Das Handtuch

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Unreinlichkeit Ekel Sex Dummheit Roth

Gestern hatte ich phantastischen Sex mit meinem Freund, wie er besser und anstrengender nicht hätte sein können. Wir waren danach beide schweißnass und praktisch bewegungsunfähig. Da er auf meinem Bauch abgespritzt hatte, nahm ich ein vom Haaretrocknen zuvor noch halbfeuchtes Handtuch das neben dem Bett lag um mich sauber zu wischen und auch er benutzte es danach für eine Katzenwäsche. Es war ziemlich viel und beinhaltete so ziemlich jede Körperflüssigkeit, die beim Sex so produziert und ausgetauscht wird. Er fuhr irgendwann nach Hause, ich war fix und alle und schlief auch so ziemlich direkt ein ohne vorher aufzuräumen. Als ich heute morgen unter der Dusche stand hörte ich, wie meine Schwester inklusive Tochter und Mann zum Überraschungsbesuch kamen. Sie machten es sich gemütlich während ich mich fertig machte, doch als ich in mein Schlafzimmer kam, sah ich, dass meine zehn Monate alte Nichte freudig an besagtem Handtuch nuckelte und das wohl auch schon eine längere Zeit getan hatte. Ich sagte natürlich nichts, aber ich schäme mich in Grund und Boden und bitte an dieser Stelle um Absolution. Es tut mir fürchterlich Leid!

Beichthaus.com Beichte #00029725 vom 15.01.2012 um 22:16:40 Uhr in 91154 Roth (Brentwoodstraße) (26 Kommentare).

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Mitternachts-Diebstahl

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Neid Diebstahl Habgier Studentenleben Silvester

Ich (w) habe in meinem vergleichsweise kurzen Leben viel zu beichten. Doch jetzt will ich meine letzte Sünde beichten. Um meine Beweggründe für die Tat die ich begangen habe etwas zu erläutern, muss ich etwas von meinem Leben erzählen. Ich stamme aus sehr armen Verhältnissen, meine Eltern sind nach Deutschland eingewandert als ich noch ein kleines Kind war, doch sie waren nie Schmarotzer. Sie haben immer ehrlich und hart gearbeitet, niemals gestohlen oder jemandem etwas böses getan, egal wie viele Schicksalsschläge uns das Leben bereitgestellt hat. Sie haben ihr bestes gegeben um mir eine gute Schulbildung und eine glückliche Kindheit zu schenken. Leider konnten sie das nicht wirklich. Meinen Vater sehe ich immer noch höchstens einmal die Woche, da er den Rest der Zeit weit weg von zu Hause verbringt um Geld zu verdienen. Meine Mutter hat den Großteil meiner Kindheit in Krankenhäusern verbracht, musste gegen Tumore und einen schweren Unfall kämpfen. Ich war zu dieser Zeit oft allein. Ich war ein sehr ruhiges Kind, brav, habe die deutsche Sprache schnell gelernt und wollte mich anpassen. Doch ich wurde nur mit Verachtung gestraft. Rassismus in der Schule, im Privatleben, Mobbing. Mit 9 Jahren hatte ich schließlich genug davon wie Abschaum behandelt zu werden und fing voller Verzweiflung und Frust und Wut über die Welt an mich an ihr zu rächen. In den nächsten Jahren habe ich viele schlimme Sachen gemacht auf die ich nicht stolz bin, doch eines Tages erkannte ich, dass es so nicht weitergehen konnte, wandte mich von meinen damaligen Freunden ab und konzentrierte mich auf meine schulische Laufbahn und darauf mein Abitur zu machen.


Man sollte wissen, dass ich in einer eher kleineren Stadt aufs Gymnasium gegangen bin. Ausländer konnte man an einer Hand abzählen. Der Rest der Schule wurde von reichen Kindern besucht. Schließlich freundete ich mich mit ihnen an, so gut es mir möglich war. Wie gesagt stamme ich aus sehr ärmlichen Verhältnissen, was mir immer wieder vorgehalten und unter die Nase gerieben wurde. Doch ich konnte damit umgehen und habe meine Wut für mich behalten und schließlich mein Abitur gemacht und in diesem Jahr angefangen zu studieren. Nun zu meiner eigentlichen Beichte: Zu Silvester bin ich wieder zurück gefahren um dort mit meinen Schulfreunden zu feiern. Dafür haben wir uns ein Haus gemietet am Stadtrand wo wir ungestört waren. Ein Freund von mir hat dafür das Geld eingesammelt und es war eine beträchtliche Summe die da zu Stande kam. Es floss natürlich reichlich Alkohol und wir waren alle nach einiger Zeit stark angetrunken und kamen auf das Thema Geld zu sprechen. Meine Freunde haben sich lauthals bei mir beschwert wie schwer sie es doch im Leben hätten, dass es ihnen überall an allem fehlt. Kann ich mir gut vorstellen, kann ja auch nicht anders sein, wenn man zum Geburtstag einen neuen Mercedes oder eine Wohnung in München für das Studium geschenkt bekommen hat. Muss schon schwer sein.


Ich habe den ganzen Sommer lang gespart und auf zwei Jobs gearbeitet um mir das verdammte Studium leisten zu können. Ich muss 600 Euro Studiengebühren zahlen, meine Freunde müssen nichts zahlen. Mein Antrag auf einen Platz im Studentenwohnheim wurde rigoros abgewiesen, da ich ja ein Einzelkind bin, meine Freunde wohnen fast alle in einem. Ich muss im schlechtesten Viertel der Stadt in einer Wohnung wohnen, die ich mir mit einem Junkie teile. BAfög bekomme ich lächerliche 150 Euro, wohingegen meine Freunde mit Geschwistern meist das dreifache bekommen. Ich habe es mir stundenlang angehört, habe mir immer wieder angehört, dass ich nichts vom Leben wisse, nicht wisse wie schwer es sein kann und so weiter und so fort. Betrunken wie ich war und wieder mal voller Wut wartete ich ab bis es Mitternacht war und alle rausgegangen sind zum schießen. Das war mein Moment. Ich schlich mich unbemerkt ins Haus, nahm die Taschen, sah sie durch und stahl alles Geld welches ich fand. Durch Zufall stieß ich auch auf den Beutel mit dem Geld für die Miete und alles. Ich nahm es. Ich ging wieder raus, setzte mein bestes Lächeln auf und gratulierte allen. Das witzige ist, niemandem ist am nächsten Tag etwas aufgefallen, außer natürlich, dass das Geld für die Miete fehlte. Niemand verdächtigte mich. Hiermit beichte ich, dass ich aus Frustration gegen die Ungerechtigkeit der Welt und aus Wut auf die Ignoranz der Menschen um mich herum um Punkt Mitternacht eine beträchtliche Summe gestohlen habe.

Beichthaus.com Beichte #00029697 vom 08.01.2012 um 23:08:38 Uhr (37 Kommentare).

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“Beichte

Katholiken treffen

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Ignoranz Trunksucht Unglaube Schule Frankreich

Kurz vor den Sommerferien sind wir mit der Schule nach Taizé gefahren. Das ist ein Ort in Frankreich an dem sich Katholiken treffen um zu beten und das "einfache Leben" zu leben. Weder ich noch die anderen in meiner Klasse sind solche verwirrten Fanatiker, wie sie dort zu finden sind, also haben wir uns einen Urlaub aus der Woche gemacht. Wir haben dort unten gesoffen, Party gemacht und mit normalen Mädels aus aller Herren Länder Spaß gehabt als wären wir auf Mallorca. Es hat keine zwei Tage gedauert und wir waren bei den ganzen Verwirrten schon verhasst wie sonst was.


Damit kann ich gut Leben, aber zu meiner eigentlichen Beichte: Dort sollte man zwangsweise dreimal täglich in die Versöhnungskirche gehen (riesiger Bau ohne Bänke). Ich war in der ganzen Woche nur dreimal drin und habe mich eigentlich nur reingesetzt um mich über die anderen lustig zu machen. Irgendwann kamen ein Kumpel und ich auf die Idee uns in der Kirche zu besaufen, also jeweils 1,5 Liter Flasche mit Captain-Cola gemischt, mitten rein gesetzt und angefangen zu süffeln. Für uns war es verdammt lustig, aber ob es das für die anderen war, die unseren Gesang ertragen mussten und noch im Radius von drei Metern den Rum gerochen haben, bezweifle ich. Vor allem für den letzten Teil erhoffe ich mir Absolution, da sich doch irgendwann das schlechte Gewissen gemeldet hat.

Beichthaus.com Beichte #00029695 vom 07.01.2012 um 20:42:18 Uhr in Frankreich (Taizé) (46 Kommentare).

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Pokémon

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Diebstahl Waghalsigkeit Kinder Husum

Ich möchte beichten, dass ich mit 12 oder 13 Jahren, als dieser Pokémon-Kult aufkam das erste Mal geklaut habe. Ganz zu Anfang lagen die Tüten noch irgendwo im Laden und man musste sie wie alles andere auch zur Kasse bringen, und die waren dort noch nicht vorsorglich sicher deponiert. Also habe ich gewartet bis in dem Gang niemand war, habe zwei Tüten genommen und mich erst mal furchtbar erschreckt weil kurz nachdem ich sie eingesteckt hatte, andere Kunden um die Ecke kamen. Erster Schock verflogen, machte ich mir Sorgen um die Detektoren. Also habe ich mit einer Hand beide Tüten in meiner Jackentasche aufgerissen, dann in einem unbeobachteten Moment mir die Karten durchgesehen, die Wertvollen eingesteckt und die restlichen Karten zusammen mit der Packung unter das Ladenregal geschoben. Ich bin mir nicht ganz sicher warum ich auch die anderen Karten weggelegt habe, ich glaube ich wollte einfach nicht zu viel nehmen oder war einfach nur panisch und mein Kopf hatte auf unlogisch verrückt geschaltet. Jedenfalls hatte ich danach noch tagelang Angst das sie mich schnappen und ausschimpfen würden.
Leider war das ziemlich aufregend, und ab und zu habe ich mir danach in Kaufhäusern nochmal Kleinigkeiten eingesteckt, weil es kurzzeitig so aufregend ist. Leider siegt mittlerweile der Verstand, es wird immer mehr überwacht und ich weiß nun was für einen Ärger mir das alles einbringen kann. Es ist wohl an der Zeit das hinter sich zu lassen.

Beichthaus.com Beichte #00029693 vom 06.01.2012 um 23:13:33 Uhr in Husum (16 Kommentare).

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Der Windelträger

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Peinlichkeit Ekel Unreinlichkeit Gesundheit

Ich (m) beichte das ich früher in der Schule eine Windel tragen musste. Niemand hat davon je etwas erfahren und das ist auch gut so. An Klassenfahrten konnte ich logischerweise nicht teilnehmen. Die Umkleidekabine beim Sport war jedes Mal die Hölle, weil ich sehr Angst hatte das jemand etwas sieht. In der Ausbildungszeit ging es dann weiter. Da ich den ganzen Tag bei der Arbeit war, musste ich manchmal mit voller Windel arbeiten. Während andere am Wochenende feiern gegangen sind, saß ich mit Windel vor dem PC und habe Civilization gespielt. An weibliche Kontakte war natürlich nicht zu denken. Besonders die Arbeit war eine Belastung, daher habe ich dann mehrfach studiert. Endlich habe ich dann einen Arzt finden können der mir geholfen hat. Ich nehme jetzt Medikamente, die sehr festen Stuhlgang erzeugen, alle zwei Tage gehe ich dann mit Abführmittel auf die Toilette. Ich kann endlich Hosen in Normalgröße tragen, Frühstück essen ohne zu wissen was mich bald erwarten wird, auch an den Strand kann ich gehen und nächsten Sommer will ich schwimmen lernen. Wenn ihr also nächstes Mal denkt euer Leben wäre Scheiße, dann denkt darüber nach wie ich 27,5 Jahre leben musste.

Beichthaus.com Beichte #00029692 vom 06.01.2012 um 22:45:59 Uhr (26 Kommentare).

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