Die DDR ein winzig kleiner Stadtstaat

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Peinlichkeit Dummheit Unglaube Schule Wiesbaden

Ich (m/21) habe doch tatsächlich bis zu meinem 15. Lebensjahr geglaubt, das ehemalige Staatsgebiet der DDR beschränke sich nur auf Ostberlin. Schon komisch, aber es war immer und überall von Ostberlin, Checkpoint Charlie etc. die Rede (auch in Dokus, die ich hin und wieder mal gesehen habe). Da wurde überhaupt nie was anderes erwähnt und so verpflanzte sich bei mir die begründete Vorstellung, die DDR bestand nur aus Ostberlin und war ein winziger kleiner Stadtstaat. Dabei war ich wirklich ein Einserkandidat in Geschichte und habe mich auch zu Themen der DDR lebhaft geäußert (war ja auch alles immer richtig, da wir nie über so etwas scheinbar Selbstverständliches wie die Staatsgröße gesprochen haben, da es keiner für nötig hielt, das mal zu sagen). Eines Tages hat dann der Lehrer ein Arbeitsblatt über diese Verbindungsstraße von West-Berlin zur Bundesrepublik ausgeteilt. Darauf war auch eine Karte abgedruckt. Ich als vermeintlicher Geschichts-Streber saß dann mit meinem Blatt und habe ziemlich dumm aus der Wäsche geguckt.

Beichthaus.com Beichte #00027201 vom 10.11.2009 um 16:20:50 Uhr in Wiesbaden (25 Kommentare).

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Gameboy Super-Mario

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Diebstahl Lügen Kindergarten

Als ich neun Jahre alt war, habe ich einen Kinderhort besucht, wo Kinder nachmittags nach der Schule betreut werden. Damals hatten fast alle einen Gameboy, ich auch. Leider besaß ich nur Tetris als Spiel. Ich hab einem anderen Jungen sein "Super-Mario"-Spiel geklaut, als er gerade auf dem Klo war. Als er gemerkt hat, dass es weg war, gab es natürlich ein Riesengezeter und die Erzieherinnen haben jedes Kind einzeln gefragt, ob es das Spiel genommen hat. Ich habe gelogen und "Nein" gesagt. Da ich im Hort immer das "Lieblingskind" aller Erzieherinnen war, weil ich sonst immer sehr brav war, haben sie mir natürlich geglaubt. Ich hatte hinterher ein schlechtes Gewissen und habe zu Hause auch gar nicht mit dem Spiel gespielt. Es liegt heute noch im Haus meiner Eltern in meinem alten Kinderzimmer in einer Schachtel im Schrank. Es tut mir Leid, dass ich geklaut habe und hinterher zu feige war, es zuzugeben. Heute studiere ich Jura.

Beichthaus.com Beichte #00027194 vom 08.11.2009 um 22:41:23 Uhr (34 Kommentare).

Gebeichtet von
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Backpfeife mit Folgen

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Lügen Falschheit Gewalt Familie Berlin

Ich (w/29) hatte zwei jüngere Brüder, der eine 5 und der andere 6, die sich gerne mal rauften; ich selbst war zu dem Zeitpunkt damals 15. An einem Tag wollte meine Mutter ein paar Lebensmittel einkaufen gehen und da sie dabei ihre Ruhe haben wollte, hat sich mich dazu beordert, auf die Jungs aufzupassen. Wie so oft kam es wegen irgendeiner Lapalie zum Streit zwischen den beiden. Ich war gerade dabei meine Hausaufgaben zu machen und war echt genervt. Ich wollte die beiden auseinander bringen, aber die haben sich einfach nicht beruhigt, bis ich voller Zorn war und dem Jüngsten eine Backpfeife verpasst hatte, da er anfing richtig übel zu randalieren. Leider Gottes war der Schlag so ungewollt heftig dass er zur Seite fiel und mit dem Kopf gegen die Heizung knallte. Plötzlich lag er regungslos da, hat wohl das Bewusstsein verloren, und war blutüberströmt. Ich und mein anderer Bruder waren total geschockt, riefen unsere Mutter an und holten einen Krankenwagen. Ich erzählte meiner Mutter es war ein Unfall, er sei unglücklich gefallen, mein 6 Jähriger Bruder hat nur stumm genickt und konnte dazu weiter nix sagen. Der arme Kleine musste ins künstliche Koma versetzt werden. Als er nach 1 Woche wieder wach gemacht worden ist, stellten die Ärzte fest, dass seine Sprachfunktion stark eingeschränkt war. Heute ist er 19 und ist nicht fähig sich per Sprache auszudrücken. In den Anfangsjahren der Behinderung weinte ich bitterlich, zum einen, weil ich ihm das angetan habe und zum anderen weil ich meine Mutter und meine Mitmenschen belogen habe. Bis heute. Zurzeit gehe ich in Therapie, weil das so ein tiefschürfendes negatives Schlüsselerlebnis war, das mich noch bis heute verfolgt. Ich werde meiner Mutter in den nächsten Tagen wohl die Wahrheit sagen müssen, so weh das auch tut, und somit alte Wunden wieder aufreißen. Es tut mir alles so furchtbar Leid.

Beichthaus.com Beichte #00027192 vom 07.11.2009 um 16:18:50 Uhr in Berlin (51 Kommentare).

Gebeichtet von maad90
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Die Salatblätter für meinen Burger-Plan

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Diebstahl Schamlosigkeit Shopping Hemmingen

Die Salatblätter für meinen Burger-Plan
Ich war heute einkaufen, hatte auf einmal unglaubliche Lust auf Burger und kaufte mir ein Zweier-Päckchen dieser Brötchen-Frikadellen-Käse-Bausätze, die man zuhause je nach Geschick zeitsparend zu einer knapp überdurchschnittlich bis fast lecker mundenden Mahlzeit optimieren kann. Das einzige, was fehlte, waren einige Salatblätter. Da das dort vorhandene Salatmaterial überwiegend tieftraurig vor sich hin vegetierte und den verlangten Preis drei- oder vierfach nicht wert war, war ich kurz davor, den Burgerplan zu verwerfen, zupfte mir dann jedoch in einem unbeobachteten Moment drei Blätter eines Kopfsalats ab und drapierte sie gewollt zufällig in den Einkaufswagen.
An der Kasse verdächtigte mich niemand, nur die Kassiererin schaute etwas schräg, das tut sie aber immer. Ich habe noch nie vorher etwas gestohlen. Ich fühle mich so schmutzig. Hoffentlich schmecken die Burger trotzdem.

Beichthaus.com Beichte #00027188 vom 06.11.2009 um 21:42:40 Uhr in 30966 Hemmingen (Lidl, Weetzener Landstraße 102) (41 Kommentare).

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Meine sexuelle Orientierung

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Begehrlichkeit Feigheit Dummheit Leipzig

Meine Geschichte beginnt vor ungefähr 20 Jahren, als ich (m/32) am Anfang der Pubertät stand. Ich hatte bis dahin an Mädchen kein größeres Interesse. Eines Tages begann zwischen meinem Cousin und mir während einer Rangelei eine Fummelei, die sich in den darauf folgenden Jahren bis zum gegenseitigen w***sen ausdehnte. Ich dachte mir nichts dabei und habe es eigentlich jedes Mal genossen. Im Laufe der Jahre habe ich mir immer wieder die Frage gestellt, ob ich vielleicht schwul sei. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich auch Mädchen toll fand und einige Freundinnen hatte. Die Erfahrungen mit Jungen beschränkten sich jedoch nur auf meinen Cousin. Mit 18 lernte ich dann meine langjährige Freundin kennen, mit der ich auch zwei Kinder bekam. In all den Jahren kreisten meine Gedanken immer wieder um das Thema sexuelle Orientierung. Im Hinblick auf meine Kinder habe ich jedoch immer wieder alle aufkeimenden Wünsche nach Berührungen durch einen Mann verdrängt und mir meine Welt zurecht gebogen. Kurzum, nach fast 13 Jahren zerbrach die Beziehung. Die Kinder sind regelmäßig für einen längeren Zeitraum bei mir und wir drei genießen einfach das Zusammensein. Mit meiner Exfreundin habe ich heute ein sehr entspanntes, um nicht zu sagen freundschaftliches Verhältnis.
Nach dem Scheitern der Beziehung habe ich auch relativ schnell eine neue Frau kennen gelernt, bei der auch die körperliche Befriedigung endlich wieder Spaß machte. Doch leider zerbrach auch diese Verbindung.

Und jetzt nach 20 Jahren bin ich eigentlich das erste Mal soweit, dass ich mir eine Beziehung zu einem Mann vorstellen kann. Da ich in den letzten Jahren gelernt habe, die Dinge selber in die Hand zu nehmen, war ich in den letzten Tagen schon recht aktiv gewesen. Bei einer Weiterbildung mit anschließender Werksführung lernte ich einen Mann kennen, etwas jünger als ich. Wir haben aus nicht erklärbaren Gründen während der Werksführung immer relativ oft Augenkontakt gehalten und unsere Nähe gesucht, ohne dass jemand davon etwas mitbekommen hat. Es gab keine Berührungen und auch keine Konversation. Einfach nur einen unbeschreiblichen Genuss der Nähe. Ich wollte ihm dann noch meine Telefonnummer geben, habe mich jedoch leider nicht getraut. Nach Beendigung der Weiterbildung habe ich mich dermaßen über mich selber geärgert, dass ich mir am liebsten selber in den Hintern getreten hätte. Warum konnte ich in so einem wichtigen Moment nicht bis zum Ende meinen Mut behalten?
Jetzt sitze ich hier, denke an den Typen und mal mir in Gedanken aus, was wir am Wochenende alles hätten so machen können. Naja, vielleicht gibt das Leben uns noch eine zweite Chance.
An dieser Stelle möchte ich jedoch nochmals deutlich sagen, dass ich ein stolzer Papa bin und meine Kinder über alles Liebe. In meiner Brust schlagen jedoch zwei Herzen. Eines für Frauen und eines für Männer. Ich möchte jetzt auch nicht einfach alles mitnehmen, was sich mir so in den Weg legt. Ich habe jedoch jetzt begriffen, dass ich mir selber eingestehen und mir persönlich beichten muss, dass ich bisexuell bin. Ich bin gespannt, was das Leben für mich noch bereit hält.

Beichthaus.com Beichte #00027187 vom 06.11.2009 um 19:02:37 Uhr in 04277 Leipzig (24 Kommentare).

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