Ich kann mich nicht freuen

34

anhören

Ignoranz

Ich kann mich nicht freuen
Ich (m/26) habe ein Problem, das nicht viele haben: Ich kann mich nicht wirklich freuen. Und das geht schon so, seit ich denken kann. Bei Dingen, bei denen sich andere Menschen freuen, fühle ich einfach nichts (gleichgültig) und sehe es einfach als völlig normal an. Ich kann mich auch nicht daran erinnern, wann ich mich das letzte Mal wegen irgendetwas gefreut habe oder überglücklich war.

Hier ein paar Beispiele: Guter Schulabschluss - nichts besonderes, haben ja die meisten. Ausbildungsstelle innerhalb von einer Woche gefunden - Keine Ahnung, warum sich manche beschweren, dass sie nur Absagen bekommen und monatelang nach einer Ausbildungsstelle suchen. Wenn man sich nicht gerade bescheiden anstellt und einen ordentlichen Text zusammenbekommt, ist das doch kein Problem. Theoretische Prüfung (Fahrschule) 0 Punkte - Mit etwas nachdenken, bekommt das ja wohl jeder hin. Praktische Prüfung ohne irgendwelche Bemerkungen vom Prüfer bestanden - Wenn man die Theorie hat, ist das eh nur noch ein Kinderspiel.

Nach Ausbildung unbefristet mit gutem Gehalt übernommen - Ist das bei guten Leistungen nicht normal? Eine Freundin haben die einen guten Charakter hat und gut aussieht - fast jeder hat doch eine Freundin, aber keine Ahnung, ob ich sie liebe, ich denke, dass es so etwas wie "Liebe" nicht gibt, stattdessen nur "Sympathie für jemanden empfinden". Innerhalb von einigen Monaten ein paar Gehaltserhöhungen - Ja gut, mehr Geld zum Ausgeben oder Sparen. Neues Handy gekauft - Irgendeins brauche ich ja, das alte Smartphone ging nicht mehr an. Als erstes Auto eine fast neue Kompaktklasse mit Hinterradantrieb aus Bayern für circa 20k - ist nur ein Auto, und ich habe ja auch alles dafür zusammengespart. Ist ein tolles Auto, aber wirklich freuen? Fehlanzeige.

Mir ist klar, dass die Mehrheit diese Beispiele wahrscheinlich als arrogant ansehen werden, aber so sind sie nicht gemeint, es sind einfach nur Dinge, bei denen ich immer wieder gemerkt habe, dass sich andere Menschen über solche "Meilensteine" im Leben freuen, nur ich nicht. Vielleicht ist es mir ja sogar auch gleichgültig. Und leider habe ich absolut keine Ahnung, ob und was ich dagegen machen kann, aber zum Psychologen werde ich bestimmt nicht gehen.

Beichthaus.com Beichte #00039949 vom 26.06.2017 um 15:52:05 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

MeanerCleaner: Traumberuf Gebäudereiniger

24

anhören

Manie Arbeit Bayern

Ich (m/26) arbeite nebenbei in einer Reinigungsfirma, es ist mein absoluter Traumberuf, da Putzen meine größte Leidenschaft ist. Schon als kleines Kind war ich versessen darauf, das Haus zu putzen. Meine Eltern finden es, damals wie heute, besorgniserregend. Aber genug von meinem liebsten Hobby. Ich putze Büros, am liebsten habe ich Nachtschicht, da ich dadurch allein die Büros putzen und dadurch meinem anderen Hobby nachgehen kann. Wenn ich nachts putze, werde ich zum MeanerCleaner, ein Antiheld, der die Straßen von Kriminellen reinigt. Dazu schalte ich das Licht aus und hänge mir ein Handtuch, mein Cape, um.

Ich stelle mir vor, wie ich in dem Büro gegen Verbrecher kämpfe. Ich renne also in der Dunkelheit wie ein Irrer durch die Gegend, während ich putze. Wenn ich die Gauner besiegt habe, stelle ich mich an das riesige Fenster im Obergeschoss und halte Monologe, dort habe ich übrigens einen perfekten Blick auf die leuchtenden Gebäude, durch das dunkle Büro kommen die Lichter noch besser zur Geltung, dadurch fühle ich mich unbesiegbar.

Letzten Freitag war es wieder so weit, ein neues Verbrechen, was nur darauf wartete, von mir bekämpft zu werden. Ich rannte umher, brüllte meinen imaginären Feind an und versprach, ihn mit der Reinigungsmilch zu schwächen. Ich war in meinem Element, doch dann wurde plötzlich das Licht abgeschaltet. Ich drehte mich um und sah eine junge, hübsche Mitarbeiterin (21) die mich mit großen Augen anschaute. Ich kam mir wie ein Idiot vor, mit meinem improvisierten Cape. Sie erklärte, dass sie ihren Schlüssel auf dem Schreibtisch vergessen hatte. Es war ihr zuerst unangenehm, aber dann lachte sie und erzählte, dass sie so etwas auch gerne machen würde, einfach mal wieder den langweiligen Alltag vergessen und die Fantasie benutzen.

Wir haben uns noch lange unterhalten und zusammen geputzt, danach haben wir uns Nudeln vom Asiaten gekauft. Seitdem gehen wir abends, wenn alle weg sind, in das Büro, holen die Capes und spielen Helden, die sich gegenseitig in die Quere kommen, obwohl sie ein gemeinsames Ziel haben. Das läuft meistens so ab, dass sie gegen einen Feind kämpft, der stärker ist. Doch dann komme ich und wir vereinen unsere Kräfte. Wir denken uns jedes Mal neue Szenarien aus, es macht uns beiden großen Spaß und ich freue mich, eine Verbündete im Kampf gegen den Dreck zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00039948 vom 26.06.2017 um 13:56:11 Uhr in Bayern (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Die Assi-Familie von nebenan

11

anhören

Rache Nachbarn Berlin

In meinem Haus wohnt über mir eine Assi-Familie. Mutter sitzt ständig kiffend vor dem Haus, bringt hier mittlerweile das ganze Haus in Verruf. Ständig steht Müll von denen im Kellerdurchgang (Matratzen, Möbel, Verpackungen, irgendwelche Tretautos usw.) , lassen alles fallen und liegen. Ständig ist der gesamte Hof vermüllt, weil diese Assi-Schweine es noch nicht mal schaffen, ihre Müllbeutel in die Tonne zu tun. Die lärmen ständig rum, springen absichtlich die Treppen runter, brüllen, springen, schlagen sich bis Nachts um drei Uhr.

Das Assi-Kind hat meiner Tochter schon die Schuhe vor der Tür geklaut, kaputt gemacht, ihren Fahrradkorb zerstört, ihre Schultasche kaputt gemacht (gehen in den selben Hort). Letztens lag auf meinem Autodach ein Stück totes Kaninchen, was genau unter ihrem Fenster stand. Dieser Kaninchenkadaver lag vorher auf dem Hof. Vorhin geht sie über den Hof - und zwei Minuten später ist mein Blumenbeet zertrampelt, alles liegt zerstreut. Mir reicht es! Bin gerade runter in den Keller und habe ihr Tretauto an strategisch wichtigen Punkten mit frischer Katzenkacke eingecremt. In einen Becher habe ich auch noch gepinkelt und darüber gekippt. Das ist nicht die feine englische Art - und erwachsen auch nicht - aber ich fühle mich besser. Und hülle mich in Schweigen.

Beichthaus.com Beichte #00039946 vom 25.06.2017 um 23:05:33 Uhr in 10171 Berlin (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Jammerlieder: If I were sorry

36

Hass Musik Medien

Mir (m/34) geht es inzwischen so etwas von auf den Sack, dass im Radio nur noch traurige, betroffene oder weinerlich-sensible Lieder zu hören sind. Bedauerlicherweise kann ich den Quell meiner Abneigung schlecht definieren, aber "Jammer- und Schluchz-Schnulzen" bringen […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00039944 vom 25.06.2017 um 20:21:43 Uhr (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Paranoia

28

Verzweiflung Neurosen

Bevor ich mit meiner Beichte beginne, möchte ich etwas flüchtig zu meiner Person wiedergeben. Ich bin ein 17-jähriges Mädchen und besuche ein Bundesrealgymnasium für Naturwissenschaften. Ich gehöre sowohl vom Beliebtheitsgrad, als auch was meine schulischen Leistungen betrifft zum höheren Rang, worauf ich durchaus stolz und zufriedengestellt bin. Ich pflege meine Freundschaften gutherzig, habe ein relativ normales Familienverhältnis und treibe in meiner Freizeit sehr viel Sport. Zudem bin ich seit knapp drei Monaten in einer Beziehung, in welche ich sehr viel Zeit und Leidenschaft investiere. Das klingt auf Anhieb nahezu perfekt, doch jeder trägt wohl sein schwarzes Päckchen mit sich. Die Tatsache ist, dass ich oftmals unter extremen Angstzuständen leide und mich auch schon öfters Panikattacken überkommen haben.

Ich war schon als Kleinkind sehr paranoid und ängstlich, doch seit meiner Beziehung haben sich diese schaurigen Emotionen weit verstärkt. Ich kann es mir nur damit erklären, dass ich durch meine Partnerschaft andere Komponenten wie Familie und Schule nicht vernachlässigen möchte, weswegen ich bis spät in die Nacht wach bleibe. Es kommt auch öfters vor, dass ich nur drei bis vier Stunden pro Tag schlafe, jedoch ist es mir wert durchzuarbeiten, um mein Umfeld glücklich zu machen. Ich fühle mich oft sehr erschöpft, mein Alltag ist von Müdigkeit geprägt und dass ich eine Schlafrhythmusstörung entwickelt habe, brauche ich wohl nicht erwähnen.

Ich bin mir selber nicht im Klaren, wie so ein Zusammenhang entsteht, aber ich weiß, dass meine Paranoia Tag für Tag steigt. In der Nacht während ich lerne, bin ich sehr angespannt und reagiere nahezu auf jedes minimale Geräusch, welches durch das Haus ertönt. Wenn ich auf die Toilette gehe, müssen alle Lichter, in allen Räumen an sein. Ich traue mich nicht aus den Fenstern zu schauen, weil mir vor Augen immer ein Gesicht oder eine Gestalt erscheint. Ich fühle mich schlicht und ergreifend unheimlich beobachtet.

Nun, mit diesen "Zwischenerlebnissen" komme ich dennoch gut zurecht. Das Ereignis, welches dazu geführt hat, dass ich diese Beichte verfasse basiert auf meinen Träumen in den letzten Tagen. Normalerweise kann ich mich kaum an meine Träume erinnern bzw. sie sind nicht sehr intensiv. Diesmal war es anders. Ich kam wie gewöhnlich nach Hause und wollte mich kurz schlafen legen. Binnen Sekunden schlief ich ein und dann: Ich stehe in unserem Badezimmer und trockne meinen nackten Körper mit einem Handtuch ab. Während ich diese Handlung durchführe, betrachte ich meinen Körper in einem sehr hohen Spiegel an der Wand. Da der Spiegel jedoch etwas kleiner ist, als dass er mich komplett widerspiegeln könnte, gehe ich einen Schritt zurück, um auch meinen Kopf zu betrachten. Doch während ich diesen Schritt wage, ist kein Kopf zu sehen. Es ist mein kopfloser Körper. Anstelle des Kopfes erscheint ein sehr kurzes Licht und ich bewege meine Hand Richtung Türgriff. Es wird alles wie in einer Zeitlupe abgespielt und ich höre mich sehr schwach aufschreien.

In diesem Moment wachte ich schweißgebadet auf, mein Körper wie in Trance versetzt. Erst nach einigen Minuten konnte ich wieder angemessen atmen. Ich war perplex und wusste nicht wie ich handeln sollte. Nach einigen vergangenen Stunden entschied ich mich dazu im Internet nach Traumdeutungen zu suchen. Fehler! Ich stieß auf einige Seiten die mit dem vorhersehbaren Tod zu tun haben. Diese Erkenntnis hatte mich verständlicherweise noch mehr aus der Fassung gebracht. Ich drehe mich oft ruckartig oder zucke, falls ich das komische Gefühl habe, dass jemand bei mir sei. Diese Angst zerrt an meinen Nerven und macht mich psychisch labil, was sich zudem extrem negativ auf meine Gesundheit auswirkt.

Ich beichte, dass ich Angst habe als verrückt abgestempelt zu werden, wenn ich jemandem über diese Probleme erzähle. Ich spiele zwar mit den Gedanken, meinem Freund über die Vorfälle zu berichten, jedoch denke ich, dass er diese Angelegenheit als lächerlich und läppisch betiteln würde. Vielleicht würde er sogar von einer Persönlichkeitsstörung ausgehen. Mein Freund ist generell jemand, der vor nichts und niemandem abschreckt. Seine Lieblingsserien sind natürlich "The Walking Dead", "Paranormal Activity" oder "Saw". Ich hingegen kann mich mit seinen Vorlieben überhaupt nicht anfreunden, auch wenn ich es oftmals versucht habe.

Beichthaus.com Beichte #00039941 vom 24.06.2017 um 14:37:12 Uhr (28 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht