Kinder gegen die Langeweile

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Hochmut Selbstsucht Trägheit Kinder

Ich beichte, dass ich mich mental für stärker halte, als die meisten meiner Freundinnen. Einfach, weil ich dem Kinderwunsch nicht nachgebe, um mein langweiliges Leben zu kompensieren. Und mein Leben ist zurzeit wirklich langweilig, da es nur aus Arbeit und Freizeit besteht. Die meisten meiner Freundinnen - wir sind so Mitte bis Ende 20 - haben dieses Problem gelöst und sich Kinder angeschafft. Nun sind sie völlig gestresst von der Arbeit und ihren Kindern und beklagen sich, keine Freizeit mehr zu haben. Da bin ich doch froh, dass ich diesem Reflex noch nicht nachgegeben habe und weiterhin fröhlich jeden Tag meine Pille schlucke. Wohl wissend, dass ich nach der Arbeit einfach nur entspannen kann, wenn ich das will - oder einfach etwas völlig anderes machen kann. Und nein, ich bin nicht neidisch auf meine Freundinnen. Wäre ich neidisch, hätte ich so viel Charakter, das zuzugeben.

Beichthaus.com Beichte #00033632 vom 21.07.2014 um 08:05:36 Uhr (27 Kommentare).

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Raucher vs. Nichtraucher

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Aggression Boshaftigkeit Ignoranz Gesellschaft

Ich (m/21) hasse diese inzwischen eingebürgerte Nichtraucherstimmung. Man kann es ablehnen, man kann Nichtraucher sein, kein Thema. Aber was inzwischen in diesem Land abgeht, das ist doch nicht mehr normal. Vor zehn Jahren war Qualmen noch völlig okay, Automaten an jeder Straßenecke, keine großen Einschränkungen, es war einfach normal. Ich finde Prävention richtig und gut, bin selber nicht glücklich darüber, dass ich Raucher bin und verblase im wahrsten Sinne des Wortes viel Geld. Aber es gibt Grenzen: Die beginnen für mich damit, dass das generelle Raucherverbot in Kneipen allen demokratischen Grundsätzen entgegen steht. Jeder Wirt sollte doch selbstständig entscheiden dürfen, welche Rechte er den Gästen zugesteht und welche nicht. Inzwischen geht es so weit, dass man bei Mitfahrgelegenheiten nicht mehr mitgenommen wird, wenn man es wagt, auf dem Rastplatz eine zu rauchen. Und dann wundern sich die Menschen, warum wir "Raucher" so ignorant sind und uns direkt, nachdem wir aus dem Zug aussteigen, direkt mal eine anstecken, und nicht mal mehr den Ausgang abwarten können: Wir sind süchtig und werden inzwischen dazu gezwungen, unseren Tag durchzuplanen - wann ist es wo möglich, mal seiner Sucht nachzukommen? Mich würde mal interessieren, was dieser Staat ohne die Tabaksteuer machen würde, wir zahlen uns schließlich dumm und dämlich. Und immer dämlicher, schließlich wird es immer teurer.


Aber zu meiner Beichte: Ich schrieb zwar am Anfang, dass ich nicht glücklich bin mit meiner Sucht, aber diese nicht aufhörende Antihaltung hat mich doch in irgendeiner Art und Weise zum Protest bewegt. Jedes Mal, wenn ich den Eindruck gewinne, so ein absoluter Nichtraucher fernab jeder Toleranz steht neben mir, stecke ich mir eine an und rücke ihm mit meinem "Qualm" so richtig auf die Pelle. Das kommt öfter vor, als man denkt. Die Menschen zeigen recht schnell ihre Haltung aufgrund kleiner Gesten. Es tut mir leid, andere Menschen mutwillig zu "vergiften", aber genauso, wie damals die Raucher keine Rücksicht auf Verluste gehabt haben, so habe ich jetzt keine mehr mit dieser komischen Gesellschaft, die zwar Rauchen schrecklich, aber sich halb totzusaufen- oder zu essen total normal findet. Kommt mal wieder klar - ach nein - jetzt steht ja die Helmpflicht für Fahrradfahrer im Raum.

Beichthaus.com Beichte #00033631 vom 21.07.2014 um 01:14:00 Uhr (55 Kommentare).

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“Beichte

Die Erlösung des Wellensittichs

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Mord Verzweiflung Tiere Gesundheit

Ich habe gerade meinen Wellensittich getötet. Er hatte seit knapp einer Stunde Zuckungen und epileptische Anfälle. Die Tropfen vom Arzt haben nicht mehr geholfen und so habe ich beschlossen, das leidende Tier zu erlösen. Ich habe eine kleine Plastiktüte mit Wasser […]
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Beichthaus.com Beichte #00033628 vom 20.07.2014 um 00:56:02 Uhr (30 Kommentare).

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Beleidigungen für den Falschparker

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Aggression Zorn Rache Nachbarn

Ich (m/20) habe heute meinen Nachbarn extrem beleidigt, weil er mit seinem Mofa den Parkplatz vor unserem Haus versperrt hat. Ich kam gerade vom Großfamilieneinkauf und wollte vor der Wohnung parken. Ich sah ihn direkt vor der Tür spazieren, stieg aus dem Auto und bat ihn darum, dass er sein Mofa umparkt. Er sagte jedoch Nein und meinte, er könne sein Mofa parken, wo er wolle, und dass er auch Parkplatzsteuern zahlt, wie jeder andere auch. Natürlich gehört der Parkplatz nicht uns, aber er wollte uns nur damit provozieren. Er wohnt schließlich ein paar Häuser weiter und hat sein Mofa noch nie vor unserer Haustür geparkt. Und ich musste kistenweise Einkauf in den zweiten Stock tragen. Das habe ich ihm genauso auch gesagt. Ich hätte es auch nicht als Provokation aufgenommen, wenn wir nicht eine gemeinsame negative Vergangenheit hätten, in der er permanent Probleme bereitete, und mich sogar schlug, als ich noch Grundschüler war. Ich bemerkte, dass er sich quer stellt, und fing an, ihn als H*rensohn und Schw*chtel zu beleidigen, bis er auf sein Mofa stieg und wegfuhr. Ich parkte dann ein, aber ich denke, ich hätte ihn nicht beleidigen sollen. Auch wenn er mich als Kind geschlagen hat - wenigstens habe ich diesem Verlangen nicht nachgegeben. Dass er schon fast 60 ist, ist mir übrigens egal, damals war ich nämlich erst sechs oder sieben Jahre alt und hatte nichts getan!

Beichthaus.com Beichte #00033625 vom 19.07.2014 um 13:30:13 Uhr (13 Kommentare).

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Die andere Seite der Fußball-Weltmeisterschaft

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Ignoranz Dummheit Zorn Sport Gesellschaft Hamm-Uentrop

Draußen freuen sich die Leute einen Ast, weil irgendwelche Menschen unter der deutschen Flagge gegen andere Menschen um einen mit Luft gefüllten Ball kämpfen. Heute ist also das WM-Finale und ich sitze zu Hause, ohne Fernseher und ohne Fußball. Und das ist auch gut so! Ich will nicht wissen, wie viele Menschen für die FIFA ausgebeutet werden und wie viel Umsatz mit dieser Weltmeisterschaft gemacht wird. Die Leute drehen komplett am Rad, nur wegen dieses sinnlosen Spiels! Und dabei geht es nicht einmal um etwas Sinnvolles, nein, uns wird einfach - wie damals in den 30ern - weiß gemacht, dass uns Ländergrenzen zu einer fest zusammengeschweißten Gemeinschaft machen. Das ist dasselbe Mittel, das im 3. Reich zum Holocaust geführt hat, meine Damen und Herren! Und diese willkürlich zusammengesetzte Gruppe von Fußballern ist jetzt stellvertretend für all diese Menschen, oder wie? Also ich habe diese Leute nicht ausgesucht, oder gewählt. Und wenn die Mannschaft gewinnt, habe ich auch nichts davon. Im Endeffekt ist nur viel Geld von vielen Fans in einige wenige Taschen gewandert. Ach ja, und die Bundesregierung hat das eine oder andere beschissene Gesetz durchgebracht, während es keinen interessiert hat. Super.

Beichthaus.com Beichte #00033597 vom 13.07.2014 um 20:41:15 Uhr in Hamm-Uentrop (44 Kommentare).

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