Die heimliche Mitbewohnerin

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Lügen Morallosigkeit Falschheit Geld

Meine Mutter starb durch einen Unfall, als ich 14 Jahre alt war. Mein Vater blieb mit mir ein Jahr lang alleine, dann ging er wieder aktiv auf Brautschau und zog sich bald, da er selbst noch relativ jung geblieben und attraktiv war, eine ziemlich unsympathische Mittzwanzigerin an Land. Wir hatten von Beginn an heftige Differenzen, da sie mich nur als ein lästiges Anhängsel betrachtete. Für sie war ich nichts weiter als ein nerviger, pubertierender Jüngling, mit dem sie weder etwas anfangen konnte, noch wollte. Sie bemühte sich auch nicht wirklich um ein gutes Auskommen mit mir, da ihr mein Vater aus der Hand fraß und sie sich aufführen konnte, wie sie wollte, solange es regelmäßigen Sex gab. Da sie nach eigenen Angaben ein extra Arbeitszimmer brauchte, wurde ich mehr oder weniger dazu verdonnert, in den Keller zu ziehen - in einen Raum, der winzig und als Abstellkammer konzipiert war, aber immerhin einen eigenen Eingang über die Kellertür hatte.


Ich benutzte diese Tatsache zunächst nur, um die festgesetzten Zeiten, wann ich spätestens zu Hause sein musste, zu umgehen. Insgesamt arrangierte ich mich ganz gut mit der Situation. Ich ging der herrischen, fordernden Zicke einfach aus dem Weg und ignorierte, wie sich mein Vater von ihr manipulieren ließ. Nachdem die Beiden ein Jahr zusammen waren, lernte ich langsam ihre Familie kennen. Ihr Vater war ob der Liaison seiner Tochter recht skeptisch, aber sonst machte er einen recht netten Eindruck. Ihre Mutter war allerdings genauso herrisch wie sie und behandelte grundsätzlich alle Menschen von oben herab. Die Freundin meines Vaters hatte auch eine jüngere Schwester, die genau so alt war wie ich. Sie versuchte mit allen Mitteln, den Kontakt zwischen uns einzuschränken, beispielsweise erzählte sie mir Schauergeschichten darüber, dass ihre kleine Schwester Drogen konsumierte und immer mal Geschlechtskrankheiten hatte.


Die jüngere Schwester selbst würdigte mich sowieso keines Blickes und da ich ihre pinken Haare und unzähligen Gesichtspiercings damals auch nicht so besonders attraktiv fand, ließ ich sie ebenfalls in Ruhe. Ihre Freunde waren meistens zehn Jahre ältere tätowierte Schränke und diese Beziehungen hielten eigentlich nie lange. Eines Tages kam es jedoch, wie es kommen musste: Mein Vater heiratete mit Ende vierzig seine mittlerweile Endzwanzigerin, was mich nur am Rande störte, denn ich hatte mich mit meiner Kellerbutze ausgesöhnt. Ich konnte laut Gitarre spielen und Musik hören, kommen und gehen, wann und wie es mir passte, und auch ab und an mal ein Mädchen anbringen, ohne dass es gleich jemand mitbekam, außerdem kam so gut wie nie jemand zu mir in den Keller.


Ein halbes Jahr nach der Hochzeit bekam ich durch Zufall mit, wie sich die neue Frau meines Vaters und ihre Schwester lautstark stritten. Die Schwester war wohl zu Hause rausgeflogen, weil ihre Abiturnote eher suboptimal geraten war. Sie hatte meine Stiefmutter mehr oder weniger um Asyl gebeten, bis sie ihr Studium beginnen konnte, aber das wurde ihr verweigert. Als ich nachher selbst los wollte, zum Training, saß die Schwester auf einem Zaun in unserer Wohnsiedlung, rauchend und weinend. Ich fragte sie, was los war, und nach kurzem Zögern erzählte sie mir das mit dem Rauswurf. Mir kam eine Idee. Ich schlug ihr vor, dass sie ja heimlich mit in meiner Kellerbutze wohnen könnte, allerdings müssten wir wegen der Badbenutzung aufpassen. Es gab zwar zwei Bäder, aber keines davon im Keller. Sie willigte ein, wir versuchten es, und es ging unglaublicherweise zwei Monate gut, ohne dass jemand etwas mitbekam. Wir verstanden uns prächtig. Nur der Lebensmittelverbrauch stieg leicht an, was mein Vater bald monierte. Die Schwester und ich kamen uns in dieser Zeit logischerweise sehr nahe, aber wir schliefen nicht miteinander. Kuscheln war das Höchste der Gefühle.


Schließlich zog sie zum Studienbeginn wieder aus, in eine eigene kleine Wohnung, was mich etwas traurig stimmte, aber ich konnte sie ja jederzeit besuchen. Bald darauf eröffnete mein Vater mir, dass seine neue Frau schwanger war und dass sie den Platz im Keller eventuell brauchen würden. Nach einigem Hin und Her sicherte er mir zu, die Miete für eine kleine Wohnung zu übernehmen. Ich hatte jedoch andere Pläne. Ich fälschte einen Mietvertrag, den ich meinem Vater vorlegte, ließ mir monatlich das Geld überweisen, und zog direkt zu meiner Stieftante, wie ich sie heute noch ab und an im Spaß nenne. Ich fand recht schnell nach dem Einzug heraus, dass sie noch an anderen interessanteren Stellen außerhalb des Gesichts gepierct und ihre Figur ein absoluter Traum ist. Im Januar sind wir fünf Jahre zusammen. Ihre Schwester hatte einen halben Tobsuchtsanfall, als wir ihr und meinem Vater die Beziehung schließlich gestanden. Meinem Vater habe ich die komplette Story schließlich mal im Vertrauen erzählt, auch das mit dem Geld, aber er hat nur abgewunken und gegrinst.

Beichthaus.com Beichte #00034633 vom 18.12.2014 um 13:13:32 Uhr (2 Kommentare).

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Unfreundliche Kassierer

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Als ich vor zwei Jahren einen USB-Stick noch vor Schulbeginn kaufen musste, hatte ich es mal wieder ziemlich eilig. Der Kassierer dieser Elektronikkette, die in der Schweiz sehr bekannt ist, hat sich locker mit dem anderen Personal und anderen Kunden unterhalten. Nach fünf Minuten Anstehen an der Kasse bediente er mich endlich - leider ziemlich unfreundlich und ich durfte mich beeilen, noch pünktlich zum Unterricht zu kommen. Aus Wut - und weil es nicht das erste Mal war, schwärzte ich den Typen an. Ich habe noch Dinge erfunden, zum Beispiel aß er noch etwas und ich kam viel zu spät in die Schule. Ich habe vom Kettenchef einen Tag später einen 50 Euro Gutschein erhalten und er bot mir sogar noch ein Entschuldigungsgespräch an. Der Typ hat wohl eine Zurechtweisung bekommen, aber er arbeitet immer noch dort. Allerdings ist er nun ziemlich kundenfreundlich. Den Gutschein habe ich übrigens gegen Bargeld eingetauscht und auf mein Sparkonto eingezahlt. Deshalb bitte ich um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00034617 vom 16.12.2014 um 23:57:08 Uhr (7 Kommentare).

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Das gefälschte Führungszeugnis

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Ich (m/26) stand schon mehrmals wegen kleinerer Delikte vor dem Richter. Als Vorbestrafter hat man, trotz großer Mühe durch den Bewährungshelfer, wenig Möglichkeiten um an einen gut bezahlten Job zu kommen. Aus Geldmangel bin ich eben immer wieder straffällig geworden. Jetzt habe ich mich auf Verdacht bei einem größeren mittelständischen Unternehmen vorgestellt und hatte wohl Glück, dass der Schichtleiter der Wachmannschaft gekündigt hatte. Der Stellvertreter hat den Posten übernommen, benötigte allerdings durch den Weggang seines Chefs dringend einen weiteren Mitarbeiter für den Werksschutz. Ich habe mir von meiner Freundin einen blitzsauberen Lebenslauf schreiben lassen, aber sehr wichtige Faktoren weggelassen. Kurzum, ich habe den Job Knall auf Fall erhalten und bin glücklich, eine so verantwortungsvolle Position zu begleiten.


Ich engagiere mich und zeige vollen Einsatz. Nachdem sich jetzt die Hektik mit dem Weggang des Schichtleiters und meiner Einstellung etwas gelegt hat, wurde mir von der Personalabteilung gesagt, dass ich auf der IHK den Schein zur Schutz- und Sicherheitskraft ablegen soll - das Unternehmen bezahlt diesen. Dazu benötige ich allerdings ein polizeiliches Führungszeugnis ohne Eintrag. Genau das ist mein Problem, ich habe Einträge. Von einem Kumpel habe ich mir jetzt ein solches Zeugnis fälschen lassen. Ich habe aber wirklich Sorgen, dass dies auf der IHK als Fälschung erkannt wird. Auch wenn sie es nicht erkennen, habe ich Angst, dass es irgendwann herauskommt. Ich bin verzweifelt. Meine Beichte: Nur durch Lug und Trug habe ich jetzt einen tollen Job, wie lange noch, kann ich leider nicht sagen.

Beichthaus.com Beichte #00034616 vom 16.12.2014 um 23:50:01 Uhr in Hersbruck (5 Kommentare).

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Verheimlichte Potenzpille

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Ich (m/31) nehme jetzt schon seit über einem halben Jahr eine Potenzpille ein, bevor ich mit meiner Frau Sex habe. Ohne Pille ist es schon sehr schwer für mich, eine richtige Erektion zu bekommen, ich verspüre zwar sehr viel Lust auf Sex, aber da macht mein Penis einfach schlapp - seitdem ich die Potenzpille nehme, ist der Sex wieder richtig gut. Es ist meistens so, dass ich eine halbe Tablette nehme, die dann auch für ganze zwei Tage reicht. Meine Frau weiß nichts davon - ich wollte ihr zuerst nichts sagen, aber jetzt, nachdem ich sie schon ein halbes Jahr nehme, fällt es mir immer schwerer, darüber zu reden oder dieses Thema anzusprechen. Ich bitte um Vergebung.

Beichthaus.com Beichte #00034603 vom 15.12.2014 um 13:56:22 Uhr in Nürnberg (15 Kommentare).

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Vandalismus im Wohnblock

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Vandalismus Hass Lügen Vorurteile Nachbarn

Ich (m) gebe zu: Ich bin ausländerfeindlich. In dem Arbeiterwohnblock, in dem ich wohne, leben seit vielen Jahren ausschließlich Araber, Italiener, Griechen und viele weitere Nationalitäten. Ich übe noch den Nebenjob als Hausmeister dieses und der beiden Nachbarblöcke […]
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Beichthaus.com Beichte #00034599 vom 14.12.2014 um 18:11:14 Uhr (14 Kommentare).

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