Heimliche Telenovela-Leidenschaft

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Falschheit Feigheit Peinlichkeit Verzweiflung Medien

Ich bin ein 20-jähriger Italiener und beichte, dass ich seit einigen Monaten die italienische Telenovela "Elisa di Rivombrosa" im Internet schaue. Vor knapp zehn Jahren kam die wohl berühmteste italienische TV-Fiction ins Fernsehen und ich erinnere mich, sie mit meiner Mutter angeschaut zu haben. Ihr gefiel die Schnulze als Frau schnell, doch auch mir gefiel sie. Und die Musik war es, die mich als Erstes beeindruckte. Sie ist und bleibt die einzige Sendung, bei der ich kaum erwarten konnte, wann die nächste Folge kommt. Ich schwärmte als kleiner Junge in jener Zeit sehr lange für Vittoria Puccini, die Hauptdarstellerin, die ich immer noch hübsch finde. Doch ich tat damals so, als ob mir die Serie nicht gefalle und ekelte mich, als Kuss- und Liebesszenen kamen. Als vor ein paar Monaten ein Kollege in einer Konversation die TV-Serie erwähnte, erinnerte ich mich wieder an sie.


Per Internet habe ich dann alle drei Staffeln gesehen, wobei die Erste die Beste bleibt. Bei dieser Serie kriege ich immer wieder eine Gänsehaut und ich weinte einige Male, so schön ist die Serie und die Musik. So eine Nummer wird es nicht mehr geben. Der größte Effekt war aber der, dass ich realisierte, in was für einer grausamen Welt wir leben. Wir leben ohne Gerechtigkeit und diese schöne, von sich ausgehende, natürliche Liebe verblasst für die meisten Menschen langsam. Heute ist alles so unmoralisch geworden. Wenn ich jetzt zurückdenke, war das Interesse an der Sendung das erste Zeichen dafür, dass ich mich heute als Romantiker ansehe. Ich würde gerne mit meinen Freunden über dieses Thema quatschen, aber ich schäme mich. Obwohl ich gerne jemandem mitteilen würde, dass Romantik und Liebe etwas so Geiles ist. Meine Kumpels würden mich schräg ansehen, denn sie kennen mich als Fußballfan, als jemand der gerne ausgeht und nicht romantisch ist. Und als ich die Staffeln dann erneut ansah, schloss ich immer meine Zimmertür, denn ich wollte nicht, dass meine Mutter das herausfindet, obwohl wir uns praktisch alles sagen. Das Wissen, um diese Seite plagt mich innerlich sehr. Und ich habe immer noch keine Ahnung, ob ich es so lassen oder irgendwann damit herausrücken soll, weil ich meinen Ruf eigentlich nicht riskieren will. Dabei möchte ich einfach nur ich selbst sein. Meine Beichte ist also, dass ich etwas im Geheimen mache, für das ich mich schämen würde, wenn es jemand erfahren würde. Vielleicht hat aber auch jeder Mann eine feminine Seite, die er nicht zeigt?

Beichthaus.com Beichte #00032059 vom 16.10.2013 um 19:16:50 Uhr (15 Kommentare).

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Keine Eier in der Hose

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Verzweiflung Neid Begehrlichkeit Schule Ingolstadt-Zuchering

Das Ganze begann vor einem Jahr. Die Klassen meiner Stufe wurden gesplittet und bei dieser Gelegenheit wurde ich von einem Lehrer neben ein Mädchen gesetzt, das ich bis dahin nur vom Sehen kannte. Wie das so ist, kamen wir schnell ins Gespräch und haben uns echt gut verstanden, was heute im Übrigen immer noch so ist. Irgendwann machte sie dann mit ihrem Freund Schluss, was dazu führte, dass wir uns noch besser verstanden. Ich entwickelte Gefühle für sie, aber irgendwie habe ich mich zu doof angestellt und aus einer Beziehung wurde nichts. Bis sie dann wieder mit ihrem Ex zusammenkam. Dann dachte ich mir, dass es ja auch egal sei, schließlich gibt es noch andere hübsche Mädchen. Ich lernte auch recht schnell jemanden kennen, mit dem ich dann auch zusammenkam. Als dann aber die Abschlussklausuren vor der Tür standen, habe ich wieder mit meiner Sitznachbarin gelernt. Wobei man es nicht wirklich lernen nennen konnte. Wir haben die ganze Zeit rumgealbert und, wie ich Idiot eben bin, habe ich auch recht schnell wieder mehr für sie empfunden. Da es in meiner Beziehung auch mehr schlecht als recht lief, habe ich das Ganze nach zwei Monaten wieder beendet. Sie ist immer noch mit diesem Kerl zusammen, während ich alleine dastehe. Ich beichte also, dass ich keine Eier in der Hose habe, um ihr zu sagen, was ich für sie empfinde.

Beichthaus.com Beichte #00032021 vom 09.10.2013 um 18:57:33 Uhr in Ingolstadt-Zuchering (5 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Stichhaltige Rache

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Rache Boshaftigkeit Zorn Familie

Ich (w/28) kann meine Schwägerin nicht ausstehen. Sie ist total egoistisch, hält sich für eine Königin und will immer nur das Beste von allem - aber selbst etwas geben kommt nicht infrage. Mein Mann meint, sie wäre als Kind schon so gewesen und hätte nie irgendetwas geteilt. Ein Beispiel war eine Reise, die wir als Geschenk für meine Schwiegereltern geplant hatten. Natürlich war es so geplant, dass mein Mann und ich die Hälfte der Kosten zahlen und die Beiden die andere Hälfte übernehmen. Aber nein - Madame jammert die ganze Zeit, wie unfair das doch wäre, da wir beide Vollzeit arbeiten, während sie doch nur halbtags arbeiten geht, und nur ihr Mann den ganzen Tag schuftet. Dabei verdient mein Schwager übrigens so gut, dass beide zusammen ungefähr auf den gleichen Lohn kommen dürften, wie mein Mann und ich. Aber die größte Frechheit war, dass sie einmal bei uns übernachteten und sich erst einen Tag vorher ankündigten - sie gingen einfach davon aus, dass wir am Wochenende nichts zu tun hätten. Noch dazu beschwerte sie sich permanent!


Ihr passte das Gästezimmer nicht, das wir auf die Schnelle noch geputzt und aufgeräumt hatten - schließlich könne sie auf keinen Fall in einem Zimmer schlafen, das nach Osten zeigt, dann scheint ja am Morgen die Sonne rein. Aber die Jalousie kann sie auch nicht komplett runterziehen, da dann nicht genug Luft in den Raum kommt. Und überhaupt ist die Wandfarbe auch nicht passend, denn die regt sie zu sehr auf. Noch dazu wurden wir dann als unverschämt hingestellt, weil wir ihnen nicht unser Bett angeboten haben! Zum Glück wies mein Mann sie dann zurecht, dass sie gefälligst Ruhe geben solle, oder sie könne draußen schlafen. Sie war zwar beleidigt, aber endlich ruhig. Mein Schwager war offensichtlich peinlich berührt, doch wie immer traute er sich nicht, ihr zu widersprechen.


Am nächsten Morgen ging es dann munter weiter. Sie hatte furchtbare Rückenschmerzen von ihrem Gästebett, die Vögel haben zu laut gezwitschert und der Kaffee war nicht koffeinfrei. Die Brötchen, die extra frisch vom Bäcker kamen schmeckten ihr nicht und wir hätten gefälligst Pflaumenmus kaufen sollen, da wir ja wussten, dass sie es gerne isst. Als wir dann im Gegenzug einmal bei den beiden übernachteten, tat sie allerdings so, als wäre das ein unzumutbarer Aufwand, obwohl wir extra einen Monat vorher gefragt hatten. Wir schliefen dann in einem staubigen und komplett zugemüllten Schlafzimmer - schließlich hatte sie keine Zeit gehabt, um aufzuräumen. Nur zur Erinnerung, sie arbeitet nur halbtags und hat auch keine Kinder oder geht ehrenamtlichen Tätigkeiten nach. Am nächsten Morgen kam sie auch nicht auf die Idee, mal aufzustehen und Frühstück zu machen - wie sich das für Gastgeber gehört - sondern sie lag bis Mittags im Bett und scheuchte stattdessen ihren Mann raus. Das Frühstück fiel bescheiden aus, denn sie hatte es auch nicht geschafft, mehr zu kaufen, als eine Tüte Brötchen zum Aufbacken und ein Stück Butter.


Als wir dann vor einiger Zeit auf einer Familienfeier waren, übernachteten alle Gäste in dem Gasthof in Gästezimmern. Da sah ich endlich eine Möglichkeit, um meiner Schwägerin eins auszuwischen. Nicht weit von dem Gasthof entfernt war ein Teich, der regelmäßig von riesigen Mückenschwärmen umgeben ist. Und meine Schwägerin hasst Mücken! Sie ist immer diejenige, die zuerst gestochen wird. Unter dem Vorwand, vor der Feier noch einen kleinen Spaziergang zu machen, ging ich zu dem Teich - natürlich mit entsprechend langer Kleidung, damit ich nicht selbst von den Mücken gestochen werde. Dort fing ich dann etliche der Mücken ein und verstaute sie in Gläsern mit Deckel, die ich mir zuvor besorgt hatte. Ich erkundigte mich, in welchem Zimmer meine Schwägerin übernachten würde und schmuggelte die Mücken während der abendlichen Feier in den Raum. Dann wartete ich den restlichen Abend gespannt darauf, dass meine Schwägerin zu Bett gehen würde. Schließlich verließ sie, wie üblich, als eine der Ersten die Feier, denn sie braucht ja ihren Schönheitsschlaf. Ungefähr eine viertel Stunde später kreischte sie von oben, dass ihr Mann gefälligst sofort kommen solle. Am nächsten Morgen war sie völlig zerstochen und kratzte sich permanent, die Mücken hatten ganze Arbeit geleistet. Es tut mir nur für meinen Schwager leid, der zwar nur zwei oder drei Stiche abbekommen hat, aber die ganze Nacht Mücken jagen und sich ihr Gejammer anhören musste. Und für die Mücken, denn die haben das Ganze leider nicht unbeschadet überstanden.

Beichthaus.com Beichte #00032003 vom 06.10.2013 um 01:53:20 Uhr (25 Kommentare).

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Die Kunst als Lebensretter

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Dummheit Selbstverletzung Maßlosigkeit Arbeit Hollfeld

Also ich bin jetzt Mitte vierzig und versuche es mal mit einer Beichte. Seit meinem Einstieg ins Berufsleben, so mit achtzehn, bin ich immer mehr zum Workaholic geworden. Mein Ziel bestand zunächst darin, mit dreißig in Rente zu gehen, was natürlich nicht geklappt hat, es wurde irgendwie immer Schlimmer, bis ich mit Ende dreißig einen Schlaganfall erlitten habe. Danach musste ich viele Dinge im Leben überdenken, unter anderem, warum keiner meiner Kollegen mich eigentlich im Krankenhaus besucht hat. Lange Rede, kurzer Sinn - ich bin irgendwie nicht wieder in die Gänge gekommen, wurde dann arbeitslos und schließlich auch manisch depressiv. Ich habe mich immer öfter alleine in meiner Wohnung betrunken und bin oft mit Kopfschmerzen auf dem Fußboden aufgewacht. Es endete mit einem Selbstmordversuch und einem kurzen Aufenthalt in einer psychiatrischen Anstalt. Mein Arzt hat mir dann dazu geraten, damit anzufangen Bilder zu malen oder ein Instrument zu spielen, also etwas Künstlerisches zu tun. Vielleicht, weil mein ursprünglicher Beruf nicht sehr viel Kreativität zugelassen hat. Ich habe das tatsächlich sehr widerwillig gemacht, auch um von meinen Medikamenten wegzukommen.


Wie sich gezeigt hat, steckt in mir wohl ein sehr begabter Maler. Ich male heute Landschaftsgemälde und konnte auch schon einige davon verkaufen. Richtig viel Geld verdiene ich damit nicht, kann aber davon leben und bin das erste Mal in meinem Leben richtig glücklich. Diesen Sommer habe ich viel Zeit draußen verbracht, und wenn es der Geldbeutel zulässt, werde ich im Winter vielleicht eine kleine Reise nach Rom machen, um dort einige historische Bauwerke zu malen. Seit Langem habe ich auch wieder eine Freundin, die sich sehr für meine Kunst interessiert und mich so akzeptiert, wie ich bin. Was ich sehr bereue, ist, dass ich jahrelang so ein schreckliches Leben geführt habe. Ich bildete mir ein, dass ich früher in Rente gehen könnte, und dass die Größe meines Autos etwas bedeutet. Was mich dann beinahe mein Leben kostete. Aber das hätte vermutlich auch niemanden interessiert - den Job hätte einfach ein anderer weitergemacht. Es tut mir leid, dass mir das nicht schon früher klar wurde, ich habe mich einfach vom Strom des beruflichen Erfolges leiten lassen.

Beichthaus.com Beichte #00031947 vom 24.09.2013 um 22:54:16 Uhr in Hollfeld (12 Kommentare).

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Diebstahl für meine Medikamente

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Diebstahl Morallosigkeit Falschheit WG

Ich möchte beichten, dass ich meine Mitbewohner bestohlen habe. Ich bin Student und im Gegensatz zu meinem Mitbewohner und meiner Mitbewohnerin habe ich wenig Geld. Da ich regelmäßig Medikamente einnehmen und eben auch kaufen muss, aber komplett pleite war, habe ich eine Gelegenheit genutzt, als die beiden nicht da waren. Während ihrer Abwesenheit habe ich mir dann ein paar Bücher von ihnen genommen und über einen Internetdienst zusammen mit einigen Büchern von mir verkauft. Insgesamt habe ich mit ihren Büchern knapp zwanzig Euro verdient. Es tut mir leid, aber ich kann es ihnen auch nicht sagen - und wenn sie die Bücher vermissen sollten, werde ich Unwissenheit vortäuschen. Ich hoffe, ich habe nichts allzu Wichtiges verkauft, denn ich mag die beiden eigentlich.

Beichthaus.com Beichte #00031944 vom 24.09.2013 um 17:43:01 Uhr (14 Kommentare).

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