Er spannt mir alle Tussen aus!

8

Begehrlichkeit Hass

Ich möchte beichten, dass ich einen meiner besten Freunde abgrundtief hasse. Ich wünsche ihm eine tödlich verlaufende, qualvolle H5N1-Infektion an den Hals. Der Hass kam natürlich nicht von heute auf morgen. Er hat sich vielmehr entwickelt, als ich feststellen musste, dass er absolut alle Mädchen angegraben hat, mit denen ich je etwas zu tun hatte, bzw. immer noch zu tun habe. DABEI KENNT DER SPAST SIE ÜBERHAUPT ERST DURCH MICH! Ich könnte ausflippen, jedes Mal wenn ich sehe, wie er mit irgendeiner redet, an der mir eine Menge liegt und die beiden sich anscheinend sogar ganz toll verstehen.

Das hat natürlich den Effekt, dass diese Mädchen weniger Zeit mir mit verbringen, weil sie von seinen gottverdammt schlechten, flachen Witzen so begeistert sind. Mittermeier hatte Recht: Komiker kriegen mehr Frauen ab. Aber der Trottel, der sich mein Freund schimpft, ist kein Komiker! Er ist eine Witzfigur, ein trotteliger Clown für alle, ein Versager! Und nun muss ich mit ansehen, wie ich zu einem größeren Versager als er heranwachse, weil er mir alle Tussen ausspannt! Ich schwöre bei Gott: Sollte er jemals mit einem Mädchen zusammenkommen, dessen Bekanntschaft er nur mir verdankt und von dem ich eigentlich selber was wollte, so werde ich ihn UND sie auf grausamste Weise hinrichten. Hass ist ein erhabenes Gefühl, danke Gott, dass du es mir verliehen hast. DANKE!

Beichthaus.com Beichte #00007823 vom 13.04.2006 um 09:27:46 Uhr (8 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Koffeinüberempfindlichkeit

2

Unreinlichkeit Ekel Arbeit Gesundheit

Ich habe eine ganz ganz üble Koffeinüberempfindlichkeit, die sich in Zittern, Herzrasen, extremer Unruhe und Übelkeit äußert. Das wäre jetzt ja an sich gesehen nicht so problematisch, da ich koffeinhaltige Getränke vermeiden könnte, aber ich trinke für mein Leben gern Arabicakaffe und grünen Tee, am liebsten unverdünnt und ohne Milch. Das geht eigentlich nie gut und dadurch ist auch meine beichtenswerte Tat entstanden. Ich bin Psychiater und teile mir meine Praxis mit zwei Psychologinnen. Am Freitag war ich so frei mir nach dem Mittag im Beisein meines "Lieblingspatienten" (labil, agressiv, suizidal, unklare Borderlinesymptomatik) zur Entspannung einen Espresso zu gönnen, der ordentlich stark war. Ziemlich bald bemerkt ich eine Hitzewelle und konnte mich nicht mehr so recht darauf konzentrieren, was mir der Patient an Therapiefortschritten mitteilte. Es gluckerte auch etwas im Bäuchlein. Das zu ignorieren war mein erster Fehler. Der zweite Fehler war einer der ganz üblen Sorte: Der Patient war gerade am gehen, und meine Reaktion auf den Espresso lies etwas nach, als ich in dem mir inne wohnenden männlichen Unverwundbarkeitswahn dachte "Ach was soll's denn, zur Feier des Tages gönnste dir noch einen grünen Tee." Dazu muss ich sagen dass normalerweise schon eine Tasse von dem Zeugs für ein zünftiges russisches Roulette in meinen Eingeweiden reicht, auch ohne mir vorneweg einen starken Espresso in den Rachen zu kippen.
Die nächste und letzte Patientin dieses Tages nimmt Antidepressiva. Sie kam rein und setzte sich, während sich ein spürbarer Aufruhr in meinem Schnitzelgrab manifestierte. Mir stand der kalte Schweiß auf der Stirn und ich zitterte die ganze Zeit der Sitzung wie ein Junkie auf Entzug. Die Patientin guckte etwas komisch, aber ich hielt tapfer durch, zumindest eine Weile, schließlich wurde mir jedoch echt übel. Ich rannte auf die Praxistoilette und übergab den Tee samt restlichen Mageninhalts der Kloschüssel. Wegen des Zitterns war ich allerdings nicht ganz so treffsicher, daher geriet eine ganze Menge daneben. Ich wollte die Bescherung wegmachen, aber das ging nicht wegen des Geruchs, der rief nämlich immer neue Würgereize hervor. Ich schickte die Patientin nach Hause und legte mich erstmal in meinen Therapiesessel. Plötzlich hörte ich einen angeekelten Schrei aus der Toilette. Eine meiner Kolleginnen hatte die Bescherung wohl mitbekommen und kommandierte die Schwester zum Aufputzen. Zum endgültigen Feierabend fragten mich die anderen, ob ich wüsste wer die Sauerei auf der Toilette veranstaltet hätte. Ich sagte ich wüsste es nicht, aber meine letzte Patientin wäre auf Antidepressiva und vertrüge diese nicht so gut, vermutlich wäre das der Grund für die unappetitliche Szenerie. Die anderen glaubten mir das unbesehen. Hoffentlich sprechen sie meine Patientin nächsten Freitag nicht auf den Vorfall an.

Beichthaus.com Beichte #00007707 vom 11.04.2006 um 05:50:33 Uhr (2 Kommentare).

In WhatsApp teilen
Zufallsbeichte
“Ein


Mehr Arbeit für den Kollegen

3

Faulheit Trägheit Falschheit Selbstsucht Internet Kollegen

Ich habe heute auf der Arbeit nichts gemacht - nur bei beichthaus.com Beiträge gelesen. Alle anfallenden Arbeiten habe ich sehr intelligent auf meinen Kollegen abgewälzt - und er glaubt, ich hätte viel zu tun. So, ich mache Feierabend.

Beichthaus.com Beichte #00007395 vom 04.04.2006 um 02:04:22 Uhr (3 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Unsere Firma ging pleite!

0

Diebstahl Selbstsucht Arbeit

Ich (w) beichte heute etwas, das zwanzig Jahre zurückliegt. Als junge Berufsanfängerin begann ich bei einer Firma, die schon in den letzten Zügen lag. Das Gehalt wurde erst zwei Wochen zu spät gezahlt und dann per Scheck, es kamen Mahnungen und wütende Lieferantenanrufe, der Vermieter war Dauergast. Nachdem man uns Mitarbeitern offiziell gesagt hatte, wie schlecht es stünde (es gab irgendwann keine andere Möglichkeit mehr, da wir alle Post von der Krankenkasse bekamen, dass seit Monaten keine Beiträge mehr für uns gezahlt worden seien, und wir die Welt nicht mehr verstanden), sank die Moral. Es wurde zum Beispiel massenhaft Material geklaut, einmal sogar teure Herren-Markenkleidung, die uns ein Kunde für ein Werbeprospekt zur Verfügung gestellt hatte. Da ich sowohl die Schreib- und Korrekturrechte für das Zeiterfassungssystem hatte als auch das Terminal genau gegenüber meinem Zimmer lag, bekam ich auch immer öfter mit, dass Kollegen früher gingen und später andere, die später gingen, sich für sie ausbuchten.

Ich habe natürlich nie jemanden verraten. Allerdings habe ich auch manchmal zum Feierabend "vergessen", mich auszubuchen, es dann anderntags manuell korrigiert und mir dabei schon mal 40 Minuten oder so draufgeschlagen; da war das Risiko weniger groß erwischt zu werden, als dass man am Ende in der Firma gesucht wurde und nicht aufzufinden war. Es dauerte nicht lange, und der Konkursverwalter zog ein; vor dem endgültigen Toresschluss gab er bekannt, dass noch vorhandene Überstunden ausgezahlt werden würden und nannte mir den Zeitpunkt, an dem ich diese abrechnen solle. Ich gestehe, dass ich vor der Abrechnung noch meine ca. sechs Überstunden auf 52 und ein paar Minuten korrigierte. Das gab zwar ein nettes Zubrot für mich, aber das war bald wieder weg, da ich mich vor der Arbeitslosigkeit nicht retten konnte und das Amt mein Arbeitslosengeld unter Zuhilfenahme des Lehrlingsgehalts berechnete.

Beichthaus.com Beichte #00007175 vom 31.03.2006 um 01:45:47 Uhr (0 Kommentare).

In WhatsApp teilen

“Beichte

Der Pokerbetrüger

1

Betrug Selbstsucht Hochmut

Ich betrüge beim Pokern. Immer wenn ich mit meinen Kumpels einen Pokerabend habe muss ich schummeln. Da klappt auch und ich gewinne immer. Dann frage ich immer Gott, ob er glücklich damit ist, dass ich meine besten Freunde betrüge und wenn nicht, solle er mir einen Blitz schicken, der mich tötet. Bis jetzt kam noch nichts an. Und ich kann ganz beruhigt weiter betrügen. Ich liebe dich Gott, ich wusste immer, dass du mich am liebsten magst.

Beichthaus.com Beichte #00006986 vom 28.03.2006 um 02:25:44 Uhr (1 Kommentare).

In WhatsApp teilen

Aggression   Begehrlichkeit   Betrug   Boshaftigkeit   Diebstahl   Drogen   Dummheit   Ehebruch   Eifersucht   Eitelkeit   Ekel   Engherzigkeit   Falschheit   Faulheit   Feigheit   Fetisch   Fremdgehen   Geiz   Gewalt   Habgier   Hass   Hochmut   Ignoranz   Lügen   Manie   Maßlosigkeit   Masturbation   Missbrauch   Misstrauen   Morallosigkeit   Mord   Neid   Neugier   Peinlichkeit   Prostitution   Rache   Schamlosigkeit   Selbstsucht   Selbstverletzung   Sex   Stolz   Sucht   Trägheit   Trunksucht   Ungerechtigkeit   Unglaube   Unreinlichkeit   Vandalismus   Verrat   Verschwendung   Verzweiflung   Völlerei   Vorurteile   Waghalsigkeit   Wollust   Zorn   Zwang   Zwietracht  

“35.000