Die Müll-fallen-lasserin

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Faulheit Unreinlichkeit Peinlichkeit Berlin

Wenn ich unterwegs bin, kaufe ich (w/23) mir häufig mal einen Coffee-to-go und Brötchen oder eine Pizza. Als ich noch Schülerin war, hatte ich mir schon angewöhnt meinen Müll einfach fallen zu lassen. Ich habe auch gar nicht erst einen Mülleimer gesucht. Mittlerweile bin ich Studentin und meine jetzigen Freunde bringen ihren Müll meistens auch vorbildlich zum Mülleimer oder stecken ihn ein. Da ich nicht negativ auffallen will, bringe ich meinen Müll dann auch meistens zum Mülleimer oder versuche ihn halt unbemerkt fallen zu lassen. Bemerkt haben es meine Freunde glaube ich noch nicht. Nur mein Freund weiß, dass ich meinen Müll manchmal einfach so los werde. Er selbst ist in der Hinsicht wie meine anderen Freunde auch ziemlich korrekt und steckt seinen Müll immer ein, wenn er keinen Mülleimer findet. Manchmal fragt er mich dann, ob ich meinen Becher schon leer getrunken hätte, nachdem ich ihn unauffällig in einem Busch versenkt habe. Ich habe dann jedes Mal ein schlechtes Gewissen und frage mich, ob ich mein Verhalten endlich ändern sollte. Wenn ich alleine unterwegs bin fühle ich mich immer viel befreiter meinen Müll fallen zu lassen. Wobei ich anders als früher jetzt darauf achte, es möglichst dezent zu tun. Selbst finde ich vermüllte Ecken übrigens scheußlich. Es ist nur so, dass ich mir mein Verhalten irgendwie nicht abgewöhnen kann.

Beichthaus.com Beichte #00029711 vom 12.01.2012 um 13:03:25 Uhr in Berlin (Unter den Linden) (39 Kommentare).

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Mein Diebesleben

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Diebstahl Habgier Geiz Shopping Berlin

Ich (m/27) bin Dieb. In meinem Leben lief bisher nicht alles optimal, besonders Jobtechnisch. Allerdings komme ich durch. Seit fast vier Jahren hangel ich mich von Aushilfsjob zu Aushilfsjob, verdiene aber immerhin eigenes Geld und bettel nicht den Staat an, was mir sehr wichtig ist.

Nun aber zur Beichte. Zum ersten Mal habe ich geklaut, als ich in einem Monat kein bisschen Knete mehr hatte. Ich musste mir aufgrund der kurz zuvor eingetrudelten Nebenkostenabrechnung für zwei Monate mein Essen einteilen. So sehr einteilen, dass ich nur noch jeden zweiten Tag essen konnte, weil ich einfach kein Geld für Futter hatte. An einem Tag brachte ich ein paar Pfandflaschen in den Supermarkt, die in unserer WG rumlagen. Es war ein sehr kleiner Markt, in dem man mich kannte, da ich ja im Prinzip Stammkunde war. Keine Kameras, keine Warensicherung. Jedenfalls steckte ich mir eine billige Tiefkühlpizza in den Beutel, in dem ich die Flaschen transportierte. Ich hatte tierisch Angst, als ich an der Kasse stand. Aber alles ging gut und ich aß an dem Abend meine Pizza, wenn auch mit schlechtem Gewissen. Ab dann gings aber los. Ich wurde immer dreister, nahm manchmal eine Sporttasche mit, ein paar Klamotten rein und ab dafür. Unter die Klamotten kam dann mein Einkauf. Aber immer nur Lebensmittel wie Käse, Gemüse oder Brot. Dazu ein paar Alibieinkäufe und fertig.


Ein paar Monate später zog ich in eine andere Stadt und dort perfektionierte ich meine Technik. Ich lies mich ein paar Monate lang täglich in einem relativ kleinen Supermarkt blicken, bis mich die Angestellten auch in dem Laden kannten. Allerdings hatte der Markt tatsächlich Kameras und Diebstahlsicherungen. Durch Zufall bemerkte ich aber im Laufe der Zeit, welche Waren gesichert waren, und welche nicht. So ging einmal eine Frau vor mir durch die Kasse, drehte dann um und machte die Verkäuferin darauf aufmerksam, dass sie aus versehen noch eine Pizza und einen Kasten Bier nicht aufs Band gelegt hat.


Konservendosen und Getränke waren neben Obst und Gemüse immer sicher. Ich war zu dem Zeitpunkt so weit, dass ich immer vier Dosen Bier wegen des Pfands und des Gewichts klaute, und darauf dann noch eine Dose Ravioli oder so. Das Bier trank ich dann Abends mit meiner Mitbewohnerin und brachte dann am nächsten Tag das Pfand zurück, klaute wieder vier Dosen+ Konserve. Eigentlich kacke, aber ich hatte einfach nur noch eine Art Kosten/-Nutzenrechnung im Kopf. Wenig Gewicht, eine Mahlzeit, 1 Euro Pfand war ein guter Deal, auch wenn der Diebstahl des Biers nichts mehr mit Not zu tun hatte, sondern reiner Luxus war.

Kurz darauf zog ich nach Berlin. Selbes Spiel, aber in einem großen Supermarkt einer Discounter-Kette, in dem mir mein Meisterstück gelingen sollte. Wieder eine WG, in der wir die Flaschen in einer großen, sehr stabilen Papptüte sammeln. Diese Tüte packte ich immer in einen noch größeren Stoffbeutel. Immer zur selben Uhrzeit in den Markt, immer bei der selben Kassiererin. Pfand weg, Diebesgut in die Papptüte und los. Auch hier nahm ich immer vier Dosen Bier mit, weil diese einfach perfekt den Boden der Papptüte ausfüllten. Ohne Scheiß, ich habe die verdammte Tüte manchmal bis oben hin voll gemacht. Vorher noch ein paar Flaschen Wasser dazu, die ich dann aber auch brav bezahlte. Der Laden hatte keine Diebstahlsicherung, aber einen Wachmann, der aber auch nicht sonderlich interessiert an mir war, da er mich ja auch jeden Tag sah. Außerdem ist der Laden Anlaufstelle für allerlei Obdachlose, Punks, Junkies und Roma die einfach eher die Blicke der Angestellten auf sich ziehen, als ein normaler Typ wie ich. Wenn die wüssten. Leider hat sich meine Karriere erledigt, da der Laden inzwischen Diebstahlsicherungen hat, was möglicherweise meine Schuld ist. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es einen einzelnen Menschen gibt, der mehr geklaut hat, als ich.


Bei jedem Einkauf nahm ich was mit, manchmal nur einen Käse, manchmal Essen für mehrere Tage. Es tut mir nur insofern Leid, dass ich irgendwann mit meinen Diebstählen gewirtschaftet habe. "So, noch fünf Euro für die Woche. Was muss ich holen? Wasser, Kartoffeln wird gekauft, Käse, Sahne, Bla und Blubb werden geklaut.". Außerdem fand ich den Diebstahl der Bierdosen scheiße, obwohl es mir dabei eher ums Pfand ging. Wie gesagt, meine Raubzüge sind nun beendet, aber ich vermisse die Zeit doch sehr, da ich einfach wieder weniger zu fressen habe, als vorher. Aber einen neuen Supermarkt vorzubereiten, ist mir auch zu blöd, da dieser hier einfach direkt vor der Tür liegt. Vielleicht, wenn ich wieder irgendwann umziehe.

Beichthaus.com Beichte #00029710 vom 12.01.2012 um 09:57:28 Uhr in Berlin (16 Kommentare).

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“Beichte

Falsche Richtung

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Dummheit Peinlichkeit Bahn & Co. Fürth

Ich (w/26) bin heute morgen in der S-Bahn kurz nach der Abfahrt panisch aufgesprungen und fragte laut, ob das der Zug nach Erlangen wäre, weil ich dachte, ich würde in der falschen S-Bahn sitzen. Dabei saß ich nur entgegen der Fahrtrichtung, was mich verwirrte. Den Rest der Fahrt haben mich die anderen Fahrgäste öfters sehr seltsam angesehen.

Beichthaus.com Beichte #00029708 vom 11.01.2012 um 18:30:23 Uhr in 90762 Fürth (Bahnhofsplatz 9) (16 Kommentare).

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Mein Praxissemester

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Hass Trägheit Faulheit Zorn Arbeit

Ich (w/21) absolviere gerade mein Praxissemester in einer kleinen Firma und möchte beichten, dass ich mich noch nie so nutzlos wie hier gefühlt habe! Ich bin gewiss nicht dumm, aber hier verstehe ich kein Wort, das zu mir gesagt wird. Und so langsam frage ich mich, […]
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Beichthaus.com Beichte #00029705 vom 11.01.2012 um 14:18:09 Uhr (17 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Der Schulschönling

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Begehrlichkeit Sex Zwietracht Dating

Als ich (w/28) noch zur Schule ging, habe ich den Fehler gemacht, mir meine Freunde nur nach dem Aussehen und dem Coolness-Faktor auszusuchen. So bin ich irgendwann auch einmal an den ultimativen Schulschönling geraten. Er war super sportlich und sein Äußeres war […]
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Beichthaus.com Beichte #00029704 vom 11.01.2012 um 10:32:24 Uhr (25 Kommentare).

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