Warum ist ein Tierleben weniger wert?

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Zorn Morallosigkeit Gewalt Ungerechtigkeit Tiere

Vor zwei Jahren habe ich gesehen, wie ein paar Jugendliche eine Katze getreten und misshandelt haben. Ich hasse solche Leute und bin natürlich dazwischen gegangen. Es gab eine heftige Prügelei, wobei ich den Kerlen die Nase gebrochen und ein paar Rippen geprellt habe. […]
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Beichthaus.com Beichte #00037562 vom 09.02.2016 um 14:02:30 Uhr (30 Kommentare).

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Heilung per Telefon

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Dummheit Stolz Gesundheit Telefon

Ich (w/38) verdiene meinen Lebensunterhalt als Fernheilerin. Das funktioniert so, dass die Menschen mit einer Krankheit oder einem Gebrechen anrufen, und nach einem Vorgespräch halten sie das Mikrofon des Telefons bzw. des Handys über den betroffenen Körperteil. Ich transportiere dann über das Telefon kosmische Energie auf den betroffenen Teil des Körpers und fördere so die Heilung. Bei psychischen Krankheiten halten die Menschen das Mikrofon dann an den Kopf. Ich wende dieses Heilverfahren auch bei Tieren an, da funktioniert das genauso. Schwierig wird es eben manchmal bei großen Tieren wie Pferden oder Kühen, da wissen die Leute dann nicht, wo die Leber oder der Magen sitzt, ich muss es ihnen dann erst umständlich erklären. Auch zum Beispiel bei einem Wellensittich ist es eben umständlich, den erst einzufangen und das Handy auf ihn zu legen.

Ich sage aber allen, die meine Hilfe suchen, dass meine Therapie zusätzlich zur ärztlichen bzw. tierärztlichen Behandlung wirkt und eine solche auf keinen Fall ersetzt. Ich zocke die Menschen auch nicht ab, sondern sage ihnen im Vorgespräch ein oder zwei Tage vorher, sie sollen mir so viel an Honorar überweisen, wie ihnen zumutbar erscheint bzw. wie viel ihnen eben meine Hilfe wert ist. Es kommt öfters vor, dass ich nur einen einzigen Euro bekomme, manchmal aber auch 100 Euro. Natürlich arbeite ich nur per Vorkasse, ich bin ja nicht blöd. Insgesamt kann ich aber gut davon leben.

Meistens höre ich hinterher nicht, ob meine Übertragung der kosmischen Energie geholfen hat oder nicht, aber hin und wieder bekomme ich doch begeisterte Rückmeldungen über wundersame Heilungen. Andererseits ist es zum Beispiel vor drei Wochen auch vorgekommen, dass ich per Handy ein Pferd behandelt habe und am selben Tag ist der Zosse noch eingegangen. Wunder kann ich schließlich auch nicht vollbringen.

Beichthaus.com Beichte #00037554 vom 08.02.2016 um 00:01:04 Uhr (30 Kommentare).

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Vibrator statt Therapie

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Falschheit Lügen Peinlichkeit Masturbation

Ich (w/33) bin Autistin. Gefühle zu zeigen, fällt mir krankheitsbedingt sehr schwer. Ich würde es aber gerne können. Vor ein paar Monaten habe ich festgestellt, dass ich vor lauter Gefühlen fast platze und sie problemlos zeigen kann, wenn ich zuvor meinen Vibrator benutzt habe. Seither stecke ich mir immer von Zeit zu Zeit meinen Vibrator rein und lasse ihn laufen, während ich im Liegen lese, fernsehe oder Musik höre, und nach einiger Zeit schaffe ich es dann tatsächlich, meine Eltern, meine Geschwister, meinen Neffen, meine Nichte und meine Freunde zu umarmen - was ohne Vibration nicht möglich wäre. Ich schäme mich selbst dafür, dass ich dafür einen Vibrator benötige. Meine Lieben wissen nichts davon. Sie freuen sich, dass ich jetzt immer häufiger diese Momente habe. Ich habe ihnen gesagt, dass ich eine neue Therapie begonnen habe. Dabei stimmt das nicht - keine Therapie hat mir bisher geholfen, der Vibrator schon.

Beichthaus.com Beichte #00037548 vom 06.02.2016 um 19:58:32 Uhr (13 Kommentare).

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Meiner besten Freundin geht es schlecht!

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Falschheit Eifersucht Selbstsucht Engherzigkeit

Ich (m/19) bin eine schadenfrohe Sau! Vor einigen Jahren lernte ich meine später beste Freundin kennen. Dummerweise verliebte ich mich später in sie, was nicht nur mit ihrem Aussehen zu tun hat, sondern auch mit ihrer Art. Wir hatten uns nie viel zu verbergen, daher wusste sie auch früher oder später davon, jedoch erwiderte sie meine Gefühle nie, was mich lange mitnahm - wovon ich mir jedoch nichts anmerken ließ. In den Jahren, in denen wir uns alles erzählten, fiel mir auf, wie zerrüttet ihr Leben ist. Ihre Mutter hat sich bereits zwei Mal scheiden lassen, ihr Halbbruder verschwand nach Australien und ihr lagen auch sonst viele Steine im Weg.


Als wir mit der Schule fertig waren, gingen wir getrennte Wege und der Kontakt wurde etwas weniger. Ich nahm eine Ausbildungsstelle im Nachbarort an und sie zog mit ihrer Mutter in eine Großstadt, nachdem diese sich erneut scheiden ließ. Seitdem pendelt sie zwischen zwei Städten hin und her und aufgrund des seltener gewordenen Kontakts bekam ich unheimlich wenig mit, auch wenn wir uns geschworen hatten, immer füreinander da zu sein. In meinen Augen führte sie fast das Leben, das sie immer wollte. Sie machte Party, zog zu ihrem neuen Freund, hatte eine sichere Ausbildungsstelle und tat das, was sie wollte. Aufgrund eines Fehlers meinerseits gerieten wir jedoch vor einem Jahr in einen Streit, der dazu führte, dass wir uns überall ignorierten. Ich konnte meine Gefühle zu ihr dummerweise nicht loslassen, darum litt ich sehr unter dem Streit. Ich erfuhr aus einigen Quellen, wie gut es ihr doch ginge und dass sie mit mir abgeschlossen hätte. Ich redete mir daraufhin ein, sie sei es nicht wert, doch geholfen hat es nicht.


Vor Kurzem schrieb ich sie dann an, da ich auch endlich damit abschließen will, was still dazu führte, dass der Streit vergessen wurde. Nun trafen wir uns vor einer Woche auf einem Fest und redeten stundenlang über uns. Dort kam dann alles ans Licht: Ihre Ausbildung ist schlecht bezahlt, sie pendelte zwischen drei Wohnorten bei Vater, Mutter und Freund und war extrem im Stress. Sie wollte es jedem Recht machen, weshalb sie auch so oft mit ihren Freundinnen weg war, obwohl sie nur daheim bleiben wollte. Physisch ging es ihr nicht besser. Sie konnte keinen Sport mehr treiben, weshalb sie ein paar Kilo zugenommen hatte und ihr sonst makelloses Aussehen wurde überdeckt von Augenringen, Stress und Hüftgold.


Auch, wenn ich Mitleid habe, bin ich ironischerweise schadenfroh, denn seitdem sind meine tieferen Gefühle für sie wie weggeblasen. Dennoch habe ich sie noch unheimlich gerne - ich fühle mich plötzlich nur viel freier, einfach, weil diese Gefühle weg sind. Meine Beichte? Es geht mir besser als meiner besten Freundin und ich freue mich darüber! Und das, obwohl es mir eigentlich egal sein und ich sie unterstützen sollte. Es tut mir leid, dass ich so oberflächlich bin, denn schließlich ist sie im Herzen immer noch das Mädchen von früher.

Beichthaus.com Beichte #00037489 vom 28.01.2016 um 07:15:05 Uhr (6 Kommentare).

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Unser Kollege ist nur im Internet!

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Engherzigkeit Vorurteile Arbeit Kollegen

Ich (w/33) bin Beamtin. Ich hatte bis vor anderthalb Jahren einen Kollegen, der schon Anfang 50 ist, aber noch immer die erste Besoldungsstufe hat - und ich, obwohl so viel jünger, die dritte. Er hatte mit 18 angefangen, also kein Späteinsteiger. Sein Arbeitsalltag sah folgendermaßen aus: Morgens ins Büro kommen, im Internet surfen. Dann war um acht Uhr Frühstückspause, die bei ihm eine Stunde dauerte. Dann wurde gesurft bis zum Mittag. Dann ging die Mittagspause gerne mal zwei Stunden. Dann wurde bis Feierabend gesurft. Die Arbeit ließ er liegen, und da die sich immer mehr stapelte, wurde ihm geholfen. Ich habe ihn natürlich darauf angesprochen. Er sagte nur "Alles klar." Es änderte sich aber nichts. Wir haben dann eine Mail verschickt, in der alle darauf hingewiesen wurden, dass der Internetzugang lediglich für Dienstliches vorgesehen ist und auch alles andere Private in die Pause zu verlegen sei, außer, es sei absolut dringend. "Nichts zu tun" gibt es bei uns quasi nie - daher hat man auch keinen Leerlauf. Es änderte sich aber nichts.

Ich schaute ihm einmal über die Schulter, was er denn surft - vielleicht war es ja etwas Wichtiges für ihn - aber ich sah einen Artikel über Stimmlagen von Opernsängern. Das ist nichts Wichtiges. Daraufhin sind wir zu den Vorgesetzten, sein Verlauf wurde durchgesehen, er bekam eine Abmahnung und wurde ins Archiv versetzt - dort gibt es nicht einmal Computer. Einige Zeit später ist mir morgens beim Lesen der Zeitung eine Todesanzeige ins Auge gefallen. Es war seine Mutter, er stand bei der Trauernden ganz oben an erster Stelle.

Ja und dadurch kam dann raus, dass seine Mutter Knochenkrebs hatte und er die ganzen Arbeitsstunden in Internetlexika, Arztseiten und anderem unterwegs war. Da habe ich mich - und auch die anderen - sehr geschämt. Das hieß dann auch im Kehrschluss, dass die Vorgesetzten ihn nicht mal zur Seite genommen haben, die haben ja gesehen, dass er nur auf medizinischen Seiten unterwegs war. Allerdings war es vielleicht auch der Umstand, dass er ja nie befördert worden ist, der dazu geführt hat, dass wir direkt davon ausgegangen sind, dass er einfach nur faul ist. Über das alles haben wir dann auch erfahren, dass er mit über 50 noch bei der Mutter gewohnt hat.

Beichthaus.com Beichte #00037470 vom 25.01.2016 um 03:07:48 Uhr (22 Kommentare).

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