Gefälschte Arbeitszeugnisse für eine gute Zukunft

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Betrug Verzweiflung Lügen Arbeit

Ich habe weder meinen Partner betrogen, noch jemandem vor die Tür gekackt. Ich habe auch nicht gestohlen oder mich gnadenlos zur Rampensau gemacht - trotzdem werde ich etwas tun, das nicht rechtens ist: Ich werde meine Arbeitszeugnisse fälschen, damit ich wieder einen Job bekomme. Ich war aufgrund eines Erziehungsurlaubs und eines kranken Kindes jahrelang arbeitslos. Mein Mann arbeitet zwar Vollzeit, aber wir leben hier in einer Stadt, in der die Miete für eine normale Wohnung wirklich extrem hoch ist. Da ich 2006 meinen Job verloren habe und dann noch einmal schwanger wurde, dachte ich mir, ich könnte jetzt den Erziehungsurlaub machen und dann wieder richtig durchstarten. Tja, falsch gedacht. Mein zweites Kind hatte einen schlimmen Unfall und war monatelang zu Hause. In dieser Zeit habe ich zwar schon mal hin und wieder einen Minijob gehabt und es sogar mit Zeitarbeit versucht, aber ich habe nie etwas "Richtiges" bekommen. Wir haben allerdings einen Teil ALG2 bezogen, und ich sollte deshalb zu diversen Maßnahmen, was aber sinnlos war, da ich zwei kaufmännische Ausbildungen und davor ein recht gutes Abitur hingelegt habe.


Aufgrund meiner Arbeitslosigkeit kriege ich keine Nachmittagsbetreuung für meine kleine Tochter - denn ich bin ja daheim. Und der Arbeitsberater sitzt mir in Nacken, dass ich doch arbeiten solle, denn das Kind käme auch ohne mich klar, was ich aber ablehne. Ich kann einfach nicht in Ruhe arbeiten, wenn mein Kind nach Schulschluss um 11.20 Uhr alleine nach Hause soll. Bewerbungen schreibe ich ohne Ende, ich bin fit am PC, habe mich weitergebildet, beherrsche Fremdsprachen - also alles, was ein Büromäuschen so braucht. Aber ich freue mich ja schon, wenn ich von den Firmen ein: "Nein, danke." höre, denn normalerweise melden die sich gar nicht mehr! Um dieser verdammten Spirale zu entkommen, werde ich jetzt meine Arbeitszeugnisse datentechnisch ein wenig pimpen. Um klarzustellen: Ich will einen Job ohne Weisungsbefugnis! Ich möchte niemanden anweisen oder am offenen Herzen operieren - ich will einfach nur wieder eine Arbeit! Auch wenn das bedeutet, dass ich mich zum Betrüger mache. Vielen Dank an die Politik und diese verdammten Firmen, die aus einer recht schaffenden Mutti eine Betrügerin machen, feine Sache. Bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00033588 vom 11.07.2014 um 21:53:31 Uhr (22 Kommentare).

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Geheuchelte Büroarbeit

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Verzweiflung Trägheit Arbeit

Ich habe mittlerweile fast 10 Jahre kaufmännische Berufserfahrung. Meine Beichte ist, dass ich seit Beginn meiner Ausbildung bis heute fast den gesamten Tag sinnlos im Internet surfe. Meine Aufgaben erledige ich sehr gut und zügig. Das Problem an der ganzen Sache ist, dass es einfach so fürchterlich frustrierend ist, wenn man nichts Ordentliches zu tun hat und der gesamte Tag aus Leerlauf besteht. Selbst an den "arbeitsreicheren" Tagen fühle ich mich, als hätte ich den ganzen Tag nichts gemacht. Ich sehne mich regelrecht nach einer Tätigkeit, welche mir dazu verhilft, dass der Tag schneller vorbeigeht. Ich habe noch nie das Gefühl gehabt, dass ich wirklich etwas vollbracht habe. Ich verspüre höchsten Respekt für Handwerker, die wirklich etwas arbeiten und Dinge zu Ende bringen. Lustigerweise waren alle Büros, die ich besuchen durfte, davon geprägt, dass echte Arbeit geheuchelt wurde. Es ist einfach sehr deprimierend.

Beichthaus.com Beichte #00033570 vom 08.07.2014 um 14:26:09 Uhr (7 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Nuttige Rollenspiele im Büro

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Morallosigkeit Selbstsucht Arbeit Kollegen

Nuttige Rollenspiele im Büro
Ich (m/40) beichte, dass ich die Unwissenheit zweier Arbeitskolleginnen schamlos ausnutze und ihnen dabei Hoffnungen auf ein berufliches Weiterkommen mache. Ich arbeite in einem internationalen Konzern und habe eine Jobbezeichnung, die glauben lassen kann, dass ich ein wirklich hohes Tier bin. Ich habe zwar tatsächlich eine sehr gute Position, mit vielen Annehmlichkeiten und einem sehr schönen Büro in der Geschäftsleitungsetage, einen großen Firmenwagen und ein kleines Team, das mich unterstützt, aber Karrieren kann ich keine machen. Zwei Kolleginnen sind jedoch, unabhängig voneinander, irgendwann auf die Idee gekommen, ich könnte ihnen Positionen in Bereichen verschaffen, die sehr begehrt sind. Seitdem habe ich beide Mädels häufiger in meinem Büro gevögelt, oder mir einen blasen lassen, ohne jemals etwas für sie getan zu haben. Eine von beiden zieht richtige Rollenspiele mit mir ab und macht einen unfassbar nuttigen Eindruck - herrlich. Ich beichte, dass ich die beiden schamlos ausnutze, ohne etwas für sie tun zu wollen.

Beichthaus.com Beichte #00033567 vom 07.07.2014 um 16:51:09 Uhr (33 Kommentare).

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Missbrauch der Generalschlüssel

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Betrug Morallosigkeit Arbeit

Vor vielen Jahren habe ich bei einem Netzbetreiber als Starkstrommonteur gearbeitet. Dort hatte ich zur Ausübung meiner Tätigkeit mehrere Generalschlüssel, um die Umspannwerke, Trafostationen, Kabelverteilerschränke und Hausanschlusskästen sperren zu können. Vor meinem Ruhestand kam ich dann in den Innendienst und hatte, bis zu meiner Pensionierung, nicht mehr direkt an den Anlagen zu tun. Als ich dann in Pension ging, dachte im Unternehmen niemand mehr an die Schlüssel, die ich noch hatte - und auch ich dachte nicht mehr daran. Im Büro hatte ich nämlich nur berührungslose Zutrittskontrollen und brauchte keinen Schlüssel. Vor einigen Wochen traf ich dann einen Elektriker, der seine eigene Firma besitzt und welchen ich noch aus meiner Zeit im aktiven Betriebsdienst kenne. Er klagte mir sein Leid, wie teuer das Abschalten von Anlagen, an denen gearbeitet werden muss, durch den Netzbetreiber inzwischen geworden ist. Da die Elektriker keinen Schlüssel für die Anlagen haben dürfen, müssen sie dafür mehrmals pro Woche den Netzbetreiber verständigen, welcher für das Ein- und Ausschalten über 70 Euro Gebühren einnimmt. Und das für eine Tätigkeit, die vielleicht zwei Minuten dauert.


Da fiel mir wieder mein Schlüsselbund ein, und ich fragte, ob ich ihn ein bisschen unterstützen soll, indem ich selbst die Abschaltung für lau vornehme. Er willigte natürlich ein und so fuhr ich nach Hause, holte meine Schlüssel und wir trafen uns bei dem Haus, an dem er zu arbeiten hatte. Ich schaltete den Hausanschluss ab, er erledigte seine Arbeiten und zwei Stunden später, als er fertig war, setzte ich die Sicherungen wieder ein. Eigentlich wollte ich kein Geld nehmen, aber er war so dankbar und drückte mir 50 Euro in die Hand. Trotzdem ging ich von einem einmaligen Hilfsdienst aus, allerdings wiederholte sich die Sache und inzwischen rufen auch noch zwei weitere Elektrounternehmer bei mir an, damit ich ihnen einige Abschaltungen durchführe. Ich möchte deshalb beichten, dass ich einen großen, überregional arbeitenden Energieversorger schädige und mir damit etwas zu meiner Rente dazuverdiene. Ich bitte um Absolution für mein Handeln.

Beichthaus.com Beichte #00033556 vom 04.07.2014 um 20:23:39 Uhr (14 Kommentare).

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Zickenkrieg in der IT-Branche

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Ignoranz Faulheit Selbstsucht Kollegen Arbeit

Ich möchte beichten, dass ich im Büro nur noch das Allernötigste mache. Grundsätzlich mach ich den Kram gern, denn ich bin in der IT-Branche und das ist quasi auch das Einzige, das ich wirklich gut kann. Allerdings gehen mir meine Kollegen so auf den Sack, dass ich mir derzeit einen neuen Job suche, nur noch das Nötigste mache und den meisten Kollegen wünsche, dass sie mal ordentlich versagen. Ich bin jetzt schon einige Jahre dort und anfangs lief es auch gut, ich konnte mich zu neuen Aufgaben vorarbeiten, bis ich dann irgendwann bemerkte, dass einige Angestellte dort ständig über ihre Kollegen herziehen. Jeder, der nicht da ist, ist in Mode. Da hat er das gemacht, da macht er jenes nicht richtig - gut, eigentlich nur anders, als die Herren es gern hätten - und außerdem sind sie die Schlausten und Besten überhaupt. Machen keine Fehler und jeder, der einen anderen Lösungsweg nutzt, ist ein Idiot. Anfangs dachte ich noch, das sei nur in Stresssituationen so und ging davon aus, dass sich das Ganze irgendwann legt, dann dachte ich, dass der neue Chef dann mal Ordnung reinbringt. Aber außer, dass er sich darüber aufregt, unternimmt auch er nichts.


Und jetzt läuft wieder ein Projekt für eine große Umstellung, die alle Anwender betreffen wird. Und trotzdem werden persönliche Kleinkriege geführt, man lässt Kollegen auflaufen und riskiert große Ausfälle, nur um dann zu zeigen, wie geil man doch ist, weil man es ja behoben hat und wieder auf jemanden zeigen kann, der schuld ist. Man versucht irgendwas zu beweisen, anstatt eine andere Lösung zu finden, wenn die beste Lösung, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich ist. Man hinkt dem Zeitplan schon ordentlich hinter her, nichts ist getestet, wichtige Anwendungen werden ignoriert, weil es ja nur zwei User nutzen und so weiter. Manchmal glaube ich, dass ich nicht in einem reinen Männerbetrieb, sondern in einem Mädcheninternat gelandet bin und alle haben gerade ihre Tage. Aber eigentlich glaube ich nicht, dass Frauen so viel tratschen wie die besagten Herren. Lange Zeit wollte ich es irgendwie allen Recht machen und habe jede Aufgabe angenommen, die es gab - bis es zu viele waren. Und alles, was man am Ende bekommt, ist Gepöbel und Getratsche, wie blöd man doch ist. Da mich das irgendwann total belastet hat, habe ich beschlossen, dass ich dort weg muss und, solange ich noch da bin, den ganzen Schlonz möglichst ignoriere oder mich drüber amüsiere. Ist gesünder für mich. Trotzdem hoffe ich, dass die Herren mit ihrem Projekt mächtig auf die Fresse fallen und mal ihre eigenen Waffen spüren. Auch wenn es am Ende eigentlich schlecht für die ganze Abteilung ist und sie sich dann doch wieder rauswinden und andere Schuld sind.


Leidtut es mir nur für die Jungs, die immer alles geben und kollegial miteinander umgehen. Die müssen jetzt nämlich mehr machen, weil ich einfach keinen Bock mehr darauf habe, immer der Idiot zu sein und mir anhören zu dürfen, was der oder jener mal wieder nicht gemacht hat. Natürlich möchte ich nicht mit jedem dick befreundet sein und jedes Wochenende saufen gehen, aber einfach normal miteinander umgehen und ein richtiges Team bilden sollte doch möglich sein. Was die werten Herren natürlich nicht merken, ist, dass sie riesige Löcher in das Boot bohren, in dem sie sitzen. Und sie werden wohl sehr überrascht sein, wenn der Firma das Ganze zu blöd wird und die Abteilung ausgelagert wird. Ich freue mich schon auf den Tag meiner Kündigung. Vermissen werde ich in der Abteilung vielleicht zwei oder drei Leute. Bitte vergebt mir, dass ich faul und selbstsüchtig bin und andere deshalb hängen lasse.

Beichthaus.com Beichte #00033553 vom 03.07.2014 um 22:00:13 Uhr (10 Kommentare).

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