Die Nacht der Forellen

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Diebstahl Selbstsucht Morallosigkeit Ernährung Bretten

Wir haben einmal, zur späten Stunde, eine ungewöhnliche Art und Weise gefunden, an Essen zu kommen. Es war mitten in der Nacht, als ich (m/damals 16) und einige Kumpels unsere Stammkneipe verließen, um bei einem Freund im Partyraum weiter zu feiern. Dort angekommen mussten wir feststellen, dass es zwar Alkohol in Massen gab, jedoch nichts Essbares im Haus war. Da wir aber in einem ziemlich kleinen Dorf wohnen, gab es um diese Zeit natürlich weder eine geöffnete Tankstelle noch einen Lieferservice. Also mussten wir auf eine andere Art und Weise zurückgreifen, um uns Nahrung zu beschaffen. Und schließlich landeten wir bei der natürlichsten von allen - der Jagd. Um konkret zu sein: Wir wollten Fische fangen. Nicht weit von dort entfernt gab es einen Forellenzüchter, zu dem wir dann natürlich hinfuhren. Ich und einer meiner Kollegen kletterten über den Zaun und stellten dann das Fänger-Duo dar. Ich fischte die Fische mit einem Kescher aus dem Wasser und er musste die Tiere mithilfe einer Stofftüte gegen einen Baum klatschen, bis nichts mehr zappelte. <br /> <br /> Wir reichten so zum Schluss ein gutes Dutzend Grätentiere über den Zaun zurück. Beim Herausklettern ist uns dann auch eine Bärenfalle aufgefallen, die der Besitzer wohl ausgelegt hatte, um sich vor Dieben wie uns zu schützen. Glücklicherweise sind wir jedoch beide daneben getreten. Dann ging es zu mir und dort wurden die Tiere ausgenommen, gewürzt, im gut vorgeheizten Holzofen gebacken und anschließend verzehrt. Leider schafften wir es nicht, alles zu essen. Erinnert wurde ich daran durch meine Mutter, welche mich am nächsten Morgen weckte und fragte, was die sechs Fische in unserer Tiefkühltruhe machen würden. Bevor mein Vater es mitbekam, wurden die Fische dann entsorgt. Im Mülleimer. Ich beichte also zunächst, dass wir jemanden bestohlen haben und dass ich den Fuß meines Mittäters in Gefahr gebracht habe. Außerdem beichte ich, dass ich sechs Lebewesen absolut unnötig getötet habe. Aber die restlichen Forellen waren vortrefflich! Ich bitte um Absolution.

Beichthaus.com Beichte #00032360 vom 06.12.2013 um 19:39:42 Uhr in 75015 Bretten (Melanchthonstraße) (12 Kommentare).

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Die selbst gemachten Plätzchen

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Faulheit Lügen Stolz Weihnachten Innsbruck

Ich verwende schon seit Jahren gekauften Keksteig für meine Weihnachtsplätzchen und gebe sie als gänzlich selbst gemacht aus. Wenn mich jemand fragt, wie ich den Teig gemacht habe, sage ich, dass das ein Geheimnis sei. Ich mache das, weil mir die fertigen Plätzchen zu teuer sind, ich aber zu faul bin, auch den Teig selbst zu machen. Ich habe jedes Mal ein schlechtes Gewissen dabei, aber bis jetzt ist mir noch niemand auf die Schliche gekommen.

Beichthaus.com Beichte #00032357 vom 06.12.2013 um 17:55:53 Uhr in 6020 Innsbruck (Völserstraße) (6 Kommentare).

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“35.000

“Folge

Auf den Dreier fixiert

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Falschheit Lügen Wollust Begehrlichkeit Partnerschaft

Ich möchte etwas beichten, das vielen wahrscheinlich wie ein Witz vorkommt. Ich (m/30) habe mit meiner langjährigen Freundin ein ziemlich offenes Verhältnis, was Sex angeht. Wir sprechen über alles und versuchen gegenseitig auf die Wünsche des anderen einzugehen, […]
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Beichthaus.com Beichte #00032356 vom 05.12.2013 um 11:53:43 Uhr (17 Kommentare).

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Der ausgesetzte Hund im Regen

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Engherzigkeit Lügen Tiere Rheine

Der ausgesetzte Hund im Regen
Diesen Sommer gab es bei uns übermäßigen Regen, eine richtige Sintflut, und wegen des aktuellen Sturmes musste ich sofort wieder daran denken. Da ich genau Schulschluss hatte, als dieser starke Regen anfing, setzte ich mich in ein Café, um beim Warten auf den Bus nicht total nass zu werden. Ich schaute aus dem Fenster, um mir die Zeit zu vertreiben, aber mittlerweile war niemand mehr draußen unterwegs, es fuhren auch kaum noch Autos. Dann kam plötzlich ein Mann vorbei, der einen kleinen weißen Hund dabei hatte. Er warf die Leine des Hundes über einen Mülleimer und verschwand irgendwo. Und der Hund saß da, war nach wenigen Sekunden total durchnässt und zitterte am ganzen Körper. Ich saß da fünf Minuten, beobachtete den Hund und wartete darauf, dass der Mann wiederkam. Als er nicht kam, und der Hund schon echt schlimm aussah und voll mit Dreck und Blättern war, ging ich raus und nahm ihn einfach mit. Ich stellte mich dann noch zehn Minuten lang unter ein Dach, um auf den Besitzer zu warten, aber es kam einfach niemand. Und ich nahm das kleine Hündchen schließlich mit nach Hause, wo ich es sauber machte und trocknete. Meine Eltern waren erst nicht begeistert und meinten, ich sollte Plakate aufhängen, damit sich der Besitzer melden kann. Ich erstellte dann eine Kleinanzeige im Internet, hing aber keine Plakate oder Ähnliches auf, da ich den Hund inzwischen total ins Herz geschlossen hatte.<br /> <br /> Ich ging mit ihm zum Tierarzt, spielte mit ihm und schenkte ihn die Sachen meines verstorbenen Hundes. Als sich nach einer Woche dann niemand auf die Anzeige meldete, löschte ich sie sofort wieder. Ich sagte es etwas später meinen Eltern, versprach, dass ich weiterhin nach dem Besitzer suchen würde, und dass auch die (nicht vorhandenen) Plakate noch nichts gebracht hätten, ich aber das liebe Kerlchen auch nicht ins Tierheim bringen will. Heute bin ich fest davon überzeugt, dass jemand den Hund einfach loswerden wollte. Wer sonst setzt einen Hund bei Unwetter draußen aus? Als ich heute mit meinem Freund und meinem Hund im besagten Café saß, musste ich wieder zu diesem Mülleimer blicken und mir stiegen Tränen in die Augen. Ich glaube nicht, dass es falsch war, diesen Hund zu "klauen", aber ich habe auf jeden Fall meine Eltern dreist belogen, und das gehört sich nicht.

Beichthaus.com Beichte #00032355 vom 05.12.2013 um 22:02:37 Uhr in 48431 Rheine (17 Kommentare).

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Die gefühlsinkontinente Kundin

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Rache Maßlosigkeit Boshaftigkeit Internet M&uuml;nster

Ich möchte beichten, dass ich auf einem bekannten Online-Marktplatz kleinliche und penetrante Rache an einer unausstehlichen Kundin geübt habe. Grund war eine missglückte Transaktion. Es handelte sich bei der Ware um einen Download-Code für ein Spiel einer bekannten japanischen Spieleschmiede, den ich innerhalb einer Aktion "Kauf eins, bekomm einen Code gratis!" erhalten habe, oder vielmehr hätte - denn es stellte sich heraus, dass ich die Teilnahmebedingungen missverstanden hatte und deshalb den Code nicht erhalten würde. Intensives Lesen der AGB und auch Stundenlanges telefonieren halfen nicht, die Kundin würde ihre Ware also nicht bekommen. Mir war dies sehr peinlich. Ich entschuldigte mich bei ihr, überwies ihr das Geld zurück, suchte ihr noch einige ähnliche Angebote heraus und hielt die Sache damit für geklärt. Die Dame hingegen ließ es sich nicht nehmen, mir daraufhin verbal ins Gesicht zu explodieren. Dabei verhielt sie sich so lächerlich und aggressiv, dass mir die Worte fehlten, und forderte zuletzt, dass ich ihr als Entschädigung den vollen Kaufbetrag für ein Originalspiel auszahle, mit der Argumentation, dass ich ihre Tochter sehr geschädigt hätte, da sie nun länger auf ihr neues Spiel warten musste. Ich konnte mich gerade noch zurückhalten, ihr eine Erstattung der Therapiekosten ihrer Tochter anzubieten, welche aus dem Trauma resultierten, das Kind der Kundin zu sein. Dass es noch tonnenweise Angebote gleichen Inhalts gab, scherte die Dame anscheinend auch nicht. Kurz und diplomatisch legte ich ihr dar, dass sie über den Betrag hinaus, den sie ja bereits wieder erhalten hatte, keinen müden Heller von mir sehen würde, und dass sie sich bitte trollen soll, nachdem wir den Kauf storniert hätten. Nachdem das gelaufen war, beließ ich es erleichtert dabei und hatte diese Angelegenheit bald vergessen.<br /> <br /> <br /> Monate später stolperte ich noch einmal über eine Nachricht dieser Kundin. Ohne lange nachzudenken oder meine Tätigkeit sonst großartig zu unterbrechen, meldete ich sie wegen "Ungebührliche Forderungen, die über den Kaufvertrag hinausgehen". Bei der Gelegenheit wies ich sie dann noch kurz und höflich darauf hin, sich die Regeln zur Kommunikation zwischen Käufer und Verkäufer vielleicht noch einmal durchzulesen. Die postwendende Antwort ihrerseits ignorierte ich dann geflissentlich und bewahrte sie in meinem Postfach auf, und lächelte, wann immer ich sie dort liegen sah. Nun, wieder einige Monate später, sah ich mir die Nachricht doch noch etwas genauer an, mit der Absicht, auf ihr falsches Betragen zu reagieren. Ich würde ihr mithilfe eines anderen Kontos etwas abkaufen, um im Anschluss dann dämliche Forderungen an sie zu stellen und bei Nichterfüllen beleidigt abziehen oder ihr drohen, die blütenreine Weste zu versauen. Ich möchte beichten, dass es mir eine kindliche Freude bereitet, die sprichwörtliche Extra-Meile zu gehen, um diesen gefühlsinkontinenten Menschen zu ärgern, weil sie sich so schön aufregt. Ich beichte außerdem, dass ich meine Integrität dafür über Bord werfe und wohl auch meine Mitgliedschaft bei besagtem Portal gefährde.

Beichthaus.com Beichte #00032352 vom 05.12.2013 um 13:05:13 Uhr in 48161 Münster (Adolf-Risse-Weg) (10 Kommentare).

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