Die Wette der Frauenhelden

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Peinlichkeit Schamlosigkeit Hochmut Schule

Ich (m/27) habe mich in der heißen Phase des Abiturs auf eine dämliche Wette eingelassen. Damals war ich Anfang 18 der Mädchenschwarm der Oberstufe. Heute habe ich dank meines üppigen Speiseplans leider nicht mehr diese Anziehungskraft an das weibliche Geschlecht. Wie dem auch sei, zu dieser Zeit gab es diesen von mir verhassten Oliver im Deutsch-Grundkurs, der mit mir um die heißesten Schnitten konkurrierte. Irgendwie hatte er auch dieses gewisse Etwas, um regelmäßig bei Frauen zu landen. Als er es dann wirklich brachte, die süße Jenny zu angeln, war bei mir Ende im Gelände. Ich schubste ihn nach Schulschluss von der Treppe, damit er sieht, dass die Weiber dort mein Eigen sind. Tragischerweise kam er unverletzt davon, bemerkte aber meinen Neid. Um herauszufinden, wer der größte Stecher ist, bot er mir eine Wette an. Wer es schafft, bis zu den mündlichen Prüfungen mehr Mädels ins Bett zu kriegen, durfte sich vom Verlierer vor versammelter Klasse einen blasen lassen. Ich dachte, das sei endlich die Gelegenheit für die absolute Demütigung meines Gegenspielers. Damit auch wirklich alles fair abläuft, sollte nach jeder Nummer ein Foto von den damals schlechten Handykameras geschossen werden. Zu sehen sollten der Stecher und die Gestochene sein - und zwar beide nackt. Es sollte ja keiner betrügen dürfen.

Die Wette lief erst mal zwei Wochen vor sich hin. Während ich gerade eine aus der Disco abschleppen konnte, konnte mein Gegenüber gleich mit drei Bettbekanntschaften prahlen. So ein Mist, dachte ich. Die Fotos haben es eindeutig belegt. Aber es waren zum Glück noch drei Wochen bis zu den mündlichen Prüfungen. Mit dem Gedanken, nun mehr Gas geben zu müssen, griff ich in die Trickkiste. Zuerst überredte ich meine Schwester dazu, mit mir ein Nacktfoto schießen zu lassen. Das klingt problematischer als es ist, da niemand meine Schwester kennt und sie mit einem Zehner entschädigt wurde. Ins Lusthaus meiner Kleinstadt musste ich leider auch. Schließlich war es die unkomplizierteste Methode für einen schnellen Verkehr. Schwierig war es nur, heimlich das Foto zu machen. So vergingen auch schon die drei Wochen. Bei mir blieb es leider bei den drei Nummern, doch zu meinem Glück ruhte sich mein Gegner aus. Es stand also Unentschieden. Irgendwie war das für beide Seiten eine dämliche Situation, da die Klasse sehnsüchtig die Einlösung der Wette erwartete. Also musste das Körbewerfen am Basketballfeld entscheiden. Derjenige, der zuerst fünf Mal den Korb trifft, hat gewonnen.

Unter der sengenden Hitze spielten meine Nerven verrückt. Ich verlor glasklar mit 5:1. Damit war mein Schicksal besiegelt. Nach der Chemie-Stunde löste ich unter Gelächter meine Wette ein. Noch nie wurde ich so erniedrigt. Man steht da wie ein Loser, wenn man vor der ganzen Kameradschaft, dem Feind seinen Willi lutschen muss. Die Videos verbreiteten sich wie ein Lauffeuer, sodass ich für die restlichen Wochen ein bestimmtes Image hatte. Von nun an war ich nicht mehr der Frauenheld, sondern der Homo. Bis heute schaffe ich es nicht mehr, mich mit Kumpels auf Wetten einzulassen, geschweige denn Basketball zu spielen. Jedenfalls konnte ich mich schnell der Hölle befreien, weil ich für das Stadium meinen Wohnort wechseln musste. Also Leute, lasst euch nicht auf pubertäre Wetten ein!

Beichthaus.com Beichte #00035278 vom 19.03.2015 um 20:22:30 Uhr (20 Kommentare).

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Verschwundene Bücher in der Bib

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Aggression Hass Zorn Selbstsucht Studentenleben

Ich muss beichten! Zwar habe ich noch nicht explizit gehandelt, werde aber demnächst wohl zu körperlicher Züchtigung meiner Kommilitonen greifen - wir schreiben gerade eine Hausarbeit und seit Montag ist auf mysteriöse Weise eines der Bücher aus dem Präsenzbestand, […]
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Beichthaus.com Beichte #00035272 vom 18.03.2015 um 14:51:35 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Rache für jahrelanges Mobbing

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Rache Hass Zorn Schule

Ich (m/31) hatte es nicht immer einfach in der Kindheit, weil meine Mutter sterbenskrank war. Darum, und auch weil ich viele Probleme im Bereich Mathe hatte, landete ich leider auf einer Förderschule. Dort waren viele verhaltensauffällige Ausländerkinder, Rechtsradikale, […]
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Beichthaus.com Beichte #00035162 vom 26.02.2015 um 21:37:11 Uhr (32 Kommentare).

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Verzögerte Masterarbeit

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Zorn Stolz Ungerechtigkeit Zwang Studentenleben

Ich studiere nun schon fünf Semester über der Regelstudienzeit im Master. Das liegt aber zum größten Teil daran, dass ich mich mehr als vier Jahre lang sehr stark ehrenamtlich engagiert habe. Dadurch habe ich mein Studium bewusst vernachlässigt, da das BAföG-Amt aus solchen Gründen auch gerne mal ein Jahr weiterfördert. Nun habe ich auf Drängen vieler Freunde so gut wie alle Ehrenämter abgelegt, weil ich auch selbst eingesehen habe, dass ich mal fertig werden muss. Nun sitze ich schon seit einem Jahr im Büro und tüftle an meiner noch nicht angemeldeten Masterarbeit. Ich glaube, ich muss noch ein Modul ablegen, bevor ich die Masterarbeit beginnen kann, aber in den letzten vier Jahren habe ich so viele Module belegt, von denen ich nur einige bestanden habe, dass ich nicht mehr weiß, wie ich jetzt punktemäßig dastehe. Und so müsste ich zu jedem Sekretariat gehen und fragen: "Hallo, ich brauch einen Modulschein, aber ich weiß weder wann, noch ob ich bestanden habe." Ihr wisst, wie freundlich Sekretäre an Unis oft sind. Ich will meinen Master schon packen, zumal meine ganzen Freunde logischerweise schon seit zwei Jahren durch sind, und sie für mich dadurch ein Vorbild sind.


Sie sind alle Doktoranden und mir winkt die gleiche Anstellung. Mir machen alle einen übelsten Stress - den ich mir vielleicht auch machen sollte - gerade weil ich nun kein BAföG mehr bekomme. Aber mich kotzt es an! Jedes Gespräch, das ich mit älteren und oder jüngeren Kommilitonen oder Freunden meiner Eltern führe geht immer so los: "Na, und wie sieht es bei dir jetzt eigentlich mit dem Master aus? Schon fertig? Immer noch nicht? Wird aber langsam Zeit!" Am Geilsten ist es, wenn mich ältere Leute mit ihren Kindern vergleichen: "Also der Philip ist ja schon fertig, der hat sein Studium ja auch sehr konsequent durchgezogen. Es ist schon interessant, wenn man eure beiden Arten zu Studieren vergleicht. Aber das meine ich nicht böse." Ich verbiete den Leuten und meinen Kommilitonen mich darauf anzusprechen, weil man auch über andere Sachen Small Talk machen kann. Mein Leben hat sonst auch keinen interessiert - aber jetzt auf einmal schon!


Mich kotzt es an. Ich habe mir mein ganzes Studium den Arsch nebenher aufgerissen, um noch einen Abdruck in der Welt zu hinterlassen. Ich habe mich engagiert, gefeiert, gesoffen, dumme Sachen gemacht, Geld verprasst, Geld gespendet. Und ganz nebenbei mein Bachelor in Regelstudienzeit und nicht mal schlecht absolviert. Aber das interessiert keinen. Da sagt keiner: "Ist schon okay, dass du so lange brauchst, hast ja auch eine Menge gemacht." Leuten, die wegen vergeigter Prüfungen oder aus Faulheit gnadenlos überziehen, macht auch keiner die Hölle heiß. Aber mir. Ich will mein Ding durchziehen, wann ich es will. Ich bin nicht zu dumm oder zu faul für den Masterabschluss, aber ich bin kraftlos geworden und abgestumpft. Ich möchte beichten, dass mir die Motivation fehlt, meinen Master zu Ende zu machen. Und das nur aus trotz, weil man bei den Menschen wohl nur was Wert ist, wenn man auch einen Abschluss hat.

Beichthaus.com Beichte #00035158 vom 26.02.2015 um 10:23:44 Uhr (20 Kommentare).

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“35.000

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Hilfe, mein Bruder ist psychisch labil!

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Zorn Lügen Selbstsucht Familie

Ich möchte beichten, dass ich egoistisch bin. Ich habe einen Bruder - wir sind beide in den Zwanzigern, ich bin jedoch etwas älter als er. Es geht ihm psychisch sehr schlecht, er hat Drogen genommen, jetzt angeblich aber damit aufgehört und ist total auf Entzug. Wir hatten beide keine leichte Kindheit und leider meistens keinen guten Draht zueinander. Ständig macht er unserer Mutter und unserem Stiefvater Vorwürfe, dass sie ihm das Leben kaputtgemacht haben, dass meine Mutter ihn nie geliebt hat, und was er nicht alles erlitten hat. Er schafft es nicht zu arbeiten, geschweige denn erwachsen zu handeln oder auf seine Wohnung zu achten. Er tut mir wirklich leid, er ist echt ein psychisches Wrack. Nun haben meine Mutter und mein Stiefvater schon Abstand von ihm genommen und wollen wenig mit ihm zu tun haben, weil er ihnen das Leben zur Hölle macht - mit Vorwürfen, hundert Entschuldigungen und dann wieder neuen Vorwürfen. Sie haben so viel für ihn getan und sind sicher nicht perfekt, aber er stößt sie mit seinem Verhalten einfach immer wieder extrem von sich.


Sicher, meine Mutter war keine gute Mutter, als wir Kinder waren, aber sie war so hilflos, so einsam, verzweifelt und psychisch nicht stabil. Aber es tut ihr schon seit Langem leid und ich habe ihr ehrlich verziehen und wir verstehen uns mittlerweile ganz gut. Nun kommt mein Bruder bei ihnen eben nicht mehr weiter, weil er alles verlangt und dann wieder blockiert, streitet und sogar eifersüchtig ist auf meinen kleinen Sohn, wenn er bei unserer Mutter ist und sie auf meinen Sohn aufpasst. Jetzt versucht mein Bruder mich da mit reinzuziehen, indem er mich oft verzweifelt und total wirr anruft, ich solle ihm helfen, es geht ihm schließlich schlecht. Ich soll zu ihm kommen, ich soll ihn rausholen, woraus auch immer, und so weiter. Ich habe ihm geraten in Therapie zu gehen, sich Hilfe zu holen oder sich in eine Psychiatrie einweisen zu lassen, weil es so nicht mehr weitergeht. Aber eigentlich will ich damit nichts zu tun haben. Ich habe meine eigene Familie und für mich war auch niemand da, als es mir schlecht ging. Ich will, dass es ihm besser geht, klar, aber soll ich dafür hüpfen und springen und machen und tun? Nein, ich bin nicht der Therapeut oder die Lebensberatung, die er braucht. Es tut mir so leid, dass er sich jetzt auch von mir im Stich gelassen fühlt, weil ich bei seinem letzten Anruf nicht abgehoben habe, aber ich kann und will ihn nicht in mein Leben lassen. Bitte vergebt mir meinen Egoismus und die Wut, die mich überkommt, wenn ich daran denke, dass ausgerechnet ich ihm jetzt helfen soll. Es tut mir wirklich leid.

Beichthaus.com Beichte #00035135 vom 23.02.2015 um 17:46:34 Uhr (13 Kommentare).

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