Der Heuchler in dem Bonzen-Auto

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Falschheit Verschwendung Maßlosigkeit Morallosigkeit Auto & Co. Mettendorf

Ich beichte, dass ich genauso unmoralisch bin wie alle anderen. Ich trage in mir Prinzipien und bete mir stets den Grundsatz vor, mich so zu verhalten, wie ich es auch wünsche, dass es die anderen tun. Insbesondere betrifft dies auch ein ökologisches Konsum- und Reiseverhalten. Das heißt, ich meide zum Beispiel bestimmte Nahrungsmittel oder Kleidungsmarken, fliege nicht und ernähre mich zunehmend vegan. Ganz einfach mit dem Hintergrund, dass ich weiß, dass die Welt ein Stückchen besser wäre, wenn alle so handeln. Aber manchmal hakt es aus und ich werfe die Grundsätze über Bord, wie zum Beispiel gestern. Mein großes Manko ist, dass ich auf schnelle Autos stehe und es mir den größten Kick gibt, alles aus der Karre rauszuprügeln. Gestern geschehen - ein Bekannter lieh mir seinen Porsche und ich heizte nur zum Spaß mit bis zu 270 Sachen über die Autobahn. Und ich wäre auch noch schneller gefahren, aber leider hat der Motor dann abgeriegelt. Es ist wider jeden Verstand! Was da an Schadstoffen und CO2 in die Luft geblasen wird, ist in keiner Weise vertretbar. Prinzipiell ist es ohnehin ein reines Himmelfahrtsunternehmen, überhaupt dermaßen schnell auf einer öffentlichen Autobahn zu fahren.


Aber dieser Nervenkitzel, nur wenige Millisekunden vom Tod entfernt zu sein, ist unbeschreiblich. Und sich gleichzeitig extrem frei zu fühlen, vor allem, wenn man dann ein anderes Bonzen-Auto, das 250 fährt, noch locker überholt! Dieses Gefühl ist einfach zu geil. Auch wenn es absolut primitiv ist und ich mich auch zutiefst dafür schäme, weil ich damit gegen alle meine Grundsätze verstoße. Es mir schönzureden, dass ich ja dafür nicht fliege, funktioniert nicht. Denn wenn man seinen Prinzipien nicht treu bleibt, dann hat man auch keine. Und es ärgert mich, dass ich dem Kick nicht widerstehen kann. Außerdem berührt mich nicht wirklich, dass ich damit ja auch alle anderen Verkehrsteilnehmer wahnsinnig gefährde. Unter Kontrolle hat man bei der Geschwindigkeit nämlich in einer Gefahrensituation absolut nichts mehr, auch wenn einem das durch die sportliche Ausführung des Autos vielleicht noch vorgegaukelt wird. Zu meiner Verteidigung kann ich aber anbringen, dass ich kein Drängler bin. Allerdings werde ich bei der nächsten Gelegenheit, wieder heizen zu können, dies auch tun. Ich hoffe, dass ich irgendwann von diesem Laster loskomme.

Beichthaus.com Beichte #00033486 vom 20.06.2014 um 14:08:27 Uhr in Mettendorf (13 Kommentare).

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Dirty Talk für Verheiratete

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Schamlosigkeit Morallosigkeit Engherzigkeit Geld Internet Herzebrock-Clarholz

Als Studentin komme ich zwar mit meinem Geld zum Leben ganz gut aus, da ich nebenbei noch in einem Klamottenladen arbeite, aber trotzdem gehe ich zu gerne shoppen und unternehme gerne kostspielige Dinge, wofür das Geld dann meist nicht reicht. Da ich auf diese ganzen Dinge aber nicht verzichten möchte, biete ich manchmal privat im Internet Dirty Talk per Chat an. Ich gebe eine Anzeige auf und prompt melden sich noch am gleichen Tag viele Männer. Ich bekomme ein kleines Sümmchen, was bei der Anzahl an Männern schnell in die Höhe steigt. So mache ich an einem Abend teilweise so viel Geld, dass manch anderer 2-3 Tage dafür arbeiten müsste. Eigentlich sitze ich dabei gelangweilt vor meinem Rechner, tippe ein paar Sätze, die die Männer hören wollen, und lackiere währenddessen meine Nägel oder telefoniere. Das Witzige an der Sache ist, dass es zu 95 Prozent verheiratete Männer zwischen 35 und 55 Jahren sind, bei denen im Bett nichts mehr läuft - oder nichts, was sie gerne hätten. Ihre arme Frau, die mir zugegebener Maßen wirklich etwas leidtut, sitzt vielleicht ein Zimmer weiter und weiß nicht, was ihr Mann da treibt. Manche Männer bieten mir dann auch an, ohne Gegenleistung eine Art Sugardaddy zu spielen und lassen mir regelmäßig Geld zukommen, weil sie ein hübsches kleines Mädchen verwöhnen wollen. Warum sie dafür nicht ihre Frau nehmen, weiß ich nicht. Ich beichte, dass ich die Ehekrisen mancher Männer schamlos ausnutze, und mich freue, dass diese von Vorteil für mich sind, um mir so manchen Luxus zu ermöglichen. Denn eigentlich könnten mir die Frauen ja so leidtun, dass ich es einfach lasse.

Beichthaus.com Beichte #00033484 vom 20.06.2014 um 09:33:07 Uhr in 33442 Herzebrock-Clarholz (Terrassenweg) (6 Kommentare).

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Meine Liebe zu einem Toten

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Peinlichkeit Falschheit Feigheit Liebe

Ich bin seit mehreren Jahren in einen englischen Schauspieler verliebt, der schon seit über 20 Jahren tot ist. Ich habe vor zwei Jahren sogar eine Geschichte geschrieben, die ich kontinuierlich ergänze. Es ist eigentlich gar keine Geschichte, denn es kommt immer dasselbe vor, nämlich zärtliche Momente mit seiner Liebsten. Er trägt den Namen der Rolle, in der ich ihn zum ersten Mal gesehen und mich direkt verliebt habe. Die weibliche Hauptfigur trägt meinen Zweitnamen, denn meinen eigenen Namen wollte ich ihr nicht geben, ich schämte mich zu sehr. Ich bin eigentlich auch eher in die Hülle verliebt, denn ich schwärme für den Schauspieler, wie er in den Schwarz-Weiß-Filmen aussah, im Alter finde ich ihn gar nicht attraktiv. Mir ist das irgendwie peinlich, denn ich bin schon Mitte 20 und habe seit sechs Jahren einen Partner, der mich sehr liebt, und ich liebe ihn auch sehr. Doch dieser Schauspieler ist meine große Schwärmerei. Mein Freund weiß, dass ich ihn in den Schwarz-Weiß-Filmen ganz gut aussehend finde, aber davon, dass es schon eine Art Verliebtheit ist, weiß er nichts - geschweige denn von meiner peinlichen Geschichte. Ich komme mir immer vor wie ein Teenie, wenn ich daran schreibe. Ich liebe meinen Freund über alles und dieser Schauspieler ist mein kleines Geheimnis. Es ist eben furchtbar peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00033482 vom 19.06.2014 um 18:55:19 Uhr (7 Kommentare).

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Vom Mobbing-Opfer zur Karrierefrau

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Neid Boshaftigkeit Engherzigkeit Schule

In meiner Jugend, während der Realschulzeit, war ich an miesen Hänseleien gegenüber einer Mitschülerin beteiligt. Sie kam zur achten Klasse neu an unsere Schule und war eigentlich ganz nett - aber da sie komisch aussah (sehr mager, dicke Brille, extrem unreine Haut, altmodische Kleidung), haben wir ihr nicht die Chance gegeben, sie kennenzulernen, sondern haben sie vom ersten Moment an nur gehänselt. Wir haben ihr peinlichste Fragen gestellt, oder getuschelt, sobald sie in der Nähe war, und haben darauf geachtet, dass sie es hört. Im Unterricht, wenn sie sich gemeldet hat, haben wir sie nachgeäfft. Hauptsächlich waren meine vier Freundinnen und ich daran beteiligt. Aber auch andere Jungs und Mädels aus unserer Klasse zogen nach. Ein paar waren nicht beteiligt, aber sie war dann so verunsichert, dass sie nie den Mund aufgemacht hat und immer alleine war. Wir haben ständig beraten, was wir sie denn als Nächstes fragen können und so weiter. Sie wurde dann auch von allen anderen Klassen gehänselt - sogar die Schüler der benachbarten Hauptschule fingen irgendwann an, sie zu hänseln, weil wir sie dazu gebracht haben. Körperlich wurde sie nie fertiggemacht, dafür gab es damals ja keinen Anlass, aber eben psychisch, weil es uns Spaß gemacht hat.


Wenn sie kurz vorm Heulen war, oder ihr sogar schon Tränen aus den Augen liefen, sind wir in Lachkrämpfe ausgebrochen. Das war unser Ziel - und ich schäme mich so sehr dafür. Vor Kurzem war dann unser Klassentreffen. Inzwischen sind wir alle fast dreißig und fragten uns zu Beginn, ob sie wohl auch kommen würde. Eigentlich waren wir uns auch sicher, dass sie sich das nicht traut, aber sie kam - und wir waren total baff. Sie hat sich zu einer wirklich sehr schönen Frau entwickelt. Sie ist schlank, aber nicht mehr mager - lange Beine, lange Haare, total selbstbewusst. Eine richtige Karrierefrau. Sie hat Jura studiert und ist in eine Kanzlei eingetreten. Ich dagegen bin eine kleine Verkäuferin in einer Metzgerei, die mit ihrem Mann und zwei kleinen Kindern noch zusätzliche Leistungen vom Staat empfangen muss, weil das Geld nicht reicht. Unser "Opfer" war nur kurz da. Sie würdigte uns mit einem Blick der wirklich Bände sprach - sie verachtete uns, obwohl sie uns überlegen war. Dann ging sie auch schon wieder zu dem schicken Wagen ihres Mannes, dem keiner meiner ehemaligen Klassenkameraden das Wasser reichen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00033450 vom 13.06.2014 um 17:50:52 Uhr (52 Kommentare).

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Der Reiche mit dem Schrottauto

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Begehrlichkeit Falschheit Lügen Auto & Co. Geld

Ich beichte euch, dass ich ein Gerücht, welches über mich in Umlauf gesetzt wurde, schamlos ausnutze. Vor acht Monaten habe ich mir ein neues Auto gekauft - es ist kein sehr teures Auto, aber immerhin. In der Kantine sprach mich dann ein Kollege darauf an und ich antwortete im Spaß, dass ich extra ein unauffälliges Auto gewählt habe, weil ich nicht will, dass die Leute meine Kohle schon von Weitem sehen und ständig betteln. Aus dem Witz ist dann ein Gerücht geworden und sehr viele Leute denken jetzt, ich wäre reich. Am Anfang habe ich die Sache auch noch mit kleinen Bemerkungen angestachelt und fand es toll, dass sich plötzlich sehr viele - und vor allem weibliche - Mitmenschen um mich kümmern. Ich lasse wirklich jeden im Unklaren über dieses Gerücht und schleppe dadurch jede Frau ab, die ankommt.

Beichthaus.com Beichte #00033448 vom 13.06.2014 um 15:19:38 Uhr (15 Kommentare).

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