Das Rasenmuster

25

anhören

Rache Ungerechtigkeit Schule Augsburg

In der Kollegstufe hatten wir einen Englischlehrer, das war so ein richtig linker Hund. Sowohl von der politischen Gesinnung her, als auch vom Verhalten. Er hat mir in der Abiprüfung nur fünf Punkte gegeben - das entsprach in Noten einer vier - obwohl ich den Stoff beherrscht habe und in Englisch eigentlich recht gut war.
Der Vertrauenslehrer meinte, nachdem er meine Arbeit gesehen hatte, er könne nichts dagegen machen. Es waren einfach Dinge als Fehler angemarkert, die man so und so sehen und interpretieren kann, und er hat halt alles zu meinen Ungunsten interpretiert.
Nunja, das Abi habe ich trotzdem geschafft, aber das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen.
Der Lehrer wohnte in einer guten Wohngegend - da machte sich der Racheplan gut. Zusammen mit einem Schulfreund, der den Lehrer auch nicht leiden konnte, bin ich in den Baumarkt gefahren, wo wir uns ne Dose Unkraut-Ex besorgt haben. In einer lauen Sommernacht als der Lehrer im Urlaub war, sind wir über seinen Zaun geklettert und haben ihm mit dem Unkraut-Ex ein Hakenkreuz in seinen schön gepflegten Rasen gestreut.
Eine Woche später sind wir dann am Tag mal an seinem Haus vorbei gelaufen - war ein wunderschönes Muster in seinem Rasen.
Und: Nein, wir sind keine Nazis und haben mit denen auch nix am Hut. Aber das passte so prima zu seiner linken Gesinnung.
Der Lehrer war eine Bazille und hat viele Schüler ungerecht behandelt. Wir waren deswegen richtig stolz auf unsere Tat und die Vorstellung, was vielleicht die Nachbarn nun über ihn denken, wenn er sich so schöne Muster in die Wiese bastelt!

Beichthaus.com Beichte #00027508 vom 13.02.2010 um 16:07:05 Uhr in Augsburg (25 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine Lehrerin und die Türklinke

36

anhören

Diebstahl Rache Vandalismus Schule Wismar

Ich habe damals in der Schule immer viel Blödsinn gebaut. Zum Beispiel haben mein bester Freund und ich mal von meinen Vater aus der Firma Super-Kontakt-Kleber geklaut und das auf die Türklinke (von innen) von unserer Lieblingslehrerin in der Schule gemacht. Frau W. war paranoid. Wenn wir zur großen Pause mussten, hat sie immer die Klassentür abgeschlossen (von innen), man hatte keine Möglichkeit nochmal an sein Pausenbrot oder sonstiges zu kommen. Es klingelte zum Reingehen, wir warteten dann alle vorm Klassenraum und hörten schon ein lautes Weinen von Innen. Als es dann zur Stunde klingelte, klopften wir wie wild an die Tür und Frau W. öffnetet die Tür und Tat als wenn nichts gewesen wäre. Der Klassensprecher wurde dann beauftragt den Schulleiter und den Hausmeister zu holen, weil der Türgriff abfällt und sie den festhalten müsse. Ich konnte nicht mehr vor lachen. Gesagt, getan. Der Hausmeister und Leiter waren erschrocken über den Vorfall. Zwischenzeitlich wurde die Polizei und Krankenwagen informiert. Sie montierten den Griff ab und nun stand Frau W. da mit dem Griff an der Hand. Bei dem Anblick passierte es, ich musste so laut loslachen, dass der Verdacht auf mich fiel. Sofort wurden meine Eltern benachrichtigt und holten mich von der Schule ab. Es gab richtig Ärger. Im Anschluss wurde ich der Schule verwiesen und musste Arbeitsstunden machen. Aus Wut auf meine Lehrerin, die alles veranlasst hatte, bin ich ein paar Wochen später abends bewaffnet mit dem dicksten Schraubendreher meines Vaters aus Versehen gegen den Wagen der Frau W. gekommen und zog Schrammen bis auf das pure Blech. Naja, damit es nicht auffiel habe ich die ganze Autoreihe mitgemacht. Hiermit wollte ich mich entschuldigen, aber mir ging es besser.

Beichthaus.com Beichte #00027456 vom 28.01.2010 um 18:19:59 Uhr in Wismar (36 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Lehrer in der Zwickmühle

84

Begehrlichkeit Wollust Verzweiflung Schule

Ich (27) bin Lehrer an einer Realschule. Ich habe diesen Beruf gewählt, weil ich der Überzeugung bin, dass Schule wichtig ist, zumal man ohne Abschluss sowieso keine oder ganz geringe Chancen hat. Ich möchte einfach, dass die Schüler was bei mir lernen. Ich gehe […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00027433 vom 21.01.2010 um 18:06:59 Uhr (84 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die selbstbräunergebadete Weichhirnsflunze

46

anhören

Rache Vandalismus Schule Pirna

Zu meinen unrühmlich geendeten Schulzeiten saß vor mir in Mathe das perfideste Miststück von einem Mädchen, was man sich vorstellen kann. Sie lästerte über alles und jeden, hänselte gnadenlos Mitschüler und war grenzenlos selbstverliebt. Besonders eingebildet war sie auf ihr langes haselnussbraunes Haar, was sie immer offen zur Schau trug. Eines Tages titulierte sie mich und meinen Banknachbarn (einen großen, breiten grimmig dreinblickenden Metaller) als "Möchtegernrocker" und "langhaarige Halbaffen".

Wir ignorierten sie geflissentlich, aber unsere Rache lies nicht allzulange auf sich warten. Einige Wochen später nämlich fing sich mein Banknachbar eine fiese Erkältung ein. Er nieste seinen Schnodder die gesamte Mathestunde lang über die Bank und natürlich auch volle Kanne in das über die Stuhllehne wallende Haar der vor uns sitzenden erkenntnisfreien selbstbräunergebadeten Weichhirnsflunze. Zum krönenden Abschluss hustete er noch ein paar grünliche Schleimbatzen hoch, die er ohne mit der Wimper zu zucken mit dem Ärmel ihres teuren pinken "Ich bin ja sooo stylisch"-Strickjäckchens aufwischte, das über ihrem Stuhl hing. Natürlich ganz diskret, versteht sich.
Ich machte mir während der gesamten Stunde fast in die Hose vor unterdrücktem Lachen, vor allem wegen des dezenten blassgelben Schleimfilmes an ihren antisplissbehandelten Haarspitzen. Das Beste war allerdings, dass sie unsere spezielle, perfekt zu ihr passende Schönheitsbehandlung nicht gleich bemerkte, sondern erst in etwa eine Stunde später, was ihrerseits in einem entsetzten, wahnsinnigem Urgeheul resultierte. Sie fehlte anschließend eine Woche lang in der Schule, hatte danach eine Bobfrisur und sah sich in der Mathestunde mit an Paranoia grenzender Regelmässigkeit um, nur um in unsere grinsenden Unschuldsmienen zu blicken. Ansonsten waren wir für sie Luft und sie nahm sich zumindest uns gegenüber nichts mehr heraus.

Beichthaus.com Beichte #00027420 vom 19.01.2010 um 12:53:10 Uhr in 01796 Pirna (Pillnitzer Straße 13a) (46 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Meine Schulbrote

24

anhören

Verschwendung Feigheit Ekel Schule Kinder Rotenburg

Ich habe als kleiner Junge meine Schulbrote, die mir meine Mutter jeden Tag mit Liebe schmierte, nie gegessen. Doch statt sie gleich in der Schule zu entsorgen, stopfte ich sie zu Hause in meine Spielzeugtonne. Deckel auf, Brote (noch in Alufolie verpackt) rein, Deckel zu. Das ging über Jahre. Eines Tages hatte ich Hunger und kam in meiner kindlichen Dummheit auf die Idee, diese verstauten Brote zu verzehren. In meinem Kopf schien das logisch. Sie waren ja in Folie verpackt und konnten nicht schlecht werden - dachte ich. Als ich den Deckel der Blechtonne öffnete erschien mir der Geruch schon seltsam, auch dass sich die Folienklumpen irgendwie warm anfühlten ließ mich stutzig werden. Als ich das erste "Brot" auswickelte, kam nur eine gräulich-grüne Masse zum Vorschein, die mich schlagartig begreifen ließ, dass das Brot komplett vergammelt ist. Da nicht auffliegen durfte, dass ich das Brot nie gegessen hatte, zerrte ich die Tonne eines Tages, als ich alleine daheim war, auf den Dachboden. Dort suchte ich mir in der hintersten Ecke eine Stelle, an der ich diese komische gelbe "Wärmedämmwolle" anhob, die einfach nur unterhalb der Dachziegel lose aufgelegt war, und stopfte alle Gammelpäckchen darunter. Ich weiß nicht, ob sich das alles mittlerweile schon abgebaut/zersetzt hat, wir sind ein paar Jährchen später umgezogen.


Damit sich dieses Drama nicht wiederholt, habe ich dann alle meine Brote unangetastet am Ende des Schultages in den Mülleimer des Klassenzimmers geschmissen. Das Ende vom Lied: mein bester Freund erzählte meiner Mutter, dass ich die Brote immer in den Müll werfe. Sie schmierte mir dann keine Brote mehr. War auch besser so. Tut mir Leid, Mutti! Zum Glück weiß niemand, was mit den anderen Broten geschehen ist.

Beichthaus.com Beichte #00027401 vom 12.01.2010 um 07:58:19 Uhr in 27356 Rotenburg (Hindenburgstraße) (24 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000