Taufpatin wider Willen

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Neid Engherzigkeit

Ich kannte meine beste Freundin seit Schultagen. Sie war mit ihren Eltern ins Nachbarhaus gezogen und wir haben unsere ganze Jugend miteinander verbracht, sind viel zusammen gereist und jede wusste die intimsten Probleme der anderen. Wir waren 15 oder so, als wir uns schworen, jede von uns beiden wird einmal die Taufpatin des ersten Kindes der anderen. Die Idee kam eigentlich von ihr, doch ich fand den Gedanken auch Klasse. Wir sind dann ab Mitte 20 gesonderte Wege gegangen, sie machte ihr Studium, während es mich in die Welt hinauszog. Ich lebte einige Jahre im Ausland, weil ich mich in einen Urlaubsflirt verliebt hatte, und es wurde sogar eine richtige Beziehung daraus. Er war meine große Liebe, doch ich hatte es schlecht erraten - er trennte sich nach einigen Jahren von mir, und es war ihm egal, was ich weiter machen würde, in einem Land, wo man ohne familiäre Unterstützung so gut wie gar nicht zurechtkommt. Das Beste wäre gewesen, sofort in meine Heimat zurückzukehren, doch ich versuchte noch lange, mich allein über Wasser zu halten, weil ich mich in die Idee verbissen hatte, es auch so zu schaffen. Ich gebe zu, ich war lange ein psychisches Wrack und hatte kaum noch Perspektiven, außerdem hatte ich aus Kummer ganz schön zugelegt. Gerade in dieser Zeit verkündete meine beste Freundin, mit der ich nur noch sporadisch in Kontakt war, dass sie ein Kind erwartete, völlig überraschend, sie hatte geglaubt, dass so etwas bei ihr nie klappen würde. Und natürlich sprach sie von nichts anderem mehr als über das freudige Ereignis und die bevorstehende Hochzeit. Ich gönnte ihr beides von Herzen, doch die Erinnerung daran, jetzt noch Taufpatin zu werden, kam mehr als unpassend. Ich hatte kein Geld, war schon lange aus meiner Kirche ausgetreten und mutierte zu der Zeit in ein heulendes Elend, wenn ich glückliche Familien sah. So sagte ich nach langer Überlegung meiner Freundin ab. Ich schaffte es einfach nicht, auf ihre Hochzeit und zu der Taufe ihres Kindes zu gehen, geschweige denn, Taufpatin zu sein. Eine andere Freundin von ihr hat dann freudestrahlend diesen Part übernommen, so war ich in dieser Weise sehr erleichtert. Heute, 12 Jahre später, tut mir das immer noch sehr Leid, denn meine Freundin war abgrundtief enttäuscht und redete eine lange Zeit nur noch das Nötigste mit mir. Inzwischen sind wir wieder gute Freundinnen. Doch immer wieder, bei Gelegenheit, kommt so eine Anspielung von ihrer Seite, wenn sie zu ihrer Tochter sagt, eigentlich hätte ich die Taufpatin sein sollen.

Beichthaus.com Beichte #00030044 vom 16.06.2012 um 11:28:29 Uhr (22 Kommentare).

Gebeichtet von MeinSenfDazu
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Der rote Kugelschreiber

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Unreinlichkeit Ekel Urlaub Jüterbog

Ich (w/23) möchte hier folgendes Erlebnis beichten. Im Sommer vor ein paar Jahren habe ich gemeinsam mit einigen Freunden ein Festival besucht. Wie das so üblich ist hatten wir feuchtfröhlich unseren Spaß und dementsprechend war ich am späten Abend des ersten Tages total betrunken. Als ich in dem Zustand vom Campingplatz wieder auf das Festivalgelände laufen wollte überkam mich der unweigerliche Drang ein großes Geschäft zu verrichten. Da ich zu faul war quer über das ganze Gelände zu den Dixi-Klos zu laufen (die dann auch nicht besonders einladend sind) und im Umkreis von 300m niemand zu sehen war, zögerte ich nicht lange und hockte mich einfach zwischen zwei Zelte. Nachdem ich fertig war, fiel mir jedoch trotz hohem Alkoholisierungsgrad auf das ich ungewollt direkt neben das Zelt meines besten Freundes gekackt hatte. Da ich nun wirklich nicht wollte, dass er nachts oder am nächsten Morgen reintritt überlegte ich mir was zu tun war. Die Sauerei wegmachen wollte und konnte ich nicht, da ich keine Taschentücher dabei hatte. Gott weiß wie ich auf die Idee gekommen bin schlussendlich einen roten Kugelschreiber, den ich in meiner Hosentasche gefunden habe in die Wurst zu stecken. Ich dachte in dem Moment das sie so durch den roten Kuli besser sichtbar ist und keiner reintritt. Ich beichte hiermit, dass ich in dem Augenblick zu dumm war um zu bemerken, dass es a) schon dunkel war und b) es immer noch ekelhaft ist so etwas auf dem Campingplatz zu hinterlassen. Es ist, wie sich am nächsten Morgen rausstellte niemand reingetreten und meine Kumpels hatten einiges zu lachen.

Beichthaus.com Beichte #00030042 vom 14.06.2012 um 19:49:19 Uhr in Jüterbog (27 Kommentare).

Gebeichtet von fun3333
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Zufallsbeichte
“Folge

Fußgängerzone

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Ignoranz Boshaftigkeit Neid Frankfurt

Ich wohne in einer deutschen Großstadt, und im Stadtzentrum gibt es eine große Fußgängerzone. Manchmal ist es dort so voll, dass man nur extrem langsam vorankommt, weil man ständig Leuten ausweichen muss, die einem entgegen kommen. Vor allem diese blöden Anzugw*chser mit ihren Aktenkoffern halten sich anscheinend für was besseres und laufen voll auf einen zu. Ich beichte, dass ich mittlerweile auch niemandem mehr ausweiche und einfach stur geradeaus laufe. Manchmal fahre ich sogar extra die Ellbogen aus. Ich mach mich doch nicht zum Depp und lauf Schlangenlinien wenn der Rest der Welt auch keinerlei Rücksicht nimmt.

Beichthaus.com Beichte #00030040 vom 12.06.2012 um 17:39:32 Uhr in 60313 Frankfurt (23 Kommentare).

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Von der Damenwelt verarscht

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Boshaftigkeit Rache Dating Berlin

Ich (m/26) habe in den letzten zwei Jahren unglaublich viele schlechte Erfahrungen mit Frauen gemacht. Unzählige Male hat mich die Damenwelt verarscht und stehen gelassen. Neulich startete ich wieder einen Versuch, der wie die gefühlten eintausend davor wieder im Sand verlief. Ich lernte ein wirklich nettes Mädel in einer Bar kennen. Wir unterhielten uns den ganzen Abend und mit steigendem Alkoholkonsum in der Nacht wurde auch unser Kontakt intensiver bis wir uns auch später wild küssten. Da ich am nächsten Tag noch mit Freunden verabredet war, so tauschten wir noch unsere Handynummern aus. Es war in jedem Fall ihre richtige Nummer, da sie mich anklingeln lies und ich so ihre Nummer auf dem Display hatte. Sie sagte zu mir: "Ich will Dich in jedem Fall wiedersehen". Und so ging ich mit einem gutem Gewissen nach Hause.
Als ich sie nach zwei Tagen anrufen wollte ging sie nicht dran und auf zwei SMS in den folgenden Tagen reagierte sie nicht mehr. Ich bin der Meinung, dass es jetzt mal an der Zeit ist einen Denkzettel zu verteilen. Ich werde die Anonymität der Großstadt ausnutzen und folgende Aktion starten. Da die Bewohner der Hauptstadt so gerne Fahrräder mögen werde ich in ganz Berlin Flugblätter mit einer Anzeige für einen fiktiven Drahtesel der zu verschenken an den Straßenlampen aufhängen, natürlich mit ihrer Handynummer. Vielleicht findet sie ja zumindest durch meine Aktion ihren Traummann mit dem sie sich trifft. Jedoch hoffe ich mehr auf hunderte Anrufe Tag und Nacht.

Beichthaus.com Beichte #00030039 vom 11.06.2012 um 19:19:13 Uhr in 10247 Berlin (Frankfurter Allee) (41 Kommentare).

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“Beichte

Der Mann, den ich nicht liebe

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Feigheit Engherzigkeit Partnerschaft Wetter

Ich bin mit einem Mann zusammen, den ich gar nicht liebe. Das geht schon seit circa 1,5 Jahren so. Er kam in mein Leben als es mir beruflich sowie privat sehr schlecht ging und er stand mir immer sehr zur Seite. Ich habe mehrmals versucht mit ihm Schluss zu machen, aber er findet mich so toll, dass er trotzdem irgendwie nie aus meinem Leben gegangen ist.
Ständig wenn er sagt, dass er mich liebt, sage ich ihm: jaja, ich Dich auch. Weil ich weiß wenn er aus meinem Leben geht, dann habe ich niemanden mehr. Aber ich will ihn nicht. Er redet immer dauernd von Kindern und will mich heiraten. Eigentlich bin ich nur noch mit ihm zusammen, weil er ein Auto hat und ich mir das leihen darf und er sonst auch alles für mich tut. Versteht mich nicht falsch. Ich mag ihn. Aber ich bin so egoistisch, ich kann auf das Praktische in unserer Beziehung wohl nicht verzichten. Ich schlafe fast nie mit ihm. Ich habe sogar schon einmal eine Pilzinfektion vorgetäuscht, nur damit er mich in Ruhe lässt. Er ist so ein armer Kerl, ich habe Angst es ihm zu sagen. Und der Grund wieso ich ihn nicht so toll finde ist sein Aussehen. Er ist wirklich hässlich. Ich schäme mich total das ich so eine oberflächliche Kuh bin, aber irgendwie kann ich nicht aus meiner Haut hinaus.

Beichthaus.com Beichte #00030037 vom 09.06.2012 um 00:06:04 Uhr in 58300 Wetter (45 Kommentare).

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