Beziehung mit einem Flüchtling

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Begehrlichkeit Verzweiflung Waghalsigkeit

Ich (w/25) habe eine Zeit lang mit Flüchtlingen gearbeitet, daraus sind auch viele Freundschaften entstanden. Besonders mit einem alleinerziehenden Familienvater habe ich mich sofort sehr gut verstanden. Ich habe ihn bei vielen Dingen, die in Deutschland nun mal normal, für ihn aber naturgemäß sehr fremd waren, unterstützt, die Freundschaft war aber nie nur einseitig - er war immer froh, wenn ich mal ein Problem hatte und er seine eigenen Probleme vergessen konnte. Als meine langjährige Beziehung in die Brüche gegangen ist, hat er mich sehr unterstützt und dafür gesorgt, dass ich nach relativ kurzer Zeit wieder mit beiden Beinen im Leben stand. Aber natürlich kam es, wie es kommen musste: Wir sind irgendwann miteinander im Bett gelandet. Wir haben beide panische Angst davor, dass wir damit über kurz oder lang unsere wirklich tolle Freundschaft aufs Spiel setzen, können aber auch nicht die Finger voneinander lassen.

Seine Kinder sehen in mir eine wichtige Bezugsperson und sein ältester Sohn sieht mich bereits als eine Art Ersatzmutter, was uns beiden nicht gefällt, da wir keine Beziehung miteinander wollen. Wir haben auch schon mit seinem Sohn darüber geredet, das hat aber nicht wirklich viel gebracht. Ich beichte also, dass ich wohl über kurz oder lang sowohl eine tolle Freundschaft als auch die geistige Gesundheit eines Kindes, das sowieso schon zu viel in seinem kurzen Leben gesehen hat, aufs Spiel setze, weil ich meine Triebe nicht im Griff habe und der Sex einfach zu gut ist.

Beichthaus.com Beichte #00038593 vom 06.08.2016 um 12:03:11 Uhr (12 Kommentare).

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Die Tiere im Gartencenter

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Neugier Zwang Maßlosigkeit Tiere Osnabrück

Ich (w/23) beichte, dass ich nur wegen der vermeintlichen Haustiere der Mitarbeiter zum Gartencenter in der Nähe gehe. An sich ist das Center wirklich schön, es ist eher klein im Gegensatz zu den großen Centren, weil es noch direkt in der Stadt liegt. Da ich keinen Balkon und nur ein paar Pflanzen auf der Fensterbank habe, laufe ich also dort regelmäßig hin, um die gute Luft einzuatmen. Es ist so ein bisschen feucht-warm bis tropisch in dem Gartencenter selbst, weil es wie ein einziges großes Gewächshaus ist, und draußen gibt es es die schönsten Brunnen und größeren Gewächse. Innen ist die Luft sehr, sehr sauber. Ganz oft gehe ich aber eigentlich nur wegen der Atmosphäre hin und checke dann schon im Eingangsbereich ab, ob die schöne, pechschwarze Katze schon auf den Tresen an der Kasse liegt. Wenn nicht, gehe ich nur einmal durch, um zu genießen. Wenn sie dort liegt, dann kaufe ich meist eine Kleinigkeit, um sie nach dem Bezahlen an der Kasse streicheln zu können.

Heute habe ich herausgefunden, dass es dort noch ein Tier gibt, das scheinbar regelmäßig dort ist, aber ich habe es nicht sehen oder anfassen können. Folglich wird dem Gartencenter in den nächsten Tagen und Wochen solange ein Besuch abgestattet, bis ich weiß, was sich dort an schönen Tieren noch so während der Öffnungszeiten tummelt. Ich glaube, ich bin da echt bekloppt. Tierhaltung ist aber in meiner Wohnung verboten, deswegen bin ich permanent auf Entzug und nutze jede Gelegenheit, um mit Hund, Katze, Kuh, Pferd oder sonst was Kontakt aufzunehmen.

Beichthaus.com Beichte #00038590 vom 05.08.2016 um 23:29:34 Uhr in 49084 Osnabrück (Meller Straße) (13 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Ich genieße mein Leben mit Hartz-IV

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Feigheit Vorurteile Gesundheit

Ich bin 25 Jahre alt und habe trotz meiner Sozialphobie (und dadurch sieben stationäre Therapien, je drei bis sieben Monate) meine Fachhochschulreife erworben und studierte bis zuletzt noch Produktdesign an einer Kunsthochschule (habe fast immer 30 CP erreicht). Als ich Panikattacken während der Vorlesungen und in meinen Kursen bekommen habe, habe ich mich dazu entschlossen, mich beurlauben zu lassen und beziehe nun seit drei Monaten Hartz-IV. Mein Vater wurde so erzogen, dass er davon ausgeht, dass es einem gut geht, wenn man arbeitet. Deshalb (und wahrscheinlich auch wegen der von der Gesellschaft eher negativen Einstellung gegenüber Hartz-IV-Empfänger) empfinde ich es wohl als Beichte, Folgendes zuzugeben:

Wenn ich sage: "Ich will gesund werden", bedeutet das nicht "Ich will wieder arbeiten/studieren können". Was ich sagen will, ist: Ich arbeite nicht darauf hin, dass die Panikattacken weggehen, um wieder arbeiten zu können. Wenn ich in zwei Jahren immer noch Panikattacken bekomme, wenn ich Leistungen erbringen muss und bewertet werde, ist mir das ganz recht. Damit kann ich mich aus der Arbeitswelt entziehen. Ich bin kein fauler Mensch. Ich bin eigentlich auch ziemlich diszipliniert. Ich bin mit der Einstellung meines Dads groß geworden und würde ohne die Panikattacken wohl heute noch studieren, trotz Depressionen, Schlaflosigkeit, Suizidgedanken, usw.

Da ich schon über 10 Jahre Erfahrungen in Therapien gemacht habe und sehr kreativ bin, habe ich eine große Selbstwirksamkeit. Ich brauche Arbeit weder um mich zu beschäftigen, um das Gefühl zu bekommen gebraucht zu werden, um Anerkennung und Rückmeldung zu erhalten, noch für das viele Geld. Meine höchsten Ausgaben im Monat sind die vegetarische und die glutenfreie Ernährung und das monatliche Internet. Ich habe am Monatsende sogar noch Geld übrig, was ohne einen bestimmten Zweck automatisch gespart wird. Das liegt nicht daran, dass man mit Hartz-IV viel Geld bekommt. Sondern schlicht weg daran, dass ich mir bewusst geworden bin, dass ich nur für eine sehr kurze Zeit scheinglücklich wäre, wenn ich mir etwas kaufe oder in den Urlaub fahre. Ich brauche weder ein cooles Styling, um es auf Instagram zu posten, noch brauche ich das neuste Handy. Klar, ich kaufe mir auch Sachen. Aber recht selten - und das war auch schon vor dem Hartz-IV-Bezug. Und als Student hatte ich auch mehr Geld als jetzt.

Ich wohne mit meiner Freundin zusammen, sie ist 27 Jahre alt und auch Hartz-IV-Empfängerin. Sie arbeitet seit einem Jahr nicht, mehr wegen ihrer Essstörung. Nimmt aber an Maßnahmen des Amts teil, da sie gerne wieder arbeiten möchte. Seitdem ich den Druck vom Studium los bin, geht es mir um einiges besser. Und ich bin immer offen für Veränderungen in mir, auch bezüglich der Arbeit und der Panikattacken. Aber solange meine Attacken noch da sind, danke ich meinem Körper dafür, dass er nicht auf meinen "Ich muss doch etwas tun"-Verstand hört und mir somit Zeit gibt, um das Leben genießen zu können.

Beichthaus.com Beichte #00038589 vom 05.08.2016 um 06:22:13 Uhr (24 Kommentare).

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Der schlimmste Azubi in ganz Berlin!

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Dummheit Verzweiflung Arbeit

Ich schäme mich dafür, der unfähigste Azubi meines Betriebes und wahrscheinlich ganz Berlins zu sein. Ich (w/20) bin im ersten Lehrjahr in einer Tischlerei. Nun ist es aber so, dass der Vorarbeiter mir heute eine Aufgabe gegeben hat - eine ehemalige Prüfungsaufgabe, die man normalerweise in acht Stunden und viele wohl auch darunter schaffen. Die Beichte ist jetzt, dass ich vielleicht die Hälfte oder zwei Drittel der Aufgabe heute geschafft habe und morgen mindestens noch drei Stunden brauche. Und das Ergebnis sieht jetzt schon aus wie eine Vier Minus. Ansonsten bin ich auch immer die Begriffsstutzigste und so ziemlich die schlimmste Hilfe, die einem zugewiesen werden kann, was inzwischen auch alle Gesellen raushaben, weshalb mich keiner mehr so recht für vollnimmt. Ich kann aber nicht mal etwas dafür! Heute habe ich mich die acht Stunden voll darauf konzentriert und trotzdem kein gutes Ergebnis erzielt. Ich beichte, total inkompetent zu sein und glaube, in anderen Berufen würde ich mich nicht besser anstellen.

Beichthaus.com Beichte #00038582 vom 03.08.2016 um 19:02:44 Uhr (22 Kommentare).

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Das blutige Paket von meiner Ex

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Selbstverletzung Maßlosigkeit Ex Friedberg

Das blutige Paket von meiner Ex
Ich (m) beichte, dass sich meine Ex wegen mir etwas angetan hat und mir das nicht im Geringsten leidtut. Sie war im Grunde eine sehr nette und liebenswerte Person. Allerdings störte mich nach einiger Zeit ihre fast schon künstlich wirkende Art dermaßen, dass ich vor Wut platzen konnte! Ich konnte es einfach nicht mehr ertragen und wollte sie daher unbedingt verlassen. Dadurch, dass sie mir in bestimmten Situationen signalisierte, sich für den Fall etwas anzutun, zögerte sich die ganze Geschichte etwas hinaus. Jedenfalls verließ ich sie nach langem Hin und Her via E-Mail (mit ausführlicher Begründung!). Entgegen meiner Befürchtung bekam ich keinen einzigen Anruf von ihr. Im Gegenteil. Selbst als ich nach einiger Zeit anrief, um mich nach ihr zu erkundigen, ging sie nicht dran. Dann war es aber schon zu spät, wie sich herausstellte.

Kurze Zeit später bekam ich ein Paket zugestellt. Es war relativ leicht und etwa halb so groß wie ein Schuhkarton. Der Inhalt war schockierend: Zwischen blutbekleckerten Papierschnipseln befand sich dort ein verschließbarer Gefrierbeutel, der mit einer nicht geringen Menge Blut gefüllt war! In dem Moment hasste ich sie, wie nie zuvor. Dachte sie ernsthaft, das würde etwas an meiner Entscheidung ändern? Sie muss wohl wirklich am Boden zerstört gewesen sein, aber ich nahm mir vor, jeglichen Kontakt zu ihr oder ihrer Familie zu vermeiden.

Ich änderte meine Nummer sofort und bis heute habe ich nie mehr etwas von ihr gehört. Im Nachhinein denke ich, dass es nicht hätte so weit kommen müssen und ich darauf hätte besser reagieren können. Sie hat wohl wirklich Hilfe gebraucht. Ich hätte ihr meine Entscheidung, sie zu verlassen, auch persönlich beibringen können. Außerdem hätte ich ihr Hilfe besorgen können. Aber nach wie vor denke ich, dass ihr Verhalten einfach ekelhaft und sinnlos gewesen ist und ein Mensch mit einer Trennung klarkommen sollte.

Beichthaus.com Beichte #00038581 vom 03.08.2016 um 15:29:12 Uhr in 61169 Friedberg (Hanauer Straße) (24 Kommentare).

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