Füße sind eklig

16

anhören

Ekel Unreinlichkeit Manie Arbeit

Ich bin seit etwa sechs Jahren die Stationsleitung eines Altenpflegeheims. Ich liebe meine Arbeit und mache sie auch sehr gerne, aber ich ekele mich tierisch vor Füßen, was auch Inhalt meiner Beichte ist, denn ich vernachlässige deshalb hin und wieder meine Arbeit. Denn die Füße von alten Menschen sind richtig eklig, wer auch im Pflegebereich tätig ist, weiß, wovon ich rede. Da ich aus dem Kopf heraus weiß, wann die Bewohner geduscht werden, unterlasse ich es direkt davor oder danach manchmal, die Füße so gründlich zu waschen, wie ich eigentlich müsste. Aber da ich jetzt zur Pflegedienstleitung befördert wurde, habe ich das Problem nicht mehr. Ich hoffe jemand versteht, warum ich mich so ekele. Es sind wirklich nur die Füße! Ich habe seit meinem ersten Tag als Zivi mit nichts Probleme gehabt. Außer mit Füßen, die gehen gar nicht.

Beichthaus.com Beichte #00031305 vom 30.05.2013 um 13:44:57 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aushilfe bei einem Betrüger

15

anhören

Betrug Ignoranz Arbeit Wadersloh

Ich habe vier Tage lang wissentlich als Aushilfe für einen Betrüger gearbeitet. Der betrügerische "Selfmade-Millonär" hält einen Vortrag, der eine Menge Geld kostet, frei nach dem Motto "How to be a millionaire". Klingt ironisch, ist aber leider wahr. Das Ganze gestaltet sich sehr sektenmäßig, mit nachsprechen, Hypnose, Psychotricks und dauert ganze drei Tage, von morgens um acht Uhr bis abends um 23 Uhr.
Er lässt die Leute glauben, dass sie durch den Kauf weiterer Seminare erfolgreich und vor allem reich werden. Nach dem dritten Tag der Gehirnwäsche kaufen sich die Leute dann, völlig benebelt, ein Seminarpaket für schlappe 10.000 bis 15.000 Euro. Ich war zwar nur eine Aushilfe, aber ich fühle mich trotzdem schuldig.

Beichthaus.com Beichte #00031304 vom 30.05.2013 um 01:21:16 Uhr in Wadersloh (15 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Das zu groß geratene Nervenbündel

14

anhören

Feigheit Lügen Falschheit Arbeit

Ich (24) habe meinem Chef und meinen Kollegen nichts davon erzählt, aber ich leide unter ADHS, was hin und wieder dazu führt, dass ich Dinge, zum Teil auch sehr wichtige, vergesse. Insbesondere dann, wenn ich mehr als zwei Aufgaben gleichzeitig erledigen muss. Die medikamentöse Behandlung lehne ich ab, weil ich in einem kreativen Beruf arbeite und die Medikation mich darin massiv einschränken würde.
Wie auch immer, da mein Chef unglaublich vergesslich ist, behaupte ich jedes Mal, wenn er einem meiner Fehltritte auf die Schliche zu kommen droht, ich hätte ihm dieses oder jenes doch schon gesagt oder vor Wochen auf den Schreibtisch gelegt. Bisher bin ich damit fast immer durchgekommen und einerseits fühle ich mich grauenvoll deswegen, andererseits traue ich mich nicht, ihm die Wahrheit zu sagen, weil ich Angst habe, dass er mich anschließend unter einem Vorwand rausschmeißt. Wer will schon ein zu groß geratenes ADHS-Nervenbündel beschäftigen?

Beichthaus.com Beichte #00031297 vom 29.05.2013 um 01:05:27 Uhr (14 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Klischee vom arbeitsamen Schwaben

6

anhören

Faulheit Trägheit Falschheit Arbeit

Ich (m/25) habe einen neuen Job, in dem ich bisher sehr erfolgreich war. Ständig werde ich von meinem Chef gelobt, aber leider fühle ich mich komplett überfordert und habe Angst. An manchen Tagen arbeite ich im Home Office so gut wie gar nichts, obwohl genügend zu tun wäre. Ich beichte hiermit, dass ich ein fauler Mitarbeiter bin und somit nicht dem Klischee des arbeitsamen Schwaben gerecht werde. Ich versuche mich zu bessern, denn in Sachen Karriere stehen mir die Türen in dieser Firma, dank einer soliden Ausbildung, offen.

Beichthaus.com Beichte #00031283 vom 27.05.2013 um 13:17:41 Uhr (6 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Unser unmöglicher Streich

19

anhören

Boshaftigkeit Engherzigkeit Peinlichkeit Dummheit Arbeit Stuttgart-Zuffenhausen

Unser unmöglicher Streich
Nach der Schule absolvierte ich eine Berufsausbildung als Mechaniker bei einem großen deutschen Autohersteller. Wir waren 27 Azubis in unserem Lehrjahr und waren oft alle gemeinsam in der Lehrwerkstatt. Dort standen auch große Dreh- und Fräsmaschinen, die für Übungszwecke gedacht waren.
Die Gruppe der Lehrlinge war sehr durchwachsen, vor allem was den IQ betraf. Einer der damaligen Kollegen, wir nannten ihn Fetti, weil er erstens so aussah und zweitens tatsächlich einen ähnlichen Namen hatte, war eher mit weniger Intelligenz gesegnet. Als Fetti an einer Fräsmaschine ein Werkstück bearbeitete und kurz mal aufs Klo verschwand, verdrehte einer der anderen Lehrlinge den Schlauch für die Kühlmittelzufuhr so, dass dieser nicht mehr auf den Fräser, sondern in Richtung des Kopfes des Bedieners der Maschine zeigte. Da das Kühlmittel, eine Emulsion aus Wasser und Öl, welche ziemlich schmierig und nicht wohlriechend ist, beim Einschalten der Maschine automatisch losgepumpt wird, traf ihn der Strahl voll im Gesicht. Es war ein großer Lacher, da alle Lehrlinge den Streich mitbekommen hatten. Selbst Fetti fand es lustig und ging wieder auf das Klo, um sich zu waschen. Während er weg war, bog wieder jemand den Schlauch in die Richtung seines Kopfes. Da Fetti, wie bereits beschrieben, nicht sehr helle war, schaltete er die Maschine wieder ein, ohne vorher die Position des Kühlmittel-Schlauches zu kontrollieren. Wieder Volltreffer, diesmal schallendes Gelächter. Nur Fetti fand es diesmal nicht mehr witzig. Er bog wutentbrannt den Schlauch zurück und ging wieder auf das Klo.
Der nächste Kollege wartete nicht lange und stellte den Schlauch wieder zielgenau auf Kopfhöhe ein. Das Unfassbare passierte, Fetti schaltete wieder ein, ohne den Schlauch vorher anzuschauen. Unser Opfer kämpfte mit den Tränen und begab sich wieder zum Waschbecken. Nun wurde es bizarr, denn derselbe Streich wurde wieder vorbereitet. Es klingt unglaublich, aber Fetti fiel erneut darauf herein und es sollte sich tatsächlich noch einmal wiederholen.
Während Fetti, vollkommen fertig mit den Nerven, das fünfte Mal beim Waschen war, mischte sich nun unser Lehrmeister ein, der die Sache inzwischen mitbekommen hatte. Er drohte der versammelten Gruppe ernsthafte Konsequenzen an, sollte Fetti noch einmal "geduscht" werden.
Es tut mir wirklich leid, dass er so verarscht wurde und wir ihn alle ausgelacht haben. Damals gab es den Begriff "Mobbing" übrigens noch nicht. Er wäre aber treffend gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031267 vom 24.05.2013 um 08:38:42 Uhr in 70435 Stuttgart-Zuffenhausen (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000