Eine Lampe für 1,99 Euro

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Diebstahl Engherzigkeit Verschwendung Trunksucht

Letztes Wochenende wollte meine Mutter eine Lampe reparieren, hat sie jedoch geschrottet. Daraufhin wurde ich beauftragt, ins Bauhaus zu gehen und eine Neue zu kaufen, sogar dasselbe Modell. 99 Euro sollte sie kosten, die Kassiererin konnte sie jedoch nicht einscannen, also musste sie den Barcode eintippen. Schlussendlich standen statt der Lampe irgendwelche Batterien für 1,99 auf dem Zettel. Mit dem Rest des Geldes war ich mit einem Kumpel ordentlich saufen und dann im Puff. Ich bereue nichts und es macht mich geil, wenn ich daran denke, dass diese Kassiererin mir einen feuchten Abend spendiert hat. Danke!

Beichthaus.com Beichte #00023081 vom 29.09.2007 um 12:27:55 Uhr (9 Kommentare).

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Ich laufe lieber!

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Vorurteile Zorn Bahn & Co. Lübeck

Hiermit beichte ich, dass ich jeden Morgen lieber 30 Minuten zur Uni laufe, anstatt kostenlos (Studententicket) fünf Minuten mit der Bahn zu fahre, nur um mir nicht die ganzen Teenies mit ihren Handys und Lederstiefeln und all die alten Menschen mit ihren platzraubenden Gehhilfen antun zu müssen. Außerdem hasse ich es, wenn alte Menschen nur zur Rush Hour unterwegs sind, weil "dann etwas los ist", damit sie was erleben und ich als armer Student mit einer Tüte Milch und einem Brot acht Stunden im Aldi stehe.

Beichthaus.com Beichte #00023026 vom 27.09.2007 um 23:04:55 Uhr in Lübeck (6 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Die Austauschschülerin aus Ecuador

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Dummheit Vorurteile Familie Kinder

Die Austauschschülerin aus Ecuador
1994 hatte ich für etwa 6 Monate eine Affäre mit einer Austauschschülerin aus Ecuador, die damals für 1 Jahr in Deutschland in der Stufe meiner älteren Schwester war. Die Zeit mit ihr war intensiv, aufregend und spannend. Auch wenn wohl keine wirkliche Liebe zwischen uns herrschte, so haben wir uns doch sehr gemocht und Spaß miteinander gehabt. Im Zuge der Lust und wohl auch unserer Naivität - ich hatte zwar vorher schon einige Sexualpartnerinnen, trotzdem mit knapp 14 Jahren noch keinen genauen Durchblick von Verhütung, Verantwortung und Konsequenzen, sie war mit damals 18 Jahren noch Jungfrau und zudem sehr katholisch erzogen worden und somit auch nicht 100% im Bilde - haben wir nie verhütet und es kam, wie es kommen musste. Sie wurde schwanger und mein weiteres Leben in seinen Gründzügen erschüttert. Da Ihre Eltern auf keinen Fall davon erfahren durften (nicht mal, dass sie einen Freund hatte), gleichzeitig aber eine Abtreibung für sie nicht in Frage kam, hat sie letztendlich das Kind in Deutschland ausgetragen, es 'uns' (meinen Eltern und mir) überlassen und ist in die Heimat zurück. Versteht sie nicht falsch, sie war keine schlechte Person oder gefühlslos. Es hat sie schier wahnsinnig gemacht, Ihre neugeborene Tochter für immer alleine in Deutschland zurücklassen zu müssen. Aber ihr Umfeld lies ihr keine andere Wahl.

Naja, es steht außer Frage, dass ich ohne die Hilfe meiner Eltern und meiner beiden Schwestern es nie hinbekommen hätte, meine Tochter einigermaßen kindgerecht grosszuziehen. Nichtsdestotrotz war meine Jugend, meine Unbeschwertheit, meine Unbekümmertheit schlagartig wie weggeblasen. Es ist als Pubertierender kaum abzuschätzen, was es heißt, Verantwortung für ein eigenes Kind zu übernehmen, insbesondere wenn man als Mann (Junge) in den ersten Monaten nicht mal die Grundbedürfnisse seines eigenen Kindes befriedigen kann. Mal davon abgesehen, dass mein Tagesablauf nun nicht mehr dem eines normalen Teenagers mit Basketball spielen, Mädels kennenlernen, Mist bauen etc. entsprach, sondern mit wickeln, füttern, spazieren gehen und trösten ausgefüllt war - und welcher Freund hat in dem Alter schon Lust auf Kinderwagen schieben? Es haben sich zwar nicht alle abgewendet, aber zwangsläufig wurde mein Freundeskreis immer kleiner. Ich musste - ich weiß, es ist meine eigene Schuld - auf so vieles Verzichten, im Prinzip habe ich damals mit 14 Jahren meine Kindheit für immer verloren. Wie ich es im Einzelnen geschafft habe, meine Schule inklusive Abitur und mein Studium neben der Erziehung, dem Alltag und meinen Problemen zu bewältigen, weiß ich nicht mehr. Was ich allerdings weiß, dass viele Aspekte - gerade persönliche Entwicklungen, Freundschaften, Beziehungen zu anderen Mädels, Sport - kaum noch stattfanden und ich heute noch Defizite habe - einfach weil ich nie die Zeit oder Chance hatte, diese Dinge auszuprobieren. Das es auch im Alltag oftmals nicht leicht ist/war, zum Beispiel als 20 Jähriger seine 6 jährige Tochter einzuschulen und den ungläubigen, teils auch verachtenden Blicken der anderen Eltern und Lehrern standzuhalten, sollte nachvollziehbar sein. Das man von den schrecklichen Bürozimmertanten in den Behörden und Ämtern wie ein Verrückter und Bekloppter behandelt wird, der seiner Tochter eh nichts bieten kann und Ihr geradewegs den Weg in ein ähnliches Schicksal ebnet, habe ich im Laufe der Jahre zu akzeptieren gelernt. Das ich generell unter Verdacht stehe ein Rabenvater zu sein und auch so kritischer als normale Eltern angesehen und beurteil werde, kann ich auch mit umgehen. Das aber nahezu die komplette Gesellschaft einen jungen, allein erziehenden Mann mit einem Mischlingskind ausgrenzt, vorverurteilt und abstempelt, ist leider immer noch schwer zu verstehen. Und das teilweise sogar meine Tochter für etwaige Versäumnisse oder Fehler Ihrer Eltern herhalten muss, macht mich rasend! Und doch, trotz all der Einschränkungen, Probleme und Hindernisse, bin ich der glücklichste Mensch und vor allem Vater der Welt, wenn meine mittlerweile 13 jährige Tochter zu mir kommt und sagt, dass sie mich liebt und stolz auf mich ist. Das berührt mich jedes Mal so, dass ich hemmungslos anfange zu weinen. Mein Schatz, ich weiß das ich Dir nicht den besten Start ins Leben geben konnte und es viele Dinge gibt, die ich Dir unendlich gerne gegeben hätte (eine Mutter zum Beispiel), aber leider nicht konnte. Trotzdem möchte ich, dass Du weißt, dass ich Dich über alles liebe und immer für Dich da sein werde. Den Tag Deiner Zeugung sehe ich schon lange nicht mehr als Unfall oder Pech, sondern vielmehr als das grösste Geschenk, dass mir je gemacht wurde. Ich liebe dich.

Beichthaus.com Beichte #00023024 vom 27.09.2007 um 21:05:50 Uhr (100 Kommentare).

Gebeichtet von das_philipp
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Ihr braucht doch keinen Strom!

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Engherzigkeit Vorurteile Boshaftigkeit

Ich bin Kundenberater bei einer mittelständischen Genossenschaftsbank in einem heruntergekommen Vorort nahe Hamburg in Schleswig Holstein. Gott sei Dank wohne ich auch nicht noch in diesem Kaff, aber darum geht es auch nicht. Wie wohl in jeder Stadt gibt es bei uns einen nicht unerheblichen Anteil an Mitbürger aus einem bestimmten Land. Ich habe genug Kunden aus diesem Land und nun kann es sein, das mal eine Lastschrift für Strom, Telefon oder Versicherungen von mir mangels Deckung nicht eingelöst wird auch wenn ich weiß, dass am nächsten Tag Gehalt auf den Konten eingeht und die Überziehung sich auf wenige Cent beläuft.

Kennen die Par****** doch eh, wie es ist ohne Strom, Telefon und andere Errungenschaften der westlichen Welt zu leben. Es kann nicht sein, dass solche Neandertaler Wild West spielen auf andere Kosten. Dabei fühle ich mich auch noch geil, wenn diese Prolos ohne Strom zu Hause rum hocken. Als netter Nebeneffekt hat sich meine Überziehungsliste sehr zum positiven gewandt, was mir schon einiges Schulterklopfen vom Filialleiter eingebracht hat.

Beichthaus.com Beichte #00022927 vom 25.09.2007 um 04:26:01 Uhr (6 Kommentare).

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“Beichte

Strafe für den Ordnungsfreak

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Boshaftigkeit Auto & Co. Unfall

Letztens habe ich einen Kumpel nach Hause gefahren und habe vor seinem Haus angehalten. Das befindet sich in einer verkehrsberuhigten Zone. Wir haben noch kurz über nebensächliche Sachen geredet, als dann ein etwa 50-jähriger Mann vorbeifahren wollte. Der Mann hatte genug Platz, rechts von mir vorbeizufahren, tat dies aber nicht. Stattdessen betätigte er ständig die Lichthupe. Ich leuchtete zurück, dass er gefälligst vorbeifahren solle, jedoch fing er nochmal mit der Lichthupe an. Als er bemerkte, dass wir darauf nicht reagierten, fing er dann schließlich zu Hupen an. Nach mehrmaligem Hupen fuhr er dann doch an das Beifahrerfenster vor und brüllte uns an, weil wir angeblich die Straße versperren. Wir entgegneten, dass da doch genug Platz wäre, um vorbeizufahren. Er jedoch regte sich noch mehr auf und meinte, dass er da nicht vorbei fahren dürfte, weil er dann über Privatgrundstück fahren müsste. Ich erwiderte, dass das doch total egal wäre und es niemanden interessiere. Er brüllte uns weiter an! Ich zeigte ihm den Stinkefinger und wies ihn darauf hin, dass ich, im Gegensatz zu ihm, hier stehen darf, er aber jetzt ja doch auf den Privatgrundstück steht. Außerdem ist Hupen innerorts genauso verboten und er hat somit schon zwei Ordnungswidrigkeiten begannen. Er brüllte wie ein Affe, fuhr los und knallte in ein Auto, das gerade rückwärts aus der Einfahrt geschossen kam. Ich und mein Kumpel haben uns kaputt gelacht. Der Fahrer des anderen Autos war ein Jugendlicher und kam ohne zu gucken aus der Ausfahrt heraus. Der Opa war der Meinung, dass die Schuld nicht bei ihm lag und rief die Polizei. Als die Polizei ankam, haben wir als Zeugen ausgesagt, dass der Opa viel zu schnell losgefahren ist und dass es seine Schuld gewesen ist. Außerdem habe er vor dem Unfall wie wild rumgehupt. Die Polizisten holten darauf einen Alkoholtester und beide Fahrer mussten pusten. Wie sich herausstellte, hatte der Jugendliche 0,0 und der Opa 0,6 Promille. Sie nahmen ihn mit aufs Revier. Der Jugendliche dankte uns und freundete sich mit uns an. Er stellte sich heraus, dass er ein Kiffer ist und gerade erst zwei dicke Joints durchgezogen hatte! Wir haben uns vor Lachen weggeschmissen. Außerdem können wir ab jetzt, wenn wir was zu kiffen haben wollen, immer kostenlos bei ihm rauchen. Tja, lieber Mr. Ordnungsfreak! Hättest du wegen dem Privatgrundstück nicht so einen Wind gemacht, wäre dir einiges erspart geblieben. Das haste davon! Was für ein schöner Tag das doch war!

Beichthaus.com Beichte #00022803 vom 21.09.2007 um 18:36:48 Uhr (12 Kommentare).

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