Der Schlüssel zum Glück

9

anhören

Faulheit Diebstahl Morallosigkeit Selbstsucht Arbeit

Ich mache zurzeit ein Jahr Work and Travel in Kanada und fand eines Tages einen Job in dem Hotel einer weltweiten bekannten Kette. Ich bemerkte jedoch schnell die Vor- und Nachteile dieser Arbeit. Die Bezahlung war verhältnismäßig gut, dafür gab es aber total unregelmäßig angeordnete Nacht- und Abendschichten, mieses Arbeitsequipment und todlangweilige "Arbeit", natürlich immer unbeaufsichtigt. So fing ich schnell an, zu schludern, wo es nur ging, getreu dem Motto: Was nicht dreckig aussieht, ist sauber. Das betraf erst nur die nicht gestaubsaugten Korridore, erweiterte sich jedoch auch auf die Sanitäranlagen und das Mobiliar. Meine Schicht begann ich immer mit einem königlichen Stuhlgang, meine Pause verlängerte ich meist um eine Stunde und ich bediente mich gerne aus dem Caféteria-Kühlschrank. Das größte Glück war jedoch, dass ich eines Nachts einen Masterkey fand und ich so in unbelegten Zimmern nach Lust und Laune TV gucken oder auch mal ein Bierchen trinken konnte. Nach zwei Monaten kündigte ich und nahm mir als Geschenk noch Handtücher und Pflegecreme für meine WG mit. Den Masterkey habe ich noch immer, ich überlege, dort bald noch mal vorbeizuschauen, denn ich brauche Nachschub.

Beichthaus.com Beichte #00032393 vom 13.12.2013 um 06:30:06 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der unfähige Manager

16

anhören

Feigheit Verrat Ungerechtigkeit Kollegen Arbeit

Ich (m/37) werde wohl bald meinen Job kündigen. Ein Angebot von einem anderen Unternehmen habe ich schon. Damit dürfte ich dann der Dritte dieses Jahr sein und es tut mir um die Firma leid, da ich dort bereits seit siebzehn Jahren arbeite. Der Grund dafür ist, dass mein Chef vor zwei Jahren aufgrund einer Krankheit in den Ruhestand gehen musste. Und da er keine Kinder hatte, hat er sein Unternehmen dann verkauft. Die Firma ging dabei an eine größere Unternehmensgruppe, die hier dann einen Manager eingesetzt hat. Der allerdings nur von betriebswirtschaftlichen Dingen eine Ahnung hat, aber nicht von der Arbeit, die wir hier ausführen. Einzig und allein wichtig war, dass die Zahl unter dem Strich stimmt und möglichst hohe Gewinne eingefahren werden. Dabei war vieles sehr widersprüchlich, auf der einen Seite mussten wir Seminare besuchen, um das Teamwork zu verbessern, auf der anderen Seite wurden Mitarbeiter gegeneinander in Konkurrenz gestellt. Beispielsweise wurde zwei Sekretärinnen erzählt, dass man eine entlassen würde, allerdings würde sich das erst in einem halben Jahr entscheiden.

Das Schlimmste aber war, dass wir unter einem enormen Zeitdruck gesetzt wurden, der noch in Verbindung mit Kontrollwahn stand. Bei einer Arbeit, bei der man viel denken muss, ist so etwas fatal, es sind nur noch Fehler passiert! Teilweise richtig Teure, die mit einem enormen Aufwand wieder beseitigt werden mussten. Natürlich hat auch die Anzahl der Krankentage bei meinen Kollegen zugenommen, viele davon haben auch zugegeben, dass sie krankfeiern, weil sie sich ein paar Tage erholen müssen. Wir haben versucht, den Manager darauf anzusprechen, und auch die Unternehmensgruppe, aber die Leute haben es wirklich nicht begriffen. Hauptsache schnell, alles andere ist egal. Nachdem jetzt vor einigen Tagen wieder ein langjähriger Kunde abgesprungen ist, werde ich den Laden endgültig verlassen. Die Firma macht dieses Jahr das erste Mal in ihrer dreißigjährigen Geschichte Verluste, unser Manager gibt den Mitarbeitern dafür die Schuld und da seine Vorgesetzten aus demselben Holz sind wie er, glauben sie es auch. Ich beichte also, dass ich viele meiner Kollegen, die nicht einfach so ihren Job wechseln können, im Stich lasse. Im Grunde genommen verlasse ich das sinkende Schiff.

Beichthaus.com Beichte #00032392 vom 12.12.2013 um 14:03:30 Uhr (16 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Kameras im Badezimmer

19

anhören

Misstrauen Trunksucht Last Night Studentenleben

Ich (w/20) beichte, dass ich nichts und niemandem traue. Besonders keinem männlichen Wesen. Vor ein paar Wochen waren meine Freunde und ich auf eine Hausparty eingeladen. Die Gastgeber waren ein paar Typen, darunter auch einer aus meinem Studiengang. Trotz der guten "Verpflegung" mussten wir keinen Eintritt zahlen und ich war an diesem Abend echt betrunken und ging öfters aufs Klo. Seit der Party habe ich das komische Gefühl, dass die Typen Kameras im Badezimmer installiert haben, um die weiblichen Partygäste auszuspannen. Ich weiß nicht, wie ich darauf komme, vielleicht denke ich einfach, dass die meisten Kerle notgeil sind. Aber der Gedanke, dass die mich im betrunkenen Zustand unten ohne gesehen haben und sich jetzt einen abwedeln oder Vergleiche anstellen, macht mir total Angst. Besonders, weil ich die ja oft in der Uni sehe und jetzt befürchte, dass sie mehr über mich wissen, als mir lieb ist.

Beichthaus.com Beichte #00032391 vom 13.12.2013 um 01:18:15 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Kummerkasten für eine Nacht

9

anhören

Feigheit Lügen Selbstsucht

Ich (w) möchte beichten, dass ich zu einer Zeit, in der ich mit meinem Freund lang anhaltenden und heftigen Streit hatte, einem völlig unbeteiligten Mann übel mitgespielt habe, um mich besser zu fühlen. Damals verbrachte ich gerade einige Tage bei meinen Eltern, da ich für eine Prüfung lernen musste, und daheim nicht die nötige Ruhe finden konnte. Auch an diesem Tag war ich wieder ziemlich down, weil es trotz der Distanz wieder Streit gegeben hatte. Wir hatten versucht, uns einfach ganz normal per Telefon zu unterhalten, und das war in die Hose gegangen, als die Gereiztheit wieder überhandnahm. Daraufhin wurde verärgert aufgelegt, und ich schmiss vor lauter Frust mein Vorhaben, an dem Tag noch das Kapitel durchzuarbeiten. Stattdessen setzte ich mich mit einem Bier vor meinen Rechner und begann, auf einer x-beliebigen Chatseite mit den Menschen zu texten. Ich wollte einfach mal ein paar freundliche Worte hören, und da es bereits spät war, wollte ich weder meinen besten Freund noch meine Schwester mit meinem Rededrang behelligen. Relativ schnell kam es dazu, dass ich mich mit einem jungen Mann gut verstand, er war, wenn ich mich recht entsinne, etwa 23 Jahre alt, also etwas jünger als ich. Wir unterhielten uns am Telefon, und mir war schnell klar, dass dies ein schüchterner Kerl mit wenig Erfahrung war, der gerade einfach überglücklich war, mit einer Frau zu sprechen. Noch dazu einer, die seine Interessen teilte und anscheinend alles toll fand, das er von sich gab. Das stimmte aber auch tatsächlich. Angesichts der Streitereien fand ich diesen Mann gerade einfach supernett und hielt ihn für den feinsten Kerl der Welt. Dementsprechend war ich freundlich und höflich zu ihm, aber muss zugeben, dass es mir ebenso recht gewesen wäre, wenn ein x-beliebiger anderer freundlicher und lieber Mensch dort gesessen und mit mir geredet hätte.


Es tat einfach so gut, einmal nette Worte von einem Mann zu hören. Das ich vergeben war, sagte ich ihm nicht, er fragte jedoch auch nicht, und ich stellte ihm nichts in Aussicht. Aber ich denke, er hat sich ziemlich große Hoffnungen gemacht. Das merkte ich dann am nächsten Morgen, kurz nach acht Uhr in der Früh, als knappe fünf Stunden nach dem Auflegen eine SMS von meinem Gesprächspartner kam. Er konnte es nicht einmal einen Tag lang aushalten, der unbeholfene Kerl. Ich verfluchte mein Ich vom Vorabend. Dass ich herzloses Weib nun wohl die süßeste männliche Jungfrau der Welt für andere Frauen verdorben haben könnte, einfach nur durch mein kaltes und egoistisches Verhalten. Da ich jedoch andere Sorgen hatte, schob ich die Aufklärung der Angelegenheit auf die lange Bank. Dies tat ich immer wieder, bis ich eines Tages, Jahre später, wieder die SMS in meinem Speicher fand - ich hatte sie nie gelöscht, weil ich mich immer darum hatte kümmern wollen. Nun ist es natürlich zu spät und ich schäme mich dafür. Ich beichte hiermit, dass ich nicht den Mumm hatte, einem lieben Kerl vernünftig zu sagen, dass ich weder etwas von ihm wollte, noch wirklich Interesse an ihm als Person hatte. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00032390 vom 12.12.2013 um 20:41:51 Uhr (9 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Meine Angst vor der Familienvereinigung

11

anhören

Feigheit Verzweiflung Familie

Ich (w) möchte beichten, dass ich meine Lieblingstante schon seit Jahren nicht besucht habe, obwohl sie an Krebs erkrankt ist. Jeden Tag frage ich mich, wie es ihr geht, und habe Angst um sie. Ich traue mich jedoch nicht, sie selbst zu fragen. Ich leide seit vielen Jahren an Depressionen und sozialen Ängsten, den Großteil der Zeit unbehandelt, und habe vor diesem Hintergrund in meiner Jugend einige ziemlich beschränkte Dinge getan, wenn es mir wirklich dreckig ging. Ich bin weggelaufen, habe die Schule abgebrochen, mich an den Hals x-beliebiger Männer geworfen und dergleichen. Auch wenn ich jetzt wieder ein ordentliches Leben führe, schäme ich mich deswegen noch immer so sehr vor meiner Familie, dass ich nur noch zu meinen Eltern und meiner Schwester Kontakt habe, mich jedoch nicht traue, mit meinen zahlreichen Cousinen und Tanten, die früher meine besten Freundinnen waren, Kontakt zu halten. Oder zu meiner Oma, die sehr lieb ist und die auch nicht jünger wird, nicht einmal anrufen kann ich sie. Ich habe große Angst, dass ich diesen Kontakt nie wieder aufbauen kann, traue mich jedoch nicht unter die Augen dieser Menschen. Nun, da sogar eine so liebe Verwandte eine Krankheit erleiden muss, die die Dauer ihres restlichen Lebens ungewiss macht, habe ich jeden Tag den Wunsch dort einfach hinzufahren.


Wenn ich mir dann aber wieder vorstelle, ein Gespräch führen zu müssen, in dem all die Dinge wieder aufkommen könnten, die man in meiner Familie über mich weiß - all die Fehlschläge und Entgleisungen und nicht zuletzt auch die Tatsache, dass es mir noch immer nicht gelungen ist, alles in den Griff zu bekommen - schäme ich mich so sehr, dass ich den Schwanz einziehe. Ich beichte, dass ich ein Feigling bin, und mich von meiner Angst leiten lasse, statt die verbliebene Zeit mit den Menschen, die mir viel bedeuten, zu verbringen. Da ich weiß, dass es so nicht weitergehen kann, habe ich mich meinen Eltern anvertraut und sie gebeten, dass wir uns einmal in größerer Runde treffen könnten, damit ich alle wiedersehen, mich im Notfall aber auch etwas in den Hintergrund zurückziehen kann. Ich bete, dass ich auf diese Weise wieder öfter meine Tante sehen kann. Es tut mir leid, dass ich das erst meinen Eltern aufhalsen musste, um mich zu überwinden, diese Menschen wiederzusehen, die mir so lieb und teuer sind - auch wenn bestimmt viele behaupten würden, dass sie mir nicht so viel wert sein können, wenn ich mich so verhalte. Ich bitte um Absolution und wünsche mir die Stärke, um mich dauerhaft zu überwinden, diesen Menschen zu zeigen, wie wichtig sie mir sind und wie sehr ich sie vermisse.

Beichthaus.com Beichte #00032388 vom 12.12.2013 um 21:08:58 Uhr (11 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge