Ich bin BingeEater!

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Maßlosigkeit Völlerei Sucht Ernährung Erlangen

Ich möchte hiermit beichten, dass ich eine Essstörung habe und oftmals unkontrolliert, viel zu viel in mich hinein stopfe. Das Essen hat sich bei mir in den letzten Jahren verselbstständigt. Ich kompensiere meine negativen Gefühle mit Essen. Für kurze Zeit kann ich so den Schmerz überdecken. Aber danach fühle ich mich viel schlechter als vorher, habe ein schlechtes Gewissen und mache mir Vorwürfe. Ich kenne keine Grenzen und kein Sättigungsgefühl. Ich verheimliche das vor meinem Umfeld. Wenn ich mit Freunden oder der Familie esse, esse ich normale Portionen. Die Fressanfälle überkommen mich, wenn ich alleine bin. Und dann esse ich wirklich alles, was da ist. Wenn ich keine Chips oder Schokolade habe, dann notfalls auch eine Dose Champignons, abgelaufene MonCherie oder eine große Portion Nudeln mit Ketchup. Ich habe schon mit meiner Psychologin darüber gesprochen, war deshalb (und auch wegen Depressionen) mehrere Wochen in einer psychosomatischen Klinik und möchte das wirklich gerne ändern, aber ich schaffe es leider nicht. Es ärgert mich, dass mich einige Leute einfach nur für fett halten, ohne zu wissen, dass ein psychisches Problem dahintersteckt. Ja, ich weiß, "Binge Eating" ist nicht so akut lebensbedrohlich, wie Anorexie, aber trotzdem ist es eine Krankheit. Ich beichte, dass ich "gestört" bzw. psychisch krank bin!

Beichthaus.com Beichte #00036817 vom 12.10.2015 um 20:38:18 Uhr in 91054 Erlangen (23 Kommentare).

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Ohne Essen werde ich zur Diva!

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Wenn ich eine Weile keine Nahrung bekomme, werde ich unausstehlich - auch meinen Freunden gegenüber und das tut mir sehr leid. Ich spreche dabei nicht von zwei Stunden, sondern von einem ganzen Tag ohne die Gelegenheit, richtig zu essen. Leider Alltag, wenn man studiert. Man isst morgens das Frühstück und hat vielleicht noch etwas Kleines mit, aber weil irgendein Professor an der Uni gnadenlos überzieht oder ein Bus ausfällt, schafft man es nicht mehr zur Mensa, da diese begrenzte Öffnungszeiten, aber auch sehr lange Wartezeiten hat. In diesen Momenten könnte ich alles kurz und klein kloppen, vor allem, wenn dann noch sechs Stunden Vorlesungen folgen. Vielleicht ist das ein bisschen wie in der bekannten Schokoriegelwerbung. Ich entschuldige mich für mein zickiges und trotziges Verhalten, das Unschuldige deshalb schon mitmachen mussten. Aber ich brauche mittags einfach etwas Anderes, als schon wieder ein Brötchen oder einen Imbissbesuch, der drei Mal so viel wie die Mensa kostet.

Beichthaus.com Beichte #00036705 vom 25.09.2015 um 09:34:12 Uhr in Ladelund (12 Kommentare).

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Hühnchenfleisch in Dinoform

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Völlerei Ernährung

Hühnchenfleisch in Dinoform
Ich (w) beichte, dass ich, obwohl ich mir die Zähne schon geputzt habe, mir soeben noch ein Knoblauchbutterbaguette aufgebacken habe. Noch einmal putzen werde ich sie aber nicht, erst morgen früh wieder, obwohl morgen ein wichtiges Praktikum am Gericht beginnt, bei dem eine Knobifahne wohl nicht so gut kommt. Außerdem habe ich während des Aufbackprozesses aus Langeweile drei Ausmal-Dinosaurier für Kinder von der Rückseite einer Packung ausgeschnitten, in der Hähnchenfleisch in Dinoform war. Ich werde sie morgen nach Feierabend ausmalen, obwohl ich dafür mindestens 15 Jahre zu alt bin. Eigentlich bin ich auch schon zu alt, um überhaupt Hähnchendinos zu essen, aber ab und zu gönne ich mir das olle Formfleisch aus reiner Freude und Kochfaulheit. Manchmal muss man sein inneres Kind belohnen, in dem man mal nicht (erneut) die Zähne putzt, abendlicher Nahrungslust nachgibt und das isst, was es früher nie gab. Tut mir leid, dass ich manchmal kindisch bin.

Beichthaus.com Beichte #00036510 vom 30.08.2015 um 22:54:48 Uhr (13 Kommentare).

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Der Pudding meiner Oma

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Selbstsucht Völlerei Familie 50+ Tod

Ich möchte beichten, dass ich als junges Kind, mit mehr oder minder autistischen Ansätzen, etwas absolut unmenschliches an mir hatte. Mir ist bis heute unklar, warum man mich für das unendliche Maß an Frechheit, das ich an den Tag legte, nicht grün und blau schlug. Nachdem meiner Großmutter Krebs im vorangeschrittenen Stadium diagnostiziert wurde, habe ich mich nicht weiter dafür interessiert - dazu muss aber auch gesagt werden, dass es niemand als seine Aufgabe ansah, mir beizubringen, dass sie wahrscheinlich nicht mehr lange da sein wird. Wir haben sie und meinen Großvater nur etwas häufiger besucht als sonst üblich. Bei den regelmäßigen Treffen fiel mir, neben neuen medizinischen Gerätschaften, die überall standen, nur eines auf - ein etwas speziellerer Schokopudding. Es schien wohl das Einzige zu sein, was man ihr nicht verbieten konnte, da alles andere im Kühlschrank eher sonderbare Kost war. Als kleiner Junge hatte ich natürlich nur die Idee, mir auf irgendeinem Weg etwas davon erschleichen zu können. Gedacht, gefragt - abgelehnt.


Die Zeit ging rum, Omas Zustand verschlechterte sich und ihr Ende nahte. Einen Tag vor ihrem Ableben vermachte sie mir ihren restlichen Vorrat der Süßspeise. Diesen aß ich daheim gemütlich auf und machte mir ansonsten keine weiteren Gedanken. Auch anderweitig ließ mich ihr darauf folgender Tod vielmehr kalt. Heute kommt es mir beim Gedanken an irgendeine Art von Pudding hoch, da ich meine Tat einfach nicht begreifen kann. Ich möchte mein Verhalten in dieser absurden Situation nicht unbedingt nur unter kindlicher Dummheit abbuchen und erbitte die Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036209 vom 20.07.2015 um 20:38:26 Uhr (9 Kommentare).

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Sport für einen schönen Körper

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Ignoranz Ungerechtigkeit Völlerei Gesellschaft Sport Beimerstetten

Ich (w/20) muss beichten, dass ich wohl ganz schön blöd bin. Ich wohne seit fast genau einem Jahr mit meinem Freund in einer gemeinsamen Wohnung und wir kochen beinahe jeden Tag frisch. Wir essen bewusst, kaufen regional und machen Sport. Wir sind zwar nicht komplett durchtrainiert und sehen sicher nicht perfekt aus, aber wir gefallen einander und das ist doch die Hauptsache. Eine Freundin jammert dagegen ununterbrochen über ihren Bauch, sie hat zwar sehr schlanke Beine, aber eben ein kleines Kügelchen. Und anstatt meine Tipps mal anzunehmen und nicht die Fertiglasagne aus der Packung - bis gestern wusste ich gar nicht, dass es so etwas gibt - oder den Gemüsereis aus einem Sackerl zu kaufen, sondern frisch zu kochen, jammert sie lieber weiter. Das Einzige, das sie in der Küche macht, sind Kuchen und Muffins. Und ich Depp stehe jeden zweiten Tag hinter dem Herd. Sogar Saucen mache ich ohne Pulver, obwohl ich nie richtig kochen gelernt habe, mich hat das nie interessiert. Meine Mutter hat allerdings auch immer frisch gekocht und so kenne ich das ganze Fertigzeug auch gar nicht. Ich suche mir lieber Rezepte aus dem Internet und probiere sie aus, bevor ich diesen Tütenfraß anrühre.


Wenn ich am See dann andere Männer ansehe, kriege ich fast das kalte Kotzen, überall hängt da der Speck raus. Unter meinen Freunden sieht mein Freund bei Weitem am Besten aus. Bei Frauen ist es nichts anderes. Hauptsache alles sitzt knapp und eng, aber dass das bei einem dicken Hintern und einem wabbeligen Bauch scheiße aussieht, ist egal. Für was verdammt quäle ich mich selbst mit Hüttenkäse und Training, wenn alle anderen einen Scheiß darauf geben?! Würde ich doch nur ein bisschen weniger Selbstachtung haben, dann könnte ich mich auch von billigem Essen ernähren, das Training spritzen und die gewonnene Zeit mit "Chillen" und "Abhängen" verschwenden. Sorry.

Beichthaus.com Beichte #00036023 vom 25.06.2015 um 21:22:22 Uhr in Beimerstetten (43 Kommentare).

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