Meine Strategie für den Büroalltag

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Faulheit Trägheit Lügen Feigheit Arbeit

Ich (m/25) hocke jetzt seit zwei Monaten jeden Tag während der Arbeitszeit vor dem Rechner und surfe nur sinnlos herum, besonders im Beichthaus. Eigentlich hätte ich etwas zu tun, aber ich werde so grottenschlecht bezahlt, dass mir das egal ist. Honoriert sowieso keiner. Der Trick, nicht erwischt zu werden, ist einfach: Man lasse ein Programm mit vielen Daten im Hintergrund offen, also zum Beispiel eine Excel-Tabelle und switcht, wenn jemand kommt, einfach schnell dahin und tut beschäftigt. Zum Glück habe ich ein Einzelbüro, eigentlich ist es für zwei Leute gedacht, aber meine Ex-Kollegin hat schon den Job gewechselt und ist jetzt Verkäuferin, weil sie dort mehr verdient.


Meine Beichte ist, dass ich anfangs so dumm und bescheuert war, zu glauben, dass die eigene Arbeit wichtig ist. Aber nein, dem Chef ist man egal, die Bezahlung ist unterirdisch und bei Fehltritten ist man sofort der Arsch, wenn es gut läuft, dann wird man ignoriert oder andere holen sich die Lorbeeren. Also mache ich keinen Finger mehr krumm, surfe herum und mache immer ausgedehnte Pausen, wobei ich dann, wenn jemand fragt, angebe, denn Programm X muss noch die Daten Y verarbeiten. Dabei habe ich mir extra eine Datei mit ausgedachtem Ladebildschirm programmiert, welche bis zu zwei Stunden imaginäre Abläufe durchgeht. Wenn wer fragt, sage ich, dass ich furchtbar viel zu tun habe und noch dieses oder jenes mache, dabei lasse ich mich hier richtig gehen. Ich hasse diese Bagage und habe schon ab und zu erschreckende Gedanken: Das Gebäude abfackeln, die Kreditkarte des Chefs entwenden, über den Parkplatz schlendern und dem Auto dieses gut verdienenden Sesselfurzers eine schöne neue Gravur mit einem Schlüssel oder einem Eispickel verpassen. - Oder ganz einfach in sein Großraumbüro zu gehen, die Einrichtung zu zertrümmern und ihm unter brennenden Ohrfeigen meine Kündigung ins Ohr schreien. Warum ich das nicht mache? Weil ich ein verdammter Feigling bin. Und warum ich nicht einfach kündige? Ich habe schon daran gedacht, aber meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind ziemlich schlecht. Und Hartz-IV will ich nicht. Nein - nicht aus moralischen Gründen, damit könnte ich gut leben und würde sogar mehr Geld bekommen als jetzt. Ich mache es nur nicht, weil ich stinkefaul geworden bin und keinen Bock habe, jedes Mal zum Amt zu rennen und diese Anträge auszufüllen. Oh scheiße, wenn ich das alles nochmal lese dann frage ich mich, wohin der ambitionierte, weltoffene und freundliche junge Mann verschwunden ist, der ich vor gefühlten Jahrzehnten mal war.

Beichthaus.com Beichte #00031711 vom 08.08.2013 um 11:03:44 Uhr (28 Kommentare).

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Die speziellen Blumen

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Ekel Unreinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/34) bin Floristin mit einem eigenen Blumenladen, dieser befindet sich in einem knapp zwanzig Kilometer entfernten Dorf. Ich rede nicht viel drum herum, also gleich zu meiner Beichte: Ich habe mich dazu hinreißen lassen, mich an einer Kundin zu rächen. Und zwar auf widerliche Art und Weise. Die Dame wohnt in besagtem Ort, der sehr konservativ ist. Aufgrund dessen finden viele Veranstaltungen im Gemeindehaus statt, für welche meine Kundin meistens die Blumen bestellt. Natürlich sollte es dieses Mal eine Art sein, die in dieser Jahreszeit sehr schwer zu beschaffen ist, vor allem in der Farbe, die sie sich wünschte. Denn in Gelb ist diese Blume kaum auf dem Markt zu finden. Natürlich stellte sie sich einen viel zu geringen Preis für die Pflanzen vor, aber der Kunde ist König. Morgens um fünf Uhr verbrachte ich meine Zeit also damit, die besagte Pflanze auf dem Markt zu kaufen. Eine Kiste, wie sie es sich gewünscht hatte, mit zwölf Pflanzen. Von denen sie mir im Endeffekt zehn Stück abnahm.


Aber damit nicht genug, denn sie brachte mir noch Töpfe mit und wollte die Pflanzen dort dekoriert bekommen. Natürlich kostenfrei, aber mit Schleife. Sie hat mich mindestens drei Mal antanzen lassen, um mir zu sagen, dass die Schleife zu schmal, zu kurz oder zu billig wirke! Ich habe mich zurückgehalten und mir auf die Zunge gebissen, aber ich hätte vor Wut heulen können. Nachdem sie dann zufrieden war, wollte sie das fertige Werk am nächsten Tag abholen. Aber vorher wollte ich mich noch rächen. Ich urinierte in ein Gefäß und füllte mit einem Kaffeelöffel meinen Urin in jede einzelne Blüte. Ich musste die ganze Zeit Grinsen, da ich mir immer vorstellte, wie alle ihre Nasen in die Blüten hängen, um daran zu riechen. Sie hat es zwar echt verdient, aber dennoch weiß ich, dass mein Verhalten eklig, unreif und verantwortungslos war. Vom Niveau ganz zu schweigen!

Beichthaus.com Beichte #00031677 vom 31.07.2013 um 22:52:00 Uhr (19 Kommentare).

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“Folge

Der peinliche Bewerbungszusatz

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Ekel Peinlichkeit Dummheit Arbeit

Ich (w/24) hatte vor einer Weile ein Bewerbungsgespräch bei einer Firma, deren Job mich wirklich ansprach. Da sich auch viele andere auf die Stelle beworben hatten, war es sozusagen eine "Ehre", dass ich in die engere Auswahl kam. Ich sollte zum Gespräch meinen Lebenslauf, Qualifikationen und Ähnliches mitbringen und habe diese am Abend davor noch schnell ausgedruckt und die Bewerbungsmappe in meinem Schlafzimmer liegen lassen. Am nächsten Morgen bin ich hoch motiviert zu meinem Vorstellungsgespräch gefahren. Es lief auch super, der Chef war mir sympathisch und ich glaube, er war von mir auch ganz positiv überrascht. Ich wähnte mich schon im Arbeitshimmel, bis wir zur Besprechung des Lebenslaufs kamen. Die Mappe hatte ich natürlich dabei, der Mann schlug sie auf - und da war es. Ein unglaublich kringeliges, dunkles Schamhaar. So etwas Peinliches ist mir in meinem Leben noch nicht passiert. Peinlich berührt hat mein Gesprächspartner das Haar weggewischt und das Gespräch weitergeführt. Zwei Wochen später bekam ich eine Absage. Hiermit beichte ich, dass ich mir durch meine Unordentlichkeit zu Hause einen wirklich tollen Job versaut habe. Ich weiß, dass ich eigentlich niemandem etwas getan habe, aber das Ganze war mir so peinlich, dass ich es bisher noch keinem erzählt habe und es musste jetzt einfach mal raus.

Beichthaus.com Beichte #00031674 vom 31.07.2013 um 10:45:58 Uhr (16 Kommentare).

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Baguette-Diebstahl im Krankenhaus

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Diebstahl Völlerei Maßlosigkeit Last Night Arbeit

Baguette-Diebstahl im Krankenhaus
Ich bin Krankenpfleger und habe bei meiner letzten Arbeitsstelle in einem, an das Krankenhaus angeschlossene, Wohnheim gewohnt. Da ich meine Ausbildung recht früh abgeschlossen habe, fand ich dort schnell Anschluss an die Schwesternschüler und -Schülerinnen, und wir feierten recht oft und heftig, nicht nur mit Alkohol, sie vergriffen sich gerne auch mal an den Medikamenten, die sie eigentlich entsorgen sollten. Zur Erklärung: Tropfen und offene Tablettenschachteln werden in vielen Krankenhäusern aus Hygienegründen vernichtet. Allerdings hielt ich mich da eher zurück, ich rauche lieber mal etwas. Eines Abends ging uns das Bier aus, doch am, baulich bedingten, offenen Kaffee des Krankenhauses befindet sich ein Getränke-Automat. Auf dem Weg dorthin stellten wir fest, dass wir Hunger hatten, doch um vier Uhr morgens findet sich in einer Provinzstadt kein Lieferservice, auf Wurstbrote hatten wir keinen Bock, um richtig zu kochen waren wir zu stramm und der nächste Fast-Food-Tempel wäre nur per Auto erreichbar gewesen, da wir aber nicht die Seiten wechseln wollten, sprich Patienten oder Schlimmeres sein wollten, kam das absolut nicht infrage, von der Gefährdung anderer mal abgesehen. Naja, als wir uns in der Cafeteria umsahen, entdeckten wie den Kühlschrank, in dem sich eine große Menge Pizzabaguettes und Ähnliches befanden. Wir dachten nicht groß nach, sondern packten das Zeug und machten uns mit vollen Armen wieder davon. Im Wohnheim angekommen heizten wir den Herd an und futterten so viel wir konnten, den Rest teilten wir auf.

Allerdings begegnete ich am nächsten Tag der Chefin der Cafeteria, welche einen sehr traurigen Eindruck machte. Als ich sie fragte, was los sei, sagte sie, dass irgendwer ihr Waren im Wert von 200 Euro gestohlen habe, und da sie als Pächterin selbst einkaufen müsse, bliebe sie auf dem Schaden sitzen. Und alles nur, weil sie vergessen hatte, den Kühlschrank abzusperren. Da das Geschäft auch nicht gut läuft, könnte ihr diese Summe das Genick brechen. Denn den Ersatz der Ware konnte sie sich wohl einfach nicht leisten. Ich war ziemlich geschockt, was wir da aus Blödsinn angestellt haben und redete mit den anderen Beteiligten. Wir beschlossen dann, zusammenzulegen und ihr einen Brief mit 250 Euro darin zu schreiben, natürlich anonym. Den Mehrwert als Entschuldigung für den Stress. Sie war sichtlich verwundert, als sie ihn erhielt, aber auch sehr erleichtert. Obwohl ziemlich schnell Gerüchte aufkamen, wer die Diebe wohl gewesen sein müssen, bekamen wir aufgrund dieser Geste keinerlei Ärger, und wenn ich seitdem feiere, stelle ich vorher sicher, dass ich alles habe, das ich vielleicht brauchen könnte. Bevor ich wieder einmal aus Ignoranz und Dummheit anderen schade oder gar wieder fast eine Existenz zerstöre, passe ich lieber auf.

Beichthaus.com Beichte #00031659 vom 28.07.2013 um 05:00:12 Uhr (14 Kommentare).

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“Beichte

Die Nacht im Dixi-Klo

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Boshaftigkeit Dummheit Engherzigkeit Ekel Arbeit

Ich muss beichten, dass ich ein echtes Arschloch bin. Mit zwei Arbeitskollegen haben wir vor einiger Zeit einen anderen Arbeitskollegen, den irgendwie niemand leiden kann, in ein Dixi Klo gesperrt. Das hört sich ziemlich harmlos an, aber dann haben wir den Kollegen noch richtig in der Toilette durchgeschüttelt. Nachdem es leider nicht möglich war, das Klo einen Abhang runter rollen zu lassen haben wir es dann mit der Tür voran an eine Wand gestellt und mit einigen Zementsäcken fixiert, wir wollten eigentlich nur, dass er Probleme hat, sich zu befreien. Wir lachten und hatten Spaß, dann gingen wir alle schlafen und staunten nicht schlecht, als wir das Klo am nächsten Morgen noch genauso vorfanden. Wir klopften und riefen dann nach dem Kollegen, bekamen aber keine Antwort. Also öffneten wir das Klo und fanden unseren Kollegen völlig eingeschmiert mit dem Inhalt der Toilette. Er zitterte und wirkte völlig verstört. Als ich sein Gesicht sah, wusste ich, dass wir viel zu weit gegangen waren. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00031622 vom 19.07.2013 um 14:43:18 Uhr (43 Kommentare).

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