Glücklich mit Hartz IV

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Hass Falschheit Arbeit Geld Gesellschaft Damme

Mich kotzen diese ganzen verheulten Hartz-IV-Empfänger an, die wegen jeder Kleinigkeit jammern. Wenn sie am ersten eines Monats auf ihr Konto schauen oder ihren Scheck aus dem Postkasten nehmen und meckern, dass sie mit 374 Euro nicht überleben können. Schlimmer noch finde ich Hartz-4-Bezieher, die in einer Maßnahme sind, eine Aufwandsentschädigung von circa einem Euro erhalten und dann ihrem Frust Luft machen, dass sie für so wenig Geld arbeiten müssen und das Ganze als Zwangsarbeit bezeichnen. Die eigentliche Beichte aber ist, dass ich (m/27) selbst seit fast fünf Jahren Hartz 4 beziehe. Ich kann super davon leben und rege mich jedes mal auf, wenn Leute bei mir auf der Maßnahme über die paar Kröten meckern. Versteht mich nicht falsch! Mir ist durchaus bewusst, das einem mal die Waschmaschine, der Trockner oder der Herd kaputt gehen können. In solch einer Situation kann ich es durchaus nachvollziehen, dass man kurz jammert oder am Verzweifeln ist. Aber wenn meine Arbeitskollegen, die oft morgens schon nach Bier und Co. riechen, rund um die Uhr am Schimpfen sind, dass man sie zwingt, für einen Euro zu arbeiten, könnte ich austicken.

Die meisten scheinen zu vergessen, dass sie nicht nur diesen einen Euro bekommen, sondern Miete, Lebensunterhalt UND noch knapp 120 Euro Aufwandsentschädigung für die Maßnahme. Meine Kaltmiete beträgt 209 Euro. Die Nebenkosten belaufen sich auf 115 Euro. Der Lebensunterhalt ist mit 374 Euro gedeckt und dazu kommen noch die erwähnten 120 Euro. Macht zusammen 818 Euro. Und das für gerade mal 30 Stunden Arbeit in der Woche, die noch dazu nicht besonders schwer ist (Grünanlagen in der Stadt pflegen und Winterdienst). Manche Leute arbeiten für einen nur minimal höheren Lohn teilweise mehr als 40 Stunden in der Woche. Am Ende des Monats habe ich, obwohl ich rauche (aber keinen Alkohol trinke), meistens noch knapp 80 Euro, die ich in meine Spardose stecke. Ich denke, dass mich viele, vor allem steuerzahlende Arbeiter, verstehen werden. Dennoch fühle ich mich nicht gut dabei, so schlecht über die hier beschriebenen Leidensgenossen zu denken. Danke an alle Steuerzahler!

Beichthaus.com Beichte #00030556 vom 06.12.2012 um 21:42:28 Uhr in 49401 Damme (25 Kommentare).

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Das unerwünschte Kind

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Gewalt Trunksucht Hass Familie Eggesin

Ich (m) beichte, dass ich meiner Mutter, meinem Bruder und meinen Großeltern eine Ewigkeit in der Hölle wünsche, Vater wartet dort bereits auf euch. Ich war, so mein liebevoller Kosename, das geplatzte Kondom. Unerwünscht war ich meist nur ein Dorn im Auge der anderen. Als ich 7 war verlor mein Vater bei einem Autounfall sein rechtes Bein unterhalb des Knies Er wirklich niedergeschlagen, denn er war leidenschaftlicher Fußballspieler. Aus Frust fing er mit dem Trinken an und steigerte sich immer mehr hinein. Meine Mutter ist ein Jahr später geflüchtet und mein großer Bruder hat sich, als er 16 wurde, zu unseren Großeltern verzogen. Niemand nahm mich mit, geschweige denn daran zu denken, also stand ich mit 8 dann tagtäglich vor meinem sturzbetrunkenen Vater, der mich beleidigte, schlug und auf viele erdenkliche Weisen quälte. Natürlich durfte ich mir nichts anmerken lassen und die blauen Flecken waren immer an Stellen, die die Kleidung verdecken würden.


Zahlreiche Anrufe an meine Mutter oder meine Großeltern blieben erfolglos, denn sie dachten alle, es sei mein Vater der wieder irgendetwas von der Leine lassen wolle. Als ich dann aufs Gymnasium kam, entspannte sich die Sache, denn ich hatte mich mit ein paar Leuten angefreundet und war wenig daheim. Irgendwann fragte mich einer meiner Bekannten, ob ich nicht auf eine Party kommen wolle, es gäbe dort viel Alkohol etc. Daraufhin bin ich irgendwie ausgeklinkt und habe ihn verprügelt. Es folgte eine Anzeige wegen Körperverletzung, welche von meinem Vater aber schlicht ignoriert wurde. Glücklicherweise lässt das Gesetz solcherlei nicht zu und so tauchte die Polizei bei uns auf. Sie fanden mich mit einer frischen Platzwunde und meinen Vater bewusstlos zwischen Bier- und Schnapsflaschen auf der Couch. Von da an wurde alles besser. Ich kam zu einer Pflegefamilie und mein Vater auf Entzug. Nicht lange, da kam die Nachricht, er habe sich das Leben genommen. Nun bin ich 17, mache mein Abitur, habe aber kaum Kontakt zu Leuten außerhalb meiner Pflegefamilie, demnach auch wenig Erfahrung was Intimitäten angeht, da ich mich nicht dazu aufraffen kann, auf jemanden zuzugehen. Der Gedanke, unerwünscht, gar verhasst zu sein, hat sich eingebrannt und so versuche ich es nicht einmal.

Beichthaus.com Beichte #00030537 vom 04.12.2012 um 13:20:45 Uhr in Eggesin (12 Kommentare).

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“35.000

“Beichte

Rekapitulation einer durchzechten Nacht

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Dummheit Trunksucht Peinlichkeit Last Night Brühl

Die meisten kennen den Film, in dem zwei Freunde versuchen, die letzte durchzechte Nacht nachzuvollziehen. So eine ähnliche Erfahrung durfte ich (m/34) auch mal machen. An einem, eigentlich normalen, Freitagabend traf ich mich, damals etwa 19 Jahre jung, mit einem Kumpel in unserer Stammkneipe in Brühl und in einer Mischung aus Langeweile und Frustration kam uns die Idee, uns ordentlich volllaufen zu lassen. Nach ein paar Kölsch wollten wir die Lokalität wechseln und gingen in ein Bistro, in dem eine Schulfreundin arbeitete. Diese kam meiner Ansage "Mach mich betrunken!" sehr gerne und schnell nach und schenkte mir einen richtig fies-bösen Long Island Ice-Tea ein und schaltete mir damit quasi mein Hirn aus. Das nächste, an das ich mich erinnern kann, ist, dass ich in meinem Bett aufgewacht bin, meine Bekleidung ordentlich, auf einem Stuhl gefaltet, abgelegt war und mein Auto ordentlich geparkt vor der Tür stand. Ähnlich wie in dem oben bereits erwähnten Film, rief ich umgehend meinen Kumpel an und bat um Klärung der Vorgänge des vergangenen Abends. Ihn hatte allerdings eine Kneipe weiter das gleiche Problem wie mich ereilt: Er war sternhagelvoll gewesen und konnte sich an den weiteren Verlauf des Abends ebenfalls nicht mehr erinnern. Also beschlossen wir, den Abend in irgendeiner Art und Weise nachzuvollziehen. Wir mussten daher die Lokalitäten des Vorabends aufsuchen und wurden recht schnell fündig. In der ersten Bar, in der wir nach Einsetzen des Alkohols gewesen sein mussten, wurden wir nicht sehr freundlich "begrüßt", also mit wüsten Beschimpfungen und schwingenden Billardqueues empfangen. Nach einigigen Entschuldigungen und vorsichtigem Nachfragen wurde uns mitgeteilt, wo wir im Anschluss hingegangen sein sollten. Nach zwei ähnlichen "Begrüßungen" in verschiedenen Kneipen gingen wir also in die Bar, die in Brühl dafür bekannt ist, keine Sperrstunde zu haben. Also, damals jedenfalls, ein "Reste-Verwertungs-Laden" war. Der Wirt kannte uns also recht gut, allerdings wusste er nur, dass wir ziemlich voll waren, leicht auf Stress aus und irgendwann plötzlich weg waren. Ich möchte hiermit beichten, dass ich auch nach etwa 15 Jahren immer noch nicht weiß, wie ich in dieser Nacht nach Hause gekommen bin, wer mich gefahren hat, oder wer mich ausgezogen und ins Bett gebracht hat und alles sauber und ordentlich wieder verlassen hat. Ich kann es nicht gewesen sein.

Beichthaus.com Beichte #00030512 vom 30.11.2012 um 22:35:41 Uhr in Brühl (13 Kommentare).

Gebeichtet von nesuarda
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Sexuell frustriert in der Ehe

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Fremdgehen Ehebruch Partnerschaft Leer

Ich (m) bin verheiratet und habe zwei Kinder. Eigentlich glücklich. Nur sexuell etwas frustriert. Irgendwie kam ich mal mit einer Ex-Arbeitskollegin (auch verheiratet) über den ehelichen Beischlaf ins Gespräch. Wir merkten beide, dass wir dasselbe Problem haben - wir sind nicht ausgelastet. Irgendwann lud sie mich mal zum Frühstück ein, was ich nach einer Nachtschicht auch annahm. Da meine Frau etwas eifersüchtig ist, sagte ich ihr ich müsse noch etwas länger arbeiten. Es kam schnell wieder auf das Gespräch Partnerschaft und Beischlaf. Scherzhalber bot ich ihr an, sie zu massieren. Sie nahm mich an die Hand und führte mich ins Schlafzimmer. Sie drückte mir Massageöl in die Hand und bestand auf die Massage. Okay dachte ich mir, das ist nichts Schlimmes. Ich kann nun nicht sagen, wie es dazu kam, aber wir schliefen miteinander. Es war eins der besten Male die ich hatte.


Einige Zeit später entdeckte meine Frau eine verräterische SMS. Ich beichtete ihr alles. Das gab natürlich Krach. Sie gab sich aber schnell selber die Schuld, weil sie übergewichtig ist. Sie war erstaunt, als ich ihr dann ein Bild der anderen Frau zeigte. Diese ist ein ganzes Stück dicker als meine Frau. Ich gestand ihr das mich dicke Frauen extrem anmachen. Ich habe zwar noch Kontakt zu meiner Ex-Arbeitskollegin, aber ich habe sie seitdem nicht wiedergesehen, obwohl sie es gerne wollte. Ich habe nun ein schlechtes Gewissen, obwohl meine Frau mir verziehen hat. Vor allem weil meine Frau danach etwas freizügiger wurde. Sie hat gemerkt, dass ihre Pfunde mich anmachen. Mir ist es unangenehm durch meinen Ehebruch auch noch einen Vorteil zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00030487 vom 23.11.2012 um 17:33:31 Uhr in 26789 Leer (23 Kommentare).

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“Beichte

Aus Frust betrogen

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Fremdgehen Engherzigkeit Morallosigkeit Partnerschaft

Ich habe eine Freundin, die ich wirklich liebe, aber ich habe heute ein Gespräch über Sex mit ihr geführt, das nicht so lief, wie ich es erhofft hatte. Ich wusste, dass sie noch Jungfrau ist und damit es zu keinen Missverständnissen kommt, wollte ich in Ruhe mit ihr über das Thema reden. Sie brach das Gespräch allerdings ziemlich schnell ab, nachdem sie mir sagte, dass sie zuerst noch eine Spritzentherapie gegen Gebärmutterhalskrebs bekommt (was ich wirklich befürworte) und sie in der Zeit keinen Sex haben darf (auch in Ordnung für mich). Aber diese Therapie dauert, wenn sie sie angefangen hat, mindestens sechs Monate. Ich habe sie aus Frust, dass sie das Gespräch so schnell abgebrochen hat und dass das so lange dauert, am selben Abend noch betrogen. Ich bereue es nicht einmal wirklich, da ich es wirklich mal genossen habe, mich richtig mit einer Frau einzulassen. Ich überlege sogar stark, mit meiner Freundin Schluss zu machen. Schließlich ist das eigentlich ziemlich unfair ihr gegenüber.

Beichthaus.com Beichte #00030415 vom 31.10.2012 um 23:10:41 Uhr (30 Kommentare).

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