2015 um 06:40:28 Uhr (14 Kommentare).

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9982 Unfall ohne Ersthelfer

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Feigheit Verzweiflung Verzweiflung Auto & Co.

Ich (m/35) trage einen schweren Stein im Herzen mit mir herum. Es hatte bei uns stark geschneit und es war arschkalt, sodass die Straßen neben dem vielen Schnee auch noch ordentlich vereist waren. An einem Abend fuhr ich gerade von der Spätschicht nach Hause und musste dabei über eine kurvige und schon etwas baufällige Straße - also mit Schlaglöchern und Ähnlichem fahren. Während ich so meinen Gedanken nachhing, meine Zigarette rauchte und meiner Musik lauschte, bemerkte ich, wie von hinten irgendein Audi angeschossen kam und der Fahrer heftig aufblinkte. Offenbar fuhr ich ihm zu langsam und er wollte überholen, allerdings waren die Verhältnisse nicht sonderlich dafür geeignet, sodass er gezwungen war, hinter mir herzufahren. Das hielt ihn jedoch nicht davon ab, mir unnötig dicht aufzufahren und Lichthupe zu geben, als hätte er gerade einen epileptischen Anfall. Da ich nach ein paar Minuten sowieso schon stark genervt war von ihm, reichte es mir irgendwann und ich stieg voll in die Eisen. Offenbar erschrak der Fahrer des Audis und riss das Lenkrad herum, kam von der Straße ab, überschlug sich im Graben und kullerte am Ende gegen einen Baum. Zuerst saß ich ein paar Sekunden lang vollkommen regungslos im Auto, doch anstatt auszusteigen und nachzusehen, ob es dem Fahrer gut gehen würde und im schlimmsten Fall den Notarzt anzurufen, fuhr ich einfach weiter und ignorierte die Warnblicklichter des Autos, das in der Böschung unten lag.


Erst als ich zu Hause mit einem Bier vor dem Fernseher saß, realisierte ich meine Dummheit, schnappte mir meinen Autoschlüssel und fuhr zurück zum Unfallort. Dort waren schon der Notarzt und die Polizei. Ein Polizist bat mich freundlich, bitte umzudrehen, da sie es hier mit einem nicht gerade harmlosen Verkehrsunfall zu tun hatten. Ein paar Tage später las ich in der Zeitung, dass auf ebenjener Strecke ein Mann bei einem Unfall tödlich verunglückt ist, als er mit seinem Wagen von der Straße abkam und nach wahrscheinlich mehrmaligem Überschlagen gegen einen Baum krachte. Seit diesem Tag schlafe ich schlecht, rauche noch mehr und habe angefangen, schon vormittags Sachen wie Whisky zu trinken. Auch meine Arbeit leidet unter meinem momentanen Zustand und mein Chef hat mich darauf angesprochen. Langsam weiß ich ehrlich gesagt nicht mehr weiter und ich habe mir heute schon eine halbe Pulle Wodka reingezogen. Ich weiß, dass ich übelste Scheiße gebaut habe und ich würde so vieles dafür geben, wenn ich meine damalige Entscheidung rückgängig machen könnte, doch ich kann es leider nicht. Ich bitte um Absolution!

Beichthaus.com Beichte #00035195 vom 04.03.2015 um 19:39:31 Uhr (40 Kommentare).

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9983 Ein gutes Arbeitslosenleben

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Betrug Faulheit Habgier Wien

Ich habe eine Jobzusage bekommen. Im Sommer 2009 geht es los. Derzeit lebe ich in Wien, aber der neue Job wartet auf mich in Holland. Morgen allerdings (Anfang Januar 2009) werde ich meine jetzige Chefin bitten, mich zu kündigen. Damit ich Arbeitslosenhilfe bekomme. Das ist garantiert mehr, als ich jetzt bekomme und zudem kriege ich das Geld auch noch pünktlich auf mein Konto. Ich habe nicht vor bis zum Sommer mich irgendwo zu bewerben, da ich es wirklich hasse, Fotos auf meine Lebensläufen zu kleben.

Mein Problem ist allerdings: Da ich eigentlich immer zu denen gehöre, die über Arbeitslose jammern, werde ich mich bei verschiedenen Organisationen vorstellen um dort ehrenamtlich mitzuarbeiten. Somit brauche ich keine Lebensläufe mit Fotos zu verschicken, bekomme Geld vom Staat, habe viel Freizeit und tue trotzdem etwas Gutes.

Beichthaus.com Beichte #00025508 vom 04.01.2009 um 23:05:55 Uhr in Wien (11 Kommentare).

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9984 Ich hasse meine Kommilitonen!

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Boshaftigkeit Hass Hochmut Studentenleben

Ich studiere an der TU München und hasse meine Mitstudenten. Jedes Mal, wenn mich einer dieser Polohemdspasten anspricht, möchte ich mich meterweit erbrechen. Bin ich froh, wenn der ganze Scheiß in anderthalb Jahren vorbei ist.
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Beichthaus.com Beichte #00024649 vom 03.09.2008 um 16:23:54 Uhr (32 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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9985 Das Dilemma eines Gläubigen

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Begehrlichkeit Schamlosigkeit Selbstsucht Ohrdruf

Wir wurden in der Familie sehr konservativ und nach diesem Verständnis auch religiös erzogen. Das bedeutete die klassische Karriere vom sonntäglichen Kirchgang, über den Messdiener bis hin zum Verbot vorehelichen Verkehrs. Über Letzteres bin ich (m/32) längst hinweggekommen, sonst wäre das Leben doch zu trist. Nach ein paar Freundschaften habe ich nun eine Partnerin, die mir sehr gut gefällt, mich sexuell aber in arge Gewissenskonflikte stürzt. Sobald wir uns lieben, wird sie so butterweich, dass ich mich tatsächlich wie die sprichwörtliche Salami im Flur fühle, wenn ich in ihr bin. Nun sind wir zwar schon eine Weile zusammen, aber erst kürzlich haben wir für uns beide die Doggy-Position entdeckt, gerade auch aus religiösen Gründen hat das ein wenig länger gedauert. Aber nun zu meiner Beichte: Wenn ich von hinten andocke, dann will ich nur noch Analverkehr mit ihr, da ich nur so kommen kann. Analverkehr aber verbietet mir wiederum mein Glauben. Ich beichte also, dass ich entweder permanent nicht kommen kann oder vorsätzlich gegen meinen Glauben verstoße, was mich deprimiert.

Beichthaus.com Beichte #00035166 vom 28.02.2015 um 17:28:55 Uhr in Ohrdruf (21 Kommentare).

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