Wenn die Sucht alles zerstört

19

anhören

Verzweiflung Sucht Games

Mein Freund ist spielsüchtig. Er hängt täglich um die fünf Stunden, meistens sogar viel länger, am PC und macht sich so sein ganzes Leben kaputt. Er hat gerade die Schule abgebrochen, vernachlässigt seine alten Freunde, und er ist oft grundlos verletzend und kaltherzig zu mir. Meine Eltern, seine Familie und ich (w) haben alles versucht, aber er will einfach nicht sehen, wie dieses verdammte Zocken ihn und sein gesamtes Leben Stück für Stück zerstört. Bevor wir zusammenkamen, war er schon mein bester Freund und ich liebe ihn jetzt immer noch über alles. Ich weiß nicht mehr weiter, und es bricht mir das Herz, das alles mit ansehen zu müssen. Was soll ich nur tun? Ich bitte um Absolution, weil ich es weder schaffe, ihm zu helfen, noch die Beziehung zu beenden.

Beichthaus.com Beichte #00031565 vom 07.07.2013 um 00:15:12 Uhr (19 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Rache für die Fehlinvestitionen

21

anhören

Rache Aggression Betrug Boshaftigkeit Ockholm

Vor etlichen Jahren habe ich etwas getan, das mir immer noch nachgeht. Ein sehr guter Freund von mir, der eine Frau und drei Kinder hat, hatte sich von einem weiteren Bekannten überreden lassen, eine Wohnung als Altersanlage zu kaufen. Allerdings im damaligen Ostdeutschland und völlig überteuert. Die Wohnung entpuppte sich als katastrophale Fehlinvestition und mein Freund versuchte alles, aber auch wirklich alles, das wieder rückgängig zu machen. Allerdings ohne Chance, denn der Bekannte blieb stur und freute sich über seine horrende Provision. So erging es etlichen Leuten aus unserem Bekanntenkreis. Bis sich das rumgesprochen hatte, war es für viele Familien zu spät. Sie saßen in der Schuldenfalle fest! Und der gemeinsame Bekannte strich Provisionen ohne Ende ein, fuhr dicke Autos, prahlte und lachte die "dummen Familien" aus. Es kam so weit, dass ihm gedroht wurde und er deshalb weg zog. Niemand wusste, wo er war, er versuchte alle Spuren zu verwischen, was ihm auch gelang. Irgendwann kamen einige der Geprellten zu mir und baten mich um Hilfe. Da ich (w) seit Jahren bei einer gewissen Behörde arbeitete, benötigte ich nur einen Klick, um die neue und richtige Adresse zu finden. Dies habe ich auch getan und meinen Freunden die Adresse gegeben. Fazit der Geschichte ist, dass der Bekannte übelst zugerichtet im Krankenhaus landete. Viele Geprellte zahlte er dann teilweise aus und wohnt jetzt ganz weit weg. Immobilienvermittler ist er nicht mehr, er hat jetzt einen ganz normalen Job. Ich beichte hiermit, dass mir leidtut, was passiert ist, doch ich konnte einfach nicht anders. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031561 vom 05.07.2013 um 22:39:03 Uhr in Ockholm (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“35.000

“Beichte

Das besondere Trostpflaster

21

anhören

Dummheit Trunksucht Verschwendung Maßlosigkeit Geld

Ich muss etwas beichten, dass mir schon seit langer Zeit (finanzielle) Probleme bereitet. Es gibt Leute, die im Suff aggressiv werden, andere werden deprimiert. Ich aber schmeiße mein ganzes Geld zum Fenster raus. Alles wird mir egal. Neulich habe ich beobachtet, wie die Freundin meines Nachbarn ausgezogen ist. Ich kenne den Nachbarn nicht so gut, eigentlich nur vom Rauchen vor dem Haus. Wir kamen etwas ins Gespräch, er erzählte mir von seiner Freundin, und wie sehr er sie liebe, so einen Kram halt. Als die Freundin dann auszog, tat es mir leid für ihn, da ich mich auch erst vor Kurzem von meiner Freundin getrennt hatte. Wie sehr es mir leidtat, bewies ich, als meine Freunde zu mir in die Wohnung kamen und wir einen tranken. Ich kam auf die Idee meinem Nachbarn einen Brief zu schreiben, dass es mir für ihn leidtäte, dass das Leben aber noch weiter geht, und legte einen 100-Euro-Schein dazu. Mit der Anmerkung, dass er ihn in fünf Euro Scheine umtauschen und damit in den nächsten Stripschuppen gehen solle. Meine Freunde, ganz begeistert und genau so besoffen wie ich, hielten mich nicht von meinem Plan ab.

Und solche Geschichten habe ich ständig. Mittlerweile trinke ich kaum noch und wenn, dann verstecke ich mein Geld vor mir selbst. Das klappt aber leider nicht immer. Ich beichte also, dass mich meine Dummheit und mein Leichtsinn noch in den Ruin treiben.

Beichthaus.com Beichte #00031556 vom 04.07.2013 um 17:58:32 Uhr (21 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Folgen ihres Verschwindens

70

anhören

Rache Gewalt Ungerechtigkeit

Die Folgen ihres Verschwindens
Bis vor zehn Jahren habe ich (m/29) in einem beschaulichen Dorf gewohnt. Jeder kannte jeden, man half und respektierte sich gegenseitig. Dann kam jedoch der verhängnisvolle Tag im Juni, den ich immer noch verfluche. Auf dem örtlichen Feuerwehrfest ging es im wahrsten Sinne des Wortes heiß her. Es wurde viel getrunken und getanzt, und ich saß mit meiner damals besten Freundin, die genauso alt war wie ich, an einem Tisch. Wir hatten Spaß und redeten über alles Mögliche. Zu fortgeschrittener Stunde nahm sie mich in eine ruhige Ecke mit, sie meinte, sie müsse mir dringend etwas erzählen. Dazu kam es jedoch nicht mehr, denn sie wollte erst noch mal auf die Toilette, kam dann aber eine Weile nicht wieder. Ich dachte, sie hätte jemanden getroffen und sich verquatscht, und ließ es auf sich beruhen. Am nächsten Morgen war erst einmal alles ganz normal, doch plötzlich klingelte unser Telefon. Am ratlosen Gesichtsausdruck meiner Mutter erkannte ich, dass etwas ganz und gar nicht stimmte. Schließlich reichte sie mir wortlos das Telefon, und mit einer sehr schlechten Vorahnung nahm ich es. Ich erfuhr, dass meine beste Freundin weg war. Seit dem vorherigen Abend hatte sie niemand mehr gesehen. Ihr Handy war ausgeschaltet. Ich erzählte ganz unbedarft, dass ich mit ihr hinter dem Geräteschuppen auf dem Feld geredet hatte und sie danach zur Toilette wollte. Damit war ich der Letzte, der sie gesehen hatte. Die Polizei ermittelte nicht gleich, weil sie ja über 18 war. In ihrem Zimmer sah auch alles normal aus, versicherten uns die Eltern, nichts fehlte, oder deutete darauf hin, dass sie einfach weggelaufen sei.

Langsam aber sicher kippte, nach einer knappen Woche, die Stimmung. Gerüchte kamen auf, ich habe mich an ihr rächen wollen, weil sie nichts von mir wollte. Ich sei ihr doch schon seit der Grundschule hinterhergerannt. Bald gab es irgendwelche selbst ernannten Zeugen aus der Dorfjugend, die gesehen haben wollten, wie wir uns gestritten, beziehungsweise, wie ich sie hinter dem Geräteschuppen gegen ihren Willen begrapscht hätte. Das war mein Todesstoß. Ich wurde offen bedroht und schließlich vor dem Haus meiner Eltern zusammengeschlagen. Ich verlor zwei Zähne und kann seitdem meinen rechten Arm nicht mehr richtig bewegen, außerdem war meine Nase mehrmals gebrochen. Im Krankenhaus befragte mich dann die Polizei zu dem ganzen Fall. Ich erzählte ihnen alles, was ich wusste. Zwei Tage später rief mich meine Mutter an und sagte, sie hätten meine beste Freundin gefunden. Sie wäre mit ihrem neuen Freund, einem 32-Jährigen, durchgebrannt. Ihre Eltern hätten versucht, ihr die Liaison zu verbieten, außerdem wollten sie nicht, dass sie sich für ihr Studium eine Stadtwohnung zulegte. Damit war ich zwar plötzlich aus der Schusslinie, aber niemand entschuldigte sich bei mir. Weder die Jugendlichen, die mich zusammengeschlagen hatten, noch meine beste Freundin oder deren Eltern. Sie hätte sich ja wenigstens mal bei mir melden können. Ich war quasi der Kollateralschaden. Natürlich gab es für die Dorfjugend Ärger in Form von Anzeigen. Da sie sich allerdings gegenseitig Alibis zuschoben und auch ihre Eltern für sie aussagten, gab es nur für zwei der Typen verhältnismäßig niedrige Geldstrafen. Ich bin dann aus meinem Dorf weggezogen, und war in therapeutischer Behandlung.

Soviel zur Vorgeschichte. Jetzt zur eigentlichen Beichte. Ich habe mich gerächt. Am Jahrestag meines Gelynchtwerdens. An jedem Einzelnen. Einem Typen habe ich den kompletten Kompostbehälter seiner Eltern in das offene Cabrio gekippt. Dem anderen habe ich Getriebeöl über alle Autoscheiben geschmiert, rohe Eier in die Lüftung gekippt und ihm die Schlösser mit Sekundenkleber verklebt. Dem Dritten habe ich die Kette seiner Enduro abmontiert und den Auspuff komplett mit Bauschaum ausgeschäumt. Den anderen Dorfbewohnern, von denen ich sicher wusste, dass sie die Gerüchte zumindest mitverbreitet, oder wegen Alibis gelogen hatten, habe ich Unkrautsamen auf die Wiese gekippt und in einem Fall habe ich Estrich auf die Beete geschüttet. Ich weiß, dass diese Aktionen nicht in Ordnung gehen, aber ich kann mich emotional immer noch nicht mit der Schlägerei abfinden. Vor allem, dass mir teilweise gute Freunde derart heimtückisch in den Rücken fallen, kann ich bis heute nicht verkraften.

Beichthaus.com Beichte #00031547 vom 02.07.2013 um 11:37:05 Uhr (70 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Die nervigen Extrawünsche

25

anhören

Boshaftigkeit Engherzigkeit Hochmut Ignoranz Arbeit

Ich (m/23) arbeite als Mitarbeiter in einem bekannten Fast-Food-Restaurant und es war hier mein letzter Arbeitstag. Es war noch recht früh, als die ersten Kunden kamen: eine ältere Frau (ca. 60) und ein ungefähr 18 jähriges Mädchen. Zuerst bediente ich die ältere Dame, deren Extrawünsche mir ziemlich schnell auf die Nerven gingen. Solche Kunden hasse ich generell. Wieso gehen die sich ihr Frühstück nicht woanders holen, wenn sie jede Kleinigkeit anders haben möchten?! Doch mit ihrer Sojamilch und ihrem Süßstoff, die ich extra holen musste, war es lange noch nicht genug! Sie verlangte noch ein Glas Wasser für ihre Medikamente! Spätestens da platzte mir der Kragen und ich ging genervt zur Kaffeemaschine. Kaum ist die Hälfte des Kaffeebechers mit Wasser gefüllt, höre ich diese Stimme hinter mir, die sagte: "Aber es sollte kaltes Wasser sein". Ich war fassungslos, und bevor ich etwas sagen konnte, mischte sich diese Göre ein und fragte frech: "Sag mal, bist du so blöd, oder tust du nur so?". Ich nahm mir vor, ruhig zu bleiben, und ließ die alte Frau zahlen. Das Mädchen, das nach ihr an die Reihe kam, wollte einen Kaffee. Nachdem ich diesen zubereitet hatte, behauptete ich, dass keine Deckel mehr da wären, und ich schnell einen holen gehen müsste. Sie bemerkte zu meinem Vorteil nicht, dass ich den Kaffee mit in die Küche nahm. Noch besser war es, dass meine Kollegen noch nicht da waren. Ich spuckte ein Dutzend Mal in den Kaffeebecher rein, machte unendlich viel Salz rein und bediente mich letztendlich an der Chilisoße. Es war mir egal, ob sie wieder kam, um sich zu beschweren, denn es war sowieso mein letzter Arbeitstag.

Beichthaus.com Beichte #00031535 vom 29.06.2013 um 14:58:04 Uhr (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000