Ich wünsche mir etwas Schlechtes

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Boshaftigkeit Aggression Engherzigkeit

Jedes Mal, wenn ich (w/22) mir etwas Schlechtes gewünscht habe, ging es in Erfüllung. Als ich ungefähr sechs Jahre alt war, habe ich mir selbst gewünscht, dass ich mal eine Verletzung habe, die genäht werden muss. Kurz nach diesem Wunsch bin ich beim "Rad schlagen" unglücklich mit meinem Fuß auf einen sehr spitzen Stein gefallen, meine Wunde musste genäht werden. Als ich ungefähr 12 war, habe ich mir mal gewünscht, dass ich ins Krankenhaus muss, um selbst zu sehen, wie das so ist. Kurz danach, als ich vom Klettergerüst gesprungen bin, blieb ich unglücklicherweise mit meinem Bein hängen, das Fazit war, dass ich für zwei Wochen ins Krankenhaus musste, im Rollstuhl saß und operiert wurde. Das waren alles Erfahrungen, die ich damals unbedingt mal machen wollte. Und ein paar Jahre später, während meiner Ausbildung, hatte ich viele Menschen um mich herum, die ich abgrundtief hasste. Diese Leute bekamen dann auch ihr Stück ab. Der eine kündigte selbst, zwei von ihnen bekamen ein Burnout, eine erkrankte an Krebs. In der Berufsschule bekamen zwei Lehrerinnen ein Burnout und ein anderer Lehrer einen Herzinfarkt. Eine Mitschülerin, die Lügen über mich verbreitet hatte, wurde am Anfang ihrer Ausbildung schwanger. Ich beichte also, dass ich vielen Personen etwas Schlechtes gewünscht habe und das es mir egal ist, was mit ihnen passiert ist.

Beichthaus.com Beichte #00031908 vom 16.09.2013 um 23:27:16 Uhr (28 Kommentare).

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Meine Ex, die Drama-Queen

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Selbstsucht Dummheit Lügen Falschheit Ex Unterpleichfeld

Vor etwa 14 Jahren habe ich (m/34) in meiner mittelgroßen Heimatstadt meine damalige, sechs Monate ältere Freundin kennengelernt. Sie war sehr selbstständig und bestritt ihren Lebensunterhalt mühsam selbst, aber drei Monate, nachdem wir uns kennenlernten, wurde ich wehrpflichtig, was unsere Beziehung auf das Wochenende beschränkte. Während meiner Wehrpflicht eröffnete sie mir, dass sie gerne in eine Großstadt ziehen würde, um eine Ausbildung zu beginnen. Ich stimmte zu, und wir suchten uns eine passende Wohnung, die wir zum Ende meiner Wehrpflicht und zum Anfang Ihrer Ausbildung, nach einem Jahr Beziehung, zusammen bezogen. Ich hatte inzwischen auch schon einen Job dort gefunden. Aufgrund ihres geringen Ausbildungsgehalts, und der Tatsache, dass ich normal bezahlt wurde, habe ich dann den Löwenanteil unseres Lebensunterhaltes gestemmt. Das Geld war sehr knapp, was sie aber nicht davon abhielt, mit ihren neuen Arbeitskolleginnen am Wochenende in einem der vielen Hip-Hop-Schuppen feiern zu gehen. Ich blieb meistens zu Hause, da ich die Musik zum einen nicht mag und zum anderen war mir mein Geld einfach zu schade. Der einzige Luxus, den ich mir gönnte, war ein PC mit Flatrate. Wir teilten uns den Computer, den sie gelegentlich zum Abrufen von E-Mails nutzte. Zumeist war mein Benutzeraccount dauerhaft eingeloggt. Wir wohnten schon seit zwei Jahren zusammen, als ich an einem Wochenende, als sie feiern war, meine E-Mails abrief. Ich wunderte mich noch, warum eine ihrer Freundinnen mir eine Mail schickte, aber als ich sie las traute ich meinen Augen kaum.


Meine Freundin und Ihre Kollegin unterhielten sich darüber, dass meine Freundin bald ausziehen würde und auch schon einen neuen Freund in Aussicht hatte. Jetzt bemerkte ich auch, dass meine Freundin vergessen hatte, sich aus ihrem Account auszuloggen. Ich fühlte mich schrecklich hintergangen. Ich druckte die E-Mail aus und fuhr zu dem Club, in dem sie sich befand, und konfrontierte sie damit. Natürlich kamen erst Vorwürfe, warum ich ihr den hinterher spionieren würde, aber dann bat sie mich darum, das zu Hause zu diskutieren. Dumm, wie ich war, habe ich zugestimmt und wir redeten knapp fünf Stunden später über die Vorkommnisse. Sie sagte, dass sie sich noch zu jung für eine ernsthafte Beziehung fühlt und noch etwas erleben will. Wir einigten uns darauf, dass sie noch bis zum Ende ihrer Ausbildung, also noch vier Monate, in unserer gemeinsamen Wohnung bleiben kann. Später habe ich ihr sogar beim Umzug geholfen und wir hatten dann auch noch ein kleines Scharmützel, was aber nichts Ernstes wurde.


Vor drei Jahren bin ich des Berufs wegen ins Ausland gezogen, wo ich meine jetzige Frau kennengelernt habe. Vor Kurzem hat mir meine damalige Freundin eine E-Mail geschrieben, in der sie sich erkundigte, wie es mir geht. Wir schrieben ein paar Zeilen und ich habe ihr auch gleich ein paar meiner Hochzeitsfotos geschickt, um ihr meinen "Erfolg" zu verkünden. Ich fand das auch nicht verwerflich, da sie inzwischen in einer mehrjährigen Beziehung mit einem netten Kerl ist, den ich flüchtig kennengelernt habe. Daraufhin schrieb sie mir, ob ich denn nicht erkennen würde, warum sie sich bei mir meldet. Ich dachte mir erst nichts dabei, aber sie stellte doch tatsächlich die Frage, ob es noch eine Chance für "uns" gäbe - schließlich seien wir so etwas wie Seelenverwandte. Ich sagte ihr, sie solle darüber nachdenken, was in Ihrem Leben nicht passt, wenn sie sich zehn Jahre, nachdem wir unsere Beziehung beendet haben, deswegen bei mir meldet. Und ich machte klar, dass ich meine Frau aus Liebe geheiratet hatte und das sicher nicht für etwas, was schon einmal nicht geklappt hatte, wegwerfen würde. Ich habe ihr dann noch gut zugeredet, sie jedoch nach dieser Konversation auf die Spam/Blacklist gesetzt, da ich nicht möchte, dass irgendetwas meine junge Ehe beeinflusst. Nun zu meiner Beichte: Ich habe meiner Frau nichts von diesem Vorfall erzählt und habe auch nicht vor, das zu tun, da ich nicht möchte, dass meine Ex-Drama-Queen auch nur den geringsten Einfluss auf mein jetziges Leben ausübt. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00031903 vom 15.09.2013 um 13:09:56 Uhr in Unterpleichfeld (16 Kommentare).

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Das verschimmelte Mathebuch

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Ekel Lügen Peinlichkeit Unreinlichkeit Schule

Ich (m/21) habe etwas aus meiner Kindheit zu beichten. Ich muss etwa elf Jahre alt gewesen sein. Meine Mutter hat mir öfters Obst für die Pausen mitgegeben, welches ich normalerweise auch aß. Aber am letzten Tag vor den Herbstferien vergaß ich einen Apfel, der in Stücke geschnitten und in Folie verpackt war, in meiner Schultasche. Jeder wird sich denken können, was mit dem Obst passierte, da es mir erst wieder einfiel, als ich ein Blatt aus dem Rucksack nahm, das unten ganz braun war und eklig stank. Es war mir mehr als peinlich und ich fand es auch zu eklig, den Apfel zu entsorgen - weshalb ich ihn einfach ließ, wo er war. Warum ich das getan habe, ist mir bis heute noch unklar, doch leider war das nicht das Einzige, das durch meine Vergesslichkeit passiert war. Mein Mathebuch war nämlich auch in der Tasche, aber da ich mich nicht traute, jemandem davon zu erzählen, nutzte ich das Buch weiter. Wenn wir Hausaufgaben aufbekamen, lieh ich mir das Buch meines Kumpels, damit niemand es bemerkt. Und bis auf einige Fragen bezüglich des komischen Geruchs gab es keine großartigen Zwischenfälle - nur war mir leider noch nicht klar, dass ich das Buch irgendwann auch wieder abgeben musste, denn es war üblich, dass man die Bücher am Ende des Jahres wieder abgab, damit der nächste Jahrgang damit arbeiten konnte.


Und mit dem Abgabetermin kam auch die Erkenntnis, dass der Lehrer nachschauen würde, ob mit den Büchern alles in Ordnung ist. Da begann ich zu verzweifeln. Ich konnte doch nicht einfach ein verschimmeltes Mathematikbuch abgeben? Doch die Lösung nahte. Mein Kumpel half mir dabei, mein Buch unter den Stapel der geprüften Bücher zu schmuggeln, ohne, dass der Lehrer dies bemerkte. Als er mich fragte, ob ich das Buch schon abgegeben hätte, bejahte ich dies. Dann wurden die Bücher an die nächsten Klassen weitergegeben. Damals fand ich das zum totlachen, aber heute tut es mir leid, denn irgendjemand wird dieses verschimmelte, übel riechende Buch wohl erhalten haben. Oder es wurde auf Kosten der Schule ersetzt. Den Apfel habe ich mit meinem Kumpel übrigens doch noch entsorgt - wir trugen Gummihandschuhe. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00031892 vom 13.09.2013 um 19:25:05 Uhr (10 Kommentare).

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Die schwierige Beziehung zu meinem Vater

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Engherzigkeit Hass Verzweiflung Zorn Familie

Ich hasse meinen Vater im Augenblick. Ich (24) bin Studentin und hatte immer eine schwierige Beziehung zu ihm. Wir haben uns oft angebrüllt und gegenseitig wahnsinnig gemacht, er hat mich oft beschimpft und absichtlich verletzt. Er gab meinen Nichten die Kosenamen, die meine Mutter mir gab, als ich klein war und es gibt so viele Bilder von ihm und den Kindern meiner Schwester - sie sind schließlich der Stolz der Familie, und so weiter. Von mir und ihm gibt es allerdings kein Einziges. Vor zwei Jahren hat er versucht, eine Beziehung zu mir aufzubauen. Nicht, weil ich plötzlich wichtig war, sondern weil ich die Einzige war, die noch zugehört hat - die da war, als es in der Ehe meiner Eltern kriselte. War meine Mutter verfügbar, wurde ich wie Dreck links liegen gelassen, überrannt und beschimpft. War sie nicht da, oder hatten die beiden Streit, war ich wieder gut genug. Ich hasse ihn, weil er nicht auf meiner Hochzeit sein wird, ich hasse ihn, weil er nicht sehen kann, wie ich mein Studium beende, ich hasse ihn, weil er meine Kinder nicht kennenlernen wird. Und vor allem hasse ich ihn, weil ich mich immer daran geklammert habe, dass es irgendwann besser wird, dass wir irgendwann Freunde werden. Ich hasse ihn und habe Angst, dass das niemals aufhören wird. Ich hasse ihn mit einer glühenden Inbrunst, die mir das Herz bricht und mich selbst hasse ich genauso.

Ihr fragt euch, warum? Weil mein Vater sich vor sieben Wochen das Leben genommen hat und sein letzter Gedanke vermutlich war, dass keiner ihn liebt oder braucht. Ich brauchte ihn. Trotz allem. Und ich liebte ihn. Und er fehlt mir so. Und trotzdem war ich für ihn kein guter Grund, um weiterzuleben. Ich habe Angst, mir niemals verzeihen zu können, dass wir nicht besser miteinander auskamen - vielleicht wäre dann alles anders gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00031890 vom 13.09.2013 um 00:31:03 Uhr (20 Kommentare).

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Marx war doch Kapitalist, oder?

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Dummheit Aggression Boshaftigkeit Schule

Das Schuljahr hat gerade erst angefangen und schon bin ich (w/18) von meiner Banknachbarin genervt. Zum Beispiel konnte ich mich heute in Geschichte kaum noch vor ihren dummen Fragen retten. Ich gebe selbst zu, dass ich auch keine große Leuchte in Geschichte bin und dass mir das Faktenwissen fehlt, aber trotzdem bin ich ehrlich daran interessiert und ein bisschen Menschenverstand kann man doch auch in unserem Alter erwarten. Trotzdem kamen ständig Fragen wie: "War die BRD Osten oder Westen?", "Auf welcher Seite standen die Amerikaner?" "Marx und Lenin waren Kapitalisten, oder?" und so weiter. Ebenfalls eine beliebte Taktik ihrerseits ist es, mir einen Satz aus dem Lehrbuchtext vorzulesen und dann zu fragen: "Stimmt das so?" Nein, natürlich nicht, der Autor will dich nur veralbern!


Außerdem kann sie nichts alleine machen und fragt mich ungefähr nach jedem dritten Stichpunkt, wie ich das formuliert habe. Meine Güte, wir stehen kurz vor dem Abitur - aber auch in Deutsch löchert sie mich ständig, da sie kaum Fachbegriffe in Sachtexten versteht. Meine Beichte ist, dass ich meine Banknachbarin innerlich täglich mehrmals anschreie, beleidige und manchmal auch arrogante Antworten gebe, was sonst überhaupt nicht meiner Art entspricht. Insgeheim hoffe ich auch ständig, dass mal ein Lehrer bemerkt, wie blöd sie sich anstellt, denn durch pures Auswendiglernen erreicht sie meistens sogar gute bis sehr gute Leistungen, oder benutzt im Unterricht einfach meine Antworten, wenn sie gefragt wird.

Beichthaus.com Beichte #00031885 vom 11.09.2013 um 17:15:29 Uhr (27 Kommentare).

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