Durch Alkohol zum Choleriker

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Trunksucht Vandalismus Verzweiflung Last Night WG

Ich war gestern auf einer Grillparty, zusammen mit meinem Bruder, eingeladen. Ich trinke sehr selten Alkohol, weil ich es nicht vertrage. Gestern Abend allerdings haben wir alle gut viel Bier getrunken. Ich glaube, ich hatte fünf Bier. Bin dann mit meinem Bruder in der S-Bahn heimgefahren. Wir haben eine WG zusammen. Ich kann mich nicht mal mehr an die S-Bahnfahrt erinnern. Heute bin ich aufgewacht, mir tut alles weh. Ich habe Schürfwunden am ganzen Körper, eine Beule, Schrammen, mein Kiefer schmerzt beim Öffnen. Ich schaue mich im Zimmer um, überall Glasscherben, Blutflecken, der Wäscheständer liegt kaputt neben meinem Bett. Ich habe mir mit Socken einen Weg durch die Scherben zur Tür freigewischt. Die Wohnzimmertür ist hin, der Holzrahmen rausgerissen, die Scheibe zerschlagen, der halbe Flur ist voller Blut und Scherben. Im Wohnzimmer hängt der neue 24" Flachbildschirm von meinem Bruder nur noch am Kabel den Schreibtisch herunter. Mein PC liegt offen auf dem Boden, die Kabel sind rausgerissen. Überall ist es nass und stinkt nach Grind. Glasscherben und kaputte Tassen, Aschenbecher und so weiter liegen verstreut.

Ich musste zur Arbeit, habe heute einen wichtigen Termin. Mir wird schlecht, ich muss fast heulen. Als mein Bruder aufgewacht ist, meinte er nur, ich solle zur Arbeit gehen. Er mache das sauber. Er hatte sich anscheinend die Füße mit Glassplittern aufgeschlitzt und konnte kaum gehen. Ich fühle mich beschissen, was ist gestern passiert? Ich werde später mal mit meinem Bruder ausführlich reden. Wahrscheinlich bin ich wegen irgendwas tierisch ausgerastet. Ich hasse Alkohol, die Ausraster werden von Mal zu Mal heftiger. Nicht auszumalen, was passieren würde, wenn ich das nächste Mal zu viel trinke. Ich kann mich kaum auf die Arbeit konzentrieren, ich muss die ganze Zeit an meinen Bruder denken. Was habe ich nur getan, ich bin doch sonst so zurückhaltend und nett, was bewegt mich dazu, so auszuticken? Der Abend war so lustig und unterhaltsam, wir haben alle viel gelacht und geredet. Ich habe schlussendlich besoffen herumgewütet und so viel kaputtgemacht. Mein T-Shirt von gestern ist richtig üppig durchgeblutet, woher kommt das ganze Blut? Ich bin so durcheinander. Mir tut das alles so leid. Es war meine Schuld, da bin ich mir ziemlich sicher.

Beichthaus.com Beichte #00026128 vom 22.04.2009 um 10:32:37 Uhr (82 Kommentare).

Gebeichtet von buzzzkill
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Mein abenteuerlicher Weg ins Haus

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Trunksucht Vandalismus Dummheit Last Night

In meiner Jugend habe ich recht viel Alkohol getrunken, was natürlich des Öfteren zu Problemen mit meinen Eltern führte. Es war einer dieser Abende, an denen ich gut angeheitert nach Hause kam. Leicht schwankend wollte ich gerade die Türe aufschließen, als ich bemerkte, dass ich meinen Schlüssel nicht dabei hatte. Da ich im vergangenen Monat schon mehrmals selbigen vor einer Sauftour zu Hause gelassen hatte, konnte ich erahnen, was dies für einen Ärger geben würde. Ich klingelte, doch niemand öffnete. Ich schlich also ums Haus und bemerkte, dass meine Eltern nicht da waren. Es war wirklich sehr spät und sehr kalt und so beschloss ich kurzerhand, einzubrechen. Ich stellte mich vor unser Kellerfenster und trat kurzerhand die Metallgitter ein. Da ich ja, wie oben erwähnt, ziemlich betrunken war, hatte ich keine Ahnung, wohin dieses Fenster führte.

Kurzerhand zwängte ich mich durch die enge Öffnung, wobei ich mir meine Jeans und meinen Oberschenkel aufschlitzte. Ich hing also mit den Füßen zuerst in dem Schacht und ließ mich fallen. Ich landete auf etwas unebenem Boden und wunderte mich schon, wo ich mich denn bitte befand. Vorsichtig tastete ich mich zur Kellertür und natürlich war sie abgeschlossen. Reumütig trat ich meinen Rückweg an, doch da passierte es. Ich fiel, panisch klammerte ich mich an irgendetwas fest, was ich gerade zu fassen bekam. In meinem betrunkenem Zustand konnte ich natürlich nicht mehr klar denken und begriff zum Glück nicht, dass mein Leben gerade am seidenen Faden hing. Irgendwie schaffte ich es, mich hochzuziehen und mich unter den erbärmlichsten Anstrengungen meines Lebens in Richtung des Lichtscheins zu ziehen.

Ich kassierte einen heiden Anschiss, weil ich schon wieder meinen Schlüssel vergessen hatte. Am nächsten Tag ging ich das Ganze noch einmal durch und mir wurde klar, dass ich in den Heizungskeller gesprungen war, und sich unter den Rohren, auf denen ich im Stockdunkeln balanciert war, ein 10 Meter tiefer, nicht abgedeckter Brunnen mit Pumpe befindet. Meinen Eltern ist das kaputte Kellerfenster aufgefallen, aber sie haben es auf randalierende Jugendliche geschoben. Ich beichte, dass es mir leid tut und ich nie wieder in dunkle Schächte springen werde.

Beichthaus.com Beichte #00026119 vom 20.04.2009 um 17:54:46 Uhr (17 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Ich habe es geschafft!

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Neid Vandalismus Rache Familie Auto & Co. Siegen

Kein Familientreffen vergeht, bei dem mein Bruder nicht seine Errungenschaften in den Mittelpunkt stellt. "Mein Frau", "mein Haus", "mein Auto" - das ist alles was in seinem Kopf herumschwirrt. Er hat mich noch nie gefragt, "Schwesterlein, wie geht es Dir?" oder überhaupt Interesse für mich gezeigt. Es ist nicht so, dass ich neidisch bin auf seine Luxuskarosse oder sein Nobelhäuschen - aber sein "Ich habe es geschafft"-Verhalten, bringt mich auf die Palme. Letzten Sommer war wieder einmal seine 3-Jahres-Frist vergangen und einer neuer Schlitten mit allem Schnickschnack und blendenden Spoilern stand in seiner Einfahrt. Ich konnte die Sätze quasi schon hören, die mich bald überrollen würden - inklusive mitleidiger Blicke auf meinen Kleinwagen natürlich.

In der Nacht vor dem Geburtstag meiner - ach so hübschen - Schwägerin, wartete ich bis unser beschauliches Dörfchen im Schlaf lag und schlich mich dann zum Carport meines Bruders. Mit meinem Lieblingsschraubenzieher in der Hand stand ich nun vor der neuesten Errungenschaft der Autoindustrie. Ein kurzes Zögern und dann tat ich es. Ich zauberte ein fantastisches Schnörkelmuster auf alle großen Flächen des glänzenden Lackes. Meine Kreativität kannte keine Grenzen und Skrupel mehr. Die Aufgelöstheit meines Bruders am nächsten Morgen war grenzenlos und entschädigte mich für viele Jahre erlittene Prahlerei. Die Geburtstagsparty fand erst nach der Neulackierung des Wagens statt.

Beichthaus.com Beichte #00026116 vom 20.04.2009 um 07:44:50 Uhr in Siegen (40 Kommentare).

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Lärm vs. zerstörte Schuhe

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Rache Vandalismus Zorn Nachbarn Uelzen

Vor Jahren lebte ich in einem süßen, kleinen Altbauappartment. Ich (w/37) war guter Dinge, da alle meine Nachbarn Friede, Freude, Sonnenschein verbreiteten. Ich bin sehr geräuschempfindlich und war unendlich froh, meine Nachtruhe ungestört genießen zu können. Dies sollte sich eines Tages schlagartig ändern. In die leer stehende Wohnung nebenan zogen neue Mieter und mir wurde ganz übel, als ich meinen Nachbarn lautsprecherboxenschleppend und bierkästentragend auf der Treppe begegnete. Mein beschauliches Leben war wohl ein für alle Mal vorbei.

Bis in die Morgenstunden dröhnte und schepperte es von nebenan. Es half kein gepflegtes Gespräch und keine Drohung mittels Hausverwaltung. Ich war verzweifelt - meine Nachtruhe endete um sechs Uhr - die lieben Nachbarn sorgten dafür, dass ich bis dahin kein Auge zu tat. Voller Zorn schlug ich mittlerweile regelmäßig gegen die Wand, drehte ab sechs Uhr - wenn nebenan geschlafen wurde - meine Lautsprecher auf und kam mir dabei total dämlich vor. Eines Nachts platzte mir dann der Kragen - irgendwo musste ich hin mit meiner Wut über den geraubten Schlaf. Auf mein Klingeln reagierte man längst nicht mehr. Berge von Damensandalen türmten sich vor der Nachbartür (wo die Herrenschuhe waren weiß ich bis heute nicht). Ich nahm eine Schere und schnitt kurzerhand sämtliche Riemchen an allen Schuhen kurz und klein und erlebte ein Gefühl von ungeheurer Befriedigung - was nicht heißt, dass ich mir später im Licht der Morgensonne ziemlich albern vorkam. Heute lebe ich glücklich und zufrieden in einer großen Wohnung mit schalldichten Wänden.

Beichthaus.com Beichte #00026114 vom 19.04.2009 um 14:16:55 Uhr in Uelzen (20 Kommentare).

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“Beichte

Mein Dilemma mit den Autos

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Vandalismus Feigheit Lübeck

Als ich noch verheiratet war, fuhr mein Ex-Mann einen Firmenwagen. Er war ein Mann, der von der Statur her eher klein war, deshalb wohl seine Liebe zu großen Autos. Ich selbst hatte ein knuddeliges kleines Cabrio, das wendig und einfach gut zu fahren war. Nun war es so, dass mein Ex-Mann seinen Wagen in der Garage so platziert hatte, dass ich mit meinem kaum raus kam. Ich hatte einfach keine Lust jetzt mit den Autos hin und her zu rangieren und habe dann kurzerhand seinen Wagen genommen. Ein, für mein Empfinden, riesigen Schlitten. Er saß im Wohnzimmer und schaute Fußball. Es ist ja so einfach den Schiedsrichter anzuschreien, wenn man vor der Mattscheibe sitzt. Er wusste also nichts davon, dass ich seinen Wagen mal kurz nahm. Das ersparte mir viele Anweisungen, wie ich das Ding zu fahren hatte, worauf ich achten müsste und auch die Peinlichkeit, dass er mir den Wagen garantiert aus der Garage fahren würde, nur so zur Sicherheit. Als ob wir Frauen kein Auto fahren könnten. Gut, also los. Rückwärtsgang rein und ab raus aus der Garage. Schade nur, dass wir kurz zuvor neuen Rasen angelegt haben und in der Garage noch die Schubkarre stand und auf dieser Schubkarre eine Harke mit extra spitzen Zinken (warum die extra spitz waren, weiß ich bis heute nicht).
Ok, ich habe mich zwar gefragt, warum denn die Harke so wackelt als ich raus fuhr, aber es hatte nicht gerumst oder sonstige beängstigende Geräusche gegeben, also weiterfahren. Wollen doch nur schnell ein paar Sachen einkaufen. Höchstens eine halbe Stunde. Das merkt der Herr Fußballexperte nicht mal.
Als ich vom Einkaufen aus dem Geschäft raus kam und die Beifahrerseite des Wagens von Weitem sah, betete ich, dass es einfach nur Dreck war, der sich da vom Kotflügel bis hin zum Kofferraum an diesem wirklich laaaangen Auto lang zog. Bei näherer Betrachtungsweise und nachdem ich mich durch Berührung versichert hatte, wusste ich, das war kein Dreck, das waren zwei dicke, fette, unglaublich tiefe Kratzer, die sich da längs schlängelten.
Jede Frau weiß um das Theater, das Mann dann veranstaltet. Klar ist es ärgerlich, aber es ist halt auch nicht mehr zu ändern.
Ich hatte da einfach keinen Bock drauf und habe den Wagen wortlos in die Garage gestellt. Zuhause hab ich erst einmal nichts gesagt. Am nächsten Morgen ist mein Ex dann losgefahren. Die übliche lange Strecke, Hamburg, Bremen und auch Hannover. Als er wieder kam, stellte er den Wagen vor die Garage kam rein und aß mit mir zu Abend. Kein Wort nichts. Ich wollte zum Sport und bat ihn, den Wagen doch bitte in die Garage zu fahren, damit ich raus könnte.

Wir gingen raus und als ich dann zu meinem Auto ging, fragte ich ihn, ob er einen Unfall gehabt hätte. Er verneinte. Ich zeigte ihm die Kratzer und er rastete völlig aus. Es wäre doch zum Himmelschreien, da muss doch einer mit dem Schlüssel oder so entlang sein. Diese Vandalen. Er hat dann die Kratzer über die Firmenversicherung reparieren lassen und noch einige Tage über diese Rabauken und sonstigen schlechten Menschen gewettert. Aber ich war fein raus.
Einige Zeit später hatte er einen Zweitwagen für sich privat. Ein Liebhaber-Auto (nun ja, einen Liebhaber hätte ich auch gern gehabt, aber kein zweites Auto). Dieses Fahrzeug stand ständig im Weg herum. Man hat ja keine Garage für ewig viele Autos. Ich war einkaufen und hatte schon zwei, drei Flaschen Cola im Arm, als ich merkte, ich bekomme diese blöde Garagentür nicht richtig auf, weil das Auto da so blöd steht. Um die Garage herumzulaufen mit den ganzen Einkäufen war mir zu nervig, denn der Weg von der Garagentür ins Haus war der direkteste. Kurzerhand legte ich die Flaschen auf den Beifahrersitz und ging rein um den Schlüssel zu holen, damit ich das Auto kurz herausfahren konnte. Als ich wieder zurück kam, schwamm der Beifahrersitz weil eine Colaflasche leider nicht ganz dicht war. Na toll, dieses Gezeter und Gemecker - Nein, das wollte ich mir nicht anhören. Ich hatte drei Tage Zeit um das zu bereinigen. Also Fleckenmittel gekauft und probiert. Nichts half. Es waren immer noch Flecken in diesem grau-braunen Sitz zu sehen. Am zweiten Tag hab ich dann aus Verzweiflung den gesamten Sitz mit Cola eingerieben, habe es kurz einziehen lassen und bin dann mit Fleckenmittel hinterher. Das Ergebnis war einwandfrei. Der Sitz war zwar einen Touch dunkler als vorher aber nicht fleckig oder sonst was. Mein Ex hat nie was gemerkt und ich hatte meine Ruhe.

Beichthaus.com Beichte #00026099 vom 17.04.2009 um 10:50:26 Uhr in Lübeck (44 Kommentare).

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