Heilbronn - Eine Liebeserklärung

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Zorn Hass Gesellschaft Heilbronn

Ich glaube, man kann sich hier mal was von der Seele reden. Ich bin ein Mensch mit vielen Schwächen. Ich beurteile alles. Manchmal so, dass ich ein schlechtes Gewissen bekomme und ich es nicht mehr möchte. Ein Kampf mit sich selbst. Beim Autofahren, da beleidige ich die Leute vor mir, welche mir im Weg sind. Das ist eigentlich krank, als ob mir die Straße gehören würde. Wenn es besser läuft, hasse ich dann nur die Politik. Mich kotzt es unglaublich an zu wissen, dass man in einer Stadt lebt, welche fette Steuergelder zieht (Heilbronn), aber kein Geld hat, um den Verkehr am Fließen zu halten. Ich habe Glück - flexible Arbeitszeit. Mir tun dann die anderen Verkehrsteilnehmer wieder leid, die pünktlich sein müssen, 45 Minuten für 15 km. Dutzende Baustellen, Herr Mergel, großes Kino. Ein Provinznest mit 100.000 Einwohnern.

Ja, Heilbronn! Auf der Straße kaum noch Landsleute zu sehen. Von denen auch die meisten zugewandert. Seelenlose Stadt ohne Herz. Keiner mag Heilbronn, die Leute kommen zum Arbeiten her. Lebte in Multikultiortsteil Böckingen. Demolierte Autos und Polizeieinsätze in der Nachbarschaft sind hier normal. Danke, alte Autos zu demolieren von Leuten die nicht bei Audi 5.000 Euro im Monat verdienen.

Wehe es ist WM/EM. Hupende Autos von "Deutschen", hier geboren, wenn Länder wie Italien oder die Türkei ein Spiel haben. Mich kotzt das an. Wenn ich das Land meiner Großväter nur vom Urlaub kenne und hier Generationen lang gut lebe, was mache ich dann einen auf dieses Land? Hier habe ich kein schlechtes Gewissen. 60 Millionen Deutsch-Amerikaner haben sich in den USA auch assimiliert. Da wäre dieser Firlefanz nicht möglich.

Aber wir Deutschen sind selber Schuld. Uns ist alles egal, alles wichtiger als eine Familie. Wir werden abgeschafft - und das verdient. Ich hasse nur abgrundtief die Selbstverständlichkeit, mit der das passiert. Als ob es normal wäre, was es nicht ist. Obwohl ich früher auch eine Zeit lang unsere arbeitsgeile Egogesellschaft richtig hasste. Ja, die Arbeit. Wenn ich an die ätzenden Kollegen schon denke. Vorgesetzte beklauen angestellte, untergebene Personen. Ich hasse diese Klüngelei, welche das ermöglicht.

Beichthaus.com Beichte #00039737 vom 14.05.2017 um 23:02:42 Uhr in Heilbronn (23 Kommentare).

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Wie ich das Auto meiner Oma geklaut habe

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Habgier Diebstahl Auto & Co. Familie

Ich (m/23) beichte, dass ich vor circa 5 Jahren meiner Oma (damals 78) das Auto geklaut habe. Sie war damals längere Zeit im Krankenhaus, weil sie an der Hüfte operiert wurde. Und ich wusste, dass sie im Gebüsch einen Haustürschlüssel in einer Dose versteckt hat. Ich bin also nachts gegen 2 Uhr da hin, habe den Schlüssel aus dem Gebüsch genommen und bin durch die Haustür rein. Ich bin zur Terrasse und habe ein Fenster aufgebrochen, damit es so aussieht, als wäre eingebrochen worden. Danach habe ich den Fahrzeugbrief genommen (auch da wusste ich, wo er liegt) und zum Schein ein paar Schubladen durchwühlt und die Autoschlüssel genommen.

Ich bin wieder durch die Haustür raus, habe den Ersatzschlüssel wieder ins Gebüsch getan, die Garage aufgemacht, das Auto rausgefahren und die Garage wieder geschlossen (per Fernbedienung). Das Ganze hat höchstens 15 Minuten gedauert. Ich bin dann noch in der Nacht mit dem Auto ca. 200 Kilometer weit gefahren, habe im Auto geschlafen und es am nächsten Morgen an einen Exporthändler zum Schleuderpreis von 3.500 Euro (Marktwert des Autos waren sicher um die 6.000 Euro) ohne Kaufvertrag verkauft. Ihr kennt ja solche Exporthändler: "Für 3.500 Euro hole ich es sofort ab und melde Auto kostenlos ab."

Aufgefallen ist das Ganze erst, als mein Onkel ein paar Tage später nach dem Haus sehen wollte. Er hat den Einbruch und für meine Oma das Auto als gestohlen gemeldet. Die Ermittlungen liefen allerdings ins Leere und das Auto wurde auch nicht wieder gefunden. (Ich hatte natürlich Handschuhe an). Das Ganze tut mir sehr leid und ich bereue es. Ich war allerdings zu feige, um zuzugeben, dass ich es war. Und die Chance dazu habe ich eh nicht mehr, da meine Oma letztes Jahr gestorben ist.

Beichthaus.com Beichte #00039736 vom 14.05.2017 um 19:50:16 Uhr (9 Kommentare).

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Ich bin hässlich und jeder weiß es!

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Verzweiflung Falschheit Familie

Ich (w) bin hässlich. Das ist kein verdrehtes Selbstbild oder ein Minderwertigkeitskomplex, sondern leider die schlichte und traurige Wahrheit. Neulich war ich auf der Hochzeit meiner Großcousine, auf der auch ein professioneller Fotograf dabei war. Sie hat mir später viele Fotos geschickt, mit Aufnahmen von den Gästen - worunter natürlich auch ich zu sehen war. Wenn man in den Spiegel sieht, ist es noch etwas anderes, als wenn man sich selbst auf solchen Aufnahmen sieht, aber da ist es mir noch einmal richtig und vor allem auch schmerzhaft bewusst geworden. Ich war echt angeekelt. Der Fotograf war super, es handelt sich um an sich sehr schön gemachte Bilder, keine unvorteilhaften Winkel oder Ähnliches. Leider merke ich es selbst am Verhalten anderer Menschen, dass sie mich sehen, wie ich mich selbst sehe. Wenn die Kollegen und Freunde meiner Eltern die Familienfotos auf dem Schreibtisch oder Kaminsims ansehen, weiß ich, dass sie lügen, wenn sie sagen, was für eine hübsche Tochter meine Eltern doch hätten. Das bilde ich mir nicht ein, sondern man erkennt das am Tonfall und an der Körpersprache, an der Mimik. Meine Menschenkenntnis ist durch meinen Job gut.

Klar sagt keiner zu seinen Freunden, dass ihr Nachwuchs einfach wie ein unterdurchschnittlich herkömmlicher Mensch aussieht. Wenn ich in der Stadt unterwegs bin, egal ob allein oder mit Freunden, werde ich nie von Männern angesprochen, so bezüglich kennenlernen oder flirten. An mangelndem Selbstbewusstsein oder Auftreten liegt es nicht, ich weiß, was ich kann, was meine Stärken (und auch Schwächen) sind und wie man sich richtig kleidet. Es ist scheinbar Zeit, es sich selbst endgültig einzugestehen. Es gibt immer Wichtigeres als Aussehen im Leben, aber es wurmt mich mehr als es sollte, zumal das Gesicht beziehungsweise die Knochenstruktur nichts ist, das man groß kaschieren oder einfach ändern kann. Eine OP kommt für mich nicht infrage.

Beichthaus.com Beichte #00039735 vom 14.05.2017 um 15:16:57 Uhr (26 Kommentare).

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Der Groper

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Fetisch Emmendingen

Ich gebe zu, dass ich ein Groper bin. Für alle, die nicht wissen, was das ist: ich fasse gerne fremde Menschen an. Das klappt am Besten auf stark besuchten Events, bevorzugt wenn dichtes Gedränge herrscht und die Beleuchtung schlecht ist. Laute Musik und Alkoholausschank dazu - perfekt! Ich lasse mich dann von der Menschenmenge mitschieben, strecke schnell mal eine Hand aus und greife genüsslich zu. Ich grope grundsätzlich nur bei Mädchen und Frauen jeden Alters, nicht bei Männern.

Am liebsten berühre ich nackte, verschwitzte Haut und achte darauf, an die Stellen zu kommen, die nicht unbedingt leicht erreichbar sind. In besonderen Situationen und wenn ich das Glück habe, dass eine hübsche Frau direkt vor mir läuft, drücke ich mich von hinten ganz fest an sie ran, um meine Hosenbeule leicht an ihrem Hintern zu schubbeln. Leute anfassen erregt mich einfach.

Beichthaus.com Beichte #00039726 vom 11.05.2017 um 17:39:41 Uhr in Emmendingen (31 Kommentare).

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Mein Mann ist egoistisch

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Ungerechtigkeit Habgier Partnerschaft Wuppertal

Mein Mann (55) war schon immer in jeder Hinsicht egoistisch. Er denkt nur an sich. So hat er seine private Rentenversicherung ohne Hinterbliebenenschutz abgeschlossen. Nach ihm die Sintflut, hat er immer gesagt. Vor einem halben Jahr wurde bei ihm Darmkrebs festgestellt. Da die Metastasen schon seine Leber angegriffen haben, wird er, so die Prognose des Arztes, seinen 60. Geburtstag nicht mehr erleben. Jetzt kommen seine Schuldgefühle bezüglich seiner Rentenversicherung zutage. Denn erst jetzt realisiert er, dass er jahrzehntelang umsonst eingezahlt hat. Ich (w/47) habe das Ganze irgendwie schon kommen sehen und habe vor vielen Jahren schon eine private Pflegeversicherung und Lebensversicherung für ihn abgeschlossen. Heimlich. Sollte er zum Pflegefall werden, bin ich zumindest zum Teil abgesichert. Ich weiß, dass das nicht richtig war, aber ich hatte Angst. Und diese Angst hat sich nun auch bestätigt.

Beichthaus.com Beichte #00039722 vom 10.05.2017 um 20:02:48 Uhr in Wuppertal (13 Kommentare).

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