Die Situation ausgenutzt

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Ignoranz Morallosigkeit Selbstsucht

Ich (m/23) habe mir vor circa 6 Jahren ein krasses Minus in der persönlichen Kharma-Buchhaltung geleistet. Ich kannte damals ein Mädchen (damals auch so um die 17), das wegen ihres perfekten Körpers und ihrer sympathischen Art allseits umschwärmt wurde. Jeder Junge, der sie kannte, war unweigerlich hinter ihr her. Unglücklicherweise für alle ihre Werber war sie jedoch wenigstens genauso unnahbar wie gut aussehend. Einen Typen nach dem anderen schmetterte sie mit einem Lachen ab. Ich, damals nicht gerade hübsch oder sportlich, machte mir gleich gar keine Hoffnungen. Doch durch ein krasses Unglück sollte sich das Blatt für mich wenden.

Durch ungünstige Umstände verlor besagtes Mädel innerhalb einer Woche ihre beiden Elternteile. Von dem daraus resultierenden Nervenzusammenbruch erholte sie sich nur äußerst langsam. Ich, damals von Hormonen und dem Teufel gelenkt und was Mädels angeht noch sehr unerfahren, begriff dies seltsamerweise, wie ich heute sagen muss, als Chance. In den folgenden Wochen erlog ich mir hartnäckigst und auf unverschämteste Art und Weise den Status des großen Trösters. Brauchte sie etwas, lief ich. Musste etwas handwerklich in der Wohnung gemacht werden, tat ich es. Bedurfte sie einer emotionalen Stütze, war ich da. Weinte sie, nahm ich sie in den Arm. Das Schlimme dabei war, dass ich die ganze Zeit nur daran dachte, wann sich das ganze endlich für mich auszahlen würde, das heißt im Klartext: wann ich auch im Bett ihr Tröster sein durfte. Nach einigen Wochen war es dann tatsächlich so weit und nachdem ich ihr bei einer besonders heftigen Heulattacke beigestanden hatte, landeten wir gemeinsam in der Kiste.

Die Nacht mit ihr war mein erstes sexuelles Abenteuer, sie eine echte Schönheit und ich war dementsprechend beeindruckt. Klar, dass ich noch mehrere Wochen weiter ihren Tröster spielte, um noch mehr Sex abzustauben, was auch gelang. Irgendwann wurde es zur Gewohnheit, dass wir, nachdem sie sich ausgeheult hatte, zwangsläufig Verkehr hatten, in 90 Prozent der Fälle jedoch auf mein Drängen hin. Manchmal weinte sie sogar etwas dabei. Einmal gestand sie mir unter Tränen, sie mache das alles nur mit, weil sie sich irgendwie für meinen emotionalen Beistand revanchieren wolle, obwohl es ihr eigentlich sehr unangenehm sei. Nun, ich dummer Esel gab damals jedenfalls nichts auf ihre Worte und führte das Spielchen weiter.
Dann irgendwann kam es zu der Nacht, in der sich alles nochmal schlagartig ändern sollte. Ich weiß noch, dass ich gerade auf dem Heimweg von einem Kumpel war und unter dem Sternenhimmel noch einen Joint rauchte, als mich die Einsicht traf. All die Trauer und Angst, die ich in der Vergangenheit so schamlos ausgenutzt und gleichzeitig effektiv verdrängt hatte, brachen auf einmal über mich herein. Hatte ich mir mein übles Verhalten bis zu diesem Zeitpunkt immer wieder schön geredet, so war ich nun umso angeekelter von mir selbst. Ich konnte nicht glauben, dass ich, ohne nachzudenken welch emotionale Schäden ich verurachen könnte, so lange ein so mieses Spielchen getrieben hatte. Vorher hatte ich mir ab und zu so meine Gedanken gemacht, aber richtig bewusst wurde mir all dies erst in jener Nacht. Leider hatte ich damals nicht den Verstand und die "Cochones", die Sache mit Weitblick zu beenden. Stattdessen schrieb ich in einer Kurzschlussreaktion einen unverblümt ehrlichen Brief, in dem ich meine von Anfang an vorhandenen Hintergedanken mit drastischen Worten offenlegte.


Das unrühmliche i-Tüpfelchen: Als ich sie am nächsten Tag besuchte (eigentlich um mich zu entschuldigen und ihr den Brief zu geben), überkam mich erneut die Lust und ich überredete sie ein letztes Mal zum Sex. Dabei fühlte ich mich die ganze Zeit furchtbar schuldig und wie das letzte Arschloch des Planeten. Ich konnte ihr danach nicht mehr unter die Augen treten- ich schmiss nur schnell noch den Brief ein, wechselte in den kommenden Tagen meine Handynummer und tauschte mein Zimmer im Wohnheim mit einem Bekannten. In der nachfolgenden Zeit erfuhr ich von Freunden, dass besagtes Mädel einen erneuten Nervenzusammenbruch gehabt hatte - ob wegen meines Schriebs weiß ich nicht, nehme es aber an. Sie verbrachte daraufhin längere Zeit in einer psychiatrischen Einrichtung- keine Ahnung, wie lange genau. Ich verlor sie aus den Augen.
Warum ich jetzt - nach all der Zeit - beichte? Nun, ich habe von einem Bekannten erfahren, dass dieses Mädchen (jetzt wohl eher Frau) wieder aufgetaucht ist und demnächst (in circa einem Monat) in die Nähe der Gegend ziehen wird, in die es auch mich nach der Ausbildung verschlagen hat. Seit beinahe zwei Tagen kann ich nun schon nicht schlafen und überlege, wie ich mit der Situation umgehen soll. Hat das Schicksal das so eingerichtet, damit ich mich entschuldigen kann und gut machen, was noch gut zu machen ist? Oder riskiere ich bei einer Konfrontation eher, wieder alte Wunden aufzureißen, die vielleicht gerade wieder einigermaßen verheilt sind? Würde es ihr helfen, nach dem ganzen Mist, den ich abgezogen hab, wieder mit mir zu sprechen? Oder würde ich damit nur wieder alles kaputt machen? Ich weiß nicht weiter. Eins ist mir klar: Ich bin moralischer Abschaum, der eine emotionale Notlage wieder und wieder für Sex ausgenutzt hat und der kein gutes Ende verdient. Aber wie gehe ich jetzt damit um?

Beichthaus.com Beichte #00029966 vom 29.04.2012 um 23:06:47 Uhr (47 Kommentare).

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Schwanger mit 15

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Morallosigkeit Schwangerschaft

Ich beichte, dass ich im Alter von 15 Jahren schwanger war und abgetrieben habe. Zu besagtem Zeitpunkt hatte ich bereits ein Jahr lang eine feste Beziehung, habe ihn nie betrogen, es war ganz sicher sein Kind. Ich hatte das Gefühl, dass alle von mir erwarteten, dass ich das Kind abtreiben lasse. Es kam mir vor, als gäbe es keine andere Möglichkeit. Selbstverständlich war es unter den gegebenen Umständen das Vernünftigste, was ich hätte tun können und wenn man berücksichtigt, dass ich gerade die 9. Klasse eines Gymnasiums besuchte, keine finanziellen Rücklagen hatte, von meiner Familie keine Unterstützung erwarten konnte und meine Beziehung voraussichtlich in dem Alter nicht ewig halten würde, ist meine Entscheidung wohl sogar für viele Abtreibungsgegner nachvollziehbar. Diesbezüglich bereue ich es nicht, jedoch bekomme ich mein schlechtes Gewissen nicht los.
Noch immer, nun schon drei Jahre später, kann ich nicht umhin und heule los, sobald im Fernsehen eine Dokumentation über Geburt, wie Leben entsteht und wie sich das Kind im Laufe der Schwangerschaft entwickelt, sehe. Auch wenn im Biologieunterricht ein Video über das besagte Themengebiet läuft, fange ich vor versammelter Mannschaft an zu flennen und wenn sie es merken, fragen sich alle, warum. Normalerweise weine ich nie und bin eine Spezialistin im Gefühle-unterdrücken, sogar während einer festen Beziehung, jedoch hat sich dieser Vorfall so unglaublich tief hineingebrannt, sodass, obwohl ich mittlerweile die Oberstufe besuche und bald Abitur mache, ich niemals wieder abtreiben würde, nicht einmal, wenn ich zum jetzigen Zeitpunkt schwanger werden würde, obwohl die Umstände sich nicht großartig geändert haben.


Ich habe die Beziehung zu meinem mittlerweile Ex-Freund nach insgesamt 3 Jahren beendet, mit einem Kind wäre das zwischen uns, keine Frage, anders gelaufen. Ich habe mit einigen Frauen (Mädchen) geredet, die eine Abtreibung hinter sich haben und keine von ihnen hat so ein extremes schlechtes Gewissen, wie ich es habe. Lediglich Frauen, die bereits ein Kind haben, leiden vergleichbar ähnlich stark unter der Abtreibung. Ich hasse Frauen, denen so etwas quasi "egal" ist und die das fast ständig machen, weil sie zu dumm zum Verhüten sind. Und wenn ich sehe, welche Mädchen heutzutage Kinder bekommen, die nicht annähernd so reflektiert sind wie ich es mit 15 war, die würde ich am liebsten an den Schultern packen und kräftig durchschütteln. Die eigenen Eltern Hartz IV Empfänger, der Freund, insofern vorhanden, in der Schule oder mitten in der Ausbildung, selbst ohne Abschluss und ohne Plan. Wenn ich so etwas sehe weiß ich genau, ich hätte es geschafft. Es raubt mir bis heute den Schlaf und ich wünsche keiner Frau diese Erfahrung.

Beichthaus.com Beichte #00029953 vom 22.04.2012 um 15:51:23 Uhr (48 Kommentare).

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Der Husky meines Chefs

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Morallosigkeit Chef Tiere

Der Husky meines Chefs
Ich (m/28) möchte beichten, dass ich über den Winter ziemlich viel Geld gemacht habe. Ich arbeite auf einem Fabrikgelände etwas außerhalb einer mittelgroßen bayrischen Stadt, und hinter dem Gebäude ist eine große Wiese auf der im Winter eine Langlaufloipe ist. Unser Chef hat einen Husky, den er oft in der Fabrik im Büro lässt, weil er keine Zeit hat, sich um ihn zu kümmern und das Tier so nicht alleine ist. Dann ist er meist den ganzen Tag weg und die Kollegen und ich haben den Hund im Büro. Wir haben irgendwann angefangen, den Hund hinterm Haus auf der Loipe an Langläufer zu "vermieten". Man kann sich um 10 Euro einmal vom Hund die ganze Loipe entlang ziehen lassen (ist in einem Rundweg angelegt). Wir haben dem Hund sogar ein extra Geschirr dafür gekauft. Das Geld, das wir dadurch eingenommen haben, haben wir immer untereinander aufgeteilt. Ich beichte, dass ich den Hund meines Chefs für finanzielle Zwecke missbrauche, ohne dass er davon weiß. Aber das Tier braucht doch Auslauf!

Beichthaus.com Beichte #00029887 vom 26.03.2012 um 13:04:18 Uhr (23 Kommentare).

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Weltfrauentag

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Morallosigkeit Prostitution

Ich gehe nun seit über 10 Jahren mit zwei Kumpels am Weltfrauentag in Bordelle. Ist Tradition bei uns geworden.
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Beichthaus.com Beichte #00029861 vom 13.03.2012 um 14:23:14 Uhr (38 Kommentare).

Gebeichtet von pharma
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Deutsches Museum München

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Schamlosigkeit Sex Morallosigkeit München

Ich (m/23) war am Mittwoch mit meiner Freundin im Deutschen Museum. Unter der Woche war dort nicht viel los. Hauptsächlich waren Schulklassen dort. Ich bin mit meiner Freundin in die Bergbau-Abteilung in den Keller gegangen. Wer schon einmal dort war weiß, dass dort […]
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Beichthaus.com Beichte #00029833 vom 01.03.2012 um 17:02:42 Uhr in München (Museumsinsel 1) (38 Kommentare).

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