Eine Ausbildung mit lauter Schnarchtüten

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Ungerechtigkeit Zorn Verzweiflung Schule Arbeit

Ich (w/19) befinde mich im dritten Ausbildungsjahr zur Fahrzeuglackiererin. Das ist ein Beruf, den ich immer machen wollte und der mir nach wie vor sehr viel Spaß macht. Das Einzige, was mich an diesem Beruf wirklich ankotzt, ist, dass wirklich zu viele Pfeifen und Vollidioten einen Ausbildungsplatz in guten Firmen für diesen Beruf bekommen. In meiner Klasse sitzen knapp mehr als 20 Schüler und davon bringen, mich eingeschlossen, vielleicht fünf etwas auf die Reihe. Der Rest macht die Ausbildung halt, weil sie nichts anderes gefunden haben und geben sich in keine Mühe und sind dann auch noch in Betrieben angestellt, in denen man gut verdient und ordentlich gearbeitet wird. Im Gegensatz zu mir: Ich habe mir sehnlichst gewünscht diesen Beruf auszuüben, gebe mir Mühe bei dem, was ich tue, strenge mich an gute Noten zu erzielen und mich immer zu verbessern. Ich arbeite in einem Betrieb, in dem einen der unterste Azubi-Tariflohn gezahlt wird, von geregelten Arbeitszeiten ganz zu schweigen.


Auch das Grundwissen und die Praktiken muss man sich zum großen Teil selbst beibringen und mühevoll anlernen, ohne dass jemand danebensteht und einem Tipps gibt, da es dort überhaupt niemanden interessiert, ob und was ich nach meiner Ausbildung kann. Während die ganzen Schnarchtüten aus meiner Klasse in ihren Großbetrieben zu 100 Prozent gefördert werden, mit den neusten Techniken arbeiten können und es nicht einmal zu schätzen wissen! Ich beichte, dass ich einen Hass auf diese Leute entwickelt habe, da es bestimmt andere Menschen gegeben hätte, die den Beruf gerne gemacht hätten und bei denen die Informationen mehr Zukunft und Hand gehabt hätten, als bei Vollidioten, die ihren Arsch nicht hochbekommen, da sie nach ihrer Ausbildung zum Fahrzeuglackierer eh etwas anderes machen wollen und keine Lust haben. Ich bin der Meinung, dass diese Leute sich lieber erst im Klaren sein sollten, was sie wirklich machen möchten, bevor sie anderen Leuten, die den Beruf gerne gemacht hätten, den Ausbildungsplatz wegnehmen.

Beichthaus.com Beichte #00036862 vom 17.10.2015 um 17:34:18 Uhr (13 Kommentare).

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Rassistische Hinterwäldler

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Vorurteile Zorn Rache Nachbarn

Ich (m/28) habe mir vor einem Jahr, in einem netten Vorort ein nettes Häuschen gekauft. Viel Freude hatte ich damit zunächst nicht, denn ich bin aufgrund meines Berufs unter der Woche eigentlich immer unterwegs. Nach knapp drei Monaten hielt ich es für angebracht, meinen Geburtstag und die Einweihung des Hauses zusammenzulegen und eine kleine Party zu feiern. Ich habe meine Nachbarn vorgewarnt, dass es lauter werden kann und diese auch zur Party eingeladen. Von denen jedoch keiner kam. Nach einer eigentlich recht ruhigen Party, zeigte sich jedoch, dass ich es mit knallharten Hinterwäldler-Rassisten zu tun habe. Den zweiten Beigeordneten des Ortes, der wie ich Unternehmensberater ist, kannte ich zufällig aus einem größeren Beratungsprojekt. Der berichtete über massive Beschwerden aus der Nachbarschaft - es würden ständige laute Partys gefeiert werden, Autos meiner Freunde würden laut tönend die Straße hoch und runterrasen und mein Vorgarten wäre komplett zugemüllt. (Zugegeben, er hat mehr Liebe verdient, aber zugemüllt ist er nicht!) Und warum "So etwas hier überhaupt ein Haus bekommt". Nun ich bin marokkanischer Herkunft, was den Nachbarn wohl sehr zuwider war, diese haben in ihren Beschwerden alle Klischees aus den Nachrichten und dem Internet aufgegriffen und dem Bürgermeister auf den Teppich gekotzt. Diese Beschwerden würden wöchentlich dort eingehen, wurde mir berichtet.


Ich war danach erst einmal drei Wochen in Bern. Einige Nachbarn habe ich sogar darauf angesprochen, jedoch wusste natürlich keiner etwas von irgendwelchen Beschwerden. Typische deutsche Vergesslichkeit, was solche Themen betrifft, dachte ich mir nur. Zu meiner Beichte: Nachdem ich die Klischees angedichtet bekommen habe, sah ich mich gezwungen, diese auch zu bestätigen. Ich habe tatsächlich laute Partys gefeiert und habe dann, als erwartungsgemäß die Polizei gerufen wurde, meine gesamte Partygesellschaft in den Keller geschickt und die Musik ausgemacht. Die Polizei fand jedes Mal einen ruhigen, alleinstehenden Mann vor. Zwei Mal tat ich sogar so, als wurde ich gerade aus dem Schlaf geklingelt. Das passierte drei Wochenenden aufeinander, mehrere Male in der Nacht. Die Polizei unterstellte, ohne mein Zutun, der Nachbarschaft den besagten Rassismus und teilte mir mit, dass der Anrufer nun ernsthafte Schwierigkeiten bekommen würde. Ich weiß, dass das nicht edel ist, aber so einen Rassismus habe ich in meiner Heimatstadt nie erlebt. Ich habe in einem gemischten Viertel gewohnt, in dem alle miteinander auskamen - ohne Vorurteile. Irgendwie muss man sich ja wehren, gleichwohl tun mir die unschuldigen Nachbarn leid, wegen denen ich auch um Entschuldigung bitte.

Beichthaus.com Beichte #00036850 vom 16.10.2015 um 00:16:40 Uhr (19 Kommentare).

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“Folge

Verstopfte Klos im Callcenter

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Rache Zorn Vandalismus Arbeit

Ich (m/33) beichte hiermit, meinem ehemaligen Arbeitgeber mit Absicht Kosten verursacht zu haben. Das Ganze liegt nun ungefähr acht Jahre zurück. Ich war in einem Callcenter angestellt und meine Aufgabe war der telefonische Kundensupport für einen großen Mobilfunkanbieter. Zu Beginn war auch alles gut, aber mit der Zeit verschlechterte sich das Betriebsklima. Ich musste immer mehr arbeiten, Wochenendarbeit war auf einmal auch Standard und frei bekam man dann natürlich am Montag und am Mittwoch oder am Donnerstag. Wichtig schien zu sein, dass es nicht zwei Tage am Stück waren. Es gab noch mehr Sachen, die nicht in Ordnung waren, aber die spare ich mir jetzt mal. Nun zur Beichte: Ich habe in einer Klempnerei gelernt, zwar im Büro, aber habe so manches von den Handwerkern mitbekommen. Somit wusste ich auch, dass wenn man ein Papiertaschentuch ein Urinal runterspült - bitte nicht nachmachen - die Chancen nicht schlecht stehen, dass es zu einer Verstopfung kommt. Als ich mir das wieder ins Gedächtnis gerufen hatte und nach einem Anschiss mangels Anruferzahl gefrustet war, ging ich auf die Toilette und versuchte es einfach mal. Was soll ich sagen, es funktionierte.


Das Wasser lief sehr langsam ab und irgendwie fühlte ich mich danach etwas besser. Also ging ich, wann immer ich einen Anpfiff vom Chef bekam, einige Minuten später auf die Toilette. Es dauerte nicht lange und es hing an der Toilettentür ein Zettel, dass man bitte keine Feuerzeuge (?) oder Ähnliches in die Toiletten werfen solle. Des Weiteren erhielten im Laufe der Zeit alle Mitarbeiter eine Rundmail, mit der Bitte, doch sorgfältig im Umgang mit den Porzellaneinheiten zu sein, da es in der Vergangenheit immer wieder zu Verstopfungen kam. Meine Beichte ist also, dass ich meinem Arbeitgeber sicher nicht unerhebliche Kosten verursacht habe, da im Monat 2-3 Mal ein Klempner gerufen werden musste, um die Rohre mit einer Spirale wieder freizubekommen. Im Nachhinein sicher kindisch von mir, dass ich nicht in der Lage war, meinen Ärger wie ein Erwachsener zu bewältigen, aber es hat mir über die Zeit dort geholfen und nebenbei einer Firma Aufträge beschert. Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00036844 vom 15.10.2015 um 15:45:53 Uhr (3 Kommentare).

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Meine Nachbarn sind ein lebendes Klischee!

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Vorurteile Boshaftigkeit Zorn Nachbarn

Ich hasse meine Nachbarn. Durch sie bin ich ein Stück rassistisch geworden, da sie dummerweise alle Vorurteile erfüllen, die man den türkischen Einwanderern so anhängt. Ich habe da nie viel drauf gegeben, doch sie sind das personifizierte Klischee. Ich erwäge schon, nächstes Mal die Alternative zu wählen. Wir teilen uns eine Einfahrt, die unter meinem Schlafzimmerfenster langgeht. Das ist immer offen, auch nachts, wegen der Luft. Der Lärm von denen geht aber teils bis drei Uhr nachts. Da wird sich enorm laut unterhalten, das Handy daddelt und hat offenbar keinen Lautlosschalter. Einer von denen raucht Kette und hustet sich seine Teerlunge aus dem Leib, ohne das Geräusch zu dämmen. Er würgt dazu immer hoch und spuckt auf den Boden - wer von den Anwohnern zu den Mülltonnen will, muss also um gelbe Rotzflatschen Slalom laufen. Da steht er jeden Tag, in seinem Jogginganzug mit Kettchen, in Puschen und glotzt doof in die Luft. Danke, Nachbar! Beim Müllwegbringen wird man von den Jüngeren angebaggert und abgecheckt, aber deutsche Frauen sind trotzdem Huren. Die zig Kinder randalieren - nicht spielen - bis nachts. Immer ist es laut in der Einfahrt. Ab und zu huscht mal eine verhüllte Frau vorbei, die Mama oder Oma der Familie, sie ist aber immer ganz nett. Ich denke, dass sie die Rotzerei von dem Kerl selbst eklig findet.


Das Bad ist bei deren Haus separat vom Hof erreichbar, so offenbar auch Dusche und Wanne, und die Männer dieseln sich alle mit dem gleichen Billigduft ein, der so schön in mein Fenster zieht und das Schlafzimmer nach Europuff riechen lässt. Manchmal frage ich mich, wie die sich gegenseitig aushalten. Ich glaube, ich schmeiße mein Studium und erfinde ein geruchs- und schalldichtes Fliegengitter.

Beichthaus.com Beichte #00036836 vom 14.10.2015 um 23:38:50 Uhr (26 Kommentare).

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Unfaire Kindergärtnerin

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Engherzigkeit Boshaftigkeit Zorn Kindergarten

Ich war Anfang der 1980er im Kindergarten. Ich hasste das, nicht zuletzt deshalb, weil die Kindergärtnerin sehr streng war, viel brüllte und mich auch ein paar Mal geschlagen hat, auch wenn mir in den Situationen die Gründe nie wirklich klar waren. Zu Hause konnte ich das nicht erzählen, weil ich Angst hatte, dass ich dann direkt noch einen Nachschlag kriegen würde. Meine Beichte ist, dass ich vor ein paar Jahren gehört habe, dass diese Kindergärtnerin an Krebs erkrankt sei. Ich äußerte direkt, dass ihr das recht geschehe, und meinte es auch so. Ob sie die Krankheit überlebt hat weiß ich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00036835 vom 14.10.2015 um 21:02:52 Uhr (6 Kommentare).

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