Unser Kollege ist nur im Internet!

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Engherzigkeit Vorurteile Arbeit Kollegen

Ich (w/33) bin Beamtin. Ich hatte bis vor anderthalb Jahren einen Kollegen, der schon Anfang 50 ist, aber noch immer die erste Besoldungsstufe hat - und ich, obwohl so viel jünger, die dritte. Er hatte mit 18 angefangen, also kein Späteinsteiger. Sein Arbeitsalltag sah folgendermaßen aus: Morgens ins Büro kommen, im Internet surfen. Dann war um acht Uhr Frühstückspause, die bei ihm eine Stunde dauerte. Dann wurde gesurft bis zum Mittag. Dann ging die Mittagspause gerne mal zwei Stunden. Dann wurde bis Feierabend gesurft. Die Arbeit ließ er liegen, und da die sich immer mehr stapelte, wurde ihm geholfen. Ich habe ihn natürlich darauf angesprochen. Er sagte nur "Alles klar." Es änderte sich aber nichts. Wir haben dann eine Mail verschickt, in der alle darauf hingewiesen wurden, dass der Internetzugang lediglich für Dienstliches vorgesehen ist und auch alles andere Private in die Pause zu verlegen sei, außer, es sei absolut dringend. "Nichts zu tun" gibt es bei uns quasi nie - daher hat man auch keinen Leerlauf. Es änderte sich aber nichts.

Ich schaute ihm einmal über die Schulter, was er denn surft - vielleicht war es ja etwas Wichtiges für ihn - aber ich sah einen Artikel über Stimmlagen von Opernsängern. Das ist nichts Wichtiges. Daraufhin sind wir zu den Vorgesetzten, sein Verlauf wurde durchgesehen, er bekam eine Abmahnung und wurde ins Archiv versetzt - dort gibt es nicht einmal Computer. Einige Zeit später ist mir morgens beim Lesen der Zeitung eine Todesanzeige ins Auge gefallen. Es war seine Mutter, er stand bei der Trauernden ganz oben an erster Stelle.

Ja und dadurch kam dann raus, dass seine Mutter Knochenkrebs hatte und er die ganzen Arbeitsstunden in Internetlexika, Arztseiten und anderem unterwegs war. Da habe ich mich - und auch die anderen - sehr geschämt. Das hieß dann auch im Kehrschluss, dass die Vorgesetzten ihn nicht mal zur Seite genommen haben, die haben ja gesehen, dass er nur auf medizinischen Seiten unterwegs war. Allerdings war es vielleicht auch der Umstand, dass er ja nie befördert worden ist, der dazu geführt hat, dass wir direkt davon ausgegangen sind, dass er einfach nur faul ist. Über das alles haben wir dann auch erfahren, dass er mit über 50 noch bei der Mutter gewohnt hat.

Beichthaus.com Beichte #00037470 vom 25.01.2016 um 03:07:48 Uhr (22 Kommentare).

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Der Vater meines Sohnes ist ein Psycho!

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Engherzigkeit Familie

Ich (w/27) habe einen achtjährigen Sohn. Mein Ex-Freund (28) hat mir während der Schwangerschaft damit gedroht, Schluss zu machen, wenn sein Kind kein Junge wird. Man muss dazu sagen, dass er die Förderschule besucht hat, geistig zurückgeblieben ist und auch verhaltensauffällig ist. Ich hätte damals nie gedacht, dass er so weit gehen würde. Ich hatte ihn sehr gern. Nach dieser Ansage hatte ich nur noch Zorn und Verachtung übrig. Ich habe mich getrennt. Als eine Freundin, die ihn auch kennt, vor ihm ausgeplaudert hat, dass ich einen Sohn erwarte, war er plötzlich wieder Feuer und Flamme - vor dem Outing nicht. Ich wusste, dass ich alles dafür tun werde, dass kein Kontakt zwischen den beiden besteht. Ich bin die Allerletzte, die einen Vater sein Kind nicht sehen lässt, da Vater und Kind sich brauchen, aber einen Psycho braucht kein Kind als Vater - dann lieber keinen. Und wer schon so extrem auf einen Sohn pocht, der will sicherlich auch einen kleinen Macho haben und erzieht das Kind bestimmt sehr fragwürdig.


Er durfte das Kind dann einmal im Beisein des Jugendamtes sehen und nach diesem Besuch war auch den Sachbearbeitern klar, dass er kein guter Umgang ist. Heute bin ich seit drei Jahren in einer glücklichen Beziehung und mein Sohn und mein Freund verstehen sich prima. Mein Ex-Freund hat mittlerweile mit einer anderen Frau einen Sohn. Vor etwa einem Jahr habe ich die Drei gesehen - der Kleine hat geweint und mein Ex hat ihn angebrüllt, dass Jungs nicht weinen, nur "Schwuchtel". Und ich war in diesem Augenblick so froh, dass er meinen Sohn nicht sehen darf.

Beichthaus.com Beichte #00037459 vom 23.01.2016 um 01:26:09 Uhr (11 Kommentare).

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Zufallsbeichte
“Folge

Das Ritual unseres Stromausfalls

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Engherzigkeit Vandalismus

Ich wuchs in einem sehr ländlichen Dorf auf. Wir Jugendlichen trafen uns immer außerhalb des Dorfes bei einem Heustadl, der sozusagen unsere Kommandozentrale war. Dort wurde geraucht, Alkohol konsumiert, hin und wieder brachte jemand ein Pornoheft seines Vaters mit, oder eine unserer Dorfmatratzen zeigte ihre Brüste. Wir trafen uns praktisch jeden Tag dort und auf dem Weg dorthin mussten wir durch einen Wald. Durch diesen Wald führte eine Hochspannungsleitung. Und auch genau in diesem Wald stand so ein Schalter für die Hochspannungsleitung mit einem Hebel unten dran. Eigentlich sollte dort ein Vorhängeschloss dran sein, damit kein Unbefugter den Schalter benutzen konnte, welches aber fehlte. Und im jugendlichen Übermut kam einer aus der Gruppe auf die Idee, den Schalter zu betätigen. Er legte den Hebel um, es gab oben am Schalter einen Blitz mit Knall und das war es. Zuerst waren wir beeindruckt, dann meinten wir jedoch einstimmig, er solle das Ding wieder einschalten, weil jetzt garantiert bei jemandem der Strom ausgefallen sei.


Er schaltet also wieder ein und wir gingen weiter zu unserer Kommandozentrale. Allerdings wurde aus dem einmaligen Spaß eine mehr oder weniger dauerhafte Sache, und jedes Mal, wenn wir uns bei unserem Heustadl trafen, schaltete einer aus der Gruppe auf dem Weg dorthin den Hochspannungsschalter aus und gleich darauf wieder ein. Da dadurch jeden Tag fast zur selben Zeit ein kurzer, ein paar Sekunden dauernder Stromausfall in mehreren Dörfern war, wurde der Stromversorger verständigt. Es waren mehrere Monteure tagelang unterwegs, welche die Leitungen kontrollierten und Bäume bei der Freileitung zurückschnitten, aber scheinbar war kein Fehler zu finden, der jeden Tag einen kurzen Stromausfall verursachte. Das fehlende Schloss auf dem Schalter war allerdings auch niemandem aufgefallen und so machten wir munter weiter und jeden Tag durfte ein anderer aus unserer Gruppe schalten. Es war sozusagen ein Ritual.


Scheinbar wurde es dem Stromversorger irgendwann zu blöd und die Hochspannungsleitung zwischen zwei Dörfern durch den Wald wurde durch eine Erdleitung ersetzt. Damit der war der Schalter natürlich Geschichte und die unerklärlichen Stromschwankungen hatten ein Ende. Auch heute kommt es noch ein, zwei Mal im Jahr vor, dass der Strom bei uns ausfällt. Ich muss dann immer ein bisschen schmunzeln, wenn ich meinen Kindern Geschichten vorlese und dabei an meine Jugend zurückdenke. Ich bitte um Absolution für die Stromausfälle.

Beichthaus.com Beichte #00037445 vom 21.01.2016 um 08:40:05 Uhr (14 Kommentare).

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Ich war bestimmt kein Unfall!

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Lügen Falschheit Engherzigkeit Familie

Ich beichte, dass ich glaube, dass meine Mutter mich angelogen hat, indem sie immer behauptete, meine Entstehung sei ein reiner Unfall gewesen. Sie hat mich mit 36, fast 37 Jahren bekommen und ich denke das, weil ich es gerade im Umfeld und Freundeskreis erlebe, dass Frauen in dem Alter jetzt ganz plötzlich doch noch ein Baby bekommen, obwohl sie vorher immer steif und fest behaupteten, sie wollten nie eines oder dass ihnen absolute Freiheit oder die Karriere wichtiger wäre. Ich bin überzeugt, sie hat es entweder gezielt drauf angelegt oder es einfach drauf ankommen lassen bei der Verhütung. Tut mir leid, Mama!

Beichthaus.com Beichte #00037444 vom 21.01.2016 um 02:16:53 Uhr (12 Kommentare).

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“Beichte

Tränen in Japan

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Selbstsucht Engherzigkeit Falschheit Ex Japan

Ich (m/25) habe vor zwei Jahren einen lieben Menschen sehr verletzt und schäme mich bis heute ein bisschen dafür. Zu dieser Zeit waren meine Freundin und ich beide im Auslandsstudium. Beide in Japan, aber an verschiedenen Orten. Im Sommer ging dann die Beziehung kaputt, es war allerdings komplett einseitig, denn sie hat mich verlassen. Es fällt mir bis heute schwer, damit klarzukommen - aber naiv, wie ich damals war, ging ich jeden Abend saufen und nach ungefähr zwei Wochen habe ich dann eine Freundin, die ich von der Uni dort kannte, abgeschleppt und wir haben miteinander geschlafen. Ich mochte sie gerne, wir haben uns zu Dates getroffen, in der Öffentlichkeit die Hand gehalten und wiederholt miteinander geschlafen. Ich habe die Gedanken an die Ex damit erfolgreich beiseitegeschoben und mir gedacht, dass es keinen Grund gibt, dass ich nicht mit einer anderen Frau ausgehe.


Das war dann auch etwa zwei Wochen lang schön, bis ich, aus welchem Grund auch immer, ausgerechnet beim Sex so sehr an meine Ex denken musste, dass ich nicht mehr weitermachen konnte. Ich habe dem Mädchen dann gebeichtet, dass ich nicht mit ihr zusammen sein kann und sie hat sich im Bett vergraben, wo sie das Kissen nass weinte. Sie war sehr verliebt in mich, hat ihre Jungfräulichkeit an mich verloren und ich ließ sie fallen wie eine heiße Kartoffel. Ich bitte um Absolution, da es mir bis heute leidtut und ich ehrlich behaupten kann, aus der Sache gelernt zu haben.

Beichthaus.com Beichte #00037422 vom 17.01.2016 um 21:21:16 Uhr in Japan (Yokkaichi) (16 Kommentare).

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