Drei auf einmal ist zuviel

38

anhören

Fremdgehen Falschheit Feigheit Maßlosigkeit Partnerschaft Schwechat

Ich (m, 33) gestehe hiermit, dass ich ein Polygamist bin. Seit dem Ende einer langjährigen Beziehung hatte ich zuerst in kurzer Folge mehrere Affären und One-Night-Stands. Obwohl ich nicht besonders gut aussehe, komme ich relativ gut bei Frauen an, vor allem bei meinem bevorzugten Typ: mollig, Mitte 20, hübsch.

Doch das befriedigte mich nur sekundär. Daher begann ich eine Beziehung zu einer Frau, die ca. 70 km entfernt wohnt. Soweit war das ja auch alles normal, doch kam kurz darauf meine Exfreundin, die langjährige, mit dem Vorschlag, es noch einmal zu versuchen. Ohne zu überlegen sagte ich ja, und hatte plötzlich zwei Beziehungen. Dann lernte ich über eine Online-Community eine weitere Frau kennen, diesmal direkt aus meiner Stadt, und kam auch in kurzer Zeit mit ihr zusammen.

Da ich Schicht arbeite und in einer WG wohne, ist es den Frauen Recht, dass ich sie besuchen komme und nicht umgekehrt. Das schlimme daran ist aber, für mich ist keine der Drei nur eine Affäre, ich empfinde für alle drei starke Gefühle. Am liebsten würde ich alle drei zu einer Melange vermischen, aber das geht ja leider nicht.


Zeitlich manage ich es so, dass ich Montag, Dienstag und jede zweite Woche Mittwoch bei der Ex-Freundin verbringe, mit der ich die lange Beziehung hatte, und die etwa 30 km weg wohnt. Dementsprechend fahre ich Mittwoch, Donnerstag und Freitag zu der Frau, die 70 km weg lebt. Und die Frau in meiner Stadt sieht mich an den Wochenenden und wenn ich unter der Woche Spätschicht habe, was relativ selten ist. Namen und Geburtstage habe ich bisher noch nicht verwechselt.

Ich fühle mich oft moralisch überfordert, aber ich finde einfach keinen Weg, zwei oder zumindest für den Anfang einer der Frauen den Laufpass zu geben, und sie scheinen auch nicht vor zu haben, mich von sich aus zu verlassen. Doch irgendwann wird eine mit mir zusammen wohnen wollen, eine andere hat bereits gesagt, sie hätte mittelfristig gerne Kinder mit mir. Manche mögen mich beneiden, mit drei Frauen zugleich Sex haben zu können, aber das ist teilweise extrem anstrengend, jede hat andere Vorlieben und wünsche im Bett.

Beichthaus.com Beichte #00027973 vom 10.07.2010 um 04:40:17 Uhr in Schwechat (38 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Vom Horrordate geflüchtet

52

anhören

Falschheit Lügen Feigheit Dating Rheinstetten

Vom Horrordate geflüchtet
Ich war damals 19 Jahre alt, Single und auf der Suche nach der Richtigen. Da ich zu der Zeit viel in diversen Chaträumen unterwegs war, hatte ich auch immer ganz nette Internetbekanntschaften. Getroffen habe ich mich allerdings nur mit wenigen. Dieses eine Mal allerdings war es einfach bedeutend zu viel. Ich lernte die besagte Person also in einem Chat kennen. Wir unterhielten uns ein paar Mal nett und das, was ich auf dem Profilfoto sehen konnte, war auch echt hübsch. Etliche Chats später beschlossen wir, uns zu treffen und was trinken zu gehen, um uns auch mal real kennenzulernen. Gesagt, getan, fuhr ich also damals ein paar Ortschaften weiter, um die vermeintliche Topfrau zu treffen. Dass sie bei einer Hamburger Kette arbeitete, störte mich nicht weiter, denn sie sah ja gut aus, war nett und konnte sich sogar eine eigene Wohnung leisten. Doch wie Ihr euch denken könnt, kam alles anders. Nach Betätigen der Türklingel, meldete sich eine Kinderstimme über den Lautsprecher. "Komm rein, meine Schwester ist gleich fertig." Ihr kleiner Bruder ist wohl da, warum auch immer, dachte ich. Nachdem ich dann endlich im fünften Stock angekommen war, stand ein kleiner Junge in einer geöffneten Wohnungstüre und grinste mich breit an. Ich lächelte nett zurück und ging die letzten Stufen in Richtung des Eingangs. "Bin gleich fertig", hörte ich sie nur rufen und dann kam sie! Im Türrahmen erschien ein 1,60m mal gefühlt 1,60m großer Kasten mit langen schwarzen Haaren, geschminkt, jenseits von Gut und Böse und mit einer Stimme, an die ich mich heute noch erinnern kann. Kennt ihr diesen Wow-Effekt im negativen Sinne, der einen eigentlich mental gerade wieder fünf Stockwerke rückwärts die Treppe herunterfallen lässt? Ja, so fühlte ich mich.

Da ich aber eigentlich kein Arsch bin, der dann irgendwas Beleidigendes sagt, kam ich, mit eingezogenem Genick, in ihre Wohnung. Wohnung ist hierbei übertrieben. Bis zu dem Tag wusste ich nicht, wie klein eine Ein-Zimmer-Wohnung sein kann. Da ihre Mutter wohl unterwegs war, hatte sie die Aufsicht für ihren kleinen Bruder. Dieser wurde jedoch nach etwa zehn Minuten von der Mutter abgeholt. Dann kam sie wieder nach oben, lief an mir vorbei und setzte sich an den PC. Sie loggte sich in den Chat ein und hackte erst mal drauf los. Nach fünf Minuten Geduld fragte ich mich dann so langsam, was sie da eigentlich macht. Ich meine, es ist ja nicht gerade höflich, wenn man einen Gast hat und dann nur am PC sitzt. "Oh, ich rede gerade mit meinem Ex, der macht etwas Stress und will sich das Leben nehmen", sagte sie, als sie meinen langsam aber sicher genervten Blick sah. Warum der Typ sich das Leben nehmen wollte? Bei der Ex-Freundin - ich konnte ihn verstehen! Gut, dachte ich mir. Du gehst mit ihr eine Kleinigkeit trinken, unterhältst dich über irgendwas und dann zischt du wieder ab nach Hause. Nicht dass das Vorhaben schon schwer genug gewesen wäre, aber wie gesagt, ich lasse normalerweise nicht so den Arsch heraushängen. Als sie während des Chats jedoch noch ihre Schreibtischschublade öffnete, und sich eine Zigarette drehte, während der Tabak gerade so in die Tastatur rieselte, wurde es mir zu viel! Sie steckte sich die Kippe an und blies genüsslich den Rauch in die Luft in einer Minus-Ein-Zimmer-Wohnung mit geschlossenen Fenstern. Das alles zusammenbrachte in mir auf einmal einen ungeheuren Fluchtdrang hervor und es tat sich mir nur noch ein Gedanke auf: "Ich will hier raus!"

Mir kam eine Idee. Ich bemerkte in meiner Gesäßtasche meinen Feuerwehrmelder. Warum ich ihn an diesem Tag zu einer vermeintlichen Verabredung mitgenommen hatte, kann ich nicht mal genau sagen. Wahrscheinlich war es so eine böse Vorahnung. Jedenfalls hat das Gerät die Eigenschaft, wenn es aus und wieder eingeschaltet wird, einen Selbsttest durchzuführen. Dieser klingt dann so, als ob ein Alarm eingehen würde. Doch warum sollte ich jetzt auf einmal aufspringen, nur weil das Ding piept?! Und auch noch von einer Verabredung? In meiner grenzenlosen Not wurde ich auf einmal immer erfinderischer. Als sich die besagte "Traumfrau" wieder dem Chat mit ihrem Ex widmete, schrieb ich kurzerhand eine SMS an einen Feuerwehrkollegen mit dem Inhalt: "Ruf mich in fünf Minuten an, sag es ist was Schlimmes passiert, und alle werden gebraucht." Ich wusste nicht, ob mein Plan aufgehen würde, aber er musste es einfach. Irgendwie. Nach circa drei Minuten tat ich es einfach. Ich stellte den Melder aus und wieder an. Der Alarmton ertönte und ich schreckte, wie von einer Tarantel gestochen auf. "Oh Gott", schrie ich.

Als sie fragte, was los sei, sagte ich, dass das ein Alarm von der Feuerwehr wäre, ich aber nicht wisse, was los ist. Die Frage "musst du da jetzt weg" konnte ich nur mit einem "ich weiß es noch nicht" beantworten. Kurz darauf klingelte mein Handy. "Wo bist Du? Hier ist die Hölle los, die Firma XY brennt lichterloh, wir brauchen jeden Mann!" "Oh f*ck, ok, ich komme sofort". Aufgelegt, sie angeschaut: "Oh man, tut mir echt leid, aber du hast es ja mitbekommen, bei uns ist die Hölle los! Ich muss leider weg!" Sie schaute mich an und meinte dann nur "Das ist aber sehr schade, aber kann man nichts machen, wir reden dann wieder im Chat." Ich, die Treppe runter, zu meinem Auto gehechtet, Reifen durchdrehen lassen und ab um die nächste Ecke. Da stand ich nun, zwei Straßen weiter. Und erst im Nachhinein begriff ich, was ich da gerade für eine schauspielerische Leistung vollbracht hatte. Voller Erleichterung trat ich den Heimweg an. Ich finde es ist eine Schweinerei, wenn man falsche oder verfälschte Bilder von sich hergibt und damit prahlt! Gechattet haben wir danach übrigens noch einmal. Sie ist dann irgendwie wieder zu Ihrem Ex zurück. Es hat wohl nicht so geklappt, mit seinem Selbstmord. Armer Kerl!

Beichthaus.com Beichte #00027972 vom 09.07.2010 um 15:44:19 Uhr in Rheinstetten (52 Kommentare).

In WhatsApp teilen
“35.000

“Folge

Das Loch im Lehrerpult

17

anhören

Ignoranz Unreinlichkeit Ekel Schule Berlin

Früher in der Schule hat ein Mitschüler seinen Wurstbelag auf seiner Stulle nicht leiden können, tauschen wollte keiner, geschenkt haben auch nicht, also Mülleimer oder nach hause nehmen. Einer hatte dann die Idee die Schnitte in ein durchgehendes Loch im massiven Sekretärs des Lehrers zu schieben. Dort haben wir vier Leute immer schon unnötiges Papier zu Bällchen verarbeitet, den Abfall von gespitzen Bleistiften und leere Federhalterpatronen gelegentlich reingestopft.

Die Lehrer, die am Pult saßen bekamen nichts mit und am nächsten Tag wanderten viel mehr Schnitten, Schokoriegel, Colatropfen rein, in der Hoffnung, dass es ihnen diesmal auffiel und wie sie sich wohl anstellten den oder die Schuldigen festzustellen. Sie bekamen wieder nichts mit, ob die gedacht haben, dass der Geruch von den immer deftiger werdenden Frühstückspausen herrührten, weiß ich nicht, aber gesagt hat keiner was, wahrscheinlich weil es den meisten die nur ein paar Stunden in der Woche an dem Pult unterrichten egal war, aber das Spiel trieben wir trotzdem weiter. Nach ein paar Monaten fiel es jemanden dann doch auf, dass es arg stank und es wurde gefragt, und schließlich fand sie die Stelle mit wütendem Blick wollten sie wissen wer die Verantwortlichen waren, wir grinsten und wiesen die Beschuldigungen ab. Dann forderte man uns auf, egal wer die Schuldigen sind, die betreffende Lehrerin nicht an diesem Part weiter unterrichten würde, bis der Müll entfernt werden würde. Es gab keine Freiwilligen. Danach richtete sie das Wort an zwei zu Recht Verdächtigte, doch die verschränkten die Arme und guckten woandershin. Das Ende vom Lied war, dass der Hausmeister dann fluchend alles auflesen musste, war wirklich kein schöner Anblick, ich meine nicht seine Arbeitsweise, sondern was er darunter vorkratzte, eine Masse mit merkwürdigen Farben, die bedeckt von anderem Müll war. "Wer macht denn so eine Sauerei?", schrie ich unbeabsichtigt. Das Loch im Sekretär wurde danach mit einem langem Pfropfen regelrecht versiegelt.

Wenn die betreffende Lehrerin und der Hausmeister es lesen: wir warn's doch gewesen!

Beichthaus.com Beichte #00027966 vom 07.07.2010 um 15:09:25 Uhr in Berlin (17 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Der Tablett-Nicht-Wegräumer

34

anhören

Faulheit Ignoranz Restaurant

Ich möchte beichten, dass ich bei allen FastFood-Ketten, die ich besuche, jedes Mal die Tabletts absichtlich auf den Tischen stehen lasse. Manche werden jetzt sagen: "wie asozial" - aber ich dagegen finde, dass das im Endeffekt Arbeitsplätze schafft. Wenn mich irgendwelche Heuchler dann schief von der Seite anglotzen, erkläre ich denen meine Intention halt kurz. Diskutiert hat noch niemand mit mir. Ich möchte mich hiermit bei allen Mitarbeitern entschuldigen und hoffe sie haben Verständnis. Das ist nichts persönliches. Aber die Dinger schimpfen sich schließlich Restaurant - schlimm genug, dass man sich zum Bestellen an die Theke begeben muss.

Beichthaus.com Beichte #00027962 vom 07.07.2010 um 01:23:53 Uhr (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Folge

Stille Post

34

anhören

Lügen Falschheit Manie Kindergarten Salzwedel

Stille Post
Früher im Kindergarten wurde oft das Spiel "Stille Post" gespielt. Für die, die es nicht kennen: Man bildet mit allen Mitspielern eine Art Stuhlkreis. Ein Kind am Anfang/Ende des Kreises (meist neben dem Betreuer sitzend) denkt sich ein Wort aus und flüstert es seinem Nachbarn in das Ohr. Der gibt dieses Wort ebenfalls flüsternd an seinen Nachbarn weiter. Der Letzte sagt das Wort nun laut und so weiß man, ob das Wort richtig weitergegeben wurde. Ich allerdings verspürte immer diesen einen Drang, den Drang das Wort falsch weiterzuleiten. So änderte ich jedes Mal das "richtige" Wort in irgendwelche albernen Wörter um, wie zum Beispiel: Apfelklotz, Erdbeerpumpe oder eckiger Ball. Ich freute mich innerlich dann immer über die enttäuschten Gesichter der anderen Kinder. Im Nachhinein tut es mir ja wirklich leid, da die anderen immer so optimistisch in das Spiel gegangen sind. Es war aber wie eine Sucht, die ich nicht einfach wegwerfen konnte.

Beichthaus.com Beichte #00027959 vom 06.07.2010 um 15:05:37 Uhr in Salzwedel (34 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“Folge