Hilfe, ich bin ein Totalversager

17

anhören

Faulheit Verzweiflung Dummheit Gesundheit Studentenleben

Was ich dringend beichten möchte, ist, dass ich (m/40) das Klischee eines Totalversagers schon in geradezu absurder Weise übererfülle. Ich habe nach endlosen Jahren des Studiums (Medizin) immer noch keinen Abschluss, außerdem keinen (Neben-)Job mehr (und dementsprechend nur sehr wenig Geld zur Verfügung), bin darüber hinaus stark übergewichtig und beginne mittlerweile auch meine Haare zu verlieren. Dass ich alleine in einer zusehends abgegammelten Wohnung lebe und keine Kinder habe, bedarf dabei wohl keiner besonderen Erwähnung mehr. Als vorläufige Krönung meiner Situation leide ich seit Jahren unter Depressionen, die mein Leben mehr und mehr beeinträchtigen. Selbstmordgedanken begleiten mich derzeit nahezu ständig - mein alltägliches Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, fällt mir immer schwerer und sogar den Kontakt zu Freunden und Familie aufrechtzuerhalten, wird gefühlterweise schon zu einem kleinen bis größeren Kraftakt.

Mittlerweile schon seit Jahren hänge ich bei ein und derselben Prüfung fest, die seitens des sie abhaltenden Instituts tatsächlich noch zusehends schwerer gestaltet wird. Da ich in einem auslaufenden Studienplan studiere, gibt es nur noch relativ wenige Kolleginnen und Kollegen, die in einer vergleichbaren Situation sind. Unter diesen Verbündete für die Prüfung zu finden, scheint nahezu unmöglich - die lieben KollegInnen jammern und beschweren sich zwar leidenschaftlich gerne; geht es aber darum, sich zu vernetzen, auszutauschen und gemeinschaftlich auf das Bestehen der Prüfung hinzuarbeiten, dann sind sie einfach nur zu vergessen.

Kurz gesagt: Mein Leben fühlt sich an, als würde ich inmitten einer endlosen Schlammwüste feststecken und verzweifelt versuchen, voranzukommen. Doch das Einzige, was sich voranbewegt, ist die Zeit - die läuft dafür aber rasant und unbarmherzig. Ich schäme mich so sehr - so abgrundtief - dafür, was ich aus meinem Leben gemacht habe und empfinde mir selbst gegenüber nur noch bodenlose Verachtung. Vielleicht gibt es ja einen Weg heraus aus dieser Misere, leider kann ich ihn aber momentan beim besten Willen nicht entdecken. So bleibt mir nur, meine in der Vergangenheit gemachten Fehler, Versäumnisse und schlechten Entscheidungen, die mich in diese völlig verfahrene Situation gebracht haben, jeden Tag aufs Neue von ganzem Herzen zu bereuen.

Beichthaus.com Beichte #00038156 vom 28.04.2016 um 21:16:00 Uhr (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Gewalt in der Ehe

29

Gewalt Missbrauch Verzweiflung Feigheit Partnerschaft

Meine Frau beschimpft mich (42) seit einigen Jahren übel und schlägt auch gerne mal zu. Ernsthaft passiert mir hierbei körperlich zum Glück nichts, aber ich hatte schon blaue Flecken und blaue Augen, Bisswunden, eine dicke Lippe oder tiefe Kratzer überall am Oberkörper. […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00038154 vom 28.04.2016 um 15:21:02 Uhr (29 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Knutschen in der Öffentlichkeit

14

anhören

Zorn Peinlichkeit Eifersucht Engherzigkeit

Mein bester Freund (20) ist seit zwei Jahren mit seiner Freundin (21) zusammen und sie sind noch heute wie ein frisch verliebtes Pärchen. Die beiden können nichts ohne den anderen machen, lassen die Finger nicht voneinander und knutschen immer rum, auch wenn man mal mit Freunden irgendwo etwas trinken geht. Ich (m/21) überlege deshalb, den Kontakt zu beenden. Es kotzt mich einfach an! Könnt ihr euch nicht beherrschen?! Ihr seid schließlich keine 14 mehr! Leider werde ich den Kontakt wohl trotzdem nicht abbrechen können, weil ich dann nicht mehr weiß, wo ich den ganzen Tag chillen soll.

Beichthaus.com Beichte #00038151 vom 27.04.2016 um 21:50:21 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Wie soll ich nur mit ihm Schluss machen?

23

anhören

Fremdgehen Begehrlichkeit Falschheit Feigheit Partnerschaft

Ich (w/21) glaube, ich habe mich in eine ziemlich blöde Situation manövriert. Ich bin seit fast vier Jahren mit meinem Freund zusammen, er war sozusagen meine erste große Liebe. Er ist wirklich einer der liebevollsten Menschen, die ich kenne und ich denke, dass die wenigsten Mädchen das Glück haben, einen derartig lieben, verständnisvollen und rücksichtsvollen Freund zu haben. Wir sind dann vor etwa zwei Jahren zusammengezogen und unser Zusammenleben funktioniert großteils auch wunderbar. Blöderweise ist er sehr lasch erzogen und in vielen Dingen einfach unzuverlässig oder schlampig. Er unterstützt mich kaum im Haushalt, obwohl er nicht Vollzeit arbeitet, er verspricht immer dies und jenes zu erledigen, aber wenn ich nach Hause komme, liegt er auf der Couch und es ist nichts geschehen. Dass das frustrierend ist, brauche ich hoffentlich nicht erklären. Diese Arbeiten sind dann an mir hängen geblieben und ich habe das dann meist aufs Wochenende verschoben, weil ich unter der Woche arbeite und abends oft im Training bin.

Wenn ich dann aber am Wochenende keine Lust hatte, zu seinen Eltern zu fahren oder irgendwohin mitzugehen, weil ich stattdessen lieber die Wohnung putzen wollte, durfte ich mir anhören, ich sei viel zu pingelig und sollte mich doch auch mal entspannen. Schön, das sagt sich natürlich leicht bei einer 15-Stunden-Woche. Wir haben deswegen schon oft diskutiert und danach besserte sich die Situation auch, zumindest für ein, zwei Wochen. Danach ging es weiter wie bisher. Mittlerweile denke ich auch schon oft darüber nach, einen Schlussstrich zu ziehen, aber ich tue es nicht. Ich habe Angst vor den negativen Aspekten, auch wenn ich mir gut vorstellen kann, alleine in einer Wohnung zu leben, so hätte ich dann kein Auto mehr und vermutlich viel weniger Geld zur Verfügung. Aber nüchtern betrachtet bin ich mit ihm zusammen, weil es eben so ist. Das soll aber nicht entschuldigen, was ich getan habe.

Vor einiger Zeit habe ich im Training jemanden kennengelernt. Alleine vom Optischen her ist der Mann ein Traum. Wir sind irgendwann ins Plaudern gekommen und ich habe bald gemerkt, dass er sich auch für mich interessiert. Wir haben zwar nie miteinander trainiert, aber standen meist in derselben Ecke, haben herumgealbert und er hat mich oft gekitzelt. Kurz darauf habe ich erfahren, dass er die anderen fragte, wo ich denn bleibe, wenn ich mal keine Zeit hatte ins Training zu gehen. Nach einigem Hin und Her haben wir uns mal getroffen und es war wirklich wie in einem kitschigen Film. Wir sind stundenlang in der Bar gesessen, am Ende schon sehr alkoholisiert, wir hatten wirklich viel Spaß. Er hat sogar die komplette Rechnung bezahlt. Danach sind wir zu Fuß durch die halbe Stadt und er hat mich bis zur Haustür begleitet. Zum Abschied hat er mich sogar geküsst. Ich habe ihm nämlich nie erzählt, dass ich einen Freund habe.

Mittlerweile habe ich ihm das gebeichtet, aber ihm ist das natürlich egal, dass ich vergeben bin. Es fällt mir zwar sehr schwer, aber ich blocke körperliche Annäherungsversuche seinerseits ab, so gut es geht, es gibt kein Anfassen, kein Küssen und schon gar keinen Sex. Ich will diese neue Geschichte nicht mit Fremdgeherei beginnen. Man betrügt seinen Partner nicht, auch nicht, wenn es für einen selbst schon vorbei ist. Ich habe ihm die Situation - so gut es eben geht - erklärt, und er sagt, ich solle Schluss machen. Und ich will auch Schluss machen, aber ich kann meinen Freund nicht so verletzen. Er sagt mir immer wieder, wie sehr er mich liebt und dass er mich nicht verlieren will, aber für mich ist es halt einfach nicht dasselbe. Ich mag ihn, sehr sogar, aber einfach nicht mehr so wie früher. Wie auch immer. Im Endeffekt bin ich doch selbst schuld. Mein Freund hat so etwas nicht verdient.

Beichthaus.com Beichte #00038145 vom 26.04.2016 um 20:52:06 Uhr (23 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Mein Leben ging den Bach runter

9

anhören

Verzweiflung Manie Gesundheit

Ich (w/23) habe vor Kurzem aufgrund gesundheitlicher Probleme (psychisch und körperlich) meine Ausbildung abgebrochen. Ich konnte einfach nicht mehr und dachte, dann ginge es mir besser. Falsch gedacht. Mein Freund, mit dem ich über fünf Jahre zusammen war, hat mich verlassen. Ich musste aus der Wohnung, da es seine ist und meine geliebten Katzen habe ich auch dort lassen müssen. Jetzt wohne ich wieder bei meinen Eltern, weil ich keine Wohnung finde und versuche, mein Leben irgendwie auf die Reihe zu kriegen, obwohl ich gar keinen Lebenswillen mehr habe. Shit happens.

Beichthaus.com Beichte #00038143 vom 26.04.2016 um 16:47:14 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht