Chili für den Hund

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Morallosigkeit Arbeit Tiere

Da ich es als Küchenchef nicht mit meiner Weltanschauung vereinbaren kann, dass man für seinen eh schon überfütterten Hund ein belegtes Brot mit Käse bestellt, habe ich mir überlegt, wie ich den Besitzern das austreiben kann. Von meinem Plan nahm ich eigentlich immer Abstand, weil das arme Vieh ja eigentlich nichts dafür kann. Bis man mir das Brot für den Hund mit der Beschwerde zurückschickte, dass keine Butter darauf sei. Also schmierte ich nicht nur Butter mit auf das Brot, sondern auch eine gute Prise feinstes Chilipulver. Nachdem der Hund im Biergarten jammerte und die Besitzer ihn so sahen, vermuteten sie, dass ihr übergewichtiges Haustier wohl keine Käsebrote mehr verträgt. Seitdem habe ich meine Ruhe mit den Verrückten. Diese Leute haben aber auch schon ein Schnitzel ohne Gewürze für den Hund bestellt, welches ich dann auch noch schneiden sollte. Und das an einem Sonntag, an dem es fast unmöglich war, alle Leute zu bekochen. Trotzdem tut es mir wirklich leid, dass ich dem Hund etwas Schlechtes angetan habe, nur um die Besitzer mal aufzurütteln.

Beichthaus.com Beichte #00031766 vom 19.08.2013 um 09:27:42 Uhr (28 Kommentare).

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Motivation zahlt sich nicht aus

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Faulheit Trägheit Verzweiflung Arbeit

Hiermit möchte ich beichten, dass ich mich nun seit dem letzten Jahr arbeitstechnisch zu einem extrem faulen Mitarbeiter entwickele. Warum? Schon im Studium war ich immer sehr fleißig und lernbegierig, weil ich einfach unglaublich viel Spaß am Studium, aber auch am Lernen selbst hatte. Seit ich jedoch mein Studium abgeschlossen habe, habe ich bei meinen bisherigen Arbeitgebern gesehen, dass motiviertes Arbeiten überhaupt nicht honoriert wird. Jedes Mal bin ich von total demotivierten Mitarbeitern umgeben, die zwar unglaublich nett und freundlich sind, aber sich vor der Arbeit einfach nur immer drücken. Das Problem ergibt sich allerdings dann, wenn allgemeine Aufgaben übernommen werden müssen. Hier wird natürlich immer der Mitarbeiter eingespannt, der motiviert arbeitet. Das ist natürlich auch einfacher, als einfach mal die faulen Mitarbeiter einzuspannen. Da es für alle Mitarbeiter immer das gleiche Lob und Anerkennung gibt, sehe ich es nun mittlerweile nicht mehr ein, überhaupt motiviert zu arbeiten. Ich werde es nun meinen Kollegen gleich tun, und die Arbeit einfach schleifen lassen. Leider haben sich meine Hoffnungen, dass sich meine Motivation und Lernbegierigkeit oder die Faulheit meiner Kollegen auszahlt, nie bestätigt. Schade, aber was soll's. Dann werde ich in diesem System halt auch nur ein faules Puzzlestück.

Beichthaus.com Beichte #00031734 vom 12.08.2013 um 17:14:48 Uhr (16 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der Briefträger, der alles weiß

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Neugier Engherzigkeit Hochmut Morallosigkeit Arbeit Rheinau

Ich (m/30) bin Briefträger und liebe meinen Beruf. Ich habe ein ruhiges und gut betuchtes Wohngebiet und dazu noch einige Straßen in der Mittelschicht mit netten Familien und vielen Rentnern. Meine Beichte ist, dass ich, obwohl ich natürlich keine Briefe lese, sehr viel über die Familien weiß. Da ist dann wieder Post vom Gericht, der Polizei oder dem Anwalt. Inkasso, Lotto, Arzt, Autohaus. Und natürlich Rechnungen. Dann wieder ein gelber Brief vom Amtsgericht. Und wenn jemand Potenzpillen bestellt, die in Luftpolsterfolie verpackt sind, weiß ich das auch. Es ist interessant, welche Familien so dabei sind. Und was besagte Herren und Damen aus gut betuchtem Gebiet so für Post bekommen - da ist mehr Schein als Sein. Da werden bald auch noch ein paar Träume platzen und Existenzen wackeln. Schadenfreude pur. Ich fühle mich manchmal ein wenig wie Gott oder die NSA. Denn ich habe den besten Job der Welt und verdiene recht ordentlich. Was will ich mehr?!

Beichthaus.com Beichte #00031714 vom 08.08.2013 um 13:10:34 Uhr in Rheinau (35 Kommentare).

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Meine Strategie für den Büroalltag

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Faulheit Trägheit Lügen Feigheit Arbeit

Ich (m/25) hocke jetzt seit zwei Monaten jeden Tag während der Arbeitszeit vor dem Rechner und surfe nur sinnlos herum, besonders im Beichthaus. Eigentlich hätte ich etwas zu tun, aber ich werde so grottenschlecht bezahlt, dass mir das egal ist. Honoriert sowieso keiner. Der Trick, nicht erwischt zu werden, ist einfach: Man lasse ein Programm mit vielen Daten im Hintergrund offen, also zum Beispiel eine Excel-Tabelle und switcht, wenn jemand kommt, einfach schnell dahin und tut beschäftigt. Zum Glück habe ich ein Einzelbüro, eigentlich ist es für zwei Leute gedacht, aber meine Ex-Kollegin hat schon den Job gewechselt und ist jetzt Verkäuferin, weil sie dort mehr verdient.


Meine Beichte ist, dass ich anfangs so dumm und bescheuert war, zu glauben, dass die eigene Arbeit wichtig ist. Aber nein, dem Chef ist man egal, die Bezahlung ist unterirdisch und bei Fehltritten ist man sofort der Arsch, wenn es gut läuft, dann wird man ignoriert oder andere holen sich die Lorbeeren. Also mache ich keinen Finger mehr krumm, surfe herum und mache immer ausgedehnte Pausen, wobei ich dann, wenn jemand fragt, angebe, denn Programm X muss noch die Daten Y verarbeiten. Dabei habe ich mir extra eine Datei mit ausgedachtem Ladebildschirm programmiert, welche bis zu zwei Stunden imaginäre Abläufe durchgeht. Wenn wer fragt, sage ich, dass ich furchtbar viel zu tun habe und noch dieses oder jenes mache, dabei lasse ich mich hier richtig gehen. Ich hasse diese Bagage und habe schon ab und zu erschreckende Gedanken: Das Gebäude abfackeln, die Kreditkarte des Chefs entwenden, über den Parkplatz schlendern und dem Auto dieses gut verdienenden Sesselfurzers eine schöne neue Gravur mit einem Schlüssel oder einem Eispickel verpassen. - Oder ganz einfach in sein Großraumbüro zu gehen, die Einrichtung zu zertrümmern und ihm unter brennenden Ohrfeigen meine Kündigung ins Ohr schreien. Warum ich das nicht mache? Weil ich ein verdammter Feigling bin. Und warum ich nicht einfach kündige? Ich habe schon daran gedacht, aber meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind ziemlich schlecht. Und Hartz-IV will ich nicht. Nein - nicht aus moralischen Gründen, damit könnte ich gut leben und würde sogar mehr Geld bekommen als jetzt. Ich mache es nur nicht, weil ich stinkefaul geworden bin und keinen Bock habe, jedes Mal zum Amt zu rennen und diese Anträge auszufüllen. Oh scheiße, wenn ich das alles nochmal lese dann frage ich mich, wohin der ambitionierte, weltoffene und freundliche junge Mann verschwunden ist, der ich vor gefühlten Jahrzehnten mal war.

Beichthaus.com Beichte #00031711 vom 08.08.2013 um 11:03:44 Uhr (28 Kommentare).

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Die speziellen Blumen

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/34) bin Floristin mit einem eigenen Blumenladen, dieser befindet sich in einem knapp zwanzig Kilometer entfernten Dorf. Ich rede nicht viel drum herum, also gleich zu meiner Beichte: Ich habe mich dazu hinreißen lassen, mich an einer Kundin zu rächen. Und zwar auf widerliche Art und Weise. Die Dame wohnt in besagtem Ort, der sehr konservativ ist. Aufgrund dessen finden viele Veranstaltungen im Gemeindehaus statt, für welche meine Kundin meistens die Blumen bestellt. Natürlich sollte es dieses Mal eine Art sein, die in dieser Jahreszeit sehr schwer zu beschaffen ist, vor allem in der Farbe, die sie sich wünschte. Denn in Gelb ist diese Blume kaum auf dem Markt zu finden. Natürlich stellte sie sich einen viel zu geringen Preis für die Pflanzen vor, aber der Kunde ist König. Morgens um fünf Uhr verbrachte ich meine Zeit also damit, die besagte Pflanze auf dem Markt zu kaufen. Eine Kiste, wie sie es sich gewünscht hatte, mit zwölf Pflanzen. Von denen sie mir im Endeffekt zehn Stück abnahm.


Aber damit nicht genug, denn sie brachte mir noch Töpfe mit und wollte die Pflanzen dort dekoriert bekommen. Natürlich kostenfrei, aber mit Schleife. Sie hat mich mindestens drei Mal antanzen lassen, um mir zu sagen, dass die Schleife zu schmal, zu kurz oder zu billig wirke! Ich habe mich zurückgehalten und mir auf die Zunge gebissen, aber ich hätte vor Wut heulen können. Nachdem sie dann zufrieden war, wollte sie das fertige Werk am nächsten Tag abholen. Aber vorher wollte ich mich noch rächen. Ich urinierte in ein Gefäß und füllte mit einem Kaffeelöffel meinen Urin in jede einzelne Blüte. Ich musste die ganze Zeit Grinsen, da ich mir immer vorstellte, wie alle ihre Nasen in die Blüten hängen, um daran zu riechen. Sie hat es zwar echt verdient, aber dennoch weiß ich, dass mein Verhalten eklig, unreif und verantwortungslos war. Vom Niveau ganz zu schweigen!

Beichthaus.com Beichte #00031677 vom 31.07.2013 um 22:52:00 Uhr (19 Kommentare).

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