Gratis Trip durch Deutschland

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Habgier Faulheit Stolz Arbeit

Gratis Trip durch Deutschland
Hallo liebe Beichthaus-Gemeinde, angestachelt von einer Beichte über ein Vorstellungsgespräch in welchem der Personalchef sehr arrogant war möchte ich hier ebenfalls etwas beichten. Ich arbeite in einem Berufsfeld, in welchem Fachkräftemangel herrscht und bin sehr gut qualifiziert (ständige Weiterbildung, etc.). Dadurch habe ich keine Probleme einen Job zu finden, eher im Gegenteil, ständig versucht irgendjemand mich abzuwerben (dies aber nur am Rande).

Als ich bei meinem letzten Arbeitgeber aufgehört habe und es sowieso gerade kurz vor dem Jahreswechsel war, beschloss ich mal drei Monate Auszeit zu nehmen, um mich etwas zu erholen. Natürlich musste ich für die Bundesagentur trotzdem Bewerbungen schreiben, zu Vorstellungsgesprächen gehen und Probearbeiten wahrnehmen. Das wäre soweit auch kein Problem, was mich allerdings sehr gestört hat, ist die Tatsache, dass sich von der Bundesagentur aus fast nur schlechte Unternehmen bei mir gemeldet haben und ich es echt nicht einsehe, für den gleichen Job nur noch die Hälfte an Gehalt zu bekommen. Außerdem waren sehr viele, insbesondere Zeitarbeitsunternehmen, sehr arrogant in ihrer Art und Weise. Ein paar meinten sogar, sie könnten mir mit der Bundesagentur drohen, falls ich mich nicht bewerben sollte.

Am Anfang hat mich das auch weniger gestört, da ich mich ja nicht bewerben musste, solange einem Brief keine Rechtsbelehrung bei lag. Da mir aber die Dreistigkeit und Arroganz vieler Unternehmen und Zeitarbeitsfirmen sehr auf den Geist ging, habe ich mich entschlossen etwas Anderes zu veranstalten. Ich habe mich auf jede Anfrage eines Unternehmens hin beworben und in 50 Prozent der Fälle dann auch ein Vorstellungsgespräch bekommen. Wie allerdings von mir bereits erwartet, stellten sich circa 85% der von mir besuchten Firmen als die oben genannten schlechten Unternehmen heraus. Teilweise wollten sie, dass ich entweder erst mal für 2 Jahre als Zeitarbeiter einsteige, dann wieder mal nur 6-Monats-Verträge, dann hätte ich drei sehr anspruchsvolle Jobs auf einmal übernehmen sollen. Wäre ja soweit kein Problem, wenn die Bezahlung stimmen würde. Aber: Je höher die Anforderungen, desto niedriger wurde das Gehalt.

Das Ganze hatte aber riesige Vorteile für mich:
1) Ich hatte Spaß daran, mir die total überzogenen Vorstellungen der Personalchefs anzuhören und zu zusehen wie ihnen die Kinnlatte auf den Tisch knallte, als ich ihnen eine ehrliche Antwort auf mein letztes Gehalt gab.

2) Scheinen Personalchefs echt nicht darauf abzufahren wenn man nicht mit der üblichen "ich hab Angst vor der Bundesagentur und mache deshalb jeden Job, egal was Du von mir verlangst mein Chef"-Einstellung in ein Vorstellungsgespräch geht, sondern direkt klarstellt, dass man eine Leistung verkaufen möchte und dadurch kein Bittsteller ist.

3) Da ich wusste, dass ich diese Jobs sowieso nicht wollte, konnte ich es im Vorstellungsgespräch echt locker angehen lassen. Und jetzt der allergrößte Vorteil:
Man bekommt sämtliche Fahrtkosten erstattet und wenn man länger als 12 Stunden unterwegs ist, auch eine Übernachtung. Da mir jedoch nicht vorgeschrieben wurde, wann ich am nächsten Tag zurückfahren sollte, hatte ich so immer noch einen ganzen Tag Städtetour.

Ich beichte hiermit, dass ich beabsichtigt drei Monate auf Staatskosten gelebt habe und die bestehenden Gesetze für einen 3-Monatigen Trip quer durch Deutschland zu meinen Gunsten ausgenutzt habe. Weiter beichte ich, dass ich eine Menge Zeit und dadurch Geld in verschiedenen Unternehmen verschwendet habe (vorrangig aber nur Zeitarbeitsunternehmen), nur um mich privat an irgendwelchen Personalchefs mit total realitätsfernen Arbeits- und Anstellungsvorstellungen zu ergötzen! Im Nachhinein tut mir das schon etwas leid, da es andere Menschen wesentlich schwerer haben als ich und die Personalchefs bestimmt auch nicht zu den unterbeschäftigten Berufsgruppen zählen. Ich habe 3 Monate später beschlossen, dass ich wieder arbeiten möchte und habe einen Job mit meinem Wunschgehalt in einer super Firma bekommen. Hier sind die Mitarbeiter mehr als Nummern und ich fühle mich sehr wohl!

Beichthaus.com Beichte #00031347 vom 04.06.2013 um 11:50:03 Uhr (15 Kommentare).

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Klischee vom arbeitsamen Schwaben

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Faulheit Trägheit Falschheit Arbeit

Ich (m/25) habe einen neuen Job, in dem ich bisher sehr erfolgreich war. Ständig werde ich von meinem Chef gelobt, aber leider fühle ich mich komplett überfordert und habe Angst. An manchen Tagen arbeite ich im Home Office so gut wie gar nichts, obwohl genügend zu tun wäre. Ich beichte hiermit, dass ich ein fauler Mitarbeiter bin und somit nicht dem Klischee des arbeitsamen Schwaben gerecht werde. Ich versuche mich zu bessern, denn in Sachen Karriere stehen mir die Türen in dieser Firma, dank einer soliden Ausbildung, offen.

Beichthaus.com Beichte #00031283 vom 27.05.2013 um 13:17:41 Uhr (6 Kommentare).

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Zufallsbeichte
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Der bekennende Eigenbrötler

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Faulheit Trägheit Selbstsucht

Der bekennende Eigenbrötler
Ich (m/21) muss morgens und abends jeweils knapp 15 Minuten mit dem Zug fahren, um zur Arbeit oder nach Hause zu kommen. Morgens nehme ich meist denselben Zug wie einige meiner Kumpels, die zur Uni müssen. Die Gesprächsthemen drehen sich dabei eigentlich täglich um die Uni, wobei ich natürlich nicht mitreden kann. Aber selbst bei Themen wie Sport, Wochenendaktivitäten und Ähnlichem möchte ich mich nicht integrieren, da ich im Zug lieber meine Ruhe habe, Musik höre und aus dem Fenster schaue. Das führt dann zu einer gewissen Unzufriedenheit bei mir, weil ich einerseits den Gesprächen meiner Freunde nicht zuhören möchte, mich aber andererseits dazu verpflichtet fühle. Jeden Morgen hoffe ich, dass die Uni heute ausfällt oder der Stundenplan ihnen erlaubt, etwas länger zu schlafen und später in die Stadt zu fahren. Abends hoffe ich auch immer, dass ich niemanden aus meinem Bekanntenkreis in der Bahn treffe. Ich beichte, dass ich ein Morgenmuffel und Eigenbrötler bin und mich nicht bemühe, früher aufzustehen.

Beichthaus.com Beichte #00031261 vom 23.05.2013 um 11:11:28 Uhr (15 Kommentare).

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Meine Zauberbrille

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Lügen Faulheit Studentenleben

In den ersten zwei Semestern meines Studiums war ich (w/23) stinkfaul, leicht ablenkbar und konnte mich null auf das Lernen konzentrieren. Aus Spaß setzte ich einmal beim Herumalbern die Brille einer Freundin auf und fand, dass ich damit wirklich wie eine ernst zu nehmende Studentin aussah. Ich habe eine wirklich minimale Sehschwäche und mir wurde bei deren Feststellung vom Augenarzt vor ein paar Jahren, mehr oder weniger empfohlen, nur dann eine Brille zu tragen, wenn ich Probleme hätte. Ich weiß wirklich nicht, wie ich darauf kam, aber ich habe mir ein paar Tage später tatsächlich meine Werte bescheinigen lassen und mir eine sehr schlichte, schmale Brille besorgt. Ich trage diese Brille ausschließlich in Vorlesungen und bei Übungen, ansonsten nie, auch nicht beim (privaten) Lesen, egal wie klein die Buchstaben sind. Sehtechnisch hat sie eine so geringe Stärke, dass sie kaum etwas bringt, aber sobald ich mir das Gestell auf die Nase setze, schalte ich in den Seriositätsmodus um, lasse mich nicht ablenken und konzentriere mich auf meine Arbeit.

Das mache ich jetzt seit zwei Semestern so und habe nun, mit überraschend guten Ergebnissen, erfolgreich mein Grundstudium absolviert. Trotzdem tut es mir leid, dass ich das Teil praktisch aus Spaß trage, einfach weil außer mir alle in meiner Familie Brillenträger sind und es sie oft tierisch nervt, ohne Gläser nichts zu sehen. Außerdem habe ich schon ein paar Mal gelogen, als Kommilitonen mich darauf ansprachen, wieso ich beispielsweise in der Mensa, in einer Kneipe oder sonst wo ganz ohne Brille zurechtkomme. Ich sage dann immer, dass nur das lange Lesen meine Augen so anstrengt. Ich komme mir schäbig vor, aber ohne meine Brille fehlt beim Lernen irgendwas. Auch wenn sie mir nicht steht - ich besitze eine Zauberbrille.

Beichthaus.com Beichte #00031186 vom 13.05.2013 um 18:08:04 Uhr (14 Kommentare).

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Der ungerechte Betrieb

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Faulheit Zorn Ungerechtigkeit Arbeit

Seit einigen Monaten arbeite ich absichtlich zu langsam und zu wenig. Unser Betrieb hat letztes Jahr auf eine Lohnerhöhung und auf Weihnachtsgeld verzichtet, obwohl wir sehr gut produzieren, und wirklich sehr hart arbeiten müssen. Dieses Jahr steht auch noch das Urlaubsgeld auf dem Spiel. Außerdem werden wir nicht mal nach Tarif bezahlt und der Geschäftsführer sperrt sich gegen jede Form von Mitarbeitermotivation! Deshalb sitze ich am Wochenende meistens herum und mache so ziemlich nichts, und unter der Woche tue ich schwer beschäftigt, schaffe jedoch nicht einmal die Hälfte des Arbeitspensums des letzten Jahres! Wenn Probleme in der Anlage anfallen, versuche ich nicht, sie selber zu beheben, sondern stelle die Produktion ein und warte, bis sich jemand anderes dafür verantwortlich fühlt. Eigentlich kann ich froh sein überhaupt eine Arbeit zu haben, aber dieser Sklavenbetrieb kotzt mich an! Ich bin auch nicht der Einzige, der so arbeitet. Ich bitte um Vergebung für mich und meine Kollegen, für unsere Faulheit und die Dummheit unseres Chefs, der nicht sieht, wie er die Leute ausnutzt und das dies eines Tages zum Ruin des Betriebes führen könnte.

Beichthaus.com Beichte #00031142 vom 05.05.2013 um 10:12:11 Uhr (13 Kommentare).

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