901 Verlogenes Rechtssystem

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Lügen Misstrauen Morallosigkeit

Ich glaube nicht mehr an das deutsche Rechtssystem. Ich habe letzte Woche einen Rechtsstreit vor Gericht gewonnen, den ich unter normalen Umständen nie und nimmer hätte gewinnen dürfen. Als leitender Angestellter hatte ich mit einem Lieferanten, bezogen auf die Firmen, einen Rechtsstreit, den ich verschuldet hatte. Meine Firma hatte mir dazu einen Anwalt aus unserer Rechtsabteilung und einen externen Anwalt zur Verfügung gestellt. Immer wieder in den Vorgesprächen kamen wir zu Punkten, an denen ich sagte, dass der Sachverhalt eindeutig anders läge - nämlich zu meinen Ungunsten. Und immer wieder wiesen sie mich darauf hin, dass es darauf nicht ankäme, sondern einzig darauf, den Gegner zu zerstören und die Schlacht zu gewinnen. Da ich mich schuldig fühlte, dachte ich mir, dass es ja nicht mehr viel schlimmer kommen könnte, und stieg auf die Taktik der Anwälte ein. Bei der Gerichtsverhandlung konnte ich dem Kläger auch nicht in die Augen schauen, weil mir so unangenehm und peinlich war, was meine Anwälte vom Stapel gelassen haben. Zweimal wurde die Verhandlung zu Beratungszwecken unterbrochen. Beide Male war ich kurz davor, das ganze Theater abzubrechen und meine Schuld einzugestehen. Aber ich habe mich aus Feigheit und Angst auf das falsche Spiel meiner Anwälte eingelassen. Dazu gehörte auch, dass ich meine Version der Geschichte vortrage. Ich las genau das ab, was sie mir vorher aufgeschrieben hatten und wovon 70 Prozent definitiv nicht der Wahrheit entsprachen.

Ziel dieses Vortages und der Strategie war, den Kläger aus der Fassung zu bringen, unglaubwürdig zu machen und ihn durchdrehen zu lassen. Und genauso ist es auch gekommen. Am Ende war ich quasi ein Opfer und ein sympathischer Mitbürger und der Kläger ein hitzköpfiger Rüpel, dem alles zuzutrauen ist. Wir reden hier von einem Wirtschaftsrechtsstreit und nicht von einer Kneipenschlägerei. Ich mache es kurz - ich gewann haushoch. Die Klage wurde abgewiesen, er erlitt massiven wirtschaftlichen Schaden und muss noch ein Bußgeld zahlen, weil er im Gerichtssaal außer Rand und Band geriet, rumschimpfte und mir drohte. Jetzt zu meiner Beichte: Ich bin froh, gewonnen zu haben. Aber nicht glücklich über die Art und Weise. Ich habe mich mit dem Teufel eingelassen und schäme mich sehr dafür. Ich habe keinen Respekt mehr vor Rechtsanwälten, weil es die wahren Lügner und Verbrecher sind. Ich habe keinen Respekt mehr vor Richtern, weil sie, meiner Meinung nach, schlecht vorbereitet in die Verhandlungen gehen und sich in Themen nicht hineinarbeiten. Ich habe außerdem keinen Respekt mehr vor unserem Rechtssystem, da es solche Urteile zulässt. Ich habe auch ein Stück weit den Respekt vor mir selbst verloren, weil ich in dieser Angelegenheit moralisch über eine Brücke gegangen bin, die ich eigentlich nie betreten wollte. Da auf Beichthaus gebeichtet und bereut wird, tue ich das hiermit. Danke, dass ich mir das alles Mal von der Seele schreiben durfte.

Beichthaus.com Beichte #00024780 vom 19.09.2008 um 10:26:30 Uhr (27 Kommentare).

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902 Die Frauen können mir gestohlen bleiben

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Selbstsucht Gesellschaft

Ich (m/24) möchte beichten, dass mir die Frauenwelt ab heute gestohlen bleiben wird. Ich verdiene mein eigenes Geld, und das nicht einmal so schlecht, sehe gut aus, bin überdurchschnittlich intelligent, gebildet und weiß, was ich will. Ich tue Frauen gern etwas Gutes, bin für sie da, wenn sie mich brauchen, und kann gut zuhören. Was das Problem ist? Ich darf zusehen, wie die Frauen, die mir ins Ohr säuseln ich sei toll und süß und das was sie suchen, sich dann ein Arschloch krallen, der sie ignoriert, schlecht behandelt und noch dazu die Intelligenz einer Senfgurke hat. Das geht inzwischen schon so, seit ich mich für Frauen interessiere. Gnädige Damen, wenn ihr reif genug seid, und ihr euch nach Sicherheit, Kindern und einem Kerl sehnt, der euch nicht ignoriert, sitze ich an meinem Pool, trinke mein Bier und lasse mir Callgirls kommen.

Beichthaus.com Beichte #00024891 vom 04.10.2008 um 00:32:15 Uhr (33 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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903 Mein enthaarter Po

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Peinlichkeit Feigheit Eitelkeit Unreinlichkeit Minden

Mein enthaarter Po
Ich (m/Anfang 30) bin sehr stark behaart und dies auch an meinem Darmausgang. Da die Haare beim Saubermachen je nach Konsistenz der Ausscheidung einfach nur extrem störend sind, habe ich mir mit einer Haarentfernungscreme die Haare in meiner Pofalte entfernt. An einer Stelle, die durch eine Intimrasur leicht irritiert war, hat es ein wenig gebrannt, aber insgesamt war am nächsten Morgen alles gut und höchstes leicht irritiert. Ich muss sagen: Es war die vielleicht beste Entscheidung meines Lebens!

Mittlerweile kann ich kacken, was ich will, am Ende ist immer alles supersauber, ohne Stundenlanges wischen und rubbeln! Meine Beichte? Ich habe diese Aktion heimlich nachts um 23.30 Uhr bei uns im Bad durchgeführt, während meine Freundin leicht kränklich und schlafend auf dem Sofa lag, da wir beide bisher immer Männer mit glatt rasierter Brust und etc. etwas verspottet haben und es mir superpeinlich ist, meiner Freundin zu sagen, dass meine Popofalte nun samtig weich wie Babyhaut ist, damit ich besser kacken und abputzen kann! Außerdem finde ich das Ganze mittlerweile gar nicht mehr so absurd und spiele nun mit dem Gedanken ein paar mehr Haare zu entfernen.

Beichthaus.com Beichte #00035277 vom 19.03.2015 um 14:49:41 Uhr in Minden (Marienstraße) (22 Kommentare).

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904 Die Spuren des Unfalls verwischt

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Waghalsigkeit Vandalismus Auto & Co.

Die Spuren des Unfalls verwischt
Ich mache gerade den Führerschein. Meine Eltern fuhren übers Wochenende weg und ich wollte auf unserem Hof ganz allein parken üben, also habe ich mir mit Kreide eine Parklücke aufgemalt. Zwar hatte ich das Tor geschlossen und wir haben hohe Hecken, aber ich wollte dennoch ungern von den Nachbarn beobachtet werden. Morgens, als ich mich unbeobachtet fühlte, fuhr ich das Auto aus der Garage und versuchte einzuparken, was nicht so ganz gelang. Dann hatte ich wieder Angst vor den Nachbarn und ließ es lieber bleiben. Ich fuhr das Auto wieder in die Garage und versuchte es am Abend nochmal, als es dämmerte und regnete.
Ich fuhr also wieder langsam aus der Garage raus, als es plötzlich krachte. Ich war mit dem Außenspiegel an die Mauer der Garagenöffnung gefahren. Total geschockt versuchte ich ruhig zu bleiben und fuhr wieder rein. In der Mauer (zum Glück kein Stein sondern nur Putz) klaffte ein Loch, die Führung des Tores hatte Glück im Unglück. Verzweifelt habe ich den Außenspiegel geputzt und hatte insofern Glück, dass es nur die Plastikverkleidung getroffen hat und nicht den Lack! Nach gründlicher Reinigung sind nur noch winzige weiße Kratzer zu sehen, die ich mit schwarzem Stift noch abgedunkelt habe. Das Auto ist nur geleast und geht in 3 Wochen wieder weg, ich bete, dass es bis dahin nicht bemerkt wird oder mein Vater denkt, den Kratzer habe meine Mutter dem Auto zugefügt, denn dank ihr zieren schon mehrere den Wagen.
Viel problematischer war die Wand mit ihrem Loch von ungefähr 10x4cm! Ich überlegte verzweifelt was ich damit machen sollte. Mein Blick fiel auf eine Packung Silikon für Fugen. Damit bastelte ich in einer Stunde eine neue Wand, gefüllt mit den rausgebrochenen Stücken. Meine weiße Silikonwand strich ich dann mit irgendwelcher weißen Farbe vom Dachboden nochmal über und modellierte mit den Fingern ein ähnliches Muster wie der Rest der Wand.
Ich bete so sehr, dass das alles nie bemerkt wird, sonst kann ich es vergessen mit meinem baldigen Führerschein mit dem Auto meiner Eltern zu fahren. Mir fällt auch keine Erklärung ein, falls sie die Silikonwand bemerken. Vorhin sind sie heimgekommen. Bisher läuft alles gut.

Beichthaus.com Beichte #00026698 vom 19.07.2009 um 18:25:23 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von 07854
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905 Homöopathisches Mittel

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Ekel Unreinlichkeit Peinlichkeit Lauschütz

Homöopathisches Mittel
Ich muss beichten, dass mir am letzten Samstag etwas ziemlich Peinliches passiert ist. Zur Vorgeschichte muss ich sagen, dass ich seit einer Weile einen ziemlich üblen Husten habe und am letzten Freitag beim Arzt war. Der hat mir daraufhin ein homöopathisches Mittel verschrieben. Das Ganze hat auch super gewirkt, nur hatte es eine ziemlich unschöne Nebenwirkung: Ich bekam ziemlich übel Durchfall. Letzten Samstag also war ich in einer Stadt in meiner Nähe. Ich habe ein paar Einkäufe erledigt, die ich schon länger machen wollte, merkte jedoch, als ich in einem Geschäft für Elektronikartikel stand, dass sich mein Magen-Darm-Trakt meldete. Es war allerdings auszuhalten. Weitere zehn Minuten später war es dann deutlich schlimmer geworden und ich beschloss, mich, ohne den gesuchten Artikel, auf den Rückweg zu machen, damit kein Unglück geschieht. Der Weg zum Auto hatte jedoch keine allzu positive Wirkung auf mich, um genau zu sein, schüttelte es alles ordentlich durch. Beim Einsteigen musste ich bereits ernsthaft abkneifen und wollte nur noch so schnell es geht nach Hause.

Der Heimweg dauert in der Regel 15-20 Minuten, ich verfiel jedoch in eine ziemliche Raserei - im wahrsten Sinne des Wortes. Verschlimmernd kam hinzu, dass ein Teil des Weges über ein Kopfsteinpflaster führte, ihr könnt euch sicher denken, wie gut mir das tat. Nach etwa fünf Minuten Fahrt merkte ich, dass ich es auf keinen Fall schaffen würde, ich drückte mir bereits meine Fingernägel in die Haut und ich wusste, noch fünf Minuten länger und ich würde mir in die Hose kacken. Also lenkte ich bei der erstbesten Gelegenheit am Rande der Stadt in eine kleine Seitenstraße, mit einem kleinen brachliegenden Flecken Land. Ich merkte bereits, dass ein paar Jogger diese Strecke offensichtlich gerne nutzten und nachdem ich gerade aus dem Auto gestiegen war, sah ich im Halbdunkel der Dämmerung einen Mann mit seinem Hund auf mich zu spazieren. Ich rannte also wie der Teufel zu den einzigen drei Bäumen weit und breit am Rand der Fläche und hockte mich mit runtergelassener Hose hin. Genau in diesem Moment kamen zwei junge Joggerinnen vorbei und ich musste mich, während mir eine - anders lässt es sich nicht beschreiben - Fontäne aus dem Arsch schoss und hoffte darauf nicht im Dämmerlicht entdeckt zu werden. Zu meinem Glück waren die Beiden zu sehr ins Gespräch vertieft. Sekunden später wurde ich mir des zweiten Problems bewusst. Der Mann mit dem Hund kam auf mich zu und der Hund schien ziemlich aufgeregt an der Leine zu zerren. Ich bekam eine ziemliche Angst, die sich in eine absolute Panik verwandelte, als ich sah, wie der Mann den Hund von der Leine ließ. Ich rechnete bereits damit, beim Kacken angesprungen und entdeckt zu werden.

Zu meinem Glück flitze der Hund quer über die Wiese und der Mann rannte ihm fluchend nach. So konnte ich schnell mein Geschäft beenden, riss die Hose hoch, stellte fest, dass ich nicht einmal Klopapier zur Verfügung hatte, und rannte schnell zum Wagen zurück - mit nasser Unterhose. Als ich gerade den Wagen wendete um nach Hause zu fahren sah ich, wie knapp meine Aktion gewesen war, als zwischen einigen Häusern, fast genau neben der Stelle, an der ich gewesen war, eine Reihe älterer Damen, offensichtlich bei einem Spaziergang auftauchte. Ich bin immer noch ziemlich peinlich berührt, wenn ich an die Aktion denke und dass ich mitten an einen Jogger-/Hunde-Weg geschissen habe, tut mir wirklich leid. Achja - geholfen hat das Medikament nicht, ich huste immer noch.

Beichthaus.com Beichte #00025614 vom 22.01.2009 um 12:16:23 Uhr in Lauschütz (45 Kommentare).

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