Polonaise Unfall

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Peinlichkeit Ungerechtigkeit Last Night

Ich habe etwas Schlimmes gemacht. Dabei wollte ich das gar nicht. Bei meinem Abschlussball bin ich bei der Polonaise gestolpert. Dabei versuchte ich, mich reflexartig irgendwo festzuhalten. Leider war es das Kleid meiner Kollegin. Da sie keinen BH getragen hat, habe ich vor Hunderten Leuten ihre Brüste entblößt. Nicht wenige haben die Gunst der Stunde genutzt und sofort fotografiert. Sie wurde lautstark ausgelacht und ausgepfiffen und war auch danach in der Schule immer wieder Opfer verschiedener Streiche. Es tut mir so leid, dass ich so ungeschickt war und jemand anderes, das ausbaden muss.

Beichthaus.com Beichte #00031609 vom 17.07.2013 um 10:24:57 Uhr (22 Kommentare).

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Der Verlust meiner Seelenverwandten

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Engherzigkeit Falschheit Selbstsucht Verzweiflung Ungerechtigkeit

Ich möchte beichten, dass ich meine ehemalige beste Freundin aus egoistischen Gründen in einer für sie schweren Zeit allein gelassen habe, was ich nun seit Jahren bereue. Ich war damals ungefähr 11 oder 12 Jahre alt, sie war etwas älter. Wir waren schon seit Jahren sehr gut befreundet und ich habe mich noch nie einer Person so nahe gefühlt. Nun war es so, dass ich damals, außer ihr, gar keine wirklichen Freunde hatte, da ich in der Schule gemobbt wurde. Ich war das komische, etwas dicke, hässliche Kind, das seltsame Dinge tut - ich verstand damals viele soziale Dinge wie Freundschaft oder Gemeinschaft nicht richtig. Im Gegensatz dazu war sie schlank, hübsch, immer super angezogen und sehr beliebt. Obwohl sie mir öfter sagte, ich sei ihre allerbeste Freundin, war ich eifersüchtig auf ihren riesigen Bekanntenkreis. Ich steigerte mich in den Gedanken hinein, dass sie mich sicher nicht wirklich mögen würde und ich ihr eigentlich peinlich wäre. Dann kamen für sie sehr schwere Zeiten.


Ihr Vater war schon lange querschnittsgelähmt und ihre Mutter seit jeher sehr dominant und kein einfacher Mensch. Doch dann kamen noch andere gesundheitliche Probleme auf ihren Vater zu und er lag schlussendlich mit künstlichem Koma im Krankenhaus. Gerade diese Zeit suchte ich mir aus, um aus irgendeinem bescheuerten Grund Streit zu provozieren und dann den Kontakt komplett abzubrechen. Wahrscheinlich wollte ich mir selbst beweisen, dass ich sie nicht brauche, wirklich verstehe ich das heute auch nicht mehr. Ich ließ sie von einem Tag auf den anderen komplett fallen und zog mich zurück. Ich stieg auch von unserem Gruppenunterricht in der Musikschule auf Einzelunterricht um, ohne ihr etwas zu sagen. Nachdem sie das erfahren hatte, saß sie wohl noch eine Weile weinend draußen vor der Musikschule und da wurde mir das erste Mal ansatzweise klar, dass ich da etwas sehr Dummes getan hatte. Aber aus Stolz und Angst tat ich nichts weiter. Eine Weile später kontaktierte ich sie mit einer halbherzigen Entschuldigung und ohne Erklärung. Sie meinte aber, was da gelaufen war, wäre zu krass, und sie wollte erst mal keinen Kontakt mehr. Davon fühlte ich mich dann auch noch total gekränkt. Wenn wir uns später wiedersahen ignorierte ich sie total, obwohl sie immer freundlich zu mir war. Mittlerweile habe ich sie schon lange nicht mehr gesehen, wir leben inzwischen auch in verschiedenen Teilen Deutschlands. Hin und wieder suche ich online nach Informationen über sie, aber sie scheint überall abgemeldet zu sein.


Ich bereue es sehr oft, dass ich sie so behandelte und meine einzig wahre Freundin dadurch verlor. Ich komme nun wirklich nicht mit vielen Menschen klar und so habe ich mich noch nie mit jemandem verstanden. Ich würde fast sagen, wir wären Seelenverwandte. Ich stelle mir nun oft vor, wie es wäre, wenn wir noch befreundet wären, und wünsche mir sehr, dass wir uns mal wiedersehen oder irgendwie wieder Kontakt bekommen. Aber ich bin zu feige, sie noch mal zu kontaktieren und mich zu entschuldigen. Ich habe Angst, dass ich sie gar nicht mehr interessiere oder dass wir nichts mehr gemeinsam haben. Ich habe zwar aus meinen Fehlern gelernt und würde mich nie wieder so verhalten, aber mein Verhalten damals ist mir extrem peinlich und ich finde es einfach traurig, dass ein dummer Kinderfehler so etwas kaputt gemacht hat.

Beichthaus.com Beichte #00031599 vom 15.07.2013 um 02:23:38 Uhr (18 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Mit dem Tacker bestraft

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Rache Aggression Falschheit Ungerechtigkeit Familie

Als Tochter einer Putzfanatikerin und einem Ordnungsliebhaber hatte ich es in meiner Jugend nicht leicht. Ich konnte den Drang meiner Eltern nach Ordnung und Sauberkeit während meiner Pubertät nicht verstehen. Allerdings sollte ich anmerken, dass ich kein unordentlicher oder gar dreckiger Mensch bin. Es unterschieden sich lediglich unsere Auffassungen von "ordentlich" und "sauber". Meine Eltern empfinden zum Beispiel Fotos und Poster an Wänden als störend, da dies zu einem unordentlichen Eindruck des Raumes beitragen würde. Auch Gegenstände auf Schreibtischen und Möbeln werden als Störfaktor angesehen. Ich finde das allerdings entscheidend für die Atmosphäre. Meiner Meinung nach sieht ein Raum viel menschlicher und herzlicher aus, wenn man einen Einblick in schöne Erinnerungen bekommt. Der größte Streitfaktor damals war allerdings der Inhalt meines Kleiderschrankes. Öfters wurde ich morgens mit Gebrüll geweckt, da mein Zimmer unordentlich wäre. Das heißt, mein Bettüberwurf und ein paar Kissen lagen auf dem Boden. Als Strafe für diese furchtbare Unordnung wurde dann, ganz nebenbei, mein kompletter Schrankinhalt ausgeräumt, da die Klamotten angeblich nie richtig gefaltet waren. Dies geschah dann ein-, oder zweimal im Monat, bis ich volljährig war. Und es nervte mich jedes Mal ein bisschen mehr. Meistens hielt ich einfach meine Klappe und tat meine Arbeit, andererseits konnte ich auch ziemlich aggressiv werden.


Ich beichte, dass ich meine Aggressivität in solchen Fällen bewusst unterdrückt habe, damit ich den Weg der "stillen Rache" gehen konnte. Ich habe dann immer die Unterhosen meiner Eltern zusammengetackert, weil ich das als angemessene Bestrafung für ihr Verhalten sah. Der Gedanke, dass sie all ihre Unterwäsche von diesen Metallklammern befreien müssten, gab mir damals ein Machtgefühl über meine Eltern. Ich gestehe, dass es mir jetzt, mit 20 Jahren, sehr peinlich ist, dass ich meine Eltern mit so etwas bestrafen wollte. Für schlimmere Aktionen hatte ich nie den Mumm. Die einzige Steigerung war, dass ich ab und zu Löcher in einige Kleider geschnitten habe, aber nach einer Stunde so ein schlechtes Gewissen hatte, dass ich sie wieder zugenäht habe. Deswegen: Entschuldigt bitte meine Tackeraktionen, ich hoffe, ihr habt nicht allzu lange gebraucht, um eure Unterwäsche von den Metalldingern zu befreien.

Beichthaus.com Beichte #00031597 vom 15.07.2013 um 01:44:37 Uhr (12 Kommentare).

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Meine Couchsurfing-Bekanntschaft

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Vorurteile Falschheit Engherzigkeit Ungerechtigkeit

Vor einiger Zeit bin ich (m/26) für mehrere Monate ins Ausland gegangen. Da ich nicht an jedem Wochenende alleine sein wollte, habe ich versucht, neue Freunde zu finden, indem ich mich bei Couchsurfing (einem großen Internetportal) ganz unverbindlich mit irgendwelchen Leuten verabredet habe. Halt mal auf ein Bierchen und so. Meine erste Verabredung war ein Typ, der zwar superfreundlich war und mir alles Mögliche über sich und sein Land erzählt hat, sich jedoch leider als stockschwul herausstellte. Obwohl er mir keinerlei Avancen machte - ich habe ihm am Anfang klipp und klar gesagt, dass ich an Männern nicht interessiert bin - schrieben wir noch einige Monate lang auf Facebook weiter, wo er mich öfters fragte, wann wir uns denn endlich noch mal treffen würden. Als mir die fadenscheinigen Begründungen für Absagen langsam ausgingen und ich keinen Bock mehr hatte, mich nur noch aus Höflichkeit mit ihm zu beschäftigen, habe ich ihn einfach blockiert - ohne dass ich ihm vorher Bescheid gesagt oder die Grunde genannt hätte.

Hiermit beichte ich, dass ich Vorurteile gegenüber Schwulen habe. Und dass ich zu feige war, meinem "Kumpel" ganz einfach offen und ehrlich zu sagen, dass ich mich nicht mit ihm treffen möchte, weil ich seine Neigungen total eklig finde und es mir peinlich wäre, mit ihm auf der Straße gesehen zu werden. Ich habe nichts dagegen, dass Homosexuelle existieren und so leben, wie sie es möchten, ich finde auch die Homo-Ehe okay, aber in meinem eigenen Umfeld möchte ich nichts mit diesen Leuten zu tun haben. Des Weiteren möchte ich beichten, dass dieser Typ sehr sensibel ist und ich ihn durch mein unaufrichtiges Verhalten wahrscheinlich sehr verletzt habe. Aber vielleicht ist es besser, zu jemandem den Kontakt einfach kommentarlos abzubrechen, anstatt ihm ins Gesicht zu sagen, was man wirklich über ihn denkt. Wahrscheinlich wäre das noch viel Schlimmer gewesen.

Beichthaus.com Beichte #00031574 vom 09.07.2013 um 03:02:18 Uhr (32 Kommentare).

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Kein Mitleid von meinen Eltern

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Verzweiflung Missbrauch Misstrauen Ungerechtigkeit Pfronstetten

Ich (m) wurde vor knapp einem Jahr vergewaltigt. Seitdem habe ich einige gesundheitliche Probleme, wie zum Beispiel häufigen Durchfall, Schlafstörungen oder Ausschläge. Meine Eltern sind mir bei dieser Sache auch keine Hilfe. Mein Vater meint immer, wenn ich jetzt meine Ausbildung anfange, werde ich die Probleme nicht mehr haben, wenn ich "mal an der Arbeit" bin. Das Problem ist, dass ich psychisch nicht in der Lage bin, acht Stunden zu arbeiten, da ich erstens dauernd müde bin und zweitens permanente Kopfschmerzen habe. Außerdem beleidigen meine Eltern mich oft aufs Gröbste, weil ich vergewaltigt wurde. Neulich ist es mir beispielsweise passiert, dass mein Vater in einem Streit wörtlich meinte "ich kann nichts dafür, dass du dich von jeder Schwuchtel f**ken lässt". Daraufhin habe ich ihn und meine Mutter bedroht, woraufhin keiner mehr so wortgewaltig war und beide Angst vor mir hatten.

Beichthaus.com Beichte #00031550 vom 03.07.2013 um 19:54:55 Uhr in Pfronstetten (31 Kommentare).

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