7651 Das ist doch schwul!

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Aggression Zorn Ignoranz

Ich habe eine Abneigung gegen das Wort "schwul" entwickelt. Das Wort an sich stört mich nicht, jedoch was damit assoziiert wird. Alles Negative wird mit "schwul" gleichgesetzt. Gestern ist mein Zug ausgefallen, so schwul. Es regnet seit zwei Tagen, so schwul. Gestern hatten wir einen Test, wie schwul ist das denn. Ich könnte jetzt stundenlang weiterschreiben, aber ich glaube, ihr habt es verstanden. Ich lebe selbst seit 20 Jahren offen schwul. Versteht mich nicht falsch, es steht nicht auf meiner Stirn geschrieben und die meisten Leute überrascht es, wenn ich sage, dass ich schwul bin. Am Anfang habe ich das Ganze immer mehr oder weniger ignorieren können. Jedoch ist es mittlerweile so normal geworden, dass es mich einfach stört. Auch in meinem Freundeskreis wird "schwul" oft benutzt, wenn einem etwas gegen den Strich geht. Da helfen mir Aussagen wie: „Du bist damit nicht gemeint“ oder „Du weißt, wie ich es meine, es ist nichts gegen dich“, äußerst wenig.

Da ich recht schlagfertig bin, habe ich damit angefangen, den Spieß umzudrehen. Neulich im Pausenraum war ich mit zwei Arbeitskollegen, beide Moslems, am Plaudern - bis der eine etwas schwul fand. Beide wissen, dass ich schwul bin und da hat es mir einfach gereicht. Ich habe mir extra etwas Negatives ausgedacht und fand es dann halt einfach "Moslem". Die Gesichter hättet ihr sehen sollen! Ich wurde dann als Rassist betitelt und weiß nicht was alles. Aber ich muss mir jedes Mal die Scheiße anhören, wie schwul doch alles ist. Letzte Woche wurden unsere Drucker im Büro umgerüstet. Nun müssen wir Badges benutzen, um die Funktionen des Druckers wählen zu können. Der Installateur fand unsere Badges (schwarz) viel besser als die schwulen Grünen, die er hat. Ich habe kurz auf meine Hand geschaut und gesagt: "Ich wusste gar nicht, dass ich grün bin." Der Typ hat mich angeglotzt, bis er verstanden hat, was er rausgelassen hat. Letzten Freitag musste ich von unseren Mitarbeitern Fotos in Firmenhemden machen. Einer dieser Typen war sehr angetan davon und motzte rum, er sähe in diesem Hemd aus wie eine Schwuchtel. Ich habe ihm bloß gesagt, dass er sich nicht so aufregen soll, schließlich wäre er heute als Schwuchtel endlich mal gut angezogen. Langes Gesicht und offener Mund. Meine Beichte ist, dass es mich unglaublich nervt, mich auf dieses tiefe Niveau zu begeben, damit gewisse Leute raffen, dass gewisse Aussagen verletzend sind, auch wenn sie nicht böse gemeint sind.

Beichthaus.com Beichte #00039324 vom 08.02.2017 um 08:29:10 Uhr (34 Kommentare).

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7652 Ohne Sprit beim goldenen M

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Trägheit Faulheit Dummheit Peinlichkeit Auto & Co.

Ich (m/23) fahre aus beruflichen Gründen seit knapp zwei Jahren ausschließlich mit dem Zug. Mein Auto benutze ich nur noch, um Einkaufen zu fahren - oder, wie heute, zum "goldenen M" zu kommen. Wie man schon vermuten kann, tanke ich deshalb nur selten. Als ich mir also heute mein Futter holen wollte, welches ich mir nach einem langen, anstrengenden Tag im Büro auch reichlich verdient hatte, stelle ich mit entsetzen fest, dass meine Reichweite nur noch 30 Kilometer beträgt. Das besagte Restaurant ist allerdings nur eine Minute entfernt. Also fuhr ich zielstrebig zu meiner heutigen Futterquelle. Dort angekommen machte ich meine Bestellung und fuhr auf den Warteplatz. Nach drei Minuten erhielt ich dann die Bestellung und wollte den Motor starten, doch es war Totenstille. Nur die Tankanzeige piepste mir entgegen und zeigte eine stolze "Null" als Reichweite an. So fühlte ich mich in diesem Moment auch - wie eine Null.


Natürlich durfte ich erst einmal am Ausgabefenster meine Lage erklären, was furchtbar peinlich war, und darum bitten, dass ich noch kurz stehen bleiben kann. Dank des eher geringen Betriebes war dies auch ohne Weiteres möglich. Ich rannte zur Tankstelle auf der gegenüberliegenden Straßenseite, habe mir einen 5-Liter-Kanister geschnappt und mit Sprit volllaufen lassen. Ab an die Kasse und schön 10 Euro für die Kanne abgedrückt - ohne Sprit. Nach einem kurzen Spurt war ich dann wieder bei meinem Auto und zu meiner Erleichterung war gerade wenig Betrieb am Parkplatz und ich konnte relativ ungesehen die fünf Liter in meinen Tank kippen. Natürlich fuhr ich dann zur Tankstelle. Wo ich zu sündhaft hohen Spritpreisen vollgetankt habe, um mir selbst einen extra Denkzettel zu verpassen. Nachträglich sei angemerkt, dass ich finanziell keinerlei Probleme habe, mein Auto zu tanken, aber ich bin einfach ein faules Stück und habe es nicht anders verdient, als es auf die harte Tour zu lernen. Obwohl es harmlos ablief und ich viel Glück hatte, steckt mir der Schock jetzt noch in den Knochen. Das werde ich nie wieder riskieren.

Beichthaus.com Beichte #00033503 vom 23.06.2014 um 21:20:51 Uhr (22 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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7653 Der Traforaum

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Schamlosigkeit Habgier

Ein Freund ist beim hiesigen Energieversorger angestellt. Vor einigen Jahren hatte er im Sommer, während der Ferien, den Auftrag bekommen, in einem Haus im Keller den Traforaum zu demontieren. Da während der Ferien dummerweise kein weiterer Kollege zur Verfügung war, fragte er notgedrungen, ob ich ihm helfen würde. Allein konnte er gewisse schwere Teile nicht demontieren und hochtragen. Natürlich war ich bereit, ihm zu helfen und so hatten wir zwei Tage gemütliche Arbeit. Es war eine Schaltstation ohne Trafo in einem Keller und alle Hochspannungskabel waren schon entfernt worden. Es war nur mehr eine alte Hochspannungsschaltanlage dort, welche zu entfernen war. Nachdem wir alles demontiert hatten, sah ich erst, wie groß der Raum war und in welch gutem Zustand. Trockene verputzte Wände, Estrichboden und eine sehr stabile Metalltür mit Sicherheitsbeschlag. Dann kam die Hausverwalterin vorbei, welche sich aber nicht wirklich für den Raum zu interessieren schien.

Sie sagte nur, wir sollten die Türe zumachen, wenn wir fertig sind. Kaum hatte sie das gesagt, war sie auch schon wieder fort. Als wir das Haus verließen, fielen meinem Freund die Hausschlüssel ein, welche sonst am Eingang des Hauses in einem Schlüsseltresor liegen und dem Energieversorger den Eintritt ermöglicht haben. Er hatte die Schlüssel noch eingesteckt und vergessen, sie der Verwalterin mitzugeben. Ich fragte meinen Freund, ob er mir die Schlüssel geben könnte, denn ich hatte eine Idee. Ich besorgte mir ein einfaches Zylinderschloss, welches ich in die Tür des verlassenen leeren Traforaumes im Keller einbaute. Nach ein paar Monaten Wartezeit, in denen in dem besagten Keller absolut nichts passierte, entschloss ich mich, den leeren Raum endgültig zu kapern. Ich legte mir eine Stromleitung in den ehemaligen Traforaum und nutze diesen seit vielen Jahren als kostenlosen Lagerraum. Ich beichte hiermit, dass ich seit locker 10 Jahren einen Raum benutze, der nicht mir gehört und für den ich keinerlei Miete bezahle. Ich bitte um Vergebung für mein Verhalten.

Beichthaus.com Beichte #00034610 vom 16.12.2014 um 03:25:34 Uhr (6 Kommentare).

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7654 Verkleidung am Assi-Tag

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Vorurteile Ignoranz Gesellschaft Ahaus-Alstätte

Es ist Mottowoche in der Schule. Das heutige Thema: Assi-Tag. Ich beichte, dass ich Leggins, Turnschuhe und Jeansjacke trage und mein Gesicht so bunt ist wie ein Regenbogen. Den Blicken der Menschen in der Öffentlichkeit entnehme ich, dass meine Verkleidung nicht als Verkleidung angesehen wird. Deswegen beichte ich zusätzlich, dass ich voller Vorurteile meiner eigenen Generation entgegen blicke und genauso rumlaufe, wie die ganzen billigen Frauen die man so oft bei einem bekannten sozialen Netzwerk sieht.

Beichthaus.com Beichte #00032788 vom 27.02.2014 um 08:16:50 Uhr in Ahaus-Alstätte (5 Kommentare).

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“Beichte

7655 Hoffnungslos Verliebt

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Verzweiflung Begehrlichkeit

Ich (26) bin in eine 18-Jährige verliebt, die ich schon seit mindestens acht Jahren kenne. Ich bin ihr Betreuer in der Jugendfeuerwehr gewesen und auch ihr Trainer beim Volleyball. Dadurch sind wir natürlich relativ gut befreundet und verstehen uns, wenn wir uns sehen, eigentlich immer total super. Hört sich im ersten Moment ja gut an. Ich habe da nur ein paar Probleme: Erstens bin ich zu schüchtern, um ihr meine Gefühle zu offenbaren (ich will ja auch nicht unsere jetzige "Beziehung" gefährden) und zweitens hat sie zurzeit auch einen Freund. Ich glaube, dass er auch ein Typ ist, der ganz in Ordnung und kein Vollidiot ist.

Ach - mir geht gerade so viel durch den Kopf und ich weiß nicht, wie ich das in Worte fassen soll. Um meine ganzen "Bedenken" und Ähnliches verbal bzw. schriftlich zu äußern bräuchte ich ewig, damit das wenigstens ein paar Leute in etwa richtig verstehen. Ich bin mit der Gesamtsituation unzufrieden! Naja, wie sagte mal eine Bekannte zu mir: "Du musst "aggressiver" werden, wenn du bei den Frauen mehr Erfolg haben willst. Aber als Vater meiner Kinder wärst du jetzt optimal!" Nur ist das jetzt gut oder schlecht?

Beichthaus.com Beichte #00007858 vom 13.04.2006 um 23:57:34 Uhr (5 Kommentare).

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