Totalschaden im Unterholz

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Waghalsigkeit Dummheit Stolz Hochmut Auto & Co. Kelbra

Neulich habe ich, da ich beruflich in der Gegend war, mal wieder den Kyffhäuser motorisiert in Angriff genommen. Ich fahre einen teuren Benz, bei dem die Reifen alleine so viel kosten wie ein Kleinwagen. Schon bei der Anfahrt tauchte hinter mir ein Opel Corsa mit einem jungen Spund hinter dem Steuer auf. Ich wollte ihn dann einfach vorbeilassen, da ich mir dachte, dass er sein Gefährt ausprobieren möchte, und habe rechts geblinkt, was verdeutlichte, dass er mich überholen solle. Ich hatte an dem Tag nämlich wirklich alle Zeit der Welt, da ich mir die Kundentermine sehr großzügig eingeteilt hatte. Er hat allerdings keine Anstalten gemacht, mich zu überholen und nachdem er dann die erste Zeit an meiner Stoßstange geklebt hatte, dachte ich mir, dass mir das zu dumm ist, und habe von Comfort auf Sport geschaltet. Ich bin gefahren, als ob es um mein Leben ginge, und habe mein Gefährt durch die Kurven geprügelt.

Da ich schon mein ganzes Berufsleben mit dem Auto unterwegs bin und um die 70.000 Kilometer im Jahr fahre, habe ich auch dementsprechende Fahrpraxis aufzuweisen und die Assistenzsysteme tun ihr Übriges. Hinten versuchte der Corsa verzweifelt mitzuhalten, aber angesichts der Leistungsunterschiede kam er nicht wirklich hinterher. Plötzlich sah ich im Rückspiegel nur noch, wie der Kleinwagen in einer engen Serpentine in den Sträuchern verschwand. Ich wendete so schnell wie möglich, was angesichts der vielen Motorradfahrer nicht so einfach war, und bin zurück zur Unfallstelle. Der Fahrer war inzwischen von mehreren Motorradfahrern geborgen worden - ihm schien es gut zu gehen und er hatte äußerlich keinerlei Verletzungen. Aber sein Auto lag ihm Unterholz und sah nach einem Totalschaden aus. Ich möchte mein Gewissen erleichtern und beichten, dass ich so unvernünftig war und auf die Herausforderung des anderen Fahrers eingegangen bin, obwohl dieser aufgrund seines Alters und seiner Motorisierung keine wirkliche Chance hatte, mir zu folgen, und es vorauszusehen war, dass er seinen Wagen kaputt fährt. Es tut mir leid und ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00033244 vom 10.05.2014 um 21:40:15 Uhr in 06537 Kelbra (25 Kommentare).

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Die Kunst zu leben

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Faulheit Verzweiflung Trägheit Sucht

Ich (w) bin dabei, mir gründlich mein Leben zu versauen. Durch einen tragischen Vorfall in meiner Familie vor drei Jahren verschlimmerte sich die Trägheit, mit der ich bis dahin gelebt hatte und ich wurde depressiv. Mittel dagegen wollte ich nicht nehmen, ein Klinikaufenthalt machte es schlimmer - von da nahm ich sowohl ausgeprägte Schlafstörungen als auch Magersucht mit nach Hause. Nach dem Klinikaufenthalt wollte ich wieder zur Schule gehen, und wie geplant und immer gewollt mein Abi machen. Doch Dinge wie Arbeiten, Vorträge vor der Klasse oder nicht gemachte Hausaufgaben machten mir so viel Angst, dass ich immer öfter zu Hause blieb, meine Ausrede waren immer meine Schlafstörungen. Wegen meiner Angst vor einem Vortrag in Englisch wechselte ich letztendlich die Schule, in der Hoffnung, dass ich da einen "Neustart" wagen könnte. Da ich mitten im Schuljahr dazu kam, musste ich viel nachholen, zudem bereitete mir das ungewohnte Schulsystem viele Sorgen und von den letzten zwei Monaten, in denen ich bei dieser Schule angemeldet war, war ich sechs Tage dort. Nichts hat sich verbessert. Hinzu kommt, dass ich eine ausgeprägte Computersucht habe, die sich entwickelte, während ich immer öfter zu Hause blieb. Ich komme kaum noch weg von dem Ding, habe kaum Kontakt mehr zu meinen Freunden, gehe wie gesagt kaum mehr in die Schule und verliere jegliche Verbindung zur Außenwelt. Mein Tagesablauf besteht nur aus Schlaf, der Zeit vor dem Laptop, meinem Kaffee und hin und wieder Mahlzeiten. Ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass ich etwas anderes mache. Manchmal habe ich noch den Gedanken, dass ich am nächsten Tag ja zur Schule gehen könnte, aber wenn ich dann in der Nacht auf die Uhr schaue, ist dieses Vorhaben wie weggeblasen. Ich bin inzwischen absolut ratlos. Ich habe komplett verlernt zu leben!

Beichthaus.com Beichte #00033227 vom 08.05.2014 um 18:27:45 Uhr (10 Kommentare).

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Fantastischer Französisch-Unterricht

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Drogen Trägheit Schule

Ich möchte beichten, dass ich gemeinsam mit einem Kumpel regelmäßig im Französisch-Unterricht kiffe. Der Unterricht ist abends um 17:10 und unser Lehrer hat einfach absolut keine Chance gegen seine Schüler. Deshalb sind wir irgendwann auf die Idee gekommen, uns […]
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Beichthaus.com Beichte #00033226 vom 08.05.2014 um 17:35:02 Uhr (9 Kommentare).

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Distanz zum Stammhalter

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Verzweiflung Selbstsucht Engherzigkeit Familie Kinder

Ich bin wahrscheinlich gerade dabei, meine Ehe aufs Spiel zu setzen und meine Familie zu verlieren. Für Außenstehende ist mein momentanes Verhalten sicher nicht nachvollziehbar, was ich auch verstehe, aber ich kann mit niemandem über meine Gefühle sprechen. Ich habe bereits zwei wunderbare Töchter, die ich sehr liebe, genauso wie meine Frau. Bis dahin war alles perfekt. Wir hatten eigentlich mit der Kinderplanung abgeschlossen, aber dann wurde meine Frau wieder schwanger. Ich war ziemlich geschockt und musste mich erst damit arrangieren, noch einmal Vater zu werden, allerdings hatte ich mich zu diesem Zeitpunkt schon von meiner Frau zurückgezogen, bin immer länger auf der Arbeit geblieben und habe meine Frau die ganze Schwangerschaft über mehr oder weniger alleine gelassen. Als dann feststand, dass wir einen Sohn bekommen, erwarteten instinktiv alle in meinem Umfeld, dass ich mich über einen Stammhalter doch freuen sollte. In Wirklichkeit war mir dieses Kind so egal, dass es mir Angst machte. Auf meine Töchter hatte ich mich damals wahnsinnig gefreut und bei meinem ungeborenen Sohn verhielt ich mich wie das letzte Arschloch.


Ich hatte noch die Hoffnung, dass es besser werden würde, sobald er auf der Welt wäre, aber ich lehnte ihn sogar noch mehr ab, konnte nichts fühlen, wenn er in meinen Armen lag, und empfand nur eine unendliche Wut auf dieses eigentlich unschuldige Kind. Mittlerweile ist er zwei Monate alt und ich habe keinerlei Bezug zu meinem Sohn entwickeln können, ich ziehe mich fast vollständig von meiner Familie zurück, und wenn ich ehrlich bin, keimt jedes Mal in mir die Eifersucht auf, sobald meine Frau sich um unseren Sohn kümmert oder ihn stillt. Sie hingegen glaubt fatalerweise, ich hätte eine Geliebte und droht mit Scheidung, wenn ich mein Verhalten nicht endlich ändere. Ich denke jeden verdammten Tag darüber nach, dass es so wirklich nicht weitergehen kann, aber ich denke inzwischen, ich bin nicht in der Lage, meinen Sohn zu lieben, was mich schwer belastet. Denn der Kleine kann nichts dafür und kein Kind hat es verdient, von einem Elternteil dermaßen abgelehnt zu werden. Ich wüsste gerne, was eigentlich mit mir los ist, denn meine Familie ist mir das Wichtigste auf der Welt. Ich verhalte mich wie das größte Arschloch und bin trotzdem innerlich verzweifelt. Was soll ich nur machen?

Beichthaus.com Beichte #00033200 vom 04.05.2014 um 18:25:56 Uhr (18 Kommentare).

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Bindungsängste

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Lügen Ehebruch Verzweiflung Begehrlichkeit Neustadt an der Weinstraße

Ich (m/18) hatte noch nie eine Freundin und bin dementsprechend auch noch Jungfrau. Dabei sehe ich, ohne eingebildet oder selbstverliebt zu klingen, nicht schlecht aus, das bekomme ich auch recht oft bestätigt. Auch komme ich beim weiblichen Geschlecht häufig gut an und habe einige weibliche Freundinnen. Klar reizt es mich, eine Freundin zu haben, mit der ich auch mein erstes Mal erleben könnte, aber keine Frau ist mir gut genug. Über die Jahre gab es sicherlich Frauen, die an mir interessiert waren, aber ich habe sie alle abblitzen lassen, egal wie schlau, hübsch, oder intelligent. Dass ich mich bisher auf kein Mädchen eingelassen habe, hat einen einfachen Grund: Die Trennung meiner Eltern. Als ich 14 Jahre alt war, trennten sich meine Eltern auf eine furchtbare Art und Weise. Mein Vater, der meine Mutter über Jahre hinweg fast schon ignorierte, zog aus und behauptete er liebe meine Mutter nicht mehr. Bis zu diesem Zeitpunkt war ich einverstanden, da mein Vater sich schon lange nicht mehr für mich interessierte und in unserem Haushalt im Prinzip überflüssig war. Wenige Tage nach dem Auszug meines Vaters fand meine Mutter heraus, dass er mit einer anderen Frau zusammen ist. Und zwar schon drei Jahre lang. Ab diesem Tag brach meine Welt immer mehr zusammen. Mein Vater, der immer über Loyalität und Ehrlichkeit predigte, betrog meine Mutter und somit auch mich. Mit der Zeit hat meine Mutter immer mehr Details über meinen Vater und seine Verlogenheit in Erfahrung gebracht, die mich immer mehr schockierten.


Ich könnte hier Stunden über die Lügen meines Vaters berichten, zu dem ich bis zu diesem Zeitpunkt aufgeschaut habe. Seit der Trennung bin ich zwei Mal sitzen geblieben, schaffe meinen Führerschein einfach nicht und muss zu einer Therapeutin. Auch, weil ich die Leiden meiner Mutter als Einzelkind miterlebt habe, die nach 20 Jahren so hintergangen wurde, dass es ihr heute noch zusetzt und sie nach vier Jahren immer noch keine Beziehung zu einem anderen Mann haben will. So schnell werde ich wohl keine Freundin finden, solange sie nicht einen super Charakter hat und ausschaut wie meine absolute Traumfrau, weil ich keinem Menschen mehr vertraue, seit mein Vater meine komplette Familie belogen hat. Ich weiß, eine Beziehung fällt mir nicht einfach in die Arme, aber wenn es eine interessante Person in meinem Leben gibt, ringe ich mit mir selbst, ob ich mich um diese Frau bemühen soll, um vielleicht eine glückliche Beziehung zu führen. Oder ob ich nicht doch lieber Single bleiben soll, ohne Enttäuschungen. Ich beichte hiermit, dass ich an diesem Samstagabend mal wieder alleine zu Hause sitze, obwohl ich die Möglichkeit habe, mich mit einer beliebten und begehrten Frau zu treffen. Ich will meinem Vater nicht die ganze Schuld geben, aber dank ihm habe ich Bindungsängste, ohne je eine Bindung gehabt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00033193 vom 03.05.2014 um 22:12:07 Uhr in 67433 Neustadt an der Weinstraße (Robert-Stolz-Straße) (17 Kommentare).

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