Die faschistische alte Hexe

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Aggression Zwietracht Zorn Kinder 50+

Die faschistische alte Hexe
Heute stand ich mit einer Freundin und unseren Kindern in einer U-Bahn-Station, wir wollten einen Ausflug machen. Unsere Kinder waren sehr brav, meine Tochter und ihre Tochter klatschten sich zweimal in die Hände - frei nach dem Motto "Gib mir fünf!". Daraufhin kam eine ältere Dame und fauchte die Kinder an, dass das Körperverletzung wäre und redete wie wild auf die Kinder ein. Daraufhin meinte ich zu ihr, sie solle sich bitte zurücknehmen und es unterlassen, fremde Kinder anzupöbeln. Als Antwort kam dann, dass ich fette Sau ihr nichts zu sagen habe. Ich muss anmerken - ich war ziemlich krank und habe starke Medikamente bekommen, die mich sehr aufgeschwemmt haben, aber meine Konfektionsgröße gibt es immer noch im normalen Handel. Das hat mich so in Rage gebracht, dass ich sie eine faschistische alte Hexe genannt habe, die bei der Entnazifizierung leider davon gekommen ist, und dass sie ihr zahnloses Schandmaul halten soll, bevor ich sie auf den Scheiterhaufen werfe. Meine Beichte ist, dass ich kein Problem damit habe, blöde Säcke auch zu beleidigen. Mir fehlt die Contenance, edel zu schweigen und auf so einem Niveaulimbo tanze ich auch gerne mit.

Beichthaus.com Beichte #00031851 vom 04.09.2013 um 22:59:49 Uhr (44 Kommentare).

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Die zerstörten Schneemänner

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Vandalismus Engherzigkeit Urlaub Kinder

Mit knapp sieben Jahren habe ich mit meiner Familie einen Winterurlaub im Erzgebirge verbracht. Wir wohnten dort in einem Bungalow, allerdings nur in einer Hälfte, die andere wurde von einer weiteren Familie bewohnt. Die andere Familie hat zwei kleine Kinder, welche liebevoll zwei Schneemänner bauten. An einem Morgen habe ich gedacht, dass sie wieder nach Hause gefahren wären, da man nichts von ihnen hörte und ihr Auto weg war. Aus Spaß habe ich dann ihre Schneemänner kaputtgemacht, schließlich ging ich davon aus, dass sie den Urlaub beendet hätten. Abends habe ich dann die Kinder weinen gehört, als sie sich fragten, was mit ihren Schneemännern passiert ist. Ich beichte also, dass ich den Kindern ihr mühevoll gebautes Kunstwerk zerstört habe. Es tut mir leid.

Beichthaus.com Beichte #00031823 vom 31.08.2013 um 22:36:24 Uhr (11 Kommentare).

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“Folge

Kann man das abwaschen?

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Dummheit Peinlichkeit Neugier Kinder

Als ich noch ziemlich jung war, war ich mit meiner Mutter in einem Kleidergeschäft einkaufen. Dort war auch eine dunkelhäutige Frau mit ihren Kindern. Als ich die Familie sah, habe ich auf sie gezeigt und meine Mama laut und deutlich gefragt: "Mama, kann man das wieder abwaschen?". Die Frau hat es mit Humor genommen, aber die Geschichte ist bis heute eine beliebte Partyanekdote und mir immer wieder peinlich.

Beichthaus.com Beichte #00031818 vom 30.08.2013 um 21:36:26 Uhr (10 Kommentare).

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Der schönste Beruf der Welt

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Dummheit Morallosigkeit Schule Kinder

Der schönste Beruf der Welt
Als ich noch ein kleines Mädchen, etwa in der dritten Klasse, war, wollte ich unbedingt eine Prostituierte werden. Dieser Gedanke kam mir, als meine Klasse das erste Mal Sexualkunde-Unterricht hatte und unserer Lehrer meinte, dass Geschlechtsverkehr das Schönste der Welt sei. Da dachte ich mir, dass es, wenn man für Sex bezahlt wird, doch der schönste Beruf der Welt sein muss.

Beichthaus.com Beichte #00031803 vom 27.08.2013 um 19:41:37 Uhr (36 Kommentare).

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Die Stasi-Eltern

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Vorurteile Ungerechtigkeit Kinder Gesellschaft

Die Stasi-Eltern
Ich möchte etwas loswerden, was mich bedrückt. Es passierte Anfang 1990 in den neuen Bundesländern (ehemalige DDR), als die Hexenjagd auf die Mitarbeiter der Stasi eröffnet wurde. Wer entlarvt wurde, hatte einen Spießrutenlauf zu durchstehen. Einerseits auch heute noch verständlich, da der Apparat ja nicht zimperlich war und sich die Wut der Leute, angereichert mit erst damals bekannt gewordenen Informationen, entladen musste. Andererseits aber auch menschenverachtend, da selbst Pförtner und Köche ins Fadenkreuz des Mobbings gerieten. Damals war ich 14 Jahre alt und habe mit einem Großteil aus meiner Klasse in schändlicher Weise auf dem "Kreuzzug" teilgenommen. Ein Klassenkamerad hatte nämlich gleich zwei Stasi-Eltern (wofür er ja nun nichts konnte), und wir haben ihn in Sippenhaft genommen. Nicht, dass wir ihn direkt damit konfrontiert hätten, wir schimpften "nur" bei jeder Gelegenheit in seiner Gegenwart über die Schweine der Stasi. Auf dem Heimweg riefen wir ausdauernd die damals übliche Parole "Stasi raus!". Irgendwann schrie besagter Klassenkamerad sogar mit. Man muss sich mal in die Lage des Jungen versetzen, seine Eltern auf einmal arbeitslos und von allen geächtet, und wir geben ihm noch den Rest. Ich bereue, was ich ihm angetan habe. Etliche Jahre später hatten wir ein Klassentreffen, zu dem er nicht erschienen ist. Gern würde ich mich bei ihm persönlich dafür entschuldigen. Vielleicht sehe ich ihn ja einmal wieder. Nach seinem Namen Googeln hat jedenfalls nichts gebracht. Um Absolution bitte ich nicht, das schlechte Gewissen soll mich in Zukunft ermahnen, erst nachzudenken, bevor ich der Masse folge.

Beichthaus.com Beichte #00031787 vom 21.08.2013 um 15:39:59 Uhr (13 Kommentare).

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