Gestört auf dem Klo

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Aggression Ungerechtigkeit Gesellschaft

Ich möchte beichten, dass ich mich als Mann beim Pinkeln von weiblichen Besuchern auf der Herrentoilette außerordentlich gestört fühle und sie deshalb heftig beleidige. Da solche ungebetenen Besuche leider keine Seltenheit sind, habe ich sogar schon Angst vor dem Wasserlassen in öffentlichen WCs. Wenn die Örtlichkeit einigermaßen sauber ist, benutze ich deshalb extra eine Kabine, was aber unhygienischer als die konventionelle Methode ist und obendrein unfair gegenüber den Männern mit Bedürfnis für das große Geschäft. Aber wieso ist es für einige Frauen - als Damen kann man sie in dem Fall nicht bezeichnen - selbstverständlich, in die Intimsphäre der Männer einzudringen? Sie selbst schließen doch bei ihrem Geschäft auch die Kabinentür, damit sie nicht beobachtet werden. Wenn sie der Meinung sind, dass das Notdurftverrichten wichtiger ist als das sexuelle Selbstwertgefühl, können sie sich doch draußen hinter einen Busch hocken. Dass ihnen jemand zuguckt, empfinden sie als unzumutbar, dass anderen jemand zuguckt, ist dann weniger wild. Ich habe deshalb kein schlechtes Gewissen, wenn ich diese Frauen anspreche und unflätige Worte an den Kopf werfe. Die Argumente, dass Männer draußen doch auch hemmungslos urinieren, dass der freundliche Mann, vorn bei den Waschbecken, nichts dagegen hatte, dass es für den Sohn zu gefährlich ist, allein das Herren-WC aufzusuchen, oder dass doch überhaupt nichts zu sehen sei, sind absolut hanebüchen.


Nicht alle Männer pinkeln schamlos im Freien. Ich gehe doch auch nicht in die Damenumkleidekabine, weil einige Frauen im Sommer nackt auf der Wiese liegen. Wenn ein Teil der Männer nichts gegen Frauen auf unserem WC hat, heißt das doch nicht, dass niemand etwas dagegen hat. Wenn es für den Sohn zu gefährlich auf dem Herrenklo ist, bliebe noch die Alternative, das Damenklo aufzusuchen. Dort gibt es nur Kabinen und keine frei einsehbaren Becken. Sind alle Männer potentielle Sittenstrolche, ohne Recht auf Intimsphäre? Dass es bei einem pinkelnden Mann nichts zu sehen gibt, stimmt nicht. In welchem Winkel die Männer zur Eingangstür stehen, ist unterschiedlich, das kann Frau auch gar nicht vorher wissen. Um den Spekulationen zuvorzukommen - ich bin in der Hose nicht unterdurchschnittlich bestückt. Wer beim Lesen in Gedanken schon in die Richtung gelästert hat, sollte mal darüber nachdenken, ob Gliedlänge und sexuelle Selbstbestimmung etwas miteinander zu tun haben. Bedanken möchte ich mich bei den Frauen, die mit den Gefühlen der Männer nicht so unbekümmert umgehen und diese Unart unterlassen. Ich werde auch in Zukunft Frauen auf der Herrentoilette lautstark zurechtweisen und bitte hierfür um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00030987 vom 08.04.2013 um 12:08:46 Uhr (51 Kommentare).

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Meine faulen Kollegen

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Aggression Ungerechtigkeit Kollegen Osnabrück

Meine faulen Kollegen
Ich gehe jeden Tag während meiner Arbeitszeit mindestens eine halbe Stunde kacken, um hier die neuesten Beichten zu lesen. Ich halte das für angemessen, weil ich der Meinung bin, dass ich deutlich mehr leiste als meine faulen Kollegen. Diese sind jeden Tag wirklich 90 Prozent ihrer Zeit am quatschen und Blödsinn machen. Des Weiteren finden die es sehr lustig, dass ich so karriereorientiert bin, weil ich während meiner Vollzeitstelle ein Studium und eine Onlinefirma unterhalte. Neulich meinte einer meiner Kollegen: "Oh, der werte Herr möchte irgendwann mal mein Chef werden." Daraufhin sagte ich nur trocken: "Wenn ich euer Chef werden sollte, wird meine erste Amtshandlung der Austausch der überflüssigen Mitarbeiter sein." Für den Moment war es wirklich eine Genugtuung, aber jetzt tut es mir leid, weil ich ihm vermutlich einen Teil seiner Zukunftspläne genommen habe.

Beichthaus.com Beichte #00030963 vom 03.04.2013 um 01:07:11 Uhr in Osnabrück (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Den Brieffreund vergrault

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Engherzigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Bielefeld

Ich (m) habe im Alter von zehn oder elf Jahren einen sehr unfreundlichen und verletzenden Brief an einen Jungen geschrieben, der mein Brieffreund werden wollte. Ich hatte zu jenem Zeitpunkt schon zwei Brieffreundinnen und dann kam dieser Brief als Antwort auf eine etwas länger zurückliegenden Anzeige, die ich in eine Jugendzeitschrift gesetzt hatte. Es war ein nettes Schreiben, sogar mit Foto. Aber irgendwie hatte ich dann keinen Bock mehr auf einen dritten Brieffreund; es war mir zu viel Arbeit. Und so habe ich dann, in vollem Bewusstsein, was ich tue, einen absolut unmöglichen Brief zurückgeschrieben. Den wörtlichen Inhalt weiß ich nicht mehr, aber es war nach dem Motto: "Wer braucht Dich schon als Brieffreund, wir haben eh keine gemeinsamen Interessen, wieso hast Du mir überhaupt geschrieben?! Schreib bloß nicht zurück." Es war sehr unfreundlich und herablassend, eigentlich überhaupt nicht meine Art. Aber ich habe den Brief abgeschickt. Verständlicherweise habe ich nie eine Antwort erhalten. Ich habe in meinem Leben sicher schon die ein oder andere Dummheit oder auch Fehler gemacht, wie jeder andere auch. Mit denen kann ich leben. Aber diese eine Sache hängt mir noch bis heute nach, wenn ich darüber nachdenke, und zwar, weil ich damit einen anderen Menschen wirklich verletzt habe. Das tut mir leid. Ich würde mich gerne entschuldigen, aber nach über 20 Jahren weiß ich weder Namen noch Adresse des anderen. Ein bisschen Gerechtigkeit stellte sich dann wenig später ein: der Kontakt zu den anderen beiden Brieffreundinnen brach ab. Somit hatte ich dann gar keinen Brieffreund mehr.

Beichthaus.com Beichte #00030956 vom 01.04.2013 um 17:06:40 Uhr in Bielefeld (Düningshof) (9 Kommentare).

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Der zurückgelassene beste Freund

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Engherzigkeit Ignoranz Morallosigkeit Ungerechtigkeit Gesellschaft Düsseldorf

Ich muss beichten, dass ich meinen besten Freund wegen meinem Freund wie Müll behandelt habe und so unsere Freundschaft kaputt gemacht habe. Mein bester Freund war schon längere Zeit in mich verliebt und solange ich single war - knapp zwei Jahre - war es wirklich schön, jemanden zu haben, der für mich da war, mit dem ich was unternehmen und auch mal Arm in Arm spazieren gehen konnte. Allerdings nur so lange ich single war. Meine Beichte: Kaum, dass ich mit meinem Freund zusammen war, habe ich meinen besten Freund nur noch wie Müll behandelt. Ich habe ihm verschwiegen, dass ich einen Freund habe, ich habe angefangen, sämtliche SMS und Anrufe zu ignorieren und gemeldet habe ich mich nur, wenn ich was gebraucht habe. Ich habe ihn über ein knappes halbes Jahr hinweg bei wirklich jeder Gelegenheit versetzt. Ich habe sogar mal so getan als hätte ich ihn nicht gesehen, weil ich möglichst schnell zu meinem Freund wollte und als wir uns mal zum Eis verabredet haben, bin ich nach 20 Minuten abgehauen, weil ich Reizwäsche kaufen wollte.


Je ekliger ich zu ihm war, desto mehr Mühe hat er sich gegeben und desto ekliger bin ich zu ihm geworden. Das ging dann so lang weiter, bis wir einen größeren Streit hatten und er sich zwei Monate lang nicht mehr gemeldet hat. Ich habe ebenfalls keinen Kontakt mehr aufgenommen. Zu meinem Geburtstag jedoch hat er mir eine Karte geschickt mit Glückwünschen und so weiter und ich habe mich bei ihm gemeldet, dass wir uns doch bitte mal wieder treffen sollen. Zeit und Ort verabredet, aber erschienen bin ich nicht. Ich war den Tag mit meinem Freund und ein paar Freunden unterwegs und habe ihn ohne ein Wort versetzt. Eine Woche später bekam ich ein Paket von meinem alten Freund, in dem mein Geburtstagsgeschenk war, das er für mich gekauft hatte, ein Teddy. Ich hatte ein wirklich schlechtes gewissen, habe den Teddy im Keller deponiert und das Ganze verdrängt und vergessen. Ich war glücklich, ich hatte meinen Freund und neue gemeinsame Freunde und er war nur noch ein schlechtes Gewissen, das ich los werden wollte. Nach gut drei glücklichen Jahren hat mein Freund jetzt Schluss gemacht, weil er, bevor er alt wird, noch etwas Spaß haben will. Ich bereue die Zeit mit ihm nicht, es tut mir aber leid, was ich alles für ihn aufgegeben habe. Ich habe mich mal wieder per SMS bei meinem damaligen Freund gemeldet und mich entschuldigt. Er meinte, er hätte Verständnis für mich, wäre mir auch nicht böse, möchte aber mit mir keinen Kontakt mehr haben. Ich hätte ihn zu oft ignoriert und versetzt, sodass ich für ihn kein Mensch mehr wäre, dem er vertrauen könne und wolle. Meine Erfahrung: Was man einem Menschen Wert ist, erkennt man daran, wie er einen behandelt, wenn man ihn nicht mehr braucht. Deshalb vergesst die Menschen nicht, die für euch da waren.

Beichthaus.com Beichte #00030954 vom 31.03.2013 um 21:03:21 Uhr in Düsseldorf (Badendonker Straße) (26 Kommentare).

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Trinkgeld für meine Friseuse

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Geiz Ungerechtigkeit Geld Bonn

Trinkgeld für meine Friseuse
Ich (m) gehe einmal im Monat zum Friseur und zahle dort 25 Euro. Ich finde das teuer. Deswegen werfe ich meiner Friseuse immer nur 20 Cent in ihr Sparschwein und verdecke dabei meine Hand, sodass nicht erkennbar ist, wie viel ich einwerfe.

Beichthaus.com Beichte #00030950 vom 30.03.2013 um 13:32:06 Uhr in Bonn (Rheinallee) (53 Kommentare).

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