Gemüse vom Wochenmarkt

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Waghalsigkeit Engherzigkeit Diebstahl Schönewalde

Ich (m/18) war heute mit meinen beiden jüngeren Brüdern auf dem Wochenmarkt. Wir mussten unserer Mutter beim Tragen helfen. Beim Gemüsestand hatte ein älteres Ehepaar den Korb auf den Boden gestellt, um diverse Blumengestecke am Nachbarstand zu begutachten. Ich habe dann einen Blitzentschluss gefasst und unter großem Gegrinse meiner Brüder Kartoffeln und Gurken in den fast leeren Korb gefüllt, ohne dass es jemand bemerkte. Der Mann hat dann, ohne sich umzudrehen, den Korb gefasst und ist mit seiner Frau weitergelaufen. Wir haben uns vor Lachen fast in die Hosen gemacht, als die beiden am Eierstand in den halb gefüllten Korb sahen, sich gegenseitig ungläubig anblickten und dann verunsichert umschauten. Ein herrlicher Scherz, der uns dann aber doch zum Nachdenken brachte, denn es handelte sich um holländisches Gemüse, welches vielleicht gespritzt war.

Beichthaus.com Beichte #00034450 vom 29.11.2014 um 12:15:24 Uhr in Schönewalde (10 Kommentare).

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Meine perfekte Friseurin

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Begehrlichkeit Falschheit

Ich (m/29) habe gestern einen Friseurtermin für heute um 12 Uhr gemacht. Und zwar bei meiner Friseurin, die ich seit ein paar Jahren in regelmäßigen Abständen besuche. Ich stehe schon seit jeher auf sie, aber sie hat eine Familie und es wird unmöglich für mich sein, jemals mit ihr zusammenzukommen. Ich habe absolut keine Probleme, eine hübsche nette Freundin zu bekommen, hatte ja auch einige in der Vergangenheit. Allerdings mag ich meine Friseurin sehr - optisch, charakterlich und auch von der Art her. Meine Beichte: Ich habe den Termin gemacht, ohne dass ich zum Friseur gehen müsste, weil meine Haare noch relativ gepflegt und kurz sind vom letzten Besuch. Ich freue mich einfach darauf, sie zu sehen und fühle mich danach immer total gut.

Beichthaus.com Beichte #00034449 vom 29.11.2014 um 10:01:13 Uhr (6 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Bußgelder bei der Bahn

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Zorn Waghalsigkeit Geld Bahn & Co.

Ich bin ganze vier Mal in meinem Leben schwarzgefahren, weil ich es entweder nicht eingesehen habe, mir ein Ticket zu ziehen, weil meine Monatskarte erst seit wenigen Tagen abgelaufen war und ich danach erst einmal keine brauchte - oder schlichtweg kein Geld hatte. Einmal wurde ich dann erwischt und habe es seitdem nie wieder getan. Jetzt sollen die Bußgelder erhöht werden. Schön für unseren Stadtverkehr, jetzt können die uns noch mehr Geld aus der Tasche ziehen, die Preise immer schön zum neuen Schuljahr erhöhen und immer weniger Busse fahren lassen. Die dann natürlich vollkommen überfüllt fahren, sodass nicht jeder einsteigen kann. Und natürlich immer öfter die Fahrer streiken zu lassen, damit wir dann sehen können, wo wir bleiben.


Dazu kommen sie auch noch ständig zu spät, worüber man wegsehen kann, nicht aber, wenn es 45 Minuten sind und man extra zum Servicebüro rennt, nach einer schriftlichen Bescheinigung fragt und man gesagt bekommt, dass man doch anrufen kann und die dann die Verspätung bestätigen. Klingt doch super, danke Deutschland! Es gibt natürlich immer Menschen, die es darauf anlegen, schwarzzufahren, die werden aber selten erwischt, weil sie sich mittlerweile schon über Apps verabreden, wie ich gehört habe. Ich verfluche die öffentlichen Verkehrsmittel mittlerweile, wie wäre es denn damit, mehr Kontrollen durchzuführen? Aber nein, dann würden die Gelder doch bei den Menschen landen, die tatsächlich ihre Arbeit ausführen.

Beichthaus.com Beichte #00034448 vom 28.11.2014 um 19:39:05 Uhr (7 Kommentare).

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Die schleimige Callcenter-Tunte

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Boshaftigkeit Rache Zorn Arbeit Telefon

Ich bin Callcenter-Agent bei der Inbound-Hotline eines bundesweit tätigen Telekommunikationsunternehmens. Ein Kunde rief mich heute an und bat mich um einen Zahlungsaufschub für die Rechnung von 80 Euro, mit der er seit 10 Tagen im Verzug ist. Aus Kulanzgründen habe ich ihm bis Mitte Dezember Aufschub gewährt und ihn darüber informiert. Ich war das ganze Gespräch über äußerst zuvorkommend, dies ist mein Job. Wir leben von zufriedenen Kunden. Nachdem ich mich von dem Kunden verabschiedete, hat er sich mit jemandem unterhalten, der sich im Hintergrund befand und dem er mitteilte, er hätte soeben mit einer "schleimigen Callcenter-Tunte" gesprochen. Ebenfalls äußerte er sein Ekelempfinden mir gegenüber. Er nahm wahrscheinlich an, ich wäre nicht mehr am Telefon. Daraufhin legte ich normal auf, allerdings machte ich den Zahlungsaufschub rückgängig und habe die Forderung unserem Inkassounternehmen übergeben, das natürlich eine saftige Inkasso-Pauschale verlangt, weil ich wütend darüber gewesen bin, dass dieser Kunde eine zuvorkommende Art nicht wertschätzt.

Beichthaus.com Beichte #00034447 vom 28.11.2014 um 19:16:26 Uhr (15 Kommentare).

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“Beichte

Die dicke Verlobte und die Pizza

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Völlerei Maßlosigkeit Boshaftigkeit Ernährung

Wir, ein männlicher Freundeskreis im besten Alter, haben unmoralisch gehandelt und eventuell Beihilfe zur Aufhebung einer Verlobung geleistet. Was passiert ist? Wir, das sind drei Freunde, die nach langen Beziehungen ihre Freiheit voll und ganz ausgekostet haben, während unser vierter Freund noch "glücklich" in seiner Beziehung gefangen war. Es begab sich nun also, dass unser Lebensstil natürlich auch Begehrlichkeiten bei unserem "Vergebenen" geweckt hat - wieder frei sein, wieder Spaß haben. Aber warum? Wir alle haben die glücklichen Zeiten und den Beginn mitbekommen, als er seine superschlanke Freundin kennengelernt hat und alles gepasst hat. Nach und nach, wie das nun leider mal läuft, konnte er sich dem domestizierenden Verhalten seiner Freundin nicht erwehren. Und so lebten sie Jahr für Jahr immer abgeschiedener in ihrer eigenen kleinen heilen Welt - fernab von uns. Sah man sie noch anfänglich bei unseren gemeinsamen Aktivitäten, so änderte sich das alsbald und sie verschwanden von unserer Bildfläche. Eine Situation, mit der wir uns arrangieren konnten. Der Kontakt blieb bestehen, war aber nicht mehr so intensiv und nur noch durch das gemeinsame Hobby gegeben.


Durch einen Zufall begegneten zwei von uns ihm auf einem Fest. In der Erwartung, dass auch seine Verlobte anwesend sei, schauten sich die beiden um und fragten sich, wo sie denn sei, bis ein "Hallo Jungs" aus dem Hintergrund kam, das sie nicht zuordnen konnten. Warum sie das nicht konnten? Das "Hallo Jungs" kam von einer unglaublich dicken Frau. Es dauerte einen kurzen Moment, bis sie realisierten, wen sie da vor sich hatten. Es war die besagte - und in der Vergangenheit superschlanke - Freundin. Geschockt ob der Tatsachen brachte keiner einen Ton heraus. Nach einiger Zeit und dieser monströsen Verwandlung, die uns alle beschäftigte, mussten wir ihn darauf ansprechen. Es war, als öffnete sich nun das Höllentor - alles brach aus ihm heraus. Obwohl er mit der Situation unglücklich war, wollte er sie und die Beziehung nicht aufgeben. Gemeinsam besprach man das weitere Vorgehen und wir wurden über ihre tägliche Nahrungsaufnahme informiert und seine Versuche, das in normale Bahnen zu lenken. Pizza Spaghetti Carbonara war eines der vielen Highlights, bei denen wir nicht wussten, ob wir Lachen oder Weinen sollen. Es vergingen wieder Monate und frustriert musste er feststellen, dass er nicht einmal durch das Vorleben eines gesunden Lebensstils etwas verändern konnte. Bei uns führte das schon früher zu Galgenhumor.


Kommen wir also nun zu unserer Beichte: Im Angesicht dieser Maßlosigkeit und der Unabänderlichkeit dieser Situation kam uns beim Vortrinken eine teuflische Idee, die uns den Abend versüßen sollte. Wir wollten ihr etwas "Gutes" tun und so riefen wir eine der großen Pizzabestellseiten auf und bestellten die abartigste und fettigste Pizza, die es je gegeben haben muss: Hackfleisch, extra Käse, Creme Fraiche, Salami, Speck, Bolognese, BBQ-Sauce, Käserand - natürlich auch extragroß. Dazu gab es Pizzabrötchen mit Salami und Käse und der dreifachen Portion Kräuterbutter. Bezahlt wurde natürlich im Voraus und ab da malten wir uns, reichlich angeheitert, alle möglichen Szenarien aus. Wir warteten gebannt auf die Meldung unseres Freundes und die Reaktionen - leider blieb diese aus, diesen "Erfolg" wollte er uns nicht gönnen. Das Einzige, was bei uns mit wochenlanger Verzögerung ankam: Die Pizza und die Pizzabrötchen wurden wohl genüsslich von ihr gegessen. Das wiederum hat ihr wohl den Todesstoß gegeben, er hat keine Zukunft mehr mit ihr gesehen und wenig später war die Verlobung aufgelöst. Wir beichten also, dass wir eventuell den letzten Tropfen Öl ins Feuer gegossen haben, um eine Verlobung auf ungewöhnliche Art und Weise aufzulösen - durch eine Pizza. Man möge uns vergeben und ihr hoffentlich die Kraft schenken, wieder auf den richtigen Pfad zu finden. Das ist aber nun nicht mehr unsere Sache.

Beichthaus.com Beichte #00034446 vom 28.11.2014 um 18:01:30 Uhr (28 Kommentare).

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