Mein Auto mit Wasserwerfer

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Boshaftigkeit Dummheit Aggression

Mein Auto mit Wasserwerfer
Ich (m/35) lebe in Bayern in einem kleinen Ort im ländlichen Gebiet und möchte beichten, dass ich mein damaliges Auto zu einem Sprengwagen umgebaut und damit jede Menge Unfug getrieben habe. Angefangen hat es damals, als ich circa 19 Jahre alt war und wir mit der Clique eines schönen Sommertages einen Ausflug nach Tschechien gemacht haben. Auf einem dieser Vietnamesenmärkte haben wir uns für kleines Geld so riesige Wasserpistolen mit großem Tank und ordentlicher Reichweite gekauft. Da wir uns eigentlich täglich abends im Nachbarort auf dem Parkplatz einer Tankstelle in einem Industriegebiet getroffen haben, kam es da dann regelmäßig zu richtigen Wasserschlachten. Irgendwann bin ich dann auf die Idee gekommen, von meinem Auto (alter VW Polo) die vorderen Scheibenwaschdüsen umzudrehen, sodass sie nach vorne spritzen. Das funktionierte auch recht einfach, da die Düsen nur eingeklinkt waren und man sie ohne Probleme mit einem kleinen Schraubendreher rausmachen und jeder beliebigen 90-Grad-Stellung, also normal nach hinten, nach vorne oder rechts/links wieder einklinken konnte. Das war dann eigentlich ziemlich lustig, als ich das erste Mal damit vorgefahren bin und alle mit Wasser nass gespritzt habe.

Nach dem ersten Mal war dann natürlich der Überraschungseffekt vorbei und die Leute sind weiter auf den Grünstreifen zurückgewichen, wo ich sie mit meiner fahrenden Wasserpistole nicht mehr erreichen konnte. Das führte dann dazu, dass ich am nächsten Wochenende eine stärkere Pumpe in mein Auto eingebaut habe, welche die Reichweite wohl verdoppelt hat und so konnte ich die Leute wieder nass machen! Irgendwann hat sich die Sache mit den Wasserschlachten wieder erledigt.
Aus reiner Langeweile habe ich dann meine Wasserspitzvorrichtung immer weiter verbessert, nochmals andere Pumpe mit mehr Druck, größerer Wassertank (8 Liter vom VW Golf II mit Scheinwerferreinigungsanlage), dickere Schläuche, andere verstellbare und leicht auswechselbare Düsen. Vom Scheibenwischer habe ich die Sicherung raus, damit er sich beim Betätigen der Reinigungsanlage nicht mehr einschaltet. Des Weiteren habe ich noch einen Kippschalter eingebaut, um auch den Strom zur Pumpe zu unterbrechen. Das Ding spritzte innerhalb weniger Sekunden Unmengen an Wasser raus, mein Sprengwagen war geboren. Die nächsten Wochen, gar Monate fiel mir nichts Besseres ein, als alle möglichen Sachen nass zu spritzen. Irgendwann kam ich dann in meiner jugendlichen Dummheit darauf, nicht nur mehr Wasser zu verspritzen, sondern auch andere Sachen wie z.B. synthetischen Schweiß (wie er von Jägern oder Landwirten zur Wildtierfernhaltung verwendet wird) zu verwenden. Wer es kennt, weiß, wie schlimm das riecht und wie die Fliegen darauf gehen, besonders im Sommer bei über 30 Grad und Sonnenschein, wochenlang ohne Regen. Nachts bin ich dann immer und überall rum gefahren und habe die ganze Gegend eingeschweißt, und damit sich die Flüssigkeit überall verteilt, habe ich Zerstäuberdüsen eingebaut.

Bei uns in den Nachbarorten gab es dann eine regelrechte Mückenplage, überall und alles hat nach Schweiß gerochen, im Wohngebiet, auf dem Festplatz, auf dem Parkplatz, die Sitzmöbel im Café, die Sträucher, Autos, einfach alles. Bei Leuten, die ich nicht mochte, bin ich besonders oft vorbeigefahren und habe meine Duftmarke hinterlassen. Die Leute trauten sich keine Wäsche mehr zum Trocknen rauszuhängen, alle Polster der Gartenmöbel, die Sonnenschirme, einfach alles, was den Geruch irgendwie annehmen könnte, wurde vor Einbruch der Dunkelheit in Sicherheit gebracht. Die Sache war Gesprächsthema Nummer 1 und es gab die wildesten Theorien, einfach köstlich. Nach dem Sommer war die Schweißplage wieder vorbei, ich wurde nie erwischt oder irgendwie verdächtigt. Im Nachhinein tut mir leid, was ich damals angestellt habe. Leider kann ich es noch immer nicht lassen, wenn mir jemand zu dicht auffährt oder diese arroganten Rennradfahrer meinen, sie müssten zu zweit oder zu dritt nebeneinander fahren, dass ich mal kurz meine Scheibenwaschanlage benutze, aber natürlich ohne irgendwelche Spezialzutaten oder - umbauten. Also sorry!

Beichthaus.com Beichte #00032893 vom 20.03.2014 um 12:11:24 Uhr (14 Kommentare).

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Wenn Worte verletzen...

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Engherzigkeit Falschheit Boshaftigkeit Dummheit Schule

In dem Ort, in dem ich (m/21) vor ungefähr 10 Jahren zur Schule ging, gab es einen Jungen, dessen Vater verschwunden ist. Die Familie hatte einen ziemlich großen Bauernhof, weshalb der Vater des Jungen einen polnischen Gastarbeiter einstellte. Als dieser Gastarbeiter zurück nach Polen ging, begleitete ihn der Bauer und wollte ihn mit dem Auto nach Hause fahren. Leider kehrte der Bauer von dieser Reise nicht mehr zurück. Das Auto wurde einige Zeit später in Tschechien gefunden, vom Bauern aber fehlte jede Spur, auch seine Leiche wurde nie gefunden. Böse Zungen im Dorf vermuteten damals sogar, er wäre mit einer anderen Frau durchgebrannt. Zu dieser Zeit war diese Geschichte natürlich ein sehr beliebtes Thema. Auch bei uns in der Familie, da mein Vater den Verschwundenen kannte. Ich selbst war sehr bestürzt darüber, ich konnte und wollte mir gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn meinem Vater so etwas zustoßen würde. Ein furchtbarer Gedanke!
Jedenfalls war dieser Junge, der Sohn des verschwundenen Bauern, einige Klassen über mir und wir, die "Kleinen", wurden ab und zu von ihm und seinen Kumpels gehänselt oder verprügelt. Ich weiß nicht mehr genau, wie es sich damals zugetragen hat, aber ich habe irgendwann nach einem Streit seinen Vater aufs Übelste beleidigt, genauer möchte ich darauf nicht eingehen. Ich war erschrocken über mich selbst, aber der Spruch war schon raus. Man konnte genau sehen, wie die Wut in dem Jungen aufstieg und ihm die Tränen in die Augen schossen. Er stürmte auf mich zu und wollte mich wohl richtig vermöbeln, wurde aber von anderen Schülern und einem Lehrer zurückgehalten, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Natürlich musste ich mich später bei ihm entschuldigen, die Sache tut mir aber auch heute noch furchtbar leid. Dieser Vorfall hat mir vielleicht das erste Mal in meinem Leben richtig bewusst gemacht, wie viel Schaden Worte anrichten können und ich habe definitiv meine Lehren daraus gezogen.

Beichthaus.com Beichte #00031554 vom 04.07.2013 um 14:01:07 Uhr (16 Kommentare).

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Unsere kostenlosen Abende im Casino

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Habgier Maßlosigkeit Games Restaurant

Unsere kostenlosen Abende im Casino
Ich (m/18) wohne sehr nahe an der tschechischen Grenze und direkt dahinter befindet sich ein Casino, in dem es jeden Tag kostenloses Essen, also ein richtig leckeres Buffet und auch kostenlose Getränke gibt. Auf jeden Fall ist in diesem Casino jeden Dienstag "Men's Day", das bedeutet, dass jeder Mann, der das Casino betritt, einen Spielschein über 15 Euro bekommt, mit dem man dann im Casino spielen kann. Dies ist eigentlich dazu gedacht, den Spieler in gute Laune zu versetzen und ihn dazu zu animieren, mehr Geld als diese 15 Euro zu investieren. Man kann sich das Geld natürlich auch nicht einfach auszahlen lassen, die Gewinne, die man erzielt, jedoch schon.
Meine Kumpels und ich nutzen dieses Angebot allerdings schamlos aus und fahren jeden Dienstag nach unserem Volleyballtraining nach Tschechien um unsere 15 Euro zu verzocken. Lustigerweise gehen wir bei der Sache auch jedes Mal fast alle mit einem mehr oder weniger ordentlichen Gewinn nach Hause und hatten dabei kein Risiko. Das wirklich Coole dabei ist dann noch, dass jeder von uns sich am Buffet mit mindestens zwei Gängen bedient und dazu noch ordentlich Softdrinks und Bier trinkt, anschließend trinkt auch jeder von uns noch einen leckeren Cappuccino und wir fahren wieder heim. Das alles, ohne einen einzigen Cent zu bezahlen.
Das Casino verdient immer noch genug und außerdem bekommen die ihr Geld doch sowieso hauptsächlich von bemitleidenswerten Menschen, die ihren ganzen Lohn in diesen Läden verlieren. Gesagt hat auch noch nie jemand etwas, im Gegenteil. Die Bedienungen sind immer sehr nett und bieten einem ständig neue Getränke an. Auch der Geschäftsführer hat sich schon öfters nach unserem Wohlbefinden erkundigt und sich mit uns unterhalten.

Beichthaus.com Beichte #00031307 vom 30.05.2013 um 19:44:54 Uhr (26 Kommentare).

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Die gefälschten Gaunerzinken

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Boshaftigkeit Engherzigkeit Falschheit Nachbarn

In meiner Nachbarschaft lebt eine ältere Frau, die generell ziemlich unbeliebt ist. Die Alte hat nämlich nur zwei Hobbys. Hobby Nummer eins ist es, Nachbarn zu nerven. Sie hängt dauernd am Fenster, um ja nichts zu verpassen, das in der Nachbarschaft vor sich geht. Sieht sie irgendeine Verfehlung, zum Beispiel dass das Auto nicht exakt gerade zum Bordstein steht, kommt sie sofort angerannt, um herumzumeckern. Für ihr Alter ist sie ganz schön schnell, und sie droht auch sofort mit der Polizei. Sie kontrolliert sogar die Mülltonnen, wenn diese zum Abholen an die Straße gestellt werden, und Wehe, es ist mal etwas Falsches in die Tonne geraten. Zudem tratscht sie dauernd in der Nachbarschaft irgendwelche erfundenen Geschichten herum.
Ihr zweites Hobby ist das Sammeln von Trödel, ihre ganze Rente haut sie für irgendwelchen Krempel raus, ihr ganzes Haus ist bis unter das Dach voll damit. Laut ihr handelt es sich dabei um unbezahlbare Antiquitäten. Deshalb hat sie auch panische Angst vor Einbrechern. Das nutze ich hin und wieder aus, um ihr ein bisschen Angst zu machen. Wenn in der Zeitung steht, dass irgendwo in der Gegend eingebrochen wurde, erzähle ich ihr das natürlich. Manchmal denke ich mir das auch einfach nur aus.
Vor einiger Zeit überredeten mein Kumpel und ich dessen Cousin, der in Tschechien lebt und zu Besuch war, sich mit seinem Auto, welches ein tschechisches Kennzeichen hat, einfach eine Stunde vor ihr Haus zu stellen. Danach war sie überzeugt, die osteuropäische Mafia wäre hinter ihren wertvollen Sachen her und kam eine Woche nicht aus dem Haus heraus.
Vor Kurzem schlich ich mich nachts raus und malte mit Kreide Zeichen an Tore, Briefkästen und Zäune. Nämlich sogenannte Gaunerzinken, die angeblich von Dieben und anderem Gesindel als geheime Botschaften genutzt werden, um erkenntlich zu machen, wo es etwas zu holen gibt. Das sorgte in den folgenden Tagen für einigen Aufruhr in der Nachbarschaft, als sich herumsprach, um was es sich bei den geheimnisvollen Zeichen angeblich handelte. Die ältere, nervige Nachbarin erzählt jetzt jedem, dass ihr Haus demnächst mit neuen, einbruchssicheren Fenstern und Türen ausgestattet wird und dass sie sich eine Überwachungskamera anschaffen will. Ich beichte also, dass ich schuld bin, dass eine alte Frau Angst vor Einbrechern hat und deshalb jede Menge Geld ausgibt.

Beichthaus.com Beichte #00031259 vom 22.05.2013 um 22:03:07 Uhr (10 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Nachbarskatzen

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Aggression Rache Hass Tiere Mord

Meine Familie und ich wohnen in einem Einfamilienhaus mit Garten in einer ruhigen Siedlung. Unsere Kinder spielen, wenn sie zu Hause sind, sehr viel in dem Garten. Wie es in einer Siedlung nun mal ist, gibt es auch Katzen. Bis vor ca. 2 Jahren waren mir diese Tiere […]
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Beichthaus.com Beichte #00029289 vom 20.08.2011 um 23:44:31 Uhr (68 Kommentare).

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