Der ungerechte Betrieb

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Faulheit Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Seit einigen Monaten arbeite ich absichtlich zu langsam und zu wenig. Unser Betrieb hat letztes Jahr auf eine Lohnerhöhung und auf Weihnachtsgeld verzichtet, obwohl wir sehr gut produzieren, und wirklich sehr hart arbeiten müssen. Dieses Jahr steht auch noch das Urlaubsgeld auf dem Spiel. Außerdem werden wir nicht mal nach Tarif bezahlt und der Geschäftsführer sperrt sich gegen jede Form von Mitarbeitermotivation! Deshalb sitze ich am Wochenende meistens herum und mache so ziemlich nichts, und unter der Woche tue ich schwer beschäftigt, schaffe jedoch nicht einmal die Hälfte des Arbeitspensums des letzten Jahres! Wenn Probleme in der Anlage anfallen, versuche ich nicht, sie selber zu beheben, sondern stelle die Produktion ein und warte, bis sich jemand anderes dafür verantwortlich fühlt. Eigentlich kann ich froh sein überhaupt eine Arbeit zu haben, aber dieser Sklavenbetrieb kotzt mich an! Ich bin auch nicht der Einzige, der so arbeitet. Ich bitte um Vergebung für mich und meine Kollegen, für unsere Faulheit und die Dummheit unseres Chefs, der nicht sieht, wie er die Leute ausnutzt und das dies eines Tages zum Ruin des Betriebes führen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031142 vom 05.05.2013 um 10:12:11 Uhr (13 Kommentare).

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Mein Verrat an der Firma

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Betrug Verrat Habgier Rache Arbeit

Ich bin im Baunebengewerbe tätig, genauer gesagt in der Angebotslegung. Das heißt, ich verkaufe selbst nichts, sondern erstelle Angebote für die Kunden meines Chefs. Von Anfang an war ausgemacht, dass ich eine zusätzliche Provision erhalten soll, für den Fall, dass ich selbst Aufträge an Land ziehe, wie zum Beispiel durch Verwandtschaft, Bekanntschaft, Freunde oder Nachbarn. Das Versprechen hat aber leider nur zwei Baustellen lang gehalten. Ich habe natürlich sehr viele Umstände, wenn einer von meinen Leuten ein Haus baut und mich um Unterstützung bittet. Angefangen von stundenlangem Telefonieren oder E-Mail schreiben bis hin zu Fahrten auf die Baustelle, was größtenteils in meiner Freizeit geschieht. Klar mache ich das auch irgendwo gerne, um zu helfen, aber letztendlich mache ich dadurch auch finanziellen Verlust, wenn mir dieser Aufwand nicht bezahlt wird. Gegen Ende des letzten Jahres habe ich mir die Zeit genommen und alles zusammengerechnet, was ich so an Zusatzleistungen für das Unternehmen erbracht hatte. Bei acht Baustellen waren das insgesamt etwa 50.000 Euro mehr Umsatz für die Firma und knapp 250 Stunden an Extra-Arbeit, davon gut die Hälfte in meiner Freizeit. Hier wurde ich mal zum Mittagessen eingeladen, dort gab es mal einen Zwanziger auf die Hand. Insgesamt ergab das eine lächerliche Summe von knapp 250 bis 300 Euro, und das steht natürlich in keiner Relation zum Aufwand.

Meine Beichte: Seit diesem Jahr gibt es "zufälligerweise" für meine Bekannten oder Verwandten keine guten Angebote mehr seitens meiner Firma, sondern nur etwas überhöhte Offerte, die ich dadurch argumentiere, dass wir heuer so eine starke Auftragslage haben und nicht günstig anbieten müssen. Gratis dazu gibt es noch einen Tipp, dass Konkurrenzfirma A oder Mitbewerber B dieselbe Leistung günstiger anbieten kann als wir. Selbstredend ist, dass ich diese Firmen selbst kontaktiere und das Geschäft eine Vermittlung wird, dementsprechend bekomme ich dafür auch eine Provision. Von Januar bis April des Jahres habe ich mir dadurch etwa 2000 Euro dazu verdient. Meine Leute stört es nicht, die sind sogar noch froh, wenn ich ihnen helfen konnte, Geld zu sparen. Mich stört es auch nicht, denn 90 Prozent meiner Arbeit und 100 Prozent meiner Verantwortung fallen dadurch weg. Und meinen Chef hat es nicht zu stören, denn es kann ihm egal sein, was ich in meiner Freizeit mache. Irgendwo habe ich natürlich ein schlechtes Gewissen, weil ich ja lieber für, als gegen meinen Chef arbeiten möchte. Aber nachdem ich dort auch nur wie ein kleiner Arbeitnehmer bezahlt werde und Zusatzleistungen nicht honoriert werden, muss ich eben auch sehen, was für mich übrig bleibt. Die zweite Beichte ist, dass ich diese Provisionen der anderen Firmen natürlich nicht dem Finanzamt melde, somit auch aktiv Steuern hinterziehe. Wenn auch nur im geringen Maße.

Beichthaus.com Beichte #00031135 vom 06.05.2013 um 00:10:29 Uhr (14 Kommentare).

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Peinliche Medikamentenlieferung

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Peinlichkeit Dummheit Arbeit 50+ Warburg

Peinliche Medikamentenlieferung
Als ich noch in der Lehre war, musste ich häufig Medikamente zu den Patienten nach Hause bringen, so auch an diesem Vormittag. Dieses Mal sollte ein Päckchen zu einem älteren Ehepaar, einfach abgeben, bezahlt war schon. Ich klingelte und eine alte Dame machte mir auf. Freudestrahlend bat sie mich herein, sie und ihr Mann hätten mich schon erwartet, ich solle ruhig schon mal in das Wohnzimmer gehen, sie würde nur ihren Mann schnell holen. Und schwups, war sie auch wieder verschwunden, ich kam überhaupt nicht zu Wort, etwas verdattert ging ich in besagtes Wohnzimmer und wartete ein paar Minuten. Dann kam die alte Frau um die Ecke, samt Mann, nackt wie Gott ihn schuf. Ich muss wohl auf die beiden gewirkt haben, als ob ich unter spastischen Zuckungen litt, so verzweifelte versuchte ich woanders hin zu sehen. Ganz unbekümmert erzählte mir die alte Dame, sie hätte nur ihren Mann schon einmal ausgezogen, dann ginge das mit dem Waschen auch schneller und wenn ich schon dabei wäre, er hätte da so einen Ausschlag, den sollte ich mir mal ansehen. Den Blick zur Wohnzimmerdecke gerichtet, stotterte ich vor mir her, dass ich nur die Medikamente vorbei bringen wolle und von der Apotheke käme. Die beiden alten Herrschaften stießen simultan ein "Oh" aus, dann war für ein paar Sekunden Stille. Ehe sie mir peinlich berührt erzählten, das sie dachten, ich sei von einem Pflegedienst, der das erste Mal kommen solle. Rot wie eine Tomate schüttelte ich heftig den Kopf, was ziemlich lustig ausgesehen haben muss, da ich immer noch an die Decke starrte "Nein, ich bin von der Apotheke und will nur etwas abgeben, sie waren so schnell wieder verschwunden, ich kam gar nicht zu Wort." Die alte Dame kam dann zu mir, nahm mir das Päckchen ab, murmelte eine Entschuldigung und etwas, was wie "einfach mal früher den Mund aufmachen" klang und führte mich zurück zur Haustür.

Beichthaus.com Beichte #00031126 vom 03.05.2013 um 21:39:58 Uhr in 34414 Warburg (Falkenbergstraße) (8 Kommentare).

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Meine unausstehliche Kollegin

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Verrat Zorn Arbeit Hofgeismar

Meine unausstehliche Kollegin
Ich (w/28) habe dafür gesorgt, das einer Kollegin fristlos gekündigt wurde. Ich arbeite in einer Gemeinschaftspraxis und vor einiger Zeit schied eine gute und liebe Kollegin aus, weil sie schwanger wurde und sich danach auch nur noch ihrem Kind und ihrer Mutterrolle widmen wollte. Der Chef stellte daraufhin eine neue Kollegin ein, die sich von Anfang an absolut nicht ins Team einfügen wollte. Ständig machte sie uns Vorhaltungen, dass wir dieses oder jenes anders machen sollten, dass ihre früheren Kolleginnen alle viel effizienter gearbeitet hätten und wollte uns ständig ihre Meinung aufzwingen. Am Anfang haben wir wirklich noch versucht mit ihr zu reden und uns ihre Vorschläge anzuhören, wenn man lange irgendwo arbeitet wird man schließlich Stallblind und offen für Neues sollte jeder sein. Aber zum Teil schlug sie solchen Unsinn vor, dass wir nicht darauf eingehen konnten. Aber anstatt mal ein Nein zu akzeptieren, diskutierte sie immer weiter.

Das ging soweit, dass sie einem den ganzen Tag hinterherrannte und immer wieder mit dem gleichen Thema anfing. Eines Tages fing sie dann damit an, uns vorzuwerfen wir würden ihre Arbeit manipulieren und sabotieren. Sie griff eine Kollegin sogar so mit Worten an, das diese anfing zu weinen. Bei den Patienten war sie auch alles andere als beliebt. Null Feingefühl, patzige Anworten und nicht selten begann warf sie mit richtig üblen Schimpfwörtern um sich. Unsere Chefs bekamen davon wenig mit oder sagten nichts dazu, die Stimmung im Team wurde immer schlechter, jeden Tag gab es Streit und Gezänk mit ihr. Eines Tages warf sie mir dann vor, absichtlich Sachen vor ihr zu verstecken und behauptete, Ich würde Sie mobben. Daraufhin hab ich zu ihr gesagt, dass ich so etwas noch nie getan hätte, aber ich könne ja mal damit anfangen und bin am selben Abend noch zum Chef gegangen und hab ihm alles, wirklich alles, das diese paranoide Ziege in der Praxis über Monate so verbockt hat, aufgetischt. Jede Beschwerde von Patienten, jeden Fehler.

Ja, ich habe gepetzt, ich gebe es zu, etwas anderes war das nicht. Am nächsten Tag musste die Kollegin zum Chef ins Büro, Ergebnis: Fristlose Kündigung! Ich war geschockt, ich hatte ehrlich gesagt erst mit einer Abmahnung gerechnet, damit sie sich mal am Riemen reißt, aber gleich der Rauswurf? Im Nachhinein tut mir die Sache ziemlich Leid.

Beichthaus.com Beichte #00031094 vom 29.04.2013 um 00:26:45 Uhr in 34369 Hofgeismar (Oberer Graben) (29 Kommentare).

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Ich bin ein Workaholic

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Sucht Verzweiflung Arbeit

Ich bin ein Workaholic
Alles, was ich tue, ist immer nur arbeiten. Ich (m/35) bin ein Workaholic und das schon, seitdem ich mich vor 10 Jahren selbstständig gemacht habe. Ich würde auch gern ein Wochenende haben wie die Anderen. Ich möchte auch mal faul in der Sonne liegen oder einfach mal einen entspannten Fernsehabend haben.

Beichthaus.com Beichte #00031081 vom 26.04.2013 um 18:18:00 Uhr (20 Kommentare).

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