Meine Auszeit

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Trägheit Lügen Arbeit

Meine Auszeit
Momentan bin ich seit zwei Monaten arbeitslos. Und ich mache keine Anstalten, mir ein Job zu suchen, ich bin nämlich total ausgelaugt. Die letzten 13 Jahre habe ich wie eine Blöde gearbeitet. - Mir keine großen Urlaube gegönnt, und wenn ich Urlaub hatte, konnte ich, dank meiner Familie, nicht ausspannen. Sie haben mich immer für irgendwas eingespannt - ich kann einfach nicht mehr, ich bin wirklich abgebrannt. Wenn ich mich hinsetze und versuche, eine Bewerbung zu schreiben, blockiert mein Kopf und streikt. Was mich am meisten beschäftigt, ist, dass ich lüge. Und jedem erzähle, dass ich unzählige Bewerbung geschrieben habe. Nur damit man mich in Ruhe lässt. Viele denken jetzt vermutlich, dass ich eine Schmarotzerin bin, aber im Moment bin ich einfach nur fertig. Ich habe mir übrigens fest vorgenommen, noch dieses Jahr wieder zu arbeiten, aber nicht sofort. Also ja - ich habe mir eine Auszeit auf Kosten des Staates genommen, aber nicht auf Dauer. Es ist nur eine kurze Auszeit.

Beichthaus.com Beichte #00031813 vom 29.08.2013 um 11:55:12 Uhr (26 Kommentare).

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Die Post im falschen Fach

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Engherzigkeit Morallosigkeit Arbeit Grünhainichen

Ich (w/32) arbeite in einem großen Unternehmen, welches über eine entsprechend große Poststelle verfügt. Manchmal überkommt es mich und ich nehme die Post einzelner Fächer raus und werfe sie einfach in ein anderes Fach, das möglichst weit von dem ursprünglichen entfernt ist. Meistens wird diese Post dann wieder in den Briefkasten für die Poststelle geworfen, da keiner die Lust und Zeit hat, alles wieder in die richtigen Fächer zu sortieren. Ich beichte also, dass ich trotz meines Alters im Inneren immer noch ein Kind geblieben bin und meinen Kollegen damit vermutlich den letzten Nerv raube. Ich bitte um Absolution - irgendwann höre ich auch damit auf.

Beichthaus.com Beichte #00031798 vom 24.08.2013 um 21:35:33 Uhr in Grünhainichen (13 Kommentare).

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“Beichte

Medikamente im Zeitungsrohr

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Falschheit Trägheit Lügen Arbeit

Ich (m) bin noch Schüler und arbeite in meiner Freizeit mit dem Fahrrad für eine Kurierdienstfirma. Dadurch fahre ich auch gelegentlich Medikamente für verschiedene Apotheken aus. An einem Freitagnachmittag war ich gerade fertig mit der Tour, als noch zwei Pakete nachkamen. Da die Empfänger bei mir ihn der Nähe wohnten und es bis zur Apotheke knapp fünf Kilometer sind, wurde mir gesagt, dass ich die Lieferung einfach auf dem Heimweg machen könnte. Ich sollte nur wieder zur Apotheke kommen, wenn ich niemanden antreffe. Die Wahrscheinlichkeit, dass das passiert, ist bei zwei Personen recht gering, weshalb ich einwilligte und mich auf den Weg machte. Dazu sollte ich sagen, dass ich jedes Mal eine Empfangsbestätigung unterschreiben lassen muss. Das erste Paket auszuliefern war kein größeres Problem. Beim zweiten Haus klingelte ich und wartete eine halbe Ewigkeit, aber niemand öffnete mir. Ich überlegte, was ich tun sollte, da ich nicht wieder zur Apotheke radeln wollte, da die Tour an diesem Tag lang und anstrengend war.


Deshalb beschloss ich, die Medikamente einfach dort zu lassen. Da die Schachteln nicht in den Briefkasten passten, musste ich die Tüte öffnen, eine Packung herausnehmen und beides hintereinander in die Zeitungsrolle stecken, was nicht ganz einfach war. Ich achtete aber gewissenhaft darauf, dass nichts nass werden konnte und dass alles heil blieb. Dann stopfte ich die Zeitung, die sich vorher in der Zeitungsrolle befand, mit dazu, damit die Packungen nicht gleich sichtbar waren. Ich heftete noch einen kleinen Zettel mit der Aufschrift "Medikamente in der Zeitungsrolle" an die Tür, um sicherzugehen, dass diese dort nicht vergessen werden. Für die Apotheke unterschrieb ich einfach mit den Anfangsbuchstaben des Vor- und Nachnamens - die Kritzelei mit dem Kugelschreiber sah auch gar nicht schlecht aus, und es ist bis heute scheinbar niemandem aufgefallen. Es war zwar keine wirklich große Sache, aber es tut mir trotzdem leid.

Beichthaus.com Beichte #00031796 vom 24.08.2013 um 10:22:09 Uhr (10 Kommentare).

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Die Tricks der Handwerker

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Betrug Lügen Habgier Arbeit Marienberg

Die Tricks der Handwerker
Als Handwerker zocke ich die Kunden ab. Ich bin mit 3% Provision am Umsatz beteiligt. Wenn ich Ware für 100 Euro einbaue, bekomme ich extra 3 Euro zum Lohn dazu. Ich verkaufe wie ein Weltmeister, manchmal sind das 50 Euro extra pro Tag plus Trinkgeld. Dazu muss ich den Leuten unnötige Dinge andrehen, die nicht kaputt sind. Die kennen sich aber mit Haustechnik nicht aus und vertrauen mir. So ein Ölbrenner kostet schon mal 1.000 Euro und die defekte Düse kostet nur 15 Euro, also verkaufe ich gleich einen neuen Brenner, wenn der auf Störung ist. Oder ich sage, das Ersatzteil gibt es nur am anderen Ende der Stadt und ich muss es holen, obwohl ich es im Auto liegen habe. In der Zwischenzeit mache ich schnell eine andere Störung und komme so auf 10 bezahlte Stunden, obwohl ich nur 8 Stunden gearbeitet habe. Meinen Lohn bekomme ich nach unterschriebenen Arbeitszettel, dem Chef ist es egal, Hauptsache die Rechnung wird bezahlt. Der Verkauf funktioniert mit fast jedem Teil. Armaturen, Pumpen, Regelungen, alles was teuer ist. Weil ich recht nett bin, bekomme ich noch jede Menge Trinkgeld, das ist manchmal recht peinlich. Ich schäme mich.

Beichthaus.com Beichte #00031788 vom 21.08.2013 um 16:18:42 Uhr in Marienberg (53 Kommentare).

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Ich bin böse

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Selbstsucht Diebstahl Ignoranz Arbeit

Ich bin böse, gemein und geizig. Man könnte mich auch Kotzbrocken nennen. Für meine Gemeinheiten gibt es nicht mal einen besonderen Grund, ich gehe sogar gerne zur Arbeit. Im Lift schmiere ich meine größten Popel auf die E-Taste oder auf die Handbänder von Rolltreppen. Auf öffentlichen WCs pinkle ich mit Absicht daneben oder auf den Deckel. Wenn es irgendwo eine größere Party gibt, nehme ich einen Rucksack mit und stopfe heimlich Essen und Getränke rein. Ich gebe nie einen aus, werde aber oft eingeladen. An meinem Geburtstag fahre ich weg, damit ich keine Party machen muss. Meine Waschmaschine im Keller habe ich am Stromnetz der Nachbarin angeschlossen, natürlich heimlich. In Fast Food Restaurants nehme ich Hände voll Servietten mit, dann spare ich Klopapier. Das Gleiche gilt für Salz, Zucker, Zahnstocher, Aschenbecher. Das Ableseteil am Wohnzimmerheizkörper trickse ich schon seit Jahren aus, ich bekomme immer bei den Heizkosten was raus. Frauen ohne Geld fallen bei mir durch, ich nutze sie aus, solange es geht. Alles nehme ich mit. Was nicht angeschraubt ist, kommt in den Rucksack. Das sind Klorollen, Zeitungen beim Arzt, Büromaterial und vieles mehr. Im Supermarkt kaufe ich nur das Billigste. Auf Hochzeiten bin ich der größte Fresser und Säufer, trotzdem werde ich immer wieder eingeladen. Keine Ahnung warum. Selber würde ich mich nicht einladen. Alles übrige Geld wird gespart und mit 40 gehe ich in Rente, so ist das geplant. Außer ich finde noch vorher eine Frau mit viel Kohle, dann gerne auch früher. Meine Bosheiten würden jetzt hier den Rahmen sprengen, trotz Geiz habe ich eine Handvoll Reißnägel auf den Fahrradweg geworfen, aber die waren eh aus dem Büro. Falls jetzt böse Antworten kommen, die gehen mir, mit Verlaub am A. vorbei.

Beichthaus.com Beichte #00031782 vom 21.08.2013 um 14:19:49 Uhr (34 Kommentare).

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