Je oller, desto doller

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Peinlichkeit Hofbieber-Schwarzbach

Ich studierte damals in zwei verschiedenen Städten. An meinem ersten Studienort wohnte ich bei einem netten alten Ehepaar, sie waren beide schon Ende 70, echt lieb und wir verstanden uns sehr gut. Eines Tages brachte ich meinen Plastikmüll zur Tonne vor dem Haus. Es war ein Mülltütchen mit Griffen, die man zuknoten kann. Das hatte ich auch gemacht, aber als ich die Tüte gerade in die Tonne befördern wollte, machte sich ein Teil selbstständig und flog mir entgegen. Drei Mal dürft ihr raten - es war natürlich ein gefülltes Kondom, das mein Freund und ich am Abend zuvor benutzt hatten. Und natürlich mussten just in diesem Moment beide älteren Leute im Hof sein, denn sie waren auf dem Weg zu einem Spaziergang. Sie hatten es gesehen, grinsten nur, und sie machte mit ihrem Finger "Du, du, du!", und er meinte, dass das doch völlig natürlich ist, das machen die Oma und er auch noch. Sie nennen sich übrigens tatsächlich gegenseitig Oma und Opa. Oh Mann, das war mir so peinlich. Sie sind total lieb, aber ich glaube, gar nichts zu sagen, wäre in dem Moment besser gewesen. Die beiden sind aber auch prima Kandidaten für die peinliche Situation, der Tochter oder Enkeltochter im Schwimmbad hinterherzurufen: "Gertruuud, musst du nicht deinen Tampon wieder wechseln?" Lieb, aber manchmal ein wenig zu schnell mit der Zunge.

Beichthaus.com Beichte #00036337 vom 10.08.2015 um 18:04:41 Uhr in Hofbieber-Schwarzbach (5 Kommentare).

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Die Katze auf der Straße

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Engherzigkeit Verzweiflung Mord Tiere

Ich muss etwas beichten, was mich schon seit einiger Zeit bedrückt. Es ist zwar schon lange her, damals muss ich etwa acht Jahre alt gewesen sein, jetzt bin ich (w) 20 und trotzdem lässt es mich nicht ganz los. Es war so, ich war damals in der Volksschule und musste mit dem Bus fahren. Da ich aber in der Pampa wohnte, hatte ich einen kurzen Fußmarsch zu bewältigen. Es waren vielleicht zehn Minuten zu Fuß, aber als kleiner Knirps war das eine schier endlose Strecke. Umso mehr freute ich mich, wenn ich auf dem Nachhauseweg ein Stück von der Nachbarskatze begleitet wurde. Ich war immer schon sehr tierlieb, meine Eltern hatten einen Bauernhof und ich habe da auch immer gerne geholfen, auch wenn es ums Ausmisten ging - wie gesagt, ich war und bin immer noch sehr tierlieb. Nun war es so, dass mich die Nachbarskatze auch morgens schon erwartete und mir bis zur Bushaltestelle folgte. Blöderweise hatte die Katze Angst vor Autos, weshalb ich immer versuchte, sie zu verscheuchen, weil sie - warum auch immer - auf die Straße läuft, wenn ein Auto kommt. Katzenlogik.

Natürlich ließ sie sich nicht verscheuchen, sondern folgte mir. Die anderen Kinder an der Bushaltestelle beschimpften mich jedes Mal, weil das ja gefährlich für die Katze war. Außerdem verboten sie mir, die Katze zu streicheln, weil es ja nicht meine war. Ich war daraufhin beleidigt, ich hatte ja bereits versucht, das Tier zu verscheuchen, aber es kam immer wieder. Eines Morgens, es war Herbst und noch leicht nebelig, wir warteten alle auf den Bus, kam die Katze wieder angerannt. Natürlich wollte sie jeder streicheln, ich hielt mich zurück, ich durfte ja nicht. Schon von Weitem hörte ich ein Auto, ich merkte wie auch die Katze, die direkt vor mir stand, die Ohren spitzte. Sie duckte sich und als die anderen das herannahende Auto sahen, forderten sie mich auf, die Katze hochzunehmen, damit sie nicht vor das Auto läuft. Aha, dachte ich mir, streicheln darf ich sie nicht, aber zum Katze-Retten war ich also doch gut genug. Ich meiner kindlichen Dummheit, für die ich mich bis heute hasse, reagierte ich nicht darauf. Die Katze rannte vor dem Auto über die Straße - ich hörte noch einen dumpfen Knall. Wir konnten alle nicht fassen, was gerade passiert war. Das Auto fuhr einfach weiter, ich weiß noch, dass es ein alter, weißer VW-Polo war.

Die Katze blieb liegen. Sie röchelte noch. Eines der älteren Mädchen hob die Katze auf und trug sie heulend ins Haus. Dann kam auch schon der Bus. Wir stiegen alle ein. In der Schule begann ich dann zu weinen. Als die Lehrerin fragte, was los sei, sagte ich nur, dass eine Katze überfahren wurde, aber nicht, dass ich daran Schuld war. Von den anderen Kindern machte mir niemand einen Vorwurf, auch nicht das Mädchen, dem die Katze gehört hatte. Ich war mir sicher, dass sie mich alle hassen mussten, aber das taten sie nicht. Vielleicht dachten sie, dass ich es nicht mit Absicht getan hatte, sondern schlicht und einfach zu langsam reagierte. Aber in Wirklichkeit reagierte ich gar nicht sondern ließ das arme Tier in den Tod laufen. Meine Wut über die Ungerechtigkeit, die mir von anderen Kindern angetan wurde, ließ ich an der unschuldigen Katze aus. Es tut mir bis heute leid, ich heule auch jetzt noch, obwohl es 12 Jahre her ist. Ich habe jetzt übrigens zwei süße Wohnungskatzen, die ich über alles liebe um nichts in der Welt wieder hergeben möchte. Trotzdem vergesse ich die Katze von damals nicht. Ich wünschte, ich könnte es irgendwie wiedergutmachen.

Beichthaus.com Beichte #00036335 vom 10.08.2015 um 13:57:16 Uhr (14 Kommentare).

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Warum ich meine WG mit Racheplan verlasse

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Zwietracht Rache WG Berlin

Warum ich meine WG mit Racheplan verlasse
Ich (w/20) bin als Zwischenmieterin in eine 4-er WG mit drei Jungs gezogen. Ich habe heute ein Gespräch zwischen den beiden mitgehört. Nebeninfo: In unserer Wohnung hört man einfach alles, weil es bei jedem - trotz einer geschlossenen Tür - unten bei der Türseite einen 0,5 cm-Schlitz gibt und sie glaubten, dass ich außer Haus bin. Dabei hatte ich mich fürs Schlafen hingelegt und machte deshalb keine weiteren Geräusche. Dabei haben sie mich auf das Übelste beleidigt. Sie haben gesagt, dass es Frauen gibt, die sich nur außerhalb der Wohnung schön anziehen und dass ich halt so eine wäre. Außerdem meinten sie, dass ich hässlich bin. Und auch, dass ich nie das Geschirr wegspüle und dass ich deshalb eine dumme Schlampe wäre.

Okay zum ersten: Ja, ich bin nicht schön, wenn ich ungeschminkt bin. Aber ich bin doch schließlich zu Hause, wo wenn nicht hier, sollte ich sein können, wie ich möchte! Zum zweiten Punkt muss ich ein bisschen ausholen. Das Mädchen, dessen Zimmer ich für vier Monate übernehmen sollte, hat mich nur kurz gesehen und eine richtige Besichtigung der Wohnung gab es nicht. Ich hatte zu dem Mädchen gesagt, dass ich eigentlich nichts brauche, außer ein Bett. Tja und das ist auch das Einzige, was da ist. In meinem neuen Zimmer habe ich es mir inzwischen gemütlich gemacht und es ist alles okay. In der Küche sieht es aber anders aus: Es gibt nur einen Kochtopf, drei Löffel, vier Gabeln, fünf Brotmesser, einen tiefen Teller, drei normale Teller, zwei scharfe Messer und drei Gläser. Ganz ohne Witz! Mehr gibt es einfach nicht.

Ich habe bei meinen Eltern meine ganzen Küchenutensilien gelassen und die wohnen 600 Kilometer entfernt. Also ist ein schnelles und einfaches Rübergehen und holen meiner eigenen Sachen nicht möglich. Ich bin außerdem sehr knapp bei Kasse und kann es mir einfach nicht leisten, solche Dinge, wie beispielsweise einen Schneebesen, noch ein zweites Mal zu kaufen! In meiner alten WG hatte ich mein Geschirr aber auch ein oder zwei Tage benutzt stehen gelassen. Aber da jeder sein eigenes Geschirr nutzte, gab es nie Reibereien. Da ich mich selbst aber nur zu gut kenne, hatte ich für diese neue WG meinen eigenen Kochtopf, zwei Müslischalen und zwei Tupperdosen mitgebracht. Ich koche jetzt nicht in der WG und selbst wenn, dann benutze ich nur meine eigenen Sachen. Oder nein, ich korrigiere. Messer, Löffel und Gabel von den anderen benutze ich auch, aber wirklich nur das.

Sie lästern also über meine (mir gehörenden) Sachen. Und dass ich meine (mir gehörende) Sachen nicht abspüle. Ja es stimmt, dass ich sie stehen lasse, aber es sind schließlich meine eigenen Sachen. Also warum lästern sie deshalb über mich und tun so, als ob es ihr Eigentum wäre. Sie haben so viel Schlechtes über mich geredet, es hat mich persönlich einfach sehr verletzt. Und ich habe gestern mit ihnen noch ein Bier getrunken und Fußball geschaut. Ich hatte nicht im Traum damit gerechnet, dass Jungs so fies sein können.

Ich schmiede jetzt also einen kleinen Racheplan. Ich wohne seit einem Monat bei ihnen und müsste theoretisch noch drei weitere Monate bleiben, bis dann letztlich der neue, mit ihnen befreundete Mitbewohner einzieht. Ich zahle meine Miete immer an einen der Jungs, der mit mir wohnt. Für nächsten Monat erhält er keine Miete mehr von mir und ich ziehe am letzten Tag des Monats (hoffentlich) in eine neue WG. Ich habe keinen schriftlichen Mietvertrag gemacht und musste auch keine Kaution bezahlen. Es gab bei dem allerersten Gespräch per Telefon mündlich die Aussage, wie lang ich dort wohne. Ansonsten wurde es nie irgendwo schriftlich festgehalten. Nicht per Facebook, nicht per SMS oder WhatsApp. Man kann mir also nichts Konkretes nachweisen. Wenn alles klappt, ziehe ich quasi in einer Nacht und Nebel Aktion aus und hinterlasse noch einen Zettel mit der Nachricht, dass man nicht ungestraft so übel über jemanden lästert.

Ich war noch vor einigen Jahren Mobbing-Opfer und konnte mich damals nicht wehren. Bei dieser Aktion werde ich zwar wieder mal nur wegrennen, aber ich kann selbst entscheiden, dass ich mit solchen Leuten nichts zu tun haben möchte. Dennoch frage ich mich ernsthaft, ob ich das überhaupt tun kann. Ich bin absolut kein Mensch, der so etwas tut, und ich möchte es eigentlich auch nicht machen. Ich werde es mir auch noch einmal gründlich überlegen, weil ich die Jungs auch nicht hängen lassen möchte. Ich habe also sehr große Gewissensbisse und beichte jetzt einfach schon einmal im Vorfeld, falls ich so gemein sein könnte wie meine Mobber und ich tatsächlich meinen Racheplan durchsetzen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00036309 vom 05.08.2015 um 16:33:38 Uhr in Berlin (Katharinenstrasse) (32 Kommentare).

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Schwanger und zurück auf Anfang

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Waghalsigkeit Lügen Schwangerschaft Oldenburg

Schwanger und zurück auf Anfang
Im Februar habe ich (w/19) einen netten Kerl kennengelernt, mit dem ich mir auch eine Zukunft hätte vorstellen können. Allerdings hatten wir schon Sex miteinander, bevor wir in einer emotionalen Verbindung waren. Allerdings musste er mich jedes Mal überreden, damit ich mit ihm schlafe. Er hat mir klar und deutlich gesagt, dass er zeugungsunfähig wäre und das somit auch kein Problem wäre. Ich habe ihm erzählt, dass ich die Pille abgesetzt habe. Nun war es aber natürlich so, dass ich von ihm schwanger wurde. Was auch definitiv nur von ihm sein konnte, da ich mit niemandem sonst sexuell in Kontakt war.

Er allerdings hat mich von da an ignoriert, schlecht geredet und als Lügnerin dargestellt. Ich habe versucht, mit ihm zu reden und eine Lösung für unser Problem zu finden. Er behauptete trotz Ultraschallbildern und Mutterpass, dass ich lügen würde. Also habe ich ihm mitgeteilt, dass ich abtreiben würde, auch dies war ihm ziemlich egal. Allerdings hätte ich es nicht übers Herz bringen können, ein Kind abzutreiben. Leider habe ich das Kind aber in der 11. Woche durch einen Reitunfall verloren. Als er gehört hat, dass ich im Krankenhaus liege, fing er an mir Vorwürfe zu machen, warum ich eine Abtreibung im Alleingang durchziehen würde, und ich ihm ja auch hätte die Chance geben müssen, mitzuentscheiden. Dass ich einen Reitunfall hatte und ich das Kind dabei verloren habe, hat er mir natürlich nicht geglaubt. Er ist der festen Überzeugung, ich hätte vorher schon abgetrieben.

Und nun zu meiner Beichte: Ich wünsche mir ein Kind. Das Gefühl, schwanger zu sein, war einfach wahnsinnig toll. Ich bereue es, dass ich nicht mit dem Reitsport aufgehört habe. Mir war das Risiko bewusst, da mein Pferd nicht einfach zu reiten ist. Allerdings teilte mein Arzt mir mit, dass auch bei einem Sturz nichts passieren kann, da ich noch am Anfang der Schwangerschaft war. Seither lüge ich jeden Mann an, mit dem ich Sex habe, ich würde mit der Pille verhüten und hoffe jedes Mal, dass ich schwanger werde. Ich weiß, dass es absolut nicht richtig ist und ich werde mein Verhalten ab jetzt ändern und auf den Richtigen warten, auch dem Kind zuliebe. Ich bitte um Absolution - zum einen dafür, dass ich die Männer angelogen habe und zum anderen, dass ich in meiner Schwangerschaft so leichtsinnig war und trotzdem mein Hobby weiter ausgeführt habe.

Beichthaus.com Beichte #00036308 vom 05.08.2015 um 15:01:35 Uhr in Oldenburg (Bahnhofstraße) (42 Kommentare).

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Ausgeglichenheit durch Kampfsport

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Gewalt Aggression Oberharmersbach

Ich (w/25) beichte, dass ich Menschen gerne die Visage poliere. Versteht mich nicht falsch, ich gehe nicht einfach zu irgendwen hin und provoziere Streit. Ich mache seit Jahren Kickboxing und Karate, finde dadurch inneren Ausgleich, an den es mir als Kind und Jugendliche oft gemangelt hatte. Ich raufte mich als Kind insbesondere gerne mit Jungs, bis ich mit 12 Jahren mit den Kampfsport anfing. Über die Jahre wurde ich dadurch viel ausgeglichener und war eins mit meinen Körper. So weit, so gut! Eines Abends kam es jedoch dazu, dass mir irgendein komischer Vogel die ganze Zeit nachrief und mich sogar verfolgte. Als er mich einholte, hatte ich es mit der Angst zu tun, bekam aber einen extremen Adrenalinstoß. Denn als er mich packte und festhielt, schlug ich wie eine Wahnsinnige auf ihn ein. Ich schlug so sehr auf dem Kerl ein, dass seine Versuche, sich zu wehren, abnahmen, auch wenn ich zwei oder drei Ohrfeigen abbekam.

Jedes Mal, wenn der Kerl irgendwie zusammensackte, schlug ich wieder drauf ein, lachte ihn laut aus und demütigte ihn. Irgendwann wurde es mir zu langweilig und ich ließ ab. Der Kerl taumelte blutend von mir hin und ich empfand das Ganze als Sieg. Seither gehe ich mit Vorliebe durch dubiosen Gegenden und sozialen Brennpunkten meiner Stadt, in der Hoffnung, doof angemacht oder gar angegriffen zu werden. Oft tun sie mir im Nachhinein leid, weil ich sie übel zugerichtet habe. Doch oft geht die Sucht nach dem Adrenalinstoß mit mir durch.

Beichthaus.com Beichte #00036303 vom 04.08.2015 um 19:34:29 Uhr in Oberharmersbach (32 Kommentare).

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