Auf dem Basar

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Geiz Selbstsucht Ungerechtigkeit Urlaub Türkei

Ich (w/19) habe meine Wurzeln in der Türkei und bin hier in Deutschland geboren und aufgewachsen. Jedenfalls sehe ich überhaupt nicht aus, wie eine "typische" Türkin. Ich bin hellhäutig, habe hellbraune Haare und blaue Augen. Viele denken, ich sei Russin oder Italienerin oder so etwas. Aber auf meine wahre Herkunft kommen die Wenigsten. Ich beherrsche die türkische Sprache relativ fließend, zumindest verstehe ich alles, auch wenn ich selbst manchmal Probleme beim Sprechen und einen, für gebürtige Türken, unüberhörbaren Akzent habe. Jedenfalls war ich vor ein paar Wochen mit zwei Freundinnen im Urlaub in der Türkei und aufgrund der oben genannten Faktoren ist es niemandem aufgefallen, dass ich mich in der Heimat meiner Eltern befinde. Wie sicher einige wissen, gibt es viele Basare in der Türkei. Meine Freundinnen wollten sich natürlich nichts entgehen lassen und ich habe sie dann zu einem Basar geführt. Dort angekommen sahen die Händler in uns natürlich die scheinbar perfekten Kunden: Drei junge, naive Ausländerinnen, die vermutlich viel Geld, aber keinen Plan vom Leben haben. Und weil mich das so tierisch aufgeregt hat, habe ich dann vor jedem Händler so getan, als sei ich eine Ausländerin.


Dann habe ich die Händler, als ich sie darüber reden hörte, wie sie uns bescheißen, auf Türkisch dermaßen bloßgestellt, dass wir die ganzen Sachen fast umsonst bekommen haben. Sie waren danach so verdutzt und beschämt, dass sie einfach nicht mehr wussten, was sie sagen sollten. Nun, jetzt möchte ich loswerden, dass mir die Händler im Nachhinein total leidtun. Und ja, das meine ich ernst. Schließlich stehen die da auch den ganzen Tag in der Hitze und versuchen, ihren Lebensunterhalt irgendwie zu meistern. Sie mussten echt verzweifelt sein, dass die uns die Sachen trotzdem verkauft haben, obwohl ich so unfassbar arrogant und unhöflich war und sie ja mit meinem Handeln auch irgendwie verarscht habe. Ich bin also eine herrische, rechthaberische Tusse, die sich daran aufgegeilt hat, Menschen bloßzustellen. Das möchte ich beichten. Und es das nächste Mal besser machen.

Beichthaus.com Beichte #00031688 vom 03.08.2013 um 02:26:45 Uhr in Türkei (Antalya) (19 Kommentare).

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Das unpassende Geschenk

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Peinlichkeit Trunksucht Familie

Ich muss euch eine ziemlich peinliche Sache beichten, aber um es vorwegzunehmen, euch erwartet nichts Ekelhaftes oder Sexuelles. Nun zum peinlichsten Augenblick meines kurzen Lebens: Ich bin 18 Jahre alt und habe eine sehr große Familie. Wir leben in einem Dorf und hier ist es üblich, dass man Probleme nicht nach Außen dringen lässt. Jedenfalls stand ein Geburtstag an. Ich weiß den Verwandtschaftsgrad nicht genau, jedenfalls der Bruder meiner Oma. Diesen Mann konnte ich schon immer sehr gut leiden, da er sehr herzlich und lebenslustig ist. Er wurde 70 Jahre alt und man plante eine riesige Feier. Die gesamte Sippe wurde eingeladen. Er hatte vor vielleicht drei bis vier Jahren einen schweren Schlaganfall und daher freute sich jeder auf die Feier, denn er hatte die letzten Jahre mühsam gelernt, wieder gehen zu können und relativ verständlich zu sprechen. Nun, kurz vor seiner Feier war ich eine Woche in Italien und dachte mir, ich könne ihm eine Flasche Wein zum Geburtstag schenken. Natürlich ist das relativ unpersönlich und nichts Besonderes, aber ich dachte, etwas Alkohol kommt immer gut. Vor allem weil er, wie erwähnt, so lebenslustig ist. Ich kam aus dem Urlaub zurück und einige Tage darauf gingen wir zu seiner Party. Ich freute mich total über seine gute Laune und dann kam der Zeitpunkt, an dem wir die Geschenke überreichten. Als ich dran war, umarmte ich ihn und drückte ihm die, mit Geschenkpapier eingepackte, Flasche in die Hand, mit den Worten:" Lass es krachen!!" und lachte.

Er freute sich, riss das Papier ab und schmunzelte. In diesem Augenblick wurde es im Saal plötzlich totenstill und ich war völlig verdutzt. Seine Frau begutachtete die Flasche und ich wusste nicht, was los war. Ich schaute mich um und jeder starrte mich fassungslos an. Der Bruder meiner Oma lächelte mich an und sagte: "Och Schätzchen, vielen Dank, aber ich bin trocken!" Da wurde mir schlagartig bewusst, dass er trockener Alkoholiker war. Ich lief total rot an und wusste nicht, was ich sagen sollte. Er stellte die Flasche auf einen Tisch und sagte, dass er seit 30 Jahren trocken sei. Mir war das so unglaublich peinlich, dass ich immer noch stumm war. Aber dann nahm er mich in den Arm und sagte laut, dass es ihm nichts ausmachte, und woher ich denn auch wissen sollte, dass er trocken sei, denn in dieser Familie würde doch alles immer totgeschwiegen. Mir fiel ein kleiner Stein vom Herzen und ich entschuldigte mich hundertmal, bevor ich rausging, um eine zu rauchen. Die restliche Feier verlief wie gewohnt, als wäre nichts geschehen. Seine Frau nahm die Weinflasche an sich und damit war die Sache aus der Welt. Mir tut es immer noch so schrecklich leid, aber ich bin unendlich froh, dass er so locker reagiert hat.

Beichthaus.com Beichte #00031564 vom 06.07.2013 um 12:26:04 Uhr (15 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Die falsche Schlange

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Falschheit Verzweiflung Lügen Verrat Freunde Weißenburg

Ich (w/23) muss hier dringend was los werden, sonst werde ich irre. Meine Freundin (w/20) hat schon seit Jahren einen festen Freund, allerdings schreibt, und trifft sie sich ständig mit anderen Typen. Mit einem, zum Beispiel, geht sie in ihrer Mittagspause des Öfteren schwimmen. Mit einem Anderen geht sie was trinken und mit dem Dritten schreibt sie "nur" SMS. Mit dem Nächsten feiert sie nächtelang. Die Liste ist unendlich lang, ich weiß auch, dass es alles stimmt, weil ich ihre SMS lesen durfte. Zu allem Überfluss ist sie auch noch so kalt, dass sie ihrem Freund sagt, dass sie grade nicht will, dass er auf eine Party mitgeht, sondern sie allein gehen will und er daheimbleiben soll. Und das macht er auch. Er ist so verliebt in meine Freundin, obwohl sie das gar nicht verdient. Auf meinen Vorschlag neulich, dass sie doch Schluss machen solle, sagte sie nur, dass sie es auch schon in Betracht gezogen hätte, aber sie sparen gemeinsam Geld für einen Urlaub oder große Anschaffungen wie Autos. Außerdem fände sie es auch schön, mal in seinen Armen zu liegen. Und wenn ihr langweilig ist, ist er da und muss sich ihren Zickereien stellen und sie ertragen.


Ich kenne ihn nicht so gut, habe ihn aber schon ein paar Mal getroffen und ihren Erzählungen nach behaupte ich, ihn als Menschen einschätzen zu können. Zum Beispiel will er mit seinen Kumpels eine zehntägige Fahrradtour nach Italien machen, da dies aber auch auf ihren Urlaub fällt, sträubt sie sich dagegen wie blöd, weil dann ja niemand zu ihrer Unterhaltung da ist. Ratet mal, was er dann gemacht hat? Genau - die Reise gecancelt. Aber das hat er nicht verdient. Nun zu meiner Beichte, denn ich bin am Überlegen, ihm zu schreiben, und mich heimlich mit ihm zu treffen, um ihm alles zu erzählen. Er tut mir so leid, die falsche Schlange, die ich gar nicht mehr Freundin nennen kann oder gar will, sollte allein auf ihrem Bauernhof verrotten. Der arme Mann verkommt mit ihr. Aber ich habe riesengroße Bedenken deswegen. Ich habe mich noch nie in irgendeine Beziehung so eingemischt. Ich weiß nicht, was, und ob ich etwas tun soll.
Kurz zu mir, um mit dem Vorwurf aufzuräumen, ich sei eifersüchtig auf sie. Ich bin superglücklich verheiratet und genieße mein Leben in vollen Zügen mit meiner Familie. Aber ihr Verhalten ist falsch und sie hört auf keinen gut gemeinten Ratschlag mehr. Bitte helft und verzeiht mir.

Beichthaus.com Beichte #00031467 vom 19.06.2013 um 13:31:24 Uhr in 91781 Weißenburg (Maxanlage) (25 Kommentare).

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Wenn man den Urlaub zu früh bucht...

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Falschheit Lügen Morallosigkeit Urlaub Partnerschaft

Ich (m/25) stecke in einer großen Klemme. In meiner Beziehung ist schon seit Monaten die Luft raus. Ich bin damit nicht glücklich, und ich weiß, dass sie es auch nicht ist. Aber wir wollten uns beide nicht trennen, weil wir einander immer noch mögen und auch noch viel zusammen unternehmen. Nun aber habe ich ein total liebes Mädel kennengelernt. Wir waren zweimal zusammen aus und haben unendlich geplaudert, und ich bin fasziniert von ihrem wunderbaren Wesen. Ich spüre ganz deutlich, dass sich zwischen uns etwas Besonderes entwickelt. Ich hätte mir nie gedacht, dass ich einmal einer so tollen Frau begegnen würde! Für sie würde ich sofort alles hinwerfen und mit meiner Freundin Schluss machen.
Meine neue Flamme weiß von meiner Beziehung, und ich habe ihr gesagt, dass ich noch etwas Bedenkzeit brauche. Was sie aber nicht weiß, ist, dass ich meinen baldigen Urlaub mit meiner Noch-Partnerin verbringen werde. Meine Freundin und ich haben unsere Reise schon seit Monaten fest geplant und gebucht. Wenn ich meiner Freundin jetzt sage, dass es eine Neue gibt, würde ich ihr schrecklich wehtun, denn sie schwärmt schon seit Tagen von nichts anderem mehr als von diesem Urlaub. Ich möchte diese Beziehung beenden, aber erst nach diesem Urlaub, während meine Neue denkt, ich sei zusammen mit Kumpels in Italien. Ich fühle mich wie das mieseste Arschloch.

Beichthaus.com Beichte #00031382 vom 07.06.2013 um 20:02:42 Uhr (15 Kommentare).

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Abschied von der Gastfamilie

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Ekel Peinlichkeit Trunksucht Dummheit Saarburg

Ich (w/20) habe vor drei Jahren, in der elften Klasse, an einem einwöchigen Schüleraustausch in Frankreich teilgenommen. Es ging ins Grenzgebiet in die Nähe von Metz, zu einer französisch-italienisch-deutschen Großfamilie, also sieben Kinder sowie die Enkel und Partner in ein größeres Haus. Sie nahmen mich herzlichst auf und es war eine schöne Zeit dort. Da meine Austausch-Schwester erst paar Wochen später 16 wurde, konnten wir am letzten Abend nicht mit den anderen Schülern zusammen feiern gehen, deshalb holten wir das dort zu Hause nach. Ich musste mit jedem Familienmitglied, das sich im Trinkalter befand, mindestens zwei Gläser Wodka-Orange an der hauseigenen Theke trinken. Ein Nein wurde nicht akzeptiert. Richtig besoffen war ich wohl erst im Schlaf.

Denn obwohl ich es noch vorher schaffte, eine Tüte neben mein Bett zu legen, kotzte ich Kissen, Haare und etwas von dem Boden neben dem Bett an. Als ich erwachte, stank es, meine Haare klebten im Gesicht, doch leider noch viel ekliger, entdeckte ich etwas Stuhlgang neben mir. Im Halbschlaf dachte ich, es wäre die Katze gewesen. Da man in so einem Haus ja nie alleine ist und zu jeder Zeit gestört werden kann, beseitigte ich alle Spuren. Das Kissen drehte ich nur um, denn ich musste schnell handeln, da ich zum Essen gerufen wurde, noch Koffer packen musste, verschlafen hatte und die Abfahrt immer näher rutschte! Schnell entleerte ich die Tüte im Klo und spülte wortwörtlich den Scheiß runter. Daraufhin wurde mir plötzlich so schlecht, dass ich mich erneut übergab. Auf dem Weg zurück ins Zimmer bemerkte ich, dass mir etwas fehlte! Während des ruckartigen Übergebens im WC hatte ich meine Zahnspange mit Attrappe als Zahnersatz runtergespült. Das Teil war so was von weg, egal wie tief man ins Klo rein gegriffen hätte! Ich musste meiner Tauschfamilie also zu mindestens vom fehlenden Zahn berichten und daraufhin bot mir der Vater an, das Klo ab zu montieren aber das hätte zu lange gedauert und es wäre eine viel zu aussichtslose, ekelige Suche. Auf der Rückfahrt im Zug fiel mir dann auch noch meine Brille in die stinkende Zug-Toilette, diesmal war ich zum Glück vorsichtiger beim Abspülen und konnte sie retten.


Heute finde ich die komplette Geschichte immer noch extrem peinlich und ich schäme mich jedes Mal, wenn ich meine Gastfamilie besuche, kontaktiere etc. nur von dem Zahn wissen sie und finden es total witzig und erzählen es liebend gerne weiter! Nun denke ich mir einfach: Ach, damals war ich noch klein! Nun vertrage ich mittlerweile auch den französischen Wodka und was habe ich daraus gelernt? Zahnspange vorm Schlafen gehen entfernen und ein längeres Top und Tanga reichen nicht als Schlaf-Kleidung, besser einen Eimer neben das Bett stellen, Brille abnehmen, bevor man im Zug zur Toilette geht. Und für die Leute unter euch, die nicht so tollpatschig sind wie ich, ganz wichtig: Richtig viel essen vor dem Saufen mit einer großen Multikulti-Gastfamilie und kleine Pausen zwischendurch!
Und auch falls das hier jemand meiner Freunde liest und sich denkt, das Ende käme einem bekannt vor, die ganze Geschichte kennt keiner und wird auch keiner erfahren. Es ist das Ekeligste, Peinlichste, Unangenehmste, Traurigste und Demütigendste zugleich, was mir je passiert ist. Lange habe ich versucht diese Erinnerung zu verdrängen, nicht mal im Tagebuch steht davon berichtet. Doch dies war die perfekte Gelegenheit dies alles los zu werden und vielleicht werde ich auch irgendwann mal darüber so richtig lachen können. Wahrscheinlich, falls mir jemand diesen Beitrag hier zeigt.

Beichthaus.com Beichte #00031212 vom 15.05.2013 um 21:15:27 Uhr in 54439 Saarburg (Bahnhofstraße) (10 Kommentare).

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