Unter Alkohol zum Randalierer

20

Vandalismus Trunksucht Last Night Ehrenfriedersdorf

Ich habe ein Problem. Unter normalen Umständen verhalte ich mich stets korrekt und lasse mir auch kaum was zu Schulden kommen. Wenn ich jedoch getrunken habe, und das ist üblicherweise jedes Wochenende der Fall, löst sich bei mir die Hemmschwelle komplett auf: Im Vollrausch ziehe ich mit 2-3 meiner Kumpanen umher und entwende regelmäßig Straßenschilder, pöbel Menschen an (falls sich zur Zeit überhaupt noch welche rumtreiben, sind es eh meistens solche von meiner Sorte) und besonders Autos genießen meine Aufmerksamkeit. Umso wertvoller, desto attraktiver scheinen sie für mich um mal draufzusteigen, die Seitenspiegel abzureißen, dellen reinzukloppen oder einfach mal draufzukotzen. Am lustigsten erscheint mir das im Winter, wenn der ganze Dreck dann zufriert und die Menschen sich am Morgen damit aufhalten müssen die stinkende Kotze mit warmen Wasser abzukratzen. Letztens erst hab ich es ein wenig zu weit getrieben, indem ich die Windschutzscheibe eines Autos mit einem gezieltem Wurf meiner Flasche beschädigt habe. Unglücklicherweise wurde ich hinter der Tat vermutet, aber da mir nichts eindeutig nachgewiesen werden konnte, hab ich es geschafft mich aus der Sache rauszureden.
Ich selber kann mich kaum an diese Taten erinnern, aber die Straßenschilder in meinem Zimmer und eventuelle Blessuren zeugen davon, dass meine Kollegen nicht übertreiben mit ihren Aussagen.

Beichthaus.com Beichte #00024900 vom 06.10.2008 um 13:03:24 Uhr in Ehrenfriedersdorf (20 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Die Suche nach dem Sinn

40

anhören

Trägheit Verzweiflung Unglaube Gesellschaft

Die Suche nach dem Sinn
Ich bin 18 Jahre alt und eigentlich habe ich auch nichts zu beichten. Ich habe noch nie eine Freundin betrogen, auch nie irgendwas Relevantes geklaut. Ich habe in meiner Kindheit nur mittelmäßigen Unsinn angestellt und auch sonst habe ich mir wenig bis nichts zuschulden kommen lassen, denke ich zumindest. Ich bin auch nicht jedes Wochenende dauersteif und habe auch noch nie in meinem Leben Drogen genommen. Ich gehe auch nie auf Bräutejagd um meinen Samen zu säen und meinen Trieben die Oberhand über mein ICH zu gewähren. Ich onaniere auch nur selten, höchstens um der Pollution vorzubeugen. Ich habe Respekt vor jedem Menschen und ich denke, dass alles seine Existenzberechtigung hat, auch Schmerz, Leid und Ungerechtigkeit, sonst würde man die schönen Dinge im Leben doch gar nicht zu schätzen wissen. Es verleiht dieser Welt doch die nötige Vielseitigkeit. Deswegen rege ich mich auch nicht über Menschen auf, die sich von Grund auf moralisch unsittlich benehmen und die Natur und den Menschen nicht zu schätzen wissen und somit natürlich auch seine Gefühle. Ich habe nie Rachegedanken oder aggressive Vorstellungen. Ich rede eigentlich auch nie von mir, deswegen gebrauche ich in dieser Beichte auch so oft das Wort "ich".

Aber das Wichtigste im Leben, dieses Gefühl, dass man mit sich selbst im Reinen ist, das fehlt irgendwie. Und ich suche und suche und suche - und finde nichts - ich habe kein Ziel, ich sehe keinen Sinn in alledem. Die meisten Jugendlichen in meinem Alter kümmern sich einen Dreck um so etwas, ich beneide sie, ich würde so gerne aufwachen können und einfach meinem Alltag nachgehen, meinen Wünschen nachgehen, das tun, was mich glücklich macht. Aber ich habe keine Wünsche, mich macht nichts glücklich, zumindest erfüllt mich keine Handlung oder kein materieller Gegenstand so, um dieses Gefühl von Glück und Zufriedenheit zu spüren. Es fehlt mir ja eigentlich an nichts. Ich habe ein Dach über dem Kopf und eine intakte Familie. Die Natur hat mich mit einem soliden Intellekt ausgestattet und mit einer guten Portion Bescheidenheit und Realismus. Anstatt den vermeintlich schönen Dingen des Lebens zu folgen, die unserer Gesellschaft suggeriert werden, teile ich an Wochenenden abends Essen für Menschen, die an der Existenzgrenze leben, aus und besuche immer mittwochs eine an Parkinson erkrankte Seniorin, die ich mit dem Rollstuhl spazieren fahre. Ja - ich muss sogar zugeben, dass ich es nicht nur für die anderen Menschen mache, um ihnen etwas Gutes zu tun, sondern auch für mich selbst. Ich versuche, meine innerliche Leere durch das Leid anderer zu füllen. Ich schäme mich manchmal dafür, aber im Grunde genommen profitieren diese Menschen davon, da sich jemand um sie kümmert und ich mache das ja auch sehr gerne. Manchmal bekomme ich aber Angst, dass ich in ein paar Jahren eine andere Sichtweise auf die Welt und ihre Rätsel bekomme und es bereuen werde, meine Jugend nicht exzessiv ausgelebt zu haben. Mensch! Ich lebe in Berlin - ich könnte zweimal die Woche ins Sonnenstudio gehen und mir die Augenbrauen zupfen und mir schöne Freunde suchen, mit denen ich die heißesten Clubs der Stadt "abchecken" könnte und den ganzen Tag feiern könnte und Mädchen klar machen! Menschen konsumieren, so hart es geht und mein Selbstwertgefühl somit steigern, so wie es meine Ex-Freundin jetzt macht.

An der liegt nämlich sogar vielleicht meine Abgestumpftheit zu meinem Leben. Übermorgen wären es 5 Jahre gewesen - ganze 5 Jahre und jetzt treibt sie es mit einem 25-jährigen Software-Entwickler. Er sei ja so lustig und würde einfach nur in den Tag hinein leben - und dann hoppelt sie mit ihrem neuen ICH, auf Oberflächlichkeit getrimmt, in der Schule vor mir rum und alles, was ich von dem Menschen, dem ich so viele Jahre meines noch jungen Lebens gewidmet habe, den ich praktisch miterzogen habe, zu hören bekomme sind Dinge wie: "Deine neue Jacke ist cool!"

Ich verstehe so etwas nicht, wir haben jahrelang - praktisch ein Viertel unseres gesamten Lebens - zusammengelebt, unsere Seelen ausgetauscht und einfach... Ich könnte heulen, jetzt wo ich das schreibe. Dabei war sie doch immer die kleine Zerbrechliche, die doch so oft traurig und nicht zufrieden mit sich selbst war. Ich habe sie aufgemuntert, wenn ihre Freunde sie ausgegrenzt haben und sie weinend zu mir kam oder wenn sie ihre Theorieprüfung versemmelt hatte. Ich musste ihr sagen, dass sie sehr schön sei und gar nicht dick. Ich habe ihr nicht gesagt, dass ich sie liebe, das hat sie gestört. Ich bin aber der Meinung, dass man den anderen spüren lassen sollte, dass er etwas ganz Besonderes sei und es ihm nicht jeden Tag sagen sollte. Jetzt ist alles vorbei und kaputt. Sie hat gelernt, sich richtig zu schminken und aufreizende Klamotten anzuziehen, hat die Brille gegen Kontaktlinsen eingetauscht und wackelt mit ihrem süßen Po sodass die ganzen spitzen Schlosser natürlich alle anfangen zu hupen, und da sie ja jetzt von der allgemeinen Masse so viel Aufmerksamkeit bekommt, kann sie auf Leute wie mich verzichten. Ich verstehe sie und ich gönne ihr auch ihr Glück aber insgeheim weiß ich, dass ich ihr menschlich immer noch überlegen bin - auch wenn ich ihr so einiges beigebracht habe. Ich trage natürlich eine Mitschuld an allem, klar. Immerhin hab ich ihr "vergöttern" früher nicht genug geschätzt. Aber das lag eh nur an ihrem Kindeseifer in diesem Alter. Sie wird wahrscheinlich nie wieder jemanden so lieben können - oder sich einbilden können, jemanden so zu lieben, wie sie mich geglaubt hat zu lieben. Es ist schon erstaunlich, wie sich Menschen entwickeln, vor allem in der Pubertät. Es ist sicherlich eine wichtige Lebenserfahrung. Nichts ist wohl von Ewigkeit aber wenigstens Liebe muss doch unendlich sein, alles andere ist doch Illusion. Alles andere macht doch noch weniger Sinn. Ich könnte noch so viel schreiben, aber es reicht jetzt. Mal sehen, wo ich lande, wo ich in fünf Jahren bin, vielleicht beichte ich ja dann, dass ich Frauen schlecht behandele und im Alkohol versunken bin. Ich bin gespannt. Danke fürs Lesen. Hat gut getan.

Beichthaus.com Beichte #00024860 vom 29.09.2008 um 19:32:06 Uhr (40 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Vom Arbeitstier zum Faulenzer

13

Faulheit Trägheit Verzweiflung

Bisher war ich (m/32) immer auf der Sonnseite des Lebens. Ich bin voll und ganz in meinem Beruf aufgegangen. Die Folge waren Beförderungen und mehrere Umzüge. Ich entfernte mich so immer mehr von Familie und Freundeskreis. Nach acht gemeinsamen Jahren hatte meine Freundin die Nase voll und zog nicht mehr mit, was dann letztendlich auch die Beziehung zum Scheitern brachte. Nach dem Trennungsschmerz stellte ich dann fest, dass ich außer meinem Job nichts mehr hatte. Ich überlegte lange hin und her, was ich dagegen tun könnte. Aber irgendwie fehlten mir immer die Ideen und auch die Motivation mit meiner knappen Freizeit was Sinnvolles anzufangen. Die Lösung schien mir einfach und ich kündigte meinen Job. Mein Chef bot mir daraufhin eine saftige Gehaltserhöhung. Dieses Angebot nahm ich zunächst an, jedoch in den folgenden drei Monaten kam ich auch keinen Schritt weiter und kündigte wieder. Jetzt sitze ich bereits seit etwas mehr als einem Monat untätig zu Hause.

Ich glotze Fernsehen, höre Musik, surfe im Internet und lebe so in den Tag hinein. Statt mich um Angelegenheiten wie Krankenversicherung zu kümmern, rechne ich lieber, wie lange ich mit meinen Ersparnissen durchkommen kann und was der Verkauf des Autos einbringen würde. Ich beichte nun, dass ich mich innerhalb kürzester Zeit vom Arbeitstier zum trägen Faulenzer verwandelt habe. Aber irgendwie bin jetzt auch nicht glücklich. Irgendwie hatte ich mir das ganz anders vorgestellt. Es war wahrscheinlich sehr dumm von mir, meinen guten Job für dieses Schnapsidee aufzugeben und jetzt kann ich nicht mal mehr den Job für meine Unzufriedenheit verantwortlich machen. Ein Teufelskreis!

Beichthaus.com Beichte #00024699 vom 09.09.2008 um 22:02:25 Uhr (13 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Meine Ex und die Lesbe

32

Hass Vorurteile Fremdgehen Begehrlichkeit Ex Celle

Meine Freundin hat mich Anfang des Jahres nach über drei Jahren verlassen. Sie liebte mich nicht mehr, wie sich rausstellte, hat sie mich betrogen, belogen und ist nun mit einer Lesbe zusammen. Ich denke dennoch jeden Tag an sie. Sie war der wichtigste Mensch in meinem […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00024668 vom 05.09.2008 um 11:53:36 Uhr in Celle (32 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“Folge

Ich habe meine Oma umgebracht

45

Gewalt Diebstahl Dummheit

Ich glaube, ich habe meine Oma auf dem Gewissen. Es begann alles vor ungefähr drei Wochen. Mein Bruder brachte überraschend einen Hamster mit nach Hause. Neugierig, wie ich nun mal bin, öffnete ich direkt seinen Käfig um ihn herauszunehmen. Und was machte das blöde […]
Diese Beichte kann nur von Beichthaus Bewohnern gelesen werden. Jetzt schnell anmelden!

Beichthaus.com Beichte #00024637 vom 01.09.2008 um 19:51:52 Uhr (45 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

Lies neue Beichten und vote für die Veröffentlichung! Hilf mit im PRECHECK - Bereich!